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Diskutiere im Thema Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Schwerbehinderte müssen im Öffentlichen Dienst mindestens zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden. Wenn nicht, kann man Endschädigung verlangen. Einige leben ganz gut davon. Die Meisten wissen nicht, dass sie Anspruch auf Bewerbungsgespräch haben.


    LG
    Surre

  2. #62
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Um Missverständnisse vorzubeugen,

    ich möchte die Behinderung nicht als Ausrede oder als im Sinne von
    Einige leben ganz gut davon.
    nutzen.

    Ich habe diverse Strategien angewandt, von Praktika, über Training, über 2.Studium, bislang ohne Erfolg, d.h. es geht um eine in meinen Augen tatsächlich vorhandene Einschränkung.

  3. #63
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    xyberlin schreibt:
    Macht es Sinn, einen GDB zu stellen im Hinblick auf eine bessere Integration in den Arbeitsmarkt?



    In meinem Fall zumindest ganz klar NEIN. Viele Arbeitgeber scheuen sich davor Schwerbehinderte oder behinderte Menschen einzustellen, übrigens auch im öffentlichen Dienst. Da steht das dann zwar in der Stellenausschreibung, aber dann warst du halt nicht qualifiziert genug.... Sie meinen sie hätten dann unkündbare Arbeitnehmer die nicht viel leisten müssen und können. Von Seiten des Arbeitsamtes wird dir entweder die EU-Rente nahe gelegt, oder sie schicken dich von einer Maßnahme in die andere, um dich dann im Extremfall in eine Werkstatt für behinderte Menschen abzuschieben. Immer wieder muss ich sowohl AG als auch Ämtern klar machen, dass es einen Unterschied zwischen geistiger und psychischer Behinderung gibt.

    Eine nette Dame vom AA für Schwerbehinderte hat mir mal gesagt, das der Ausweis bei den Meisten der Sargnagel im Berufsleben ist. Und so sehe ich das auch. Die meisten zahlen lieber den lächerlichen Ausgleich, als einen Behinderten einzustellen. Solange es noch irgend geht ohne, würde ich es versuchen.

    Die Maßnahmen und "Förderungen" vom Amt sehen übrigens so aus, dass ich jetzt (trotz Abi u abgebrochenem Studium) nochmal Gross- und Kleinschreibung und Rechnen lernen darf. Um Fördergelder für einen potentiellen AG zu bekommen, wie es bei Langzeitarbeitslosen auch möglich ist, muss der Integrationsfachdienst eingeschaltet werden. Der ist nicht mehr in rein staatl. Hand, sondern in den Bezirken in privater Hand. In meinem Fall hiess das, das das Geld für letztes Jahr in dem Bezirk verbraucht war und keine neuen Anträge angenommen wurden.... That`s f***** reality.

    Um weiter zu kommen muss ich teilweise Monate lang Gesetzestexte und -Lücken suchen um Hilfe zu bekommen, muss Ämter mitreissen, ihrer Pflichten belehren, Mitarbeiter finden, die Lust auf "neue Wege" haben.

    Mal ganz plump und provokativ: Als Schwerbehinderter bist du für Krankenkassen, Rentenkassen, Sozial-und Arbeitsämter eine reine Geldvernichtungsmaschine. Die gilt es loszuwerden (auf anderes Amt abschieben, Endstation Sozialamt/Rente) oder zumindest kostengünstig zu halten. Die Einzigen, denen du Geld einbringst, sind Behindertenwerkstätten und jegliche anderen Maßnahmeorte (Berufsbildungswerke, Arbeitsförderungwerke etc etc), die buhlen dann um dich, dort kannst du dir dann nochmal Deutsch und Mathe erklären lassen. Willst du was daran ändern, musst du kämpfen......


    Die Theorie ist hier leider meilenweit von der Praxis entfernt.
    Geändert von creatrice ( 2.06.2013 um 14:48 Uhr)

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Also ich hab einen GdB von 50, und zwar aufgrund von Chemotherapien.

    Abgesehen von mehr Urlaub und steuerlichen Vorteilen, ist es auch ganz angenehm so geschützt zu sein.

    Der Grund für die Schwerbehinderung steht nicht im Ausweis.

    Mich wollte auch noch keiner deswegen abschieben. Schon eher wegen anderer (psychiatrischer) Diagnosen, die die Kasse natürlich kennt.

    Wer zwingt dazu, unbedingt eine Diagnose mitzuteilen, wenn man sich bewirbt?

    Ich sehe ganz klare Vorteile, denn der besondere Schutz soll doch dazu dienen, Nachteile im Erwerbsleben auszugleichen. Mein Arbeitgeber nimmt das auch sehr ernst.

  5. #65
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    xyberlin schreibt:
    Ich habe diverse Strategien angewandt, von Praktika, über Training, über 2.Studium, bislang ohne Erfolg, d.h. es geht um eine in meinen Augen tatsächlich vorhandene Einschränkung.
    Das erinnert mich wieder an Asperger ...
    Die AS-Betroffenen haben deutliche Nachteile bei der Jobsuche, die heute mehr und mehr die Charakteriska eines Castings hat.
    (Hier btw. ein kleiner Beitrag auf 3SAT zu der Firma Auticon in Hamburg)
    Praktika, Assessement Center, Probearbieten, bei denen man in einem oder zwei Tagen seine Leistungen zum besten geben soll (einer Zeitspanne, in der ein Asperger überhaupt erstmal ein Bild von diesem neuen und ungewohnten Umfeld benötigt und nach Strategien, Stukturen etc. suchen muss usw.

    DIe meisten Betriebe erwarten heutzutage doch schon, dass man ab der ersten Stunde möglichst eigenständig und selbstständig funktioniert.
    Das funktioniert bei einem AS deutlich weniger als bei allen anderen.

    Insofern sind die vin AS Betroffenen schon bei der Jobsuche eindeutig im Nachteil, obwohl sie im Job selber durchaus im Vorteil hätten sein können (entsprechende Umfeldgestaltung vorausgesetzt)

    Viele Grüße
    Fliegerlein

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Ich sortiere mal.

    Die Diagnostik, die ich aktuell betreibe hilft mir bei meiner persönlichen Einschätzung, ich hoffe, dass ich dadurch mein Kopfkino ein wenig ruhig stellen kann.

    Schwerbehinderung beantragen ist dann der nächste Schritt.

    Ich muss diese ja nicht angeben im Bewerbungsgespräch oder bei der Bewerbung.

    Im öffentlichen Dienst muss man natürlich aufpassen, wie man mit der Information umgeht, weil einmal irgendwo registriert, wird man die Information kaum mehr löschen können, auch wenn es heißt, Informationen werden nach Abschluss des Bewerbungsverfahren gelöscht, die Realität sieht mit hoher Wahrscheinlichkeit anders aus.

    Gleiches gilt beim Arbeitsamt.

    Und mehrgleisig fahren? Dem Arbeitsamt gegenüber werde ich offen sein, welche Vermittlungshemmnisse es gibt, macht das Sinn? Unterstützung werde ich da vermutlich kaum erwarten können, das ist mir persönlich auch klar und ich teile die Einschätzung des obigen Beitrags, aber vielleicht lässt man mich dort stärker in Ruhe.

    Es gib Firmen, die bewusst Leute aus dem Autismus-Spektrum einstellen, wenige, aber es gibt sie, möglicherweise kann ich darüber argumentieren, gesetzt dass es eine Diagnose gibt. Oder ich argumentiere, dass ich mit einer Umschulung in die Richtung Datenmanagement schnell aus der Arbeitslosenstatistik verschwinde.

    Keine Ahnung, wie gesagt, ich wurschtle seit Jahren mit verschiedenen Methoden vor mich hin, kann mir eigentlich nicht vorwerfen, dass ich nichts unversucht lasse, aber Flexibilität, Kommunikationsstärke, Verkaufsstärke, soziale Kompetenz sind definitiv nicht meine Stärken und das ist nicht bloße Einbildung, sondern erweist sich in der Realität der Vergangenheit als das Hindernis für mich überhaupt Zugang auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Und das fängt schon damit an, dass ich mich schwer tu, neue Strategien, Alternativen zu entwickeln, mich in Arbeitgeber nicht hineinversetzen kann, um sie für meine Stärken, die ich selber als solche nicht erkenne, zu begeistern, das Ganze dreht sich munter im Kreis und vermutlich noch ewig weiter, wenn ich nicht versuche irgendwo anzusetzen.

    Diese Frustration im Umgang mit Behörden, wie sie geschildert wird im obigen Beitrag und die Sinnlosigkeit und komplette Ignoranz bei behördlichen Entscheidungen habe ich leider auch schon am eigenen Leib erfahren dürfen.

  7. #67
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Fliegerlein schreibt:
    Das erinnert mich wieder an Asperger ...
    Die AS-Betroffenen haben deutliche Nachteile bei der Jobsuche, die heute mehr und mehr die Charakteriska eines Castings hat.
    (Hier btw. ein kleiner Beitrag auf 3SAT zu der Firma Auticon in Hamburg)
    ein sehr gutes Video über den normalen Asperger (nicht wertend gemeint),noch schwieriger und das ist eben das was die meisten nicht verstehen ist es eben wenn da noch ADHS dazu kommt,da bringen mich so Sprüche wie "Asperger ist doch aber im Berufsleben oft ein Vorteil" auf die Palme,da merkt man dann schon das der Gesprächspartner das ADHS total ignoriert und/oder sich null auskennt.

    Darum ist es eben auch extrem wichtig bei einem SBA-Antrag die genauen Probleme der einzelnen Diagnosen detailliert auf zu schreiben,auch wenn einige Probleme dann doppelt sind


    Gruß Matze

  8. #68
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 351

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    xyberlin schreibt:

    Schwerbehinderung beantragen ist dann der nächste Schritt.

    Ich muss diese ja nicht angeben im Bewerbungsgespräch oder bei der Bewerbung.
    rechtlich gesehen muss du Schwerbehinderung angeben. Du muss nicht sagen, aus welchem Grund du siese hast.

    Wenn du diese nicht angegeben hast und die Stelle bekommen hast, dann darfst du deine Behinderung weiter nicht bekannt geben, weil du die Stelle sofort verlieren kannst. Dann hast du weiterhin keine berufliche Vorteile, die SBA mit sich bringt.


    LG
    Surre

  9. #69
    Ist hier zuhause

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    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    surre schreibt:
    rechtlich gesehen muss du Schwerbehinderung angeben.
    Das ist mir neu.
    Mir wurde immer wieder gesagt, dass man das nicht angeben muss.
    Einen SBA zu haben bedeutet eben nicht, dass man den auch vorlegen muss.
    Allerdings darf man dann gewiss nicht mehr auf entsprechend daran gekoppelte Nachteilsausgleiche hoffen.
    Aber wenn man der Meinung ist, dass man die für den bestimmten Job nicht braucht, ... soweit ich weiß, muss man eine Schwerbehinderung nicht angeben.

  10. #70
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Fliegerlein ich glaube Surre mein unterm Strich das Gleiche wie Du
    wenn angegeben = Vorteile nutzbar
    nicht angegeben = Vorteile nicht nutzbar

    Edit:ich gebe es auch nicht überall an das ich einen habe,überlege mir auch gut wem ich es sage,man muß mit dem SBA also nicht Hausieren gehen,es gibt nichtmal ne Hand voll Menschen die in meinem Umfeld davon wissen
    Geändert von Atze ( 2.06.2013 um 16:16 Uhr) Grund: siehe Edit

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