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Diskutiere im Thema Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Meine Schulzeit liegt noch gar nicht so lange zurück und ist für mich auch ein wichties Thema.

    In der Grundschule war noch alles in Ordnung. Ich bin nur durch leichte Faulheit aufgefallen, wurde aber immer für meinen Wortschatz und meine Kreativität gelobt.
    Nach der Grundschule ging es für mich zum Gymasium, was ich nur zwei Jahre durchhielt. Ich hab wenig gelernt, keine Hausaufgaben gemacht, Lehrer gedust und hatte Probleme mit Mobbing (habe aber auch selbst gemobbt). Auf das Drängen eines Lehrers, der es nicht mochte mit Vornamen angesprochen zu werden, sind meine Eltern damals mit mir zum Psychologen gegangen. Gegen eine Behandlung habe ich mich damals aber massiv gewehrt...
    Naja, es kam wie es kommen musste und nach zwei Jahren wechselte ich die Schule.

    Meine nächste Schule war eine private katholische Realschule. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt. Die Lehrer sind viel mehr auf meine Person eingegangen und Mobbing war an der Schule kein Thema. Wirklich schwer war es für mich nicht an dieser Schule zu bestehen und so hörte ich etwa ab der achten Klasse auf zu lernen (bis heute^^).

    Nach der zehnten Klasse wechlte ich wieder zu einem anderen Gymnasium und versagte grandios. Ich hab viel geschwänzt und wenig mit anderen Schülern zu tuen gehabt. Wärend dieser Zeit ging es mir aber ohnehin schon "schlechter". Ich hatte suizidale Gedanken und hab mich von allen Menschen zurückgezogen. Zu dieser Zeit bin ich auch erstmals ernsthaft zum Psychiater/Therapeut gegangen. Resultat davon war eine Behandlung mit MPH die mir gar nicht gefallen hat und woraufhin ich die Therapie abgebrochen habe. Schließlich wurde ich nach einem Jahr der Schule verwiesen.

    Die elfte Klasse habe ich an einem Berufskolleg wiederholt und dort auch mein Abi gemacht. Anfangs stand ich kurz vor einem Schulverweis, da ich etwa drei Wochen am Stück unentschuldigt fehlte. Diese drei Jahre haben mir nicht wirklich gefallen, aber ich habe sie letztendlich ohne viel Aufwand (keine Hausaufgeben, kein Lernen und viele Fehlstunden) überstanden.

    Zusammengefasst hatte ich eine recht unschöne Schulzeit. Wirklich wohl habe ich mich nur auf der Realschule gefühlt. Mathe war für mich immer das größte Problem (abi 3 Punkte!)
    Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist!

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    In der Grundschule hatte ich ausgezeichnete Noten, und auf dem Gymnasium lief es bis zur 10. Klasse auch gut. In der Oberstufe kamen die Probleme, die 12. Klasse musste ich wiederholen. Im Umgang mit meinem Mitschülern gab es schon in jungen Jahren große Schwierigkeiten (mit den Lehrern ging es größtenteils). Ich wurde oft gehänselt und war seit der 9. Klasse die totale Außenseiterin, weil ich mich nicht durchsetzen konnte.

  3. #13
    TBX


    ___________

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.221

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Schule.



    Das Wort der kalten Schauer.

    Ich hab sie eigentlich nie gemocht.
    In der Grundschule wurde ich ziemlich oft vor die Tür geschickt.
    Die Worte des Lehrers:
    "Ausm Fenster kannst du auch vor der Tür schauen." (hab ich auch erst vor ein paar Monaten erfahren)
    Ich selbst erinnere mich nicht daran,
    warum ich so oft draussen stand.
    Ich kann mich auch kaum an irgerndwelche Mitschüler erinnern.

    Danach Gymnasium,
    wurde von den Eltern so in die Wege geleitet.

    Latein nicht von der sechs heruntergekommen.
    Lachhaft.
    Wechsel zu Englisch. 5. Auch nicht besser.
    Nach der "zweiten 6ten" Klasse, schnell ab in die Realschule mit dem.

    War das dort besser?
    Nein.
    Nur Stress.
    Wenn andere schon draussen am spielen waren,
    saß der TBX noch in seinem Zimmer und brütete über irgendeinem Scheiß.

    Muss ja dazu sagen, das ich den Hauptteil der Hausaufgaben schon während der Grundschulzeit, kurz vorm Unterricht gemacht habe.
    Anders gings nicht.
    Wenn ich die Normalos nicht gehabt hätte, wär ich sonstwo gelandet.

    In der 9ten gings dann richtig ab.
    Null Bock Generation wurden wir beschimpft. Naja unrecht hatten sie da bei mir nun wirklich nicht.
    Ich hatte aber auch so was von Null Bock .

    Wir waren zu viert, durften alle wiederholen und wurden dann im Folgejahr auf zwei Klassen verteilt.

    Hier kam dann das erste Mal sowas wie Vernunft ins Spiel und ich hab mich die nächsten zwei Jahre mal ein wenig mehr reingehangen.
    Abschluss dann mit 2,8 und ab in die Lehre.

    Groß und Aussenhandelskfm.



    Ich hätte in zwei Schreinerbetrieben oder in zwei Forstämtern anfangen können.
    Nein,
    GeldGeldGeld.
    Dummer Junge.

    War das eine Zucht!
    Intrigen, Mobbing, falsche Schlangen, Parfum, Lügen, Betrug, dummes Geschwätz von Erfolg und jede Menge Vollpfosten, die immer noch meinen was bessers zu sein.
    In der Berufsschule?
    Das beste waren die Frikadellen.

    Ich war der Held in Buchführung und der Lehrer ein Oberarsch, der mich auf den Tod nicht ausstehen konnte.
    Hab die Buchführung nochmal zusätzlich an der VHS gemacht und unserem Prokuristen die 1 aufn Tisch geworfen.
    Der konnte mich auch nicht ab und
    staunte nicht schlecht.

    Gesamtergebnis 4.
    Damit gewinnste keinen Blumentopf.

    Mit 21 dann Abi nachgeholt.
    4 Jahre hab ich gebraucht. Immer die gleichen Probleme.
    Nach dem Unterricht einfach keine Power mehr gehabt, mich noch auf irgendwas konzentrieren zu können.
    Bis in die Abendstunden da gesessen wenn es in Richtung Klausur ging.
    Immer wieder von neuem anfangen, die Seiten nochmal zu lesen.
    Ohne meine Erkenntnis,
    das Mitarbeit die Hälfte der Miete ist, wär ich da untergegangen und
    auch die Verhandlungen mir eine vier in der zweiten Fremdsprache zu geben, waren da echt von Nöten gewesen.

    Die folgenden Studienjahre,
    genau der selbe Schmuh.

    Mit 39 hab ich dann kapituliert und nach dem Vordiplom in Heilpädagogik (Kunst und Bewegungstherapie) das Handtuch geschmissen.

    Unzufrieden damit?
    Nein, nicht wirklich.
    Alles hatte seinen Sinn und seine Richtigkeit.
    Hätte viele Leute nicht kennen gelernt und gewiss auch einen Großteil meiner Prozesse nicht so bearbeiten können, wenn ich es nicht gemacht hätte.

    Hab zwar mit 42 nun nix in der Hand,
    dafür aber eine ganze Menge gesehen, gelesen und gehört.



    LG,
    TBX

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    schule, wie ich lese nicht nur für mich ein heikles thema...

    ich hab sie gehasst und das von anfang an. an meine grundschulzeit hab ich allerdings kaum erinnerungen, ich weiß das ich einige male zum direktor geschickt wurde,warum keine ahnung. gab auch jedesmal mächtig ärger,weil der gute immer extrem laut rumgebrüllt hat und mir immer angedroht hat wenn ich so weiter mache würde er dafür sorgen das ich auf eine schule für schwererziehbare komme. naja,da bin ich dann zum glück doch nicht gelandet. notentechnisch kann ich mich bloss an meine mathe noten erinnern, die eigentlich vom anfang bis zum ende eine 5 war. bin dann auf die realschule gewechselt. 8te klasse wiederholt, da zu meiner mathe 5 auch noch eine 5 in französisch und physik kam... ich persönlich fand das weniger tragisch da ich in einer super klasse gekommen bin und mit einer mitschülerin bis heute super eng befreundet bin.
    vom stress mit den lehrern... hehe... ich habe regelmäßig zeit vor der tür verbringen dürfen und war auch oft gast beim direktor. wegen einer prügelei bekam ich nen verweis für eine woche. und sonst eben den üblichen ärger wegen stören und ausflippen im unterricht, habe so gut wie nie irgendwelche regeln eingehalten..briefe nach hause gabs auch oft genug...

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    ich erinner mich gern an die schule zurücck.

    grundschule:ich war wohl weibliche pepe! einmal hab ich der lehrerin die tasche gemopst und bin durchs fenster abgehauen!
    ständige "prügeleien",der stuhl vorm rektorzimmer war mein stammplatz.....

    die förderstufe....naja,da war alles nich so schlimm,da es ja nur zwei jahre waren und wir damals zweimal umgezogen ich also zwei schulwechsel hatte in der zeit....naja,kopfnoten trotzdem 4-5.

    die hauptschule: das is son thema für sich......mein damaliger klassenlehrer war echt spitze.er wurde mit der zeit sowas wie ne vaterfigur für mich.als er vor paar jahren strb war ich so fertig...ich konnt nich mal zur beerdigng gehen.
    bei uns gabs früher ein jugendheim.da waren "schwererziehbare" jugendliche.das waren meine freunde.
    schwänzen,heimlich rauchen,andre hänseln und verhauen...das gehörte zur tagesordnung.meine noten hielten sich die komplette schulzeit im guten bereich.es war eher so das es mir zu langweilig war.wurde mal ne mathearbeit wiederholt weil sie so schlecht ausgefallen war,wurde aus meiner 1 oder max 2 locker ne 5,einfach weils mir zu doof war.mein klassenlehrer hat damals zum gück immer die bessere note genommen....
    als er uns damals übernahm,war ich grad mal 12.nach ca drei monaten wollte er das ich zum schulpsychologen gehe.ich muss mich gewehrt haben,meine mutter völlig überfordert es also sein lassen.
    mein adhs wurde erst vor kurzem diagnostiziert.

    heute weis ich warum ich die hauptschule so gut geschafft habe.mein klassenlehrer hats damals einfach gewußt.leider kann ich nicht mehr mit ihm drüber reden......im nachhinein kommen mir immer mehr dinge ins bewußtsein,wo ich weiss dass er das so gemacht hat,weil ihm klar war das ich adhs hab.z.b.hat er super viel so eckenrechnen oder eckendiktate gemacht...wenn irgendwas irgendwo zu holen war wurde prinzipiell ich geschickt....und er hat mich oft in den arsch getreten wie man so schön sagt.....

    naja....heute weis ich das ich ohne ihn die klasse nich gepackt hätte,genauswenig wie die darauffolgende berufsfachschule.mein abschlusszeugnis wimmelte da von einser...immer wenn irgendwas war ich was nich raffte ging ich zu ihm und er half mir.damals dachte ich dass er das tat weil ich "den falschen Umgang" hatte,heute weis ichs besser.er hat mich einfach gefördert,so wie es mit diagnose gewesen wäre.als ich ihm meine mittlere reife vor die nase hielt,hatte er tränen in den augen.....

    diesen mann werde ich mein ganzes leben nich vergessen!ich bin ihm unendlich dankbar und bedauer es zu tiefst dass ich mich heute nich mehr mit ihm unterhalten kann....ich seh ihn direkt vor mir wie er sagt: madche,das wusst ich schon immer....

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Nach so vielen Beiträgen, liest bestimmt keiner mehr meinen!

    Wegen "unreife", wurde ich schon später eingeschult! Was echt übel war, da ich mir schon immer schnell neues aneignete, und die Grundschule somit absolut langweilig vom Stoff war!

    Am schlimmsten waren die Hauaufgaben. Meist dummes abgeschreibe, mit evtl. zwischendrinn einer winzigen Rechenopperation. Wozu man alles abschreiben muss, verstand ich nie! Mir hätte es gereicht das Ergebniss hinzukritzeln!

    Dann kam noch dazu, dass meine Mutter j auch, unbekannterweise unter dem ADHS litt. Und nicht wusste wie man mit so einem Bockigen Kind umzugehen hat.

    Also, ging der Terror jeden Nachmittag erst so richtig los!

    Es begann mit dem Essen, was ich nie essen wollt! So war ich eine Zeitlang im Zimmer eingesperrt bis ich "aufgegessen" hatte. Zu Not verteilte ich mein Essen unterm Tisch, schmuggelte es in meinem Mund zum Klo, um es dort reinzuspucken oder ähnliches.

    Dann begann der Hausaufgabenkampf! Kaum damit fertig war es bestimmt schon 17 Uhr, das heißt ich brauchte nicht mehr zu Freunden gehen. (hatte ja als Außenseiter eh kaum welche)

    Ab 18 Uhr ging das Essenstheater weiter, gefolgt vom: "ich kann nicht schlafen, weil meine Gedanken nicht aufhören wollen!"

    Gespickt war die Zeit mit schlagen von meiner Mutter, meinen lugen, dass ich keine Hausaufgabe auf habe, und dann den schlagen von den Lehrern, weil ich keine Hausaufgabe hatte.

    Nachdem meine Mutter in der 4. In einer Nacht und Nebel Aktion abgehauen ist. Hab ich dann mit dem Schulschwänzen Angefangen, denn jetzt hatte ich fast nie mehr Hausaufgaben dabei.

    Wenn ich dann Hausaufgben gemacht habe, ging das nur indem ich mir den Wecker auf 4.30 gestellt hab, und sie bei aller Stiile heimlich gemacht hab.....

    So das reicht erst mal!

    War natürlich noch viel mehr, vor allem dann auch nach der Grundschule! Dazu ein andermal!

    Baku

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Hallo, Rantanplan!

    Jaja, was Du da beschreibst kenne ich von meinem Sohn ganz genauso. Er war immer der Klassenclown und vor der Tür hat er auch sehr oft gestanden.

    Ich war mindestens 1.000 Mal in der Schule und habe nervige Gespräche führen müssen.

    Ein Thema war auch, dass er ständig am reden war. Melden war nich drin, er hat immer reingequatscht. Das macht er heute auch noch ziemlich oft.
    Das gefällt seinem Ausbilder natürlich auch nicht, ganz klar.

    Zudem ist er ein totaler Chaostyp. Chaos im Kopf, im Ranzen - heute Koffer oder Tasche - und Chaos im Zimmer. Ja, er hat es schon ganz schön schwer in seinem Leben.

    Die Schule hat er wegen arger Probleme auch wechseln müssen. Wie Du siehst, es gibt mehr extreme Fälle als Du denkst.

    Nicht immer leicht zu händelnde Fälle aber trotzdem sehr liebenswert

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Meine Schulzeit verlief teils ähnlich wie die von Rantanplan.
    Mich schaudert es, wenn ich daran zurückdenke.
    Kürzlich habe ich ein längst in Vergessenheit geratenes Bild von meinem 1. Schultag entdeckt.
    Auf dem Bild sitzte ich mit gequältem, verzerrtem Blick an meien Platz und halte mir die Ohren zu.
    Man kann noch die lärmende Klasse im Hintergrund erkennen.
    Es zeigt sehr schön, auch symbolisch sozusagen, den Auftakt zur einer langen Leidenszeit.

    Ich könnt ein ganzes Buch über meine Schulzeit schreiben, doch versuche ich mich mal kurz zu fassen.

    In der Grungschule war ich schon sehr auffällig. Ich lief ständig unaufgefordert herum, störte den Unterricht
    und war krasser Außenseiter. Wenn ich geärgert worden bin bekam ich häufiger Wutanfälle und prügelte mich dann oft.
    Es gab in der Schule 3 Standartplätze die stehts für mich reserviert waren. Der Einzeltisch vor dem Lehrerpullt, der Platz vor der Tür (die Klinke musste ständig nach unten zeigen) und ein Platz im Gräteraum der Sporthalle an den ich oft schon verwiesen wurde, bevor es in die Umkleide ging.
    Da musste ich dann verschiedene Sportreglements etc. abschreiben.
    Ich kann zudem berichten, in der Grundschule mehrfach von einer Lehrerin geschlagen worden zu sein(und das noch Anfang der 90er).
    Das geschah wohl aus Überforderung und im Affekt. Sie hat dann immer ganz unterwürfig bei meiner Mutter angerufen und sich entschuldigt.
    Meine Noten waren jedoch ganz gut und ich kam aufs Gymnasium. Dort wurde ich immer schlechter, blieb mehrmals sitzen und musste nach Klasse 8 auf die Realschule.
    Mein Lehrer damals hasste mich und sagte zu mir zum Abschied, das ich "in der Gosse landen werde".

    Und warum? Ich hab doch nie jemand was getan? Die Lehrer dachten, dass ich einfach nur keine Lust und nur Mist im Kopf hätte. Ein Problemschüler sei der weg muss. Von ADHS wusste damals niemand was.

    Auf der Realschule wurde ich sehr gemobbt mit Gegenständen geschlagen und sogar mit Waffen bedroht.
    Hat der Lehre das wohl gemeint? Wohl kaum! Es geschah nur zu meinem Besten! Genau!
    Ich dachte ich sei in der Hölle gelandet.
    Meine Noten waren auf der Ralschule genauso schlecht wie vorher und ich blieb wieder sitzen.
    Dann wurde ADHS und Depressionen diagnostiziert und ich bekam Ritalin...Vieles wurde dadurch deutlich besser. Ich habe dann doch noch einen ganz guten Abschluss geschafft ohne lernen zu müssen und bin anschließend auf ein Fachgymnasium gegeangen.......

    das gabs dann aber neue Schwierigkeiten....

    Das reicht erstmal weil es ohnehin schon zu lang ist und ich nichtmehr kann...

    LG!

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Ja wie war Sie denn ? Eure Schulzeit ?

    Hi all,
    die Schulzeit – das wird, befürchte ich, auch ein längerer Beitrag; wer sich das antun möchte, gerne, aber sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

    Ich wurde 1962 eingeschult, da war die Welt noch in Ordnung, besonders in Oberbayern. Meine Noten in den ersten vier Klassen der Hauptschule (also jetzt Grundschule) waren echt okay, die Aufnahmeprüfung am Gymnasium habe ich recht locker bestanden, leider ging’s nach dem Übertritt immer schlechter. Unterstufe war noch naja, aber ab der Mittelstufe war ich nur noch der Klassenkasper, der immer störte und regelmäßig aus dem Unterricht flog. Die Leistungen unter aller Kanone, keine Freunde an der Schule, Watschen (für Nichtbayern: Ohrfeigen) gab’s damals auch noch und ich bekam nicht zu knapp davon. Mir war alles wichtiger als Schule – auch in der Schule: zum Fenster rausgucken, Vögel beobachten, malen, träumen…..Hausaufgaben nur unter Androhung körperlicher Züchtigung (die es dann auch gab und nicht zu knapp und richtig oft), mir fiel es unglaublich schwer, eine Linie zu finden und mich auf eine Sache zu konzentrieren. Ich war unheimlich zappelig und unruhig, voller Ideen und Plänen, in denen das Wort „Schule“ nicht vorkam. Meine Erzeuger ließen meinen IQ bestimmen und waren erst recht frustriert, denn der war recht hoch und stand in diametralem Verhältnis zu meinen Leistungen.
    Nach Wiederholen der Zehnten – meine Noten waren beim ersten Turn echt unglaublich schlecht – wurde ich tatsächlich in die Oberstufe versetzt; da ging es genauso weiter wie es in der Mittelstufe aufgehört hatte.
    Mein Vater (meine Eltern wären eigentlich einen extra Beitrag wert) hat mich mit 17 daheim rausgeworfen, als leitender Angestellter einer großen Firma (und deshalb bekannt wie ein bunter Hund im Dorf) konnte er sich so einen Sohn irgendwie nicht leisten. Leider hat er auch nicht eingesehen, dass er mich hätte unterstützen müssen und so hab ich mich mit Rasenmähen und Gartenarbeiten im Sommer und Schneeräumen im Winter irgendwie durchgeschlagen. Meine Schule war damals Versuchsschule für die Kollegstufe und die Klassen 12 und 13 waren für mich quasi eine „leistungsfreie Zeit“ und kurz vor dem Abi hab ich dann endgültig alles hingeschmissen.
    Damals wohnte ich in einer Art Kommune und da gab’s nur DAUM: Drogen (eine Menge von allem), Alkohol (nicht so viel) und Mädels (auch eine Menge). Man kann sagen, ich war ziemlich weit, wenn nicht ganz unten. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört denn die Zeit Mitte der Siebziger war ja eine echt coole Zeit und als „Outlaw“ hatte man gewisses Ansehen bei gewissen Leuten. In der Penne hatte ich plötzlich jede Menge guter Freunde..... .
    Um es kurz zu machen: mit 20 hab ich geheiratet und bin 200 Kilometer weit weg gezogen, wo mich niemand mehr kannte, konnte das „Begabten-Abitur“ machen (die Schulzeit dort und das Abi sind mir extrem leicht gefallen, komisch) und dann studieren.
    Das Studium hab ich nach dem sechsten Semester ohne Grund geschmissen (typisch für mich) und bin lieber eine Zeit Taxi gefahren, dann hab ich umgeschult und bin heute in der IT in einem recht großen Unternehmen. Auch dort hab ich so meine Schwierigkeiten (kein Kurzzeit-Gedächtnis mehr, Überreagieren bei Stress bis hin zu Brüllattacken, allgemeine Vergesslichkeit etc.). Wäre ich nicht schon 56, würden die mich wohl kündigen, aber so laufe ich halt noch ein paar Jahre mit der Herde mit, dann bin ich endlich in Rente.

    Eine typische ADS-Karriere? Ich weiß nicht, denn Diagnose gibt’s noch keine, ich muss vorher erst mit meinem Psychiater darüber sprechen – ach ja, seit zehn Jahren leider ich unter bösen Depressionen, war deshalb schon zweimal in der Klapse (das letzte Mal für acht Monate). Obige Beschwerden können somit auch durch diese Krankheit ausgelöst werden. Es bleibt auf alle Fälle spannend.

    Vielen Dank für Eure Geduld,
    alles Gute, Tom

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