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Diskutiere im Thema Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    @zlatan_klaus: Auch Dir ein herzliches Danke! Ja, und da ist es wieder dieses tausend Gedankenkarusell! Willkommen. Glaube manchmal, wenn ich morgens aufwache das ich die ganze Nacht nur Gedanken im kopf verarbeitet habe (oder auch nicht verarbeitet)

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    @superwoman: mein typischer morgendlicher/allabendlicher Gedankengang ist: "wo hättest Du heute bereits stehen können, wenn Du nicht all die Jahre so dermaßen faul gewesen wärest?" (was ich objektiv betrachtet mit Sicherheit nicht war). "Hätte meine Eltern mich doch einfach zu mehr Disziplin erzogen" (sie waren/sind sehr liebevoll und hilfsbereit).

    Alles nicht gut genug für meine Ansprüche mir selbst gegenüber. Ich scheitere an meinen Ansprüchen quasi jede Minute meines Lebens. Sehr, sehr ätzend.

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    @dropdown: kann ich verstehen, ich hatte immer das Gefühl man/ich möchte alles perfekt machen. davon bin ich mittlerweile weit entfernt. Und das finde ich auch zum. Und das erschreckt mich selbst ungemein. Ich überlege zu Hause was wichtig ist und schaffe nichts, da man sich ja auch echt kaputt überlegen kann.

    Ich bereue eigentlich nur, dass ich damals nicht weiter Schule gemacht habe. Wollte immer mein Abi machen. Und heute würde ich es wohl aus organisatorischen Gründen nicht mehr schaffen. Ich brauchte/wollte es immer als Selbstbestätigung. Tja, und jetzt in meinem Alter brauche ich es für mich auch nicht mehr

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    Tja, ihr habt schon viel von dem was ich sagen könnte geschrieben; trotzdem werde ich mal versuchen meine Story zu schildern, Je mehr, desto besser, denke ich, damit mann sieht wie vielfältig das sein kann.

    Also, als Kind, so bis ca, 5 J. hatte ich immer wieder übelste Wutausbrüche, die die Erwachsenen am Anfang noch lustig fanden, nach dem Motto:"Ist er nicht putzig der Kleine?"

    Danach in der Grundschule war ich mehr am träumen, als alles Andere, war aber trotzdem ein sehr guter Schüler. Die Lehrer hatten es relativ einfach mit mir, da ich alles sofort verstand, und daher sah man mir mein Chaos nach. Basteln allerdings war gelinde gesagt eine Katastrophe, da half alles ruhig und nett sein nicht.
    Durch meine hilfsbereite, nette Art war ich recht gut in den Klassenverband integriert, und da meine Leistungen nichts mit Strebertum zu tun hatten, war ich manchmal sogar die Galeonsfigur der Underdogs gegen die Klassenbesten. Schwieriger wurde es ab der 4. Klasse, als sich die ersten Mobbingversuche meiner Mitschüler einstellten. Keine gute Idee, bei jemandem der so zum Jähzorn neigte, wie ich. Leider fingen da dann auch die schulischen Probleme an. Alles was nicht visualisiert werden konnte und mich nicht interessierte rauschte an mir vorbei. Erste Fragen danach warum ich auf der einen Seite so schlau war und auf der anderen Seite zu blöd für einfachste Dinge, kamen auf, von meinen Eltern, den Lehrern und natürlich von mir selbst.
    Ja, und dann kam die Katastrophe schlechthin: ich auf dem Gymnasium! Da denke ich nur noch mit Grausen dran. Leistungen auch wieder von brilliant bis extrem mies, sitzenbleiben, Schule schwänzen, und der ganze Rattenschwanz der da dran hängt.Verzweiflung wegen der eigenen Unfähigkeit. Meine Eltern standen dem Ganzem fassungslos gegenüber. Von hier also null Hilfe, ganz im Gegenteil. Mein Vater hat mich dann letzten Endes rausgeworfen.
    Mit 16-17 hatte ich eine Phase, in der ich mich ganz stark mit Psychologie beschäftigt habe, weil mir so einiges an mir merkwürdig vorkam. Leider gab es damals noch keine Fachliteratur zu dem Thema. Zu dem Zeitpunkt war ich schon ein wandelndes Lexikon( ich habe eine ganze Bücherei gefressen, glaubt es mir), dank Hyperfokus, aber das Irritierte meine Eltern nur noch mehr.
    Ich habe schon als kleines Kind gemerkt, dass ich anders tickte. Dieses anders sein war teilweise so intensiv, dass ich eine sehr große emotionale Distanz zu meinen Eltern hatte. Wenn man nur Unverständnis erfährt, will man keine Nähe. Das Ganzen wurde noch dadurch verstärkt, dass meine Schwester vollkommen normal ist; immer körperlich am kränkeln, aber ansonsten vollkommen "normal".
    Ich war letzten Endes immer der Freak in unserer Familie und kam auch am besten mit anderen Freaks klar. Da ich seit ich 14 bin Musik mache kam ich natürlich auch mit einer Menge von diesen Freaks in Kontakt.
    So, eigentlich habe ich nur ein Viertel von dem geschrieben was ich sagen will, aber ich weiß nicht wie ich das alles schreiben soll ohne hier alle vollends zu verwirren. Ich hoffe der Rest ist klar soweit.

    Viele liebe Grüße vom

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    @ze_4
    off topic:
    betrf. eeg am arbeitendem gehirn
    (uff, bewusst 20 min. eine laaaangweilige aufgabe zu erfüllen)

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-bue...-kropotov.html

    kann ein indikator sein, s. link
    (so wurde es gemacht ;-)
    - Puls - Schweizer Fernsehen

    p.s. ich finde es gar nicht so off-topic, die diagnose egal in welche richtung es geht (adhs ja/nein)
    hat ja sehr viel mit dem verstehen des funktionierens zu tun und vorallem hat es mir geholfen MICH besser zu
    verstehen.
    gruss

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    @Joker: auch Dir ein herzliches Danke. Es ist schon interessant wie unterschiedlich doch auch hier die Leute sind.

    Da du nur ein Viertel geschrieben hast, denke ich mal alle freuen sich über den Rest, falls Du noch Lust hast mehr zu schreiben.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    Ich wusste auch schon als kleines Kind, dass ich "Komisch"/ anders bin. Meine Kindergartentante (so nannte man das damals hat mich "nicht sozialisierbar" genannt.
    Ich konnte einfach mit anderen Menschen nicht besonders viel anfangen.
    Eigentlich war ich immer lieb und hab fast keinen Blödsinn gemacht.
    Etwas aufsässig, große Klappe. Da weiß ich sogar noch, war ca. 5 Jahre, da hatte ich Nasenbluten und sollte mich hinlegen. Ich dachte "was ein Blödsinn, sich hinlegen bei Nasenbluten. Läuft doch das Blut in den Hals." ABER ich habe da erstmals bewusst geschafft, meine Klappe zu halten, war stolz auf mich.

    So ging das weiter. brav, in der Schule interessiert, verträumt, schluderig, irgendwie nie verstanden, wie andere Menschen so ticken.
    Da war mir schon klar, dass ich ein Alien bin.
    Dabei gab es wirklich andere Kinder, die sich Mühe mit mir gegeben haben. Versucht nett zu sein, mich zu vertsehen. Aber wer versteht ein Alien?
    Wurde natürlich auch etwas gemobbt, klar, wenn man so anders tickt, immer "verkopft", komisches Zeug redet... Ich war in einer Gesammtschule, also IQ Durchschnitt. Konnte mir keiner folgen, in meinen vielen sprunghaften Interessen. Dafür Noten durchschnittlich. Nie richtig gelernt...

    Also mein Roman zu dem Thema.

  8. #48
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    Hm, bis Mitte 20 hab ich immer nur gemerkt, dass mit den anderen etwas nicht stimmt. Ich fand mich normal. Und meine Reaktionen auf die Umwelt waren nur passend. Für die anderen war ich das kindliche niedliche intelligente Mädchen mit dem Autoritätsproblem und das ab und an mal Aussetzer hatte.

    Dann fing ich an mich anzustrengen und es klappte nicht. Ich konnte nicht das machen, was ich von mir selbst erwartete. Beruf, dann Studium, sobald ich über das Erwartete hinausgehen wollte, ging es nicht. Und wenn ich es nicht wollte, ging es von ganz allein und alle fanden es toll. Nur ich nicht. Denn was nicht meinem Willen entsprang konnte ich mir auch nicht zuschreiben.

    Dass ich wohl Ads hab, wurde mir öfters mal gesagt, war mir egal, bin halt manchmal unaufmerksam und treffe seltsame Entscheidungen. Ich wurde aber immer unzufriedener, auch weil mein Leben einem Stillleben aus abgebrannten Streichhölzern gleicht. Aber erst, als ich nach einer durchgemachten Nacht im Seminar den Kurs mit 'ner spontanen Interpretation eines Kant-Satzes, den keiner kapiert hat, gerockt hab, ging mir ein Licht auf. Mein Hirn tickt anders.

    Nur ständig den magischen übernächtigten Punkt zum Arbeiten abzupassen geht in unserer Gesellschaft halt mal gar nicht. Mein Körper dankt mir die Exzesse auch nicht gerade. Und über Beziehungsprobleme durch die Überempfindlichkeit will ich mal gar nicht sprechen.

    So nach und nach arbeite ich mit Hilfsmitteln (bisher abgesehen vom Johanniskraut keine Medikamente) an mir, unterstützt von meinem Freund, der mir mit einer Engelsgeduld beiseite steht. Das ist urzanstrengend aber manchmal so befreiend! Allein schon sagen zu können "Da muss ich weinen" oder trotzig/belustigt "Das brauch ich" nimmt so viel Spannung! Mal sehen, wie es weitergeht...
    Geändert von Opinelle (15.03.2012 um 01:05 Uhr) Grund: tipptapp-vertippt

  9. #49
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    Aufgrund des AD(H)S von mir Nahestehenden, habe ich mich vor ungefähr 17 Jahren intensiv mit AD(H)S beschäftigt (Fachbücher gelesen, Fortbildungen besucht, Vorträge angehört), und plötzlich festgestellt, dass vieles auch bei mir vorkommt. Später wollte ich Gewissheit haben und ließ mich testen.
    Über die Diagnose habe ich mich dann gefreut, weil ich sie ja bereits erwartet hatte.
    Bei einigen Testen stellte der Arzt noch einige besondere Stärken und Schwächen fest, die bei mir auch noch die letzten Unklarheiten beseitigten.
    Es ärgert mich, dass bereits so viele Jahre vergangen sind und immer noch so viel Unsinn über AD(H)S in den Medien berichtet wird, die Öffentlichkeit oft ein falsches Bild bekommt und immer noch so viele Kinder und Erwachsene falsch oder überhaupt nicht behandelt werden.
    Nicht nur darum finde ich dieses Forum so wichtig und hilfreich.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Wann habt Ihr gemerkt, dass bei Euch etwas nicht stimmt?

    Dass ich in einer merkwürdigen Familie aufgewachsen bin, war mir schon immer klar. Aber ich fand mich eigentlich immer normal. Bis vor eineinhalb Jahren, als mein Mann sein Geschäft eröffnete. Logischerweise war ich mehr darin involviert als mir lieb war und das hat meine Gehirnströme zum Überlaufen gebracht. Es dauerte noch mal 6 Monate, bis ich plötzlich erkannte, dass es ADS sein könnte. Zunächst ein Schock für eine Perfektionistin wie mich. Doch nach intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik sehe ich überwiegend die positiven Seiten, die ich zuvor nie bewusst gesehen habe. Mein größte Sorge gilt meinem 19jährigen Sohn, der meiner Meinung nach auch betroffen ist.

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