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Diskutiere im Thema Freundschaften / soziale Kontakte im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Der Alkohol als Lösungsstrategie... mh.... ich kann mir schon vorstellen dass viele einen Hang dazu haben. Es hat mir eben geholfen in den Gesprächen. Man traut sich mehr zu, die Meinung anderer wird auf einmal nicht so wichtig. Und was ich ganz vergssen hatte: Ich fand es immer toll, dass ich mit Alkohol auch ruhig bleiben konnte.

    Das Problem ist aber: Alkohol ist leider eine Droge, die einen echt fertig machen kann. In meinem Umfeld ging es stark in die Richtung "Wer cool sein will muss saufen können".
    Konnte ich. Hab viele "unter den Tisch gesoffen", die meinten sie könnten sowieso mehr vertragen als ich. Irgendwann habe ich mich dann selber unter den Tisch gesoffen.
    Ich meine nicht den klassischen Absturz mit Filmriss und so. Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll.

    Ich war irgendwann an einem Punkt, an dem ich jeden Tag harte Sachen getrunken habe. Denn es ging mir ja besser. War die Wirkung vorbei ging es mir aber richtig beschissen. Also wieder
    was trinken. Die Depressionen wurden dadurch immer tiefer, stärker. "Zum Glück" ist mein Vater Alkoholiker. Als ich 12 war, ist er in einer Entzugsklinik gewesen, wo ich ihn auch besucht habe. (Er war nie aggressiv unter Alkohol! Sondern er war immer ein liebevoller Vater! Nur um das klarzustellen). Dadurch konnte ich dann irgendwann erkennen was mit mir los ist, und wo ich mich da hinein trinke. Ich glaube, wenn ich das beispiel meines vaters nicht gehabt hätte, das nicht so nah mit erlebt hätte, hätte ich weitergemacht. Und ich will nicht wissen, wo ich dann gestanden hätte.

    Warum schreibe ich das hier? Denn mein früherer Umgang mit Alkohol ist mir eigentlich sehr peinlich, und ich spreche da extrem ungerne drüber......

    Ganz einfach: Ich weiß das das hier auch von Jugendlichen gelesen werden kann. Und auch von Menschen, die labil sind und/oder erst nachdenken nachdem sie in der Scheiße sitzen (hört sich gemein an? Ist mir grad egal, sorry - bin nicht in der Stimmung um den Brei herumzureden). Und ich will nicht, dass hier das Bild entsteht, mit Alkohol geht alles besser. NEIN, GEHT ES NICHT!!! Den abend vielleicht, aber danach fühlt man sich noch beschissener. Und: ALKOHOL IST EINE DROGE!!! Dem muss man sich bewusst sein. Vor allem da wir in einer gesellschaft leben, in der Alkohol zum normalen Leben dazu gehört. Ich finde es ganz schlimm, dass alle Drogen verteufelt werden, aber Alkohol und Nikotin sind gesellschaftsfähig....

    Aber ich denke auch, dass es wichtig ist, über die Erfahrungen zu reden die man mit Alkohol hat. Man selber befreit sich dadurch ein wenig, kann sich selbst vielleicht auch besser verstehen. Und andere können daraus vielleicht auch etwas für sich herausziehen - was auch immer.

    So, nu halt ich besser erstmal die klappe, bin hier grad innerlich am kochen.....

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Ja, das mit dem Alkohol trinken ist auf jeden Fall eine Sache die in meinem Beitrag auch falsch verstanden werden kann.

    Ich trinke zumeist nur Bier oder auch mal Wein. Gebrannten Alkohol praktisch gar nicht, höchstens als Cocktail oder wenn es um das geschmackliche geht. Harten Alkohol zu trinken um möglichst schnell betrunken zu werden, ist nicht mein Ziel und deshalb mache ich das gar nicht (heiße es auch nicht gut).
    Trinke ich abends Bier, dann hat es auch den Effekt, etwas zu "tun" was ich auch gut wie oben beschrieben mit ner Kanne Tee schaffen kann. Denn beides sind Getränke die ich langsam trinke. Anders als z.B. ein Glas Wasser bei Durst, was ich direkt austrinke.

    Problematisch an der Sache ist, dass man ja nicht ständig in Gesellschaft Bier trinken kann und das auch nicht immer so gut ist, da es bei einem langen Abend auch nicht bei einem bleibt.
    Genau genommen ist das auch eine Art von situationsbedingter Alkoholabhängigkeit. Also keine Lösung des Problems und mit großer Vorsicht zu behandeln.

    Trotzdem natürlich interessant zu hören, dass diese Situationsproblematik auch bei anderen besteht.

    Gute Nacht,

    Kris

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Hallo

    ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber das was ich gelesen habe spricht mir aus der Seele. Ich mache auch den Eindruck sehr extrovertiert zu sein, habe aber nur sehr wenig Freunde. Wobei ich auch nicht sehr großzügig mit dem Wort "Freund" umgehe.

    Ich fühle mich auch oft in Gruppen einsam obwohl die anderen mir bestetigen, dass ich dazugehöre und oft sogar der kreative Motor der Gruppe bin.

    Das fühlt sich dann sehr verwirrend an.

    Hier in der Reha geht es mir genauso. Die Mitpatienten erzählen mir, dass ich eine Bereicherung für die Reha sei, dass ich sie motivieren würde Dinge auszuprobieren und ich selber fühle mich merkwürdig einsam.

    ist schon komisch

    alles Liebe ELvira

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Das ist auch etwas, was ich beim Lesen dieses Forums sehr verwirrend aber zugleich unheimlich spannend finde: dieser riesige Graben zwischen Selbstwahrnehmung
    in der Gruppe und der Fremdwahrnehmung.

    Ich selbst habe immer das Problem, dass ich mir laufend vorstellen muss, was der andere von mir denkt. Is schon fast zwanghaft. Und erst seit ganz kurzem bin ich auch
    soweit zusagen: Gut, wenn mein gegenüber nicht mag, ist es sein/ihr Problem. Vorher war es mir sehr wichtig gemocht zu werden.

    Meistens habe ich aber gedacht, ich wäre unbeliebt, die Menschen nehmen mich nur als "notwendiges Übel" weil sie mit meiner Freundin/Partner/wem-auch-immer was machen
    wollen, und ich halt dabei bin. Hab mich dann meist zurückgezogen, weil ich dachte "wenn die mich eh nicht mögen, brauch ich da auch nicht hin".

    Mein jetziger Partner ist der erste, zu dem ich soviel Vertrauen aufgebaut habe, dass ich mit ihm über sowas reden kann. Und seitdem er gemerkt hat, dass ich solche Gedanken habe.
    gibt er mir regelmäßig Feedback. in der Art "Hey, die haben heute nach dir gefragt, weil sie dich einfach mögen, sie gerne mit dir zusammen sind, und du ihnen fehlst". Das ist unheimlich
    wichtig und hilfreich für mich.

    Ich merk grad, dass ich mein Leben lang jemanden hatte der an meiner Seite war, dem ich vertrauen konnte, und der mich durch diese sozialen Sümpfe grführt hat. Erst meine beste Freundin
    (wir haben uns schon im Kindergarten kennen gelernt), und jetzt mein Partner. Und in den Jahren dazwischen war irgendwie fast nur Scheiße........ krass...... muss ich grad mal verdauen.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    ich habe mich immer als außenseiter gefühlt und irgendwie fremd.
    ich habe nicht viele Kontakte. und wie bei den anderen ist der unterschied schon kraß zwischen eigen- und fremdwahrnehmung. die denken alle ich bin super selbstbewußt, hätte viele freunde.



    je nach situation lerne ich schon schnell leute kennen und habe dann auch einen intensiven kontakt, aber alles verliert sich mit der Zeit wieder, ich kann die "spannung" nicht aufrechterthalten, finde es dann auch langweilig und melde mich dann nicht mehr, und die anderen scheinen das zu spüren. dass jemand mal wirklich versucht hat, den kontakt zu mir aufrechtzuerhalten kenne ich nicht.

    ich habe 2 freundinnen seit jahren. aber sie wohnen weit weg und wir telefonieren, aber manchmal reicht das auch. leider ist die eine mit ihrem spätmutterglück überfordert und die andere entwickelt schizophrene züge.
    hier zuhause habe ich keine freunde. mal zum weggehen oder kino, da ist niemand. 2- 3 verwandte mit denen ich mich gut verstehe, ansonsten sind bei mir schon viele verstorben.

    in gruppen fühle ich mich nicht so wohl weil mich immer etwas trennt von den anderen und ich nicht so in die tiefen gespräche einsteigen kann.

    mir ist das manchmal auch alles lästig, es wurde doch schon alles gesagt in dieser welt.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    @krisdas gefühl, dass alle leute mit mir nur themenbezogen kontakt halten, kenn ich auch sehr gut.mein ältester hatte einen unfall und in der folge hatte er 3 zivis (nacheinander), eine pädagogin im kindergarten und helfer bei der therapie. wir hatten jeden nachmittag besuch und ich lieft die ganze zeit mit dem gefühl im hinterkopf rum, daß die alle ja nur mit uns zu tun haben weil sie, entweder helfen wollen oder ihr geld mit uns verdienen. grad zweiteres ist kein angenehmer gedanke, aber er beschleicht mich leider immer wiederund meistens hab ich ja auch recht.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Ähnliche erfahrungen kenne ich auch.

    Ich habe einen guten Freundeskreis in dem komme ich sehr gut zurecht. Jedoch alles außerhalb davon erscheint mir völlig Fremd.
    Ich habe da nie das gefühl als würde es einen Unterschied machen wer ich bin, was ich da mache. Es ist sehr Oberflächlich.
    Es scheint egal ob ich mit dem einen rede oder mit dem anderen.
    Es ist schwer ein Thema zu bestimmen denn alles dreht sich um Muckibudde oder Partys. (mitte 20 ist der altersschnitt)
    Ich selbst schaue einfach nur Optimistisch in die Zukunft, denn da muss sich ja irgendwann was ändern in den gemütern der leute.
    Können ja nicht mit 30 und 40 noch so fixiert auf einpaar wenige dinge sein .

    Naja solange ich mein gemütlichen kleinen Freundeskreis habe lässt sich gut leben. Doch wenn sich das mit der Zeit noch ändert.......

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Was mich an einem meiner beiden Ex Kollegen immer sehr gestört hat neben den normalen Tiefschlägen waren die Tiefschläge sobald Frauen dabei waren. Das fängt damit an wie viel hochwertiges Material bei ihm in der Wohnung steht, geht über das Auto was vor der Tür wartet, dem monatlichen Verdienst und hörte bei den Frauen die bereits "flachgelegt" wurden auf.

    Ist das in anderen Männerrunden auch so das einer unbedingt den "Anführer/Alphamännchen" scheiss raushängen lassen muss sobald Frauen dabei sind?

    Mein Kollege hat mit den Jahren ordentlich an Gewicht zugelegt und kam bei den Frauen nicht mehr so an.

    Ich würde mich jetzt nicht als Schönheit bezeichnen, aber ich hatte dann immer das Gefühl das er sich "bedroht" fühlte und ich an seiner "Machstellung" in der Gruppe rütteln könnte.

    Ich erinnere mich noch an Silvester 2010 auf 2011, da war die Freundin von dem Bruder der verlobten meines anderen Kollegen anwesend. Mein Kollege hat keine chance ausgelassen mich vor dieser Dame schlecht zu machen.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Alphamännchen ist gut! Ne, ohne Scheiß: Ich weiß natürlich nicht wie es ist, wenn keine Frauen anwesend sind. Aber in meinem "Freundeskreis" den ich so mit 18-28 hatte, hatte ich manchmal das gefühl in nem Wolfsrudel zu sitzen oder so..... was da teilweise abging unter den "Männern" ...... der Vorteil daran: zurücklehnen und das beste Theater der Welt geniessen

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Freundschaften / soziale Kontakte

    Wolfsrudel trifft das exakt.

    @Aligator82
    Ja das ist bei meinen Männerrunden ebenfalls so, nur sind die kräfte da relativ ausgeglichen. Da kann jeder jedem Einhalt gebieten wenns denn mal sein muss.

    Aber nerven tut es allemal.

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