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Diskutiere im Thema Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Also ich war schon immer der Klassenclown. Mein Schülerpult stand sozusagen immer in der Eselsecke. Wenn ich nicht gerade vor der Tür stand. 3/4 des Unterrichts habe ich

    so gar nicht mitbekommen. Auch nicht schlecht konnte ich mich meiner Phantasie widmen :-). Auf Hefteinträge habe ich die ersten Jahre vollständig verzichtet :-D Und während

    die

    anderen ihre Hausaufgaben machten vergnügte ich mich in der ländlichen Natur :-). Wir hatten einen Pfarrer als Religionslehrer und als mir mal nach einer Prüfung laangweilig

    war, hab ich die Antworten einfach ergänzt. (Z.B. Bei der Frage nenne die "Liturgischen Farben" hab ich noch lilablaßblau giftgrün usw. hingeschrieben). **Was erwartet der Typ

    von mir ? War nur bei Prüfungen anwesend. Den Rest stand ich vor der Tür ;-)** Daraufhin wurde meine Mutter in die Schule zitiert. Auf die Aussage des Pfarrers "Ihr Sohn treibt

    mich noch zur Weissglut" sagte meine Mutter nur " Wissen Sie ! Sie haben den Jungen nur 2 Stunden in der Woche ! Ich die ganze Zeit ! Was wollen Sie überhaupt ?"


    In der vierten Klasse habe ich dann oft während dem Unterricht den Platz verlassen um mit den anderen zu quatschen. Als mich dann einmal mein Lehrer zurück auf den Platz

    getragen hatte und ich das Zuhause erzählt habe, haben mich meine Eltern auf eine Klosterschule geschickt. Dort hab ich versucht mich zusammenzureissen, aber das klappte

    mehr schlecht als recht. So das ich nach einen halben Jahr nach Hause geschickt wurde. Dort hab ich anscheinénd auch sehr böse Schulakteneinträge bekommen. Auf bitten

    meiner Eltern durfte ich den Rest des Schuljahres noch dort bleiben, und kam dann in der sechsten Klasse wieder in eine andere Schule. Zusätzlich kam ich in ein Internat. Das

    war damals wirklich sehr hart für mich, zudem ließen sich meine Eltern gerade scheiden. Am ersten Schultag kam die Lehrerin herein und sagte "Rantanplan ?", und ich meldete

    mich. Daraufhin sagte Sie "raus hier ! Dich will ich nicht in meiner Klasse haben !" Sie ging dann mit mir zum Direktor, und bat mich in eine andere Klasse zu versetzen. Nach

    langem hin und her, und zureden des Direktors und anderer Lehrkräfte durfte ich dann doch bleiben. Naja das alles hat mir so eins reingewürgt, das ich mich in der sechsten

    Klasse wirklich zusammengerissen habe. Ich war ein guter Schüler und die Lehrerin schloß mich ins Herz. Sie sagte mir das auch am Ende des Schuljahres. Anscheinend hab

    ich hier auch einen sehr guten Schulakteneintrag bekommen, denn ab hier verstand ich mich mit all meinen zukünftigen Lehrern bestens. Es war ja nicht so

    das ich andere Schüler verprügelt, oder Leute beleidigt hätte. In allen Zeugnissen bis auf das der 5ten Klasse stand immer das ich ein sehr höflicher und zuvorkommender und

    lebhafter Schüler bin. Also kein böser sondern ein lebhafter Schüler :-).


    In der siebten Klasse kam ich dann Aufgrund der besserung auf eine Wirtschaftsschule mit Nachmittagsbetreuung und durfte wieder jeden Tag nach Hause fahren :-) Tja das

    Problem (Internat) war nicht mehr vorhanden, also schlich sich meine lebhafte Art wieder ein. Strafaufgaben waren bald nicht besonderes mehr, eher etwas alltägliches. Den

    Religionsunterricht verbrachte ich wieder vollständig vor der Tür. Und meine Heftführung bestand aus Kopien :-) wozu hat man 20+ Klassenkameraden :-D Im Direktorat fühle ich

    mich schon heimisch und mit dem Personal verstand ich mich gut. Während meine Klasse eine Karteikarte mit Einträgen hätte, war es bei mir wieder ein Ordner :-). Das war

    wirklich ein tolles Jahr. Ich hatte sehr viel Spaß und war in der ganzen Schulde bekannt. Auch hatte ich ein tolles Erlebnis. Es gab da ein Problem nichts schlimmes, aber da ist d

    amals fast jeder Schüler der Schule hinter mir gestanden und hat sich eingesetzt. Das war wirklich ein tolles Erlebnis. Naja in der achten Klasse kam ich wieder auf eine andere

    Schule und in ein Internat. Wo ich dann bis zur 10ten Klasse geblieben bin. Das war auch eine sehr schöne Zeit, obwohl ich täglich Abends im Studiersaal verbrachte um als

    Strafaufgabe Gedichte auswendig zu lernen. Die Betreuer nahmen dafür immer die Lesebücher der fünften und sechsten Klasse. Anfangs die Gedichte, danach Buchseiten.

    Betreuerwechsel war immer von Vorteil. Woher sollte der neue auch ahnen das ich die Lesebücher der 5ten und 6ten Klasse bereits vollständig ! auswendig konnte. Und so

    mogelte ich mich ein komplettes Jahr durch. Ich konnte Abend sowieso nicht schlafen, und es waren auch oft andere da. Da konnte man dann wenigstens noch ein bischen

    blödeln. Leider hat mich dann mal jemand verpetzt das ich bereits alles auswendig konnte, und so war es vorbei mit auswendig lernen. Schreibarbeit war jetzt angesagt :-(



    Es war eine schöne Zeit wenn irgendwer was angestellt hatte war Rantanplan dabei oder hat die Vorlage dafür geliefert :-) Vlt. schreib ich irgendwann mal ein Buch darüber, m

    eine Schulzeit würde detailiert beschrieben bestimmt eine mehrbändige Auflage :-D


    Warum ich das schreibe ? Ich denke mir das dient mal als Beispiel dafür wann AD(H)S bei Kindern im Schulalter vorliegt, und wie sowas in einem ich denk mal "extremen" Fall

    aussehen kann.

  2. #2
    Erna

    Gast

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Guten Morgen Rantanplan

    Meine Schulzeit war eine sehr schwierige Zeit in meinem Leben.
    Wurde eingeschult,vielleicht´n halbes Jahr dagewesen,dann wurde ich adoptiert,wieder in eine andere Schule.....
    Hatte immer Schwierigkeiten,vor allem mit Mathematik,gräßlich,auch das ich immer so lange stillsitzen mußte.
    War auch der Klassenclown,hab´immer nur gestört.Es gab etliche Tadel,einen Verweis......viele Einträge,was weiß ich?
    Hausaufgaben hasste ich wie Sau,weil ich Zuhause,immer nur Stress hatte,Schläge,rumgeschreie usw..
    Hab´dann nachher,keine mehr notiert,gesagt;,hab´keine bekommen usw...
    Irgendwie habe ich meine 10.Klasse geschafft,wie,weiß ich bis heute nicht.
    Dann muß ich noch rückblickend sagen,mir war´s in der Schule,oft auch zu langweilig,hab´mir da echt einen abgequält.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Und schon wieder ein Eröffnungsposting, den ich nicht komplett gelesen habe (vieeeeel zu lang) - bitte automatische Zusammenfassungs-Funktion einführen - jetzt.

    Zum Thema. Meine Schulzeit: vom Lernen / von den Lernerfolgen her: easy. Musste nicht viel lernen und war dennoch der Klassenbeste bzw. später (als in manchen Fächern doch nicht weiter ging so ohne systematisches Lernen) in der Top Five. Dabei war die Lernstoffmenge und -qualität nicht ohne, und die Schule gab es von Montag bis Samstag… ja, richtig gehört, nur der Sonntag war frei und selbst da musste man zur Kirche… Für solche Gene bin ich meinen Eltern bis heute dankbar - zutiefst!

    Schlimm war dagegen die soziale Seite - Einzelgänger sind in der Schule von den SchulkameradInNen nicht gern gesehen, und wenn die auch noch mit links "alles wissen" und ohne sich anzustrengen mit lauter Einsen durch die Schulzeit gleiten, werden sie schnell zu Vorzeige-Hassobjekten. Erfolg weckt nun mal Neider. Nimm noch die störungstypische Kompromisslosigkeit dazu (etwa: lieber Nachhilfe anbieten als abschreiben lassen…) und Du hast das fast komplette Bild. Wenn der Betroffene auch noch kein Überflieger im Fußball ist (etwa weil ihm die Brutalität solcher Spiele immer Angst machte, oder wegen gewisser motorischer Diskoordinierung…), dann war die Schulzeit unter diesem Aspekt der reinste Horror mit wenig (dafür aber zum Pferde stehlen…) Freunden und generell jeder Menge Missverständnisse. Heute heißt so etwas "Mobbing", damals™ war es halt üblich…

    Die Lehrer selbst haben den jungen Dalek als hilfsbereit, sozial engagiert, beliebt, aber auch als Tagträumer bezeichnet (der aber dummerweise, plötzlich gefragt, meist die Antwort wusste). Ja, die Superlativen hab ich alle vergessen, bis ich bei der Gelegenheit der Diagnose/Testung die alten Schulzeugnisse und -hefte bei meinen Eltern rausgekramt habe… das soll ich gewesen sein? Auf jeden Fall eine gute Tarnung…
    Kurz vor der Matura habe ich dann aber dennoch die schönste Mitschülerin "abgekriegt", die sonst alle abblitzen ließ… - die Dame ist bis heute meine Liebste, und das sind schon… na ja… ein paar Jahrzehnte
    Geändert von Dalek (19.03.2012 um 12:51 Uhr)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    uff ein leidiges thema
    ich denke viele hier haben änliches (wenn auch nicht ganz so hart) erlebt.
    Die Schulzeit ist allgemein ein heißes Eisen.
    Entweder man schwimmt mit der Welle und "gehört dazu", oder man bleibt sich selber treu / vertritt seine meinung und gerät in die gruppe der "looser".
    Bei mir war das so:
    Grundschulzeit:
    1. und 2. Klasse waren alle Kinder noch aufgeweckt, kontaktfreudig und verspielt. keiner konnte lang stillsitzen und "neues" zu entdecken gab es viel. somit kam ich mit wirklich allen super zurrecht. ich war sogar sehr beliebt da ich derjenige in der Klasse war, der immer ausschweifend und Farbenfroh erzählen konnte (auch wenn nich immer alles die warheit war).
    Zeit bis zur Hauptschule:
    So langsam begannen die Lehrer mit ernsteren Themen wie kleine Diktate und Vorträgen (was habe ich am wochenende gemacht). hier viel ich ebenfalls durch meine farbenfrohen geschichten auf. bei dingen wie rechtschreibung und flüssig lesen (ebenso die schönschrift) war ich ein Sorgefall. Allerdings wurde das als "übungssache" verbucht.

    Anfang der Hauptschule:
    Die mit denen ich am besten zurrecht kam, wechselten auf höhere schulen (bei mir hatten die eltern nicht mitgespielt).
    Ich, immer noch unruhig auf meinem Sitz und trotzdem gern gesehen bei den lehrern, musste mich diversten mobbing versuchen wie "popelfresser" "mädchen" oder "jungfrau" geschlagen geben.
    mir ist klaar das alle diese beleidigungen absolut unbegründet waren, aber was wären wir ohne gruppendynamik
    Meine Schulischen leistungen verschlechterten sich in englisch und deutsch imens (stichwort Rechtschreibung und schriftbild).
    Dagegen war ich in Fächern wie Mathe, Technisch zeichnen, werken und sport immer klassen bester oder 2. bester.
    Leider merkten die Schüler das sie in mir ein leichtes opfer gefunden hatten, somit wurde ich regelmäßig geschlagen, bedroht und schlimmeres -.-

    Versuche mich zu wehren (egal ob durch argumente, durch ignorieren, durch wiedersetzen oder durch gefühlsausbrüche) endeten immer beim Rektor. Natürlich habe ich immer angefangen (schon komisch das immer derjenige der keine freunde hat schuld ist).
    nunja
    Gegen ende der hauptschule konnte ich durch das tanzen und durch viel (wirklich sehr viel) sport, einen emotionalen ausgleich zur schule schaffen.
    nachdem aber einer der schüler mitbekommen hatte das ich tanze, stimmte das gleichgewicht nicht mehr.
    somit war ich der schwule der klasse, der nicht raucht, nicht trinkt, legal seinen Rollerschein macht und noch jungfrau ist.
    Diesen ruf hatte ich nach dem bestandenden Quali (2.4) immer noch.

    Dann machte ich meine Mittlere reife an einer hauptschule mit M-Zweig.
    Dort war der ausländeranteil so hoch, das die Hauptsprache auf dem schulhof definitiv nicht Deutsch war!
    täglich wurde ich auf dem schulhof gejagt (zum glück war ich flink).
    den alltag in der klasse überstand ich mit tagträumen und klein machen.
    von den lehrern wurde ich als "offener, hilfsebreiter, bodenständiger schüler der sich schwer integrieren konnte" beschrieben
    jetzt mach ich erstmal pause^^

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Schulzeit? 7 außerplanmäßige Schulwechsel, fast Förderschule, (gutes) Abi dann auf einem recht strengen Internat gebaut.

  6. #6
    Spasslernen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.331

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Dank Kurzschuljahr 4,5 Jahre Grundschule bis zur Fünften, dann Wechsel zur Realschule, in der Siebten schon mal fast den Ernstfall geprobt und in der Achten dann

    die Wiederholungsmöglichkeit genutzt, dann ohne Pause bis zur mittleren Reife, danach Spaß in der Handelsschule, denn Gesundheit bedingt gut 3 Jahre Pause, dann die

    Ausbildung zum Bürokaufmann/Bürokomiker, danach Fachabi, dann Studium, 7 Semester + "Forschungsfrei" Semester mangels Berufspraktikum Zeit nah im Anschluß, danach dann

    Arbeit suchend .. nicht Ostereier , dann tatsächlich am Stück 7 Jahre 7 Monate an einem Arbeitsplatz, Tendenz zum Burn out, deshalb 2 Jahre Arbeit suchen und Weiterbildung

    und danach mal AB-M 2 Jahre, dann wieder Suchen und tatsächlich finden nach fast 3,5 Jahren tatsächlich am Stück mal 7 Jahre und 8 Monate, Zeit nah krank schreiben lassen,

    wegen mangelnder Unterstützung der Rentenversicherung den Arbeitsplatz mit Zustimmung des Integrationsamtes verloren und nun wieder Spaß und gute Laune beim

    Suchen und Finden von Arbeit für ausreichend Taler und Ordnung, regelmäßig und nicht zufällig ... am Besten zum Ende eines jeden Kalenderjahres kurz nach Weihnachten,

    als Geschenk und dann meistens Urlaubsreif zum Start ins Berufsleben natürlich immer die Idee und Überzeugung im Hintergrund, was heute zu Zeit aufwendig ...

    läßt sich gut Morgen erledigen und Zeit nah nicht wirklich ´nen Überblick, was den nächsten Tag tatsächlich auf der gedachten Erledigungsliste steht, ´nen paar Hinweise

    im Kalender und der Rest im Gedankenfach, ich gönne mir ja sonst nix und immer kreativ beim Baustellen schließen, Termine verschieben und Baustellen öffnen

  7. #7
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Hallöle,
    möchte auch gerne meinen Senf beisteuern. Kann lang werden. (Habs noch nie geschafft mich kurz auszudrücken)

    Schule mit mir war toll, zumindest meinten das meine Freunde in der Grundschule.
    Rummste es irgendwo, war ich garantert mitbeteiligt.

    Meine Grundschullehrerin wendete sich wieder einmal belustigt an meine Mutter:

    Lehrerin: "Dolle Tochter die sie da haben. Sie bringt Schwung in die Klasse. Zwei Jungen in einem Mädel, Respekt!
    Nur das Bäume beklettern sollte sie lassen. Das kann schmerzhaft werden."
    Meine Mutter: "Ja, sie ist sehr lebhaft, aber das netteste Kind was sie kennt."
    Lehrerin: "Ja das stimmt."

    Das erste Mal war eine Woche nach der Einschulung. Da bin ich einfach nach Hause gegangen, mitten im Unterricht.
    Meine Mutter war erstaunt. "Schule schon aus?" Ranzen landete irgendwo in der Ecke.

    "Ne, ich hatte keine Lust. Schule ist langweilig. Nur rumsitzen, ätzend. Ich geh spielen."
    Und ich war nach draußen verschwunden. Meine Mutter bekam den Anruf meiner Lehrerin.

    Muss sagen, die Lehrer in der Grundschule waren toll.
    Meine "Beurteilungen" lesen sich zwar verzweifelnd und bei einem reicht der Platz nicht wirklich aus, aber sie waren keine Verurteilungen.

    "Wenn sie etwas interessiert, dann ist sie konzentriert und arbeitet überdurchnittlich..."
    "Wenn sie ein Thema nicht interessiert, bzw. wenn sie schon weiter ist als die Klasse, lenkt sie sich ab...." "...störrt den Unterricht"
    "prügelt sich gerne, wenn ihr Gerechtigkeitsdenken das Verhalten von anderen nicht zu lässt...."

    Die blöden Mädchen mit ihrem Barbie Gedöns gingen mir auf den Geist.
    Trotzdem versuchte ich mich immer anzupassen. Gelang mir nie.

    Habe das umgekehrt und finde das gut. Habe meine "Andersartigkeit" zum Positiven gewendet.
    Galt so als rebellische Denkerin, war gerne bei Diskussionen bei "Großen" dabei und auch so konnte ich Gleichaltrige noch nie ab.
    Brauchte man eine andere Art von Interpretation wurde ich gefragt. Besonders in Deutsch auf dem Gymie.

    Hatte meinen Realschulabschluss, wusste aber, dass ich irgendwas "geistreiches" machen möchte. Schreiben z.B.
    Habe mit 10 Jahren angefangen Gedichte und Geschichten zu schreiben.
    Habe dann auf dem 2. Bildungsweg mein Abi gemacht. War toll, endlich wurde ich geistig gefördert.

    Realschule habe ich als Folter empfunden. Meiner Meinung nach nur mittelschwellige Intelligente Saufnasen.
    Diese Arroganz konnte und kann ich aber nie zeigen. War eh schon immer die Außenseiterin. Und? Ich fands gut.

    Dann studieren wollen.
    Erinnerungen an den sexuellen Missbrauch kamen wieder durch und am WE lag ich irgendwo in der Ecke.
    In der Zeit meine Partnerin kennen gelernt. Schwierige Anfangszeit gehabt, denn sie ist Bipolar Typ II.
    So haben wir beide auch heute noch viel Spaß
    Studium abgebrochen, umgezogen und 2tes angefangen.

    Durch Unfall gescheitert.
    Ausbildung zur Mediengestalterin angefangen und beendet.
    War nicht freiwillig, aber naja, man hat wat Festes, nech?

    Dann Arbeitssuche. ohne bemerkt zu haben wie kaputt ich eigentlich war, glaubte ich alles zu schaffen.
    So auch dann nach 3 Jahren Suche meine erste Arbeitsstelle. Vollkommen gescheitert durch nicht alleinige Schuld von mir.
    Habe das hier: http://adhs-chaoten.net/vorstellunge...abs-getan.html schon erwähnt.

    Diese ganzen Abschlüsse, bis auf den Realschulabschluss, habe ich immer im 2ten Anlauf geschafft.
    Besonders mein Abi hatte ich vergeigt. Bei den Abschlussklausuren totaler Hirnterror
    Durfte 3 (!) mündliche Prüfungen machen um es endlich geschafft zu haben

    Fazit:
    Habe mich viel zu sehr mit anderen beschäftigt. Ständig unterbewusst die Frage, wie kann ich es anderen Recht machen?
    Wie kann ich funktionieren? Brutale Verdrängung meiner Andersartigkeit. Ich bin rotze normal verdammt!!!
    Dazwischen mein Rebellentum und mein Gerechtigkeitssinn und die Bombe war perfekt.
    Und wer bin ich eigentlich?

    Irgendwo bin ich dabei auf der Strecke geblieben. Ausgesperrt und vor mr abgehauen.
    Aber ich habe da jetzt so ne Verlauste gefunden und die biege ich gerade wieder so, wie sie sein soll und nicht, wie andere sie wollen.

    Ich fühl mich endlich wieder auf dem richtigen Weg.
    Mal schauen wie lange.

    Ohje, lang geworden. Tut mir leid.

    Knuddels,
    Awadea

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Oh je wenn ich das alles lese hatte ich ja eine vergleichsweise leichte Schulzeit.

    1 -3 Klasse war ich auch mehr beim Direks aber ich war ja ein mädchen und wenn Mädchen sich prügeln gilt das als Notwehr, daher kam ich da immer mit einem blauen Auge davon.
    Danach wurde ich ruhiger.
    Mathe war für mcih imemr ein Buch mit 7 Siegeln und meine Flüchtigkeitsfehler in der rechtschreibung waren enorm.
    In der 5 Klasse wurde ich krank und war ein halbes jahr in Krankenhaus und reha, danach wiederholte ich die 5 Klasse. Da war ich die Aussenseiterin weil ich eher ruhig war.
    Ich wurde zwar akzeptiert aber nicht respektiert.

    Oberschule war ich dann auf einmal unter den 3 besten Schülern der Schule. Aber die Hänselein gingen weiter und wurden im laufe der zeit extrem. mir wurden Dinge unterstellt die schon kriminel waren. Als ich mit einer Grippe zu hause war soll ich angeblich meine "Freundin" bedrohen lassen haben.
    War ja einfach ich konnte mich ja nicht wehren. Nur eine meiner Freundinnin glaubten nicht daran, die andere rief mich an und fragte nach und erst als ich ihr klipp und klar sagen konnte das ich dazu gar nicht in der Lage war da ich mit fast 40 Fieber im bett lag glaubte sie mir.

    Dennoch war ich in der Schule erst mal unten durch. Ich versuchte der Sache auf den grund zu gehen udn es stellte sich heraus, das die der es passiert sein soll sicvh nur wichtig machen wollte und neidich war, das ich so gut in der Schule war ohne je auch nur einmal zu lernen. Ich drängte sie dazu es richtig zu stellen. Tat sie dann auch aber es änderte sich kaum etwas.

    in der Ausbildung hatte ich auch nur 3 gute Freunde für die anderen war ich Luft oder geundenes fressen um zu mobben (und so was auf einer Erzieherschule, da hatte ich eigentlich ein wenig mehr Verstand vermutet)

    Na ja im nachhinein betrachtet hat es mich stärlker gemacht auch wenn es teilweise richtig heftig war. Ich weis mittlerweile, dass ich in so einem fall nichts weiter tun muss als abwarten irgendwann bekommen sie es auf die eine oder anderen Art zurück.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Die ersten 4 Jahre waren easy, nur geträumt, nicht gelernt, viel Langeweile, super Noten. Akzeptanz durch die Mitschüler war gut; ich war sehr hilfsbereit und wurde nicht als Streber eingeordnet, da jeder sehen konnte dass ich meine Hausaufgaben in der kleinen Pause gemacht habe und lernen für mich ein Fremdwort war. Ab der 5. Klasse gings dann langsam los mit kleineren Mobbingversuchen, die Versuchung war groß, da ich immer ein wenig kleiner war als die anderen. Das hat sich dann aber schnell erledigt, nachdem mir unser Klassenjudoka im Sportunterricht die Beine weggetreten hat, und ich ihn vor unserem Rektor verdroschen habe. Der Respekt aller Beteiligten war mir dadurch sicher und das Mobben nahm ein frühzeitiges Ende.
    Daraus hatte ich gelernt und ließ auf der Oberschule (Gymnasium) in der Hinsicht nichts mehr anbrennen. Verbrannt hätte ich dort gerne meine Zeugnisse. Der Stoff war jetzt ungleich schwieriger und ich hatte es nie gelernt "zu lernen". Eine einzige Katastrophe. Ich hab meine Eltern angebettelt um auf eine Gesamtschule wechseln zu dürfen, aber die Kinder dort waren meinen Eltern suspekt. Danke auch nochmal, an dieser Stelle!
    Leistungen extrem nach Lust und Laune wechselnd, viele Katastrophen, wenig Highlights. 2X sitzengeblieben, sehr viel geschwänzt und dann nach der 11. Klasse zwangsweise von der Schule abgegangen.
    Berufsschule später war wieder total easy, aber das war auch ein anderes Niveau als das Gymnasium.
    Jedenfalls krieg ich Brechreiz, wenn ich an meine Schulzeit denke.
    Bei meiner Tochter drohte es auch so abzulaufen, dieser Leistungsknick nach der 4. Klasse (die Lehrer haben uns 2x zum Psychologen genötigt), usw.. Wir haben sie dann auf eine Gesamtschule geschickt, mit mehr Zeit und Ruhe zum Lernen. Dort ist sie inzwischen Zweitbeste in ihrer Klasse. Bis zu diesem Punkt haben sich allerding regelrechte Dramen bei uns abgespielt. Psychologen und Lehrer der Grundschule waren wenig hilfreich. Einzig die Beschäftigung mit dem Thema ADS und daraus die Konsequenzen zu ziehen, brachte uns weiter.
    Die Schulen sind bei diesem Thema vollkommen unfähig!

    So, und jetzt würde ich gerne wieder an was Anderes denken!



    Viele liebe Grüße vom

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    sehr schwierig:

    ich war in der grundschule eher einzelgänger und hatte da schon den eindruck, ich steh ( wie unter einer dunstglocke) eher daneben, als dass ich wirklich dabei bin.
    im gymi wurde es noch schlimmer. ich war, eigentlich gegen meinen wunsch, auf einer reinen mädchenschule und da bin ich gemobbt worden. gottseidank nur mit worten, aber meine klassenkameradinnen haben mir, bis in die 10.klasse, das gefühl gegeben, daß mich eh niemand ernst nimmt, wer neu dazu kam es erst tat, liess es nach kurzer zeit und ich war wieder der dvd ( depp vom dienst).
    ich war gegen meinen willen auf dem gymi, nicht auf der schule. eigentlich wollte ich auf die dazugehörige realschule, meine mutter hat mir das ausgeredet, denn es war ihr wichtig, daß ich sage, ich will aufs gymi und nicht sie den eindruck hat, sie gibt mich da drauf, aber mit gymiempfehlung durfte ich nicht auf die realschule.
    das verhalten meiner mutter und mein verhältniss zu ihr ist nochmal ein ganz ganz andres thema.

    ich war nie teil einer clique und konnte meine freunde echt an einer hand abzählen. aber das fand meine mutter nicht weiter hinterfragenswert, denn so war ich "leicht führbar" und man brauchte sich keine sorgen um mich zu machen.
    Geändert von fachaela (24.03.2012 um 18:59 Uhr)

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