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Diskutiere im Thema Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Carina29 schreibt:
    ich versteh zb auch nicht warum depressionen anerkannt sind und man da prozentebekommt.depressionen sind meiner ansicht nach doch selbst herbeigeführt.mal sämtliche gründe dafür aussen vor gelassen.aber jeder der welche hat,mich eingeschlossen,hätte im vorfeld dinge tun oder sagen können um es gar nicht soweit kommen zu lassen.
    Ich fürchte, das ist so nicht ganz richtig, sollten wir hier aber auch nicht weiter ausführen, da es zu sehr OT gehen würde.

    Aber generell halte ich es schon mal für unlogisch zu sagen, dass eine Depr. selbst herbeigeführt ist, wenn im gleichen Satz sämtliche Gründe für die Entstehung aussen vor gelassen werden sollen, ... das negiert sich selbst.
    Wenn ich nicht die Hintergründe für eine Entstehung hinterfrage, kann ich das unmöglich beurteilen.

    Zumal davon ausgegangen werden darf, dass niemand freiwillig in eine Depression gleitet, was widerum ausschließt, dass man im Vorfeld entsprechende Gegenmaßnahmen hätte ergreifen können, denn wenn man das gemerkt hätte, hätte man sie ergriffen um einen Zustand zu verhindern, der ja nun mal alles andere als gut für einen ist, ja sogar lebensbedrohlich.
    Da rennt ja keiner wissentlich rein.
    Und auch wenn man es z.B. gesagt bekommen hat, so gibt es widerum Gründe dafür, dass man nichts dagegen unternommen hat, nämlich eine bereits durch die Depression veränderte Wahrnehmung und Denkweise. Wenn die Depr. bereits das denken steuert, steht man da ziemlich auf dem Schlauch und da wir es im Falle einer Depr. mit einer Stoffwechselstörung zu tun haben (Serotonin/ Noradrenalin etc., auch Dopamin), können wir auch nicht so ohne weiteres von einer selbst herbeigeführten Krankheit reden, denn da übernehmen ganz andere Prozesse im Gehirn das Zepter, ...
    Wie gesagt, geht OT.

    Aber genau hier begründet sich auch die Rechtfertigung, eine AD(H)S allein bereits als Behinderung anzuerkennen, denn durch den bei Betroffenen bereits vorhandenen Fehler im Stoffwechselsystem des Gehirnes, speziell des Dopamins, sind sie bereits prädisponiert und wesentlich anfälliger als jene, die ohne AD(H)S leben.

    Andererseits muss man auch zugeben, dass es genug AD(H)Sler gibt, die trotz all dieser Störungen und Prädispositionen sehr gut funktionieren, weil sie ihre Nische gefunden haben und dementsprechend trotz ihrer grundsätzlichen Veranlagung keine Gefahr laufen, krank oder zumindest mehr als andere beeinträchtigt zu werden.

    Kompliziert oder?
    Ganz so einfach ist sowas halt doch nicht zu unterscheiden, da kann ich die anderen Seiten schon sehr gut verstehen, aber eben auch und besonders uns, ...

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    ich habe dich nich falsch verstanden angela.genau das meinte ich doch auch bei dem einen sieht man es eben und bei dem anderen nicht.sicher will sich keiner unnötige vorteile erschleichen,aber wirklich körperbehinderte haben es doch irgendwie einfacher,denn wie du schon sagst müssen wir uns für unsere nicht sichtbare behinderung immer wieder rechtfertigen und erklären.und das allein ist schon für mich zumindest verdanmmt anstrengend weil ich mich nie so ausdrücken kann wie ich es eigentlich meine.

    womit ich dann auch schon beim nächsten ding wäre fliegenpilz.....ich meinte natürlich nicht,dass jeder für seine depression selbst schuld hat.natürlich ist das ein prozess der sich entwickelt und klar hat das auch alles mit dem stoffwechsel zu tun.und ja ich weis auch das man meist schon öang in dem programm drin ist,bevor man überhaupt was merkt.ich war ja selbst wegen depressionen in behandlung.ich weis schon wie das alles abläuft,also sorry wenns falsch rüber kam.

    was ich eigentlich sagen wollte ist das adhs eine nachgewiesen angeborene störung des gehirns ist und depressionen eben nicht.adhs ist immer da und man kann es nicht wie depressionen "wegtherapieren".man kann nur lernen damit umzugehen und seine schwierigkeiten zu kompensieren,eben damit zu leben.dies erfordert aber ein jahrelanges denken/handeln/tun/informieren/sich selbst hinterfragen/und/und/und.und das ist denke ich der unterschied zur depression.die wird therapiert,in gesprächen und mit medikamenten wird man die wieder los.natürlich je nach schwere,manche leben ihr ganzes leben in diesem zustand!das ist mir auch klar.

    aber das ist eben der unterschied den ich meinte.ich hoffe jetzt könnt ihr verstehen was ich eigentlich sagen wollte....

    ich glaube aber auch,das das hauptproblem ganz einfach darin liegt,das adhs in unserer gesellschaft immer noch als modeerscheinung verrufen ist.menschen die das nicht selbst erleben was wir tag täglich fürn chaos im kopf haben,denen kannst du meistens erklären und erklären und erklären.sie können es einfach nich nachvollziehen.

    ein beispiel: für den "unruhenotfal" hab ich immer einen ganz kleinen extra hoch dosierten energx drink in der tasche.der verlobte meiner nichte ist "DIPLOMSOZIALPÄDAGOGE".de r hat mich mal gefragt,warum ich das ding immer mit mir rumschleppe.ich:weil wenn ich extrem hippelig bin und das trink bin ichne viertel stunde später wieder ruhiger.Er: einbildung ist ja bekanntlich auch ne bildung.....
    der mensch hat den sch...studiert!!!!!

    lange rede kurzer sinn: ich glaub ein umdenken in der gesellschaft ist von nöten!dann wird adhs auch als krankheit akzeptiert und das versorgungsamt genehmigt uns unseren gdb.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    danke für die Intressanten Tipps
    wann bekommt man bei eine Deprees. ein GDB von 20 schon bei leichten Depr. oder nur bei schwerwiegende Depr. reicht auch eine mittelgradige Episode (F33.1)
    Danke

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    hier ein link zu dem thema adhs & gdb ADHS > Behinderung - Soziales & Recht - betanet

  5. #15
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Hallo Carina 30,

    nochmal DANKE für Deinen Text von gestern, 12:05 Uhr - hat mir aus dem Herzen gesprochen.

    Und nicht zu vergessen.....HAPPY BIRTHDAY TO YOU !!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    hallo das schreiben nach widerspruch bezüglich GDB ist jetzt von 40 GDB auf 50 GDB raufgesetzt worden.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 118

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Hallo ich habe aufgrund von ADHS in NRW 20 % bekommen und habe jetzt 40% da ich noch was anderes habe.
    Wenn die euch nicht mehr geben wollen dann WIEDERSPRUCH einreichen oder ein ANWALT einschalten dann geht das schon.

    Gruß

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Also mein Dok hat mit gesagt, sowie auch einige Internetquellen dies bestätigen, wird ADHS selbst nur in Ausnahmefällen (davon hatte er seit seiner Tätigkeiten, einige wenige) direkt mit einem GdB versehen. Es ist ja idR gut managebar, so die Meinung der Versorgungsämter.
    Spannend wird s nur wenn eine direkte Komorbität dazukommt (wie üblich in der Literatur beschrieben) und diese als direkte Folge dargestellt werden kann. Ich hab selbst überlegt einen Antrag zu stellen um, in meinem Fall reichlich, die Vergünstigungen zu erhalten. Lt. Dok und Sozialberatung dürfte ich als schwer impulsiver ADHSler und polytoxem Substanzmissbrauch auf 50% und mehr kommen. Weils in direktem Zusammenhang steht. Zusammenhang ist mehrfach bestätigt.

    Aber mal etwas kontrovers.... (so wie ich das sehe)

    Reichts euch NICHT das ihr mglw das ganze Leben als anders hingestellt wurdet? Und jetzt, wie ich z.B. durch entsprechende Behandlung (Medis+Coaching), die Chance habt ein überwiegend "normales" Leben zu führen und zu genießen?

    Ich für meinen Fall stelle keinen Antrag, trotz bester Aussichten auf einen Schwerbehinderten-Ausweis. Mittlerweile bin ich echt froh Richtung normal und gesellschaftsfähig zu tendieren und da kann ich für mich und mein Selbstwertgefühl (was langsam erblüht, das erste mal im Leben) das garnicht gebrauchen. Das könnte ich mich an schlechten Tagen noch mehr runterziehen, schwerbehindert oder als behindert im allgemein zu gelten, so das es mir noch schwerer fällt mich zu akzeptieren!

    leute, denkt mal drüber nach!

    G
    rakete

  9. #19
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    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Hi,


    raketenklaus schreibt:
    Aber mal etwas kontrovers.... (so wie ich das sehe)

    Reichts euch NICHT das ihr mglw das ganze Leben als anders hingestellt wurdet? Und jetzt, wie ich z.B. durch entsprechende Behandlung (Medis+Coaching), die Chance habt ein überwiegend "normales" Leben zu führen und zu genießen?
    das ist ein durchaus interessanter Ansatz, allerdings sollten da noch einige weitere Überlegungen nicht außer acht gelassen werden, sofern für den Betroffenen selber zutreffend:
    Zwar helfen mir (und ich kann hierzu erstmal nur von mir schreiben) die Medi's und Coaching/ Therapie.
    Allerdings bin ich mir auch darüber im Klaren, dass ich zwar einiges der Erkrankung(en) kontrollieren kann, aber eben lange nicht alles.

    Die Reizoffenheit wird mir ein Leben lang bleiben, ebenso das schlechte Arbeitsgedächtnis und einige andere Probleme, die sich im Arbeitsumfeld nachteilig auswirken können.
    Das werden weder Therapie noch Medis noch Coaching beseitigen können, eher wird es mit zunehmendem Alter mehr.
    Das ist ein Nachteil, den ich z. B. gegenüber anderen habe, denn davor muss ich mich schützen.

    Und genau um diesen "Nachteilsausgleich" geht es dabei.

    Ich kann keinem Arbeitgeber einfach so sagen "Tut mir leid, ich brauche einen ruhigen Arbeitsplatz, möglichst ohne jeden Schnickschnack und vor allem ohne quatschende Kollegen und wenn das Telefon klingelt, während ich arbeite, dann gerate ich aus dem Konzept und finde mich danach schwer wieder in meine ursprüngliche Arbeit ein und einiges dauert bei mir einfach länger, weil ich da so meine Probleme habe, umstellungserschwert bin und ich brauche ganz feste Arbeitszeiten, denn wenn ich meinen Rhythmus und meine Struktur nicht einhalte, dann gerate ich auch wiedr aus dem Ruder und bin völlig verpeilt und außerdem ist es immer wieder möglich, dass ich Dinge vergesse, obwohl ich schon mit meinem "Gedächtnis" (einem A5-Ringbuch und einem Terminkalender, welche ich immer dabei habe) unterm Arm rumlaufe und Schichtdiensttauglich bin ich leider auch nicht ...

    Um sowas zu rechtfertigen und trotzdem auf dem Arbeitsmarkt einen Platz zu bekommen, bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mit einer entsprechenden Bescheinigung zu argumentieren, sonst dürfte das wohl ziemlich wenig Glaubwürdigkeit haben.

    Denn der Haken ist leider, dass Coaching, Therapie und Medi's das AD(H)S und die Komorbiditäten bei den meisten ja nicht komplett "wegzaubern" können.

    Dazu kommt, und das ist auch ein druchaus nicht zu verachtender Punkt, dass man auch damit rechnen muss älter zu werden und mit zunehmendem Alter sinkt z. B. auch die Stressrestistenz, ob man das will oder nicht, leider ist es so und auch dem sollte man Rechnung tragen, denn ein "überwiegend" normales Leben in jungen Jahren kann mit fortschreitendem Alter wieder zu Problemen führen.

    Es ist ein Schutz, zumindest soll es das sein, eine Argumentierungshilfe.

    Anders wäre es sicherlich, wenn man seine Nische gefunden hat, einen Job, in dem die Stärken zur Geltung kommen und die Schwächen eben nicht so auffallen.
    Aber das find erstmal.
    Solange man eben mit Mankos leben muss, ist das sicherlich ein guter und gangbarer, wenn auch kein leichter Weg.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Schwerbehindertenantrag (GDB) wg. ADHS

    Also ich bin unter anderem wegen dem ADHS (auch) in Invalitätspensuion (AT),...

    War nur 5 Min. bei Neurologen und ne Woche später in Pensi.


    grüße!

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