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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #741
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    die Gefühle sollen sich unterscheiden bei EMDR und Emoflex? Das ist mir noch nicht klar.
    Ok, die Bilder unterscheiden sich. Bei EMDR war es der Mensch der mir Böses tat, bei Emoflex ist dann ein Wolf der mich bedroht.
    Doch die Gefühle sind dabei doch die selben!


    Einige ADHSler sind Sozialphobiker, das Gefühl ist doch dann das selbe, egal ob ich das Bild (die konkrete Erinnerung) eines Menschen habe, der mich diskriminiert, oder eines Würfels.
    Egal ob ich mich an die konkrete Situation erinnere, oder ob es mehr eine diffuse Erinnerung ist.

    Oftmals lassen sich Traumatisierungen nicht bewusst erinnern und man muss mit diffusen Eindrücken arbeiten.

  2. #742
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    gisbert schreibt:
    die Gefühle sollen sich unterscheiden bei EMDR und Emoflex? Das ist mir noch nicht klar.
    Ok, die Bilder unterscheiden sich. Bei EMDR war es der Mensch der mir Böses tat, bei Emoflex ist dann ein Wolf der mich bedroht.
    Doch die Gefühle sind dabei doch die selben!
    Ja, die Gefühle sind die selben. Beides Mal ist es Angst.
    EMDR leitet diese Angst aus der konkreten Traumasituation ab und bearbeitet über das Trauma die Angst. Während emoflex "nur" die Angst bearbeitet. Beide haben das gleiche Ziel: Die Angst soll bearbeitet werden.

    Einige ADHSler sind Sozialphobiker, das Gefühl ist doch dann das selbe, egal ob ich das Bild (die konkrete Erinnerung) eines Menschen habe, der mich diskriminiert, oder eines Würfels.
    Egal ob ich mich an die konkrete Situation erinnere, oder ob es mehr eine diffuse Erinnerung ist.

    Oftmals lassen sich Traumatisierungen nicht bewusst erinnern und man muss mit diffusen Eindrücken arbeiten.
    Da stimme ich dir zu.

    Allerdings denke ich, dass die Erinnerung an das dissoziierte Gefühl schon da sein sollte, denn sonst kann man es ja nicht bearbeiten.

    Oder braucht man das bei emoflex nicht?
    Kann man da auch Dinge bearbeiten, die man "vergessen" hat?
    Das wollte ich schon immer mal fragen.

  3. #743
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    Bei dem Geburstrauma gibt es ja sogar folgende Idee:
    Es gibt da diese Phasen: 1. Glüsckseeligkeit in der Gebärmutter, 2. Bedrohung durch Uterus-Kontraktion 3. Geburt,mechanischer Druck, Kampf ums überleben 4. Licht der Welt, Kampf erfolgreich bestanden.

    Dieses Geburtstrauma soll sehr prägend sein und Menschen einen gesunden Optimismus geben, dass sie Erfolgreich sein können, dass sie den Kampf bestehen können.

    Doch was ist nun mit Menschen, die eine Kaiserschnittgeburt hatten, ohne dieses Trauma, womöglich dabei betäubt waren? Kann ihnen auch durch EMDR/Emoflex geholfen werden? Wohl eher nicht. ...

  4. #744
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    zlatan_klaus schreibt:
    Also ich selbst würde mich im Training niemals als aggressiv bezeichnen, bekomme es aber von anderen gesagt. Ich gehe jetzt davon aus dass die dissoziative Störung nicht gleich bedeutet, dass man zwei Persönlichkeiten hat, das wäre wohl die Endstufe. Nein. Vielmehr glaube ich dass es Zwischenstufen davon gibt und wir AD(H)Sler eher in einer Grund- bis Mittelstufe festhängen. In der wir eben nicht ganz losgelöst sind, aber uns auch nicht wirklich daran erinnern können ( =wollen ), um den unangenehmen Gefühlen auszuweichen. Problematisch ist es wenn wir auf sensible Charaktereigenschaften "schießen". Wenn wir also die Sensibiliät unterdrücken wollen, das kann man so extrem machen, dass einem die sensiblen Persönlichkeitsteile schier fremd vorkommen.

    Das ist ein Problem meiner Jugend. Ich war durchs Zocken und den vielen Menschen in der Schule permanent reizüberflutet. Aber anstatt was dagegen (o.g. Tipps) zu machen hab ich nichts gemacht. Ich habe dazu das Selbstbild eines starken, coolen Jungen gehabt (= Selbstschutz ) und meine sensiblen Seiten unterdrückt. Die Folge ist dass ich meine sensible Seite, wenn sie mittlerweile auftaucht und ich diese bewusst zulasse, als "Fremd" sehe. Ich denke nicht unbedingt dass dabei die sensible Seite eine eigene Persönlichkeit ist. Aber sie hat sich von meinem Bewusstsein in gewisser Weise damals abgekanzelt... und bleibt jetzt von der Entwicklung noch im Jugendalter ( wobei ich denke dass man diese Seite auch ausreifen kann) ....
    Ich verstehe nicht so ganz, was du als Dissoziation bezeichnest, im Zusammenhang mit deiner Aggressivität beim Fußball.

    Bei einer Dissoziation wäre es meiner Meinung nach so, dass du während des Fußballspielens aufgrund eines Ereignisses in eine Disso fällst oder dass ein Trauma reaktiviert wird und du in diese "Rolle" bzw. dieses Verhaltensmuster fällst, aufgrund der "alten" Gefühle, die dabei hochkochen. Nach deiner Schilderung würde ich eher sagen, dass letzteres bei dir der Fall ist.

    Untypisch für eine Disso finde ich es, dass das jedesmal beim Fußballspielen bei dir so ist. Da müsstest du bei jedem Fußballspiel durch irgendetwas an ein Trauma erinnert werden, das dich aggressiv werden lässt. Oder aber du hast irgendwann vor dem Training eine Disso und erlebst die dissoziierten Gefühle immer erst während des Trainings.
    Für mich macht aber die Regelmäßigkeit keinen Sinn. Das halte ich für recht unwahrscheinlich, dass Dissos mit einer solchen Regelmäßigkeit kommen.
    Ein Fußballspiel bzw. sportliche Betätigung ist eher was, das man gegen eine Disso macht. Mich hält das ganz gut im Hier und Jetzt.

    Kannst du beschreiben, was in dir vorgeht, wenn du deine sensible Seite zulässt? Wie fühlt sich das an?

    In der wir eben nicht ganz losgelöst sind, aber uns auch nicht wirklich daran erinnern können ( =wollen ), um den unangenehmen Gefühlen auszuweichen.
    Bei einer Dissoziation kann man sich wirklich nicht daran erinnern. Das ist ja der Sinn einer Dissoziation. Das hat nichts mit Wollen zu tun.

    Die Gefühle sind auch nicht unangenehm, sie sind einfach nicht vorhanden. Man spürt sie nicht.

    Es fällt mir schwer, das zu beschreiben.

    @ gisbert: Nunja, sicher können solche Dinge traumatisierend sein. Ich frage mich nur, ob jedes Trauma Folgen für das Hier und Jetzt hat.
    Ich war eine Frühgeburt, geplanter Kaiserschnitt, der Arzt hatte sich nur etwas mit dem Geburtstermin verrechnet, so dass ich zu früh auf die Welt geholt wurde. Im Anschluss an diese Geburt habe ich irgendeine Infektion gehabt, die wohl sehr gefährilch war.

    Trotzdem bin ich optimistisch. Sehr sogar. Sogar so optimistisch, dass ich glaube, dass ich trotz dieser Geburtstraumata und weiterer Traumata in der Kindheit und Jugend ein glücklicher Mensch sein kann.
    Und ich bin fest davon überzeugt, dass man auch solche Traumata erfolgreich bearbeiten kann. Ich denke aber, dass nicht jede traumatische Erfahrung schwerwigende Auswirkungen auf das Leben eines Menschen hat.
    Manchmal sollte man meiner Meinung nach die Kirche im Dorf lassen.

  5. #745
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 96

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich lass es auch mal dahin gestellt, ob man jedes Trauma bearbeiten muss, besonders das Geburtstrauma.
    Was die Frage Kaiserschnitt angeht: kann auch traumatisch sein, muss aber nicht zwingend negative Folgen haben.

    Mit emoflex bearbeitet werden kann Überstressung, egal woher sie kommt, natürliche Geburt, aufwachen im Inkubator oder was weiß ich.
    Man muss die Ursache der Überstressung nicht in Worte fassen. Das ist der Vorteil.
    Deshalb könnte man da sehr wohl Geburtstraumata mit erwischen, auch Kaiserschnitt -Geburten .

  6. #746
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Also, ich denke auch,dass das Geburtstrauma nicht überbewertet werden darf.
    Das Kind ist ja in der Regel gut entwickelt und körperlich auch fähig, diesen Schritt zu gehen.
    Ich denke, eine normale Geburt ist zwar ein einschneidendes Erlebnis, muss aber nicht unbedingt traumatisch sein.
    ZB. hat das Kind ausserhalb der Mutter viel viel mehr Platz als im Mutterbauch, Es gewinnt als etwas.

    Anders sieht es meiner Ansicht nach bei Frühgeburten ev. mit Inkubator (Brutkasten) aus.
    Meine Halbschwester ist 9 Wochen zu früh auf die Welt gekommen. War psychisch und physisch überhaupt noch nicht auf die Aussenwelt vorbereitet. Musste dann noch für zwei Wochen in den Brutkasten.
    Die körperliche Entwicklung war viel langsamer. Aber auch hat meiner Halbschwester einen psychischen Knacks bekommen. Schon im Brutkasen hatte sie Panikattacken entwickelt, sobal sie etwas frustrierte oder meine Stiefmutter sie mal kurz alleine gelassen hatte.
    Dieses Panickattacken sind mindestens bis ins Schulalter geblieben, obwohl die Stiefmutter und wir uns alle Mühe gaben, ihr sehr viel Geborgenheit und Zuwendung zu geben.

    Klar, gibt es sie, die schwierigen Geburten, bei denen etwas schief läuft und das Kind dann dadurch traumatisiert wurde.
    Aber wir müssen auch bedenken, dass unser Gehirn natürliche Regenerationsfähigkeiten hat.
    Bekommt ein Kind sonst alle emotionalen und psychischen Bedürfnisse in normalem Mass befriedigt, denke ich, dass die Chance, ein Geburtstrauma zu erleiden, minim klein ist.
    Anders sieht es wohl aber aus, wenn ein Baby ne schwierige Geburt hatte und dann noch emotional vernachlässigt oder misshandelt wird.
    Dann hat so ein kleines Ding, keine Chance sich irgendwie von dem Schock zu erholen.
    Gut möglich, dass dann der Grundstein für spätere psychische Störungen gelegt wird.

    LG Nicci

  7. #747
    mit Nebenwirkung

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    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich würde aus dem Bauch raus unterscheiden zwischen Traumata, die von der Natur einkalkuliert sind (natürliche Geburt, aber zB auch das mögliche versterben eines Elternteils ) und "unnatürliche" Traumate, wie Gewalt in welcher Form auch immer usw.

    Und selbst bei den unnatürlichen Traumata, wie zB Kaiserschnittgeburt (wenn das ein Trauma ist) kommt es wohl darauf an, wie damit weiter umgegangen wird... ob das "Defizit" in irgendeiner Art aufgefangen werden kann oder nicht.

    Eine Kaiserschnittgeburt, nach der das Baby trotzdem sofort und dauerhaft (oder überwiegend) bei der Mutter sein kann, ist also noch mal was anderes, als im "Brutkasten" zu liegen.... und selbst da sind sie ja mittlerweile drauf gekommen, dass Sterilität der Umgebung nicht alles ist.... Hier wird auch dafür gesorgt, dass die Mutter-Kind-Beziehung durch regelmäßigen Körperkontakt gut aufgebaut werden kann...

    Also Trauma ist auch abhängig von der Dauer der traumatisierenden Umstände (also einmalig oder etwas das über monate und Jahre stattfindet) und der anschließende Umgang mit dem Traumatisierten. Wenn frühzeitig gehandelt wird, kann einiges ausgeglichen werden... nehme ich an.
    Geändert von happypill ( 7.06.2012 um 17:13 Uhr)

  8. #748
    Chaotin

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    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ist nur die Frage, wie sich das Geburtstrauma auf hochsensible Menschen auswirkt.

  9. #749
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Also, ich glaub, wir dürfen das Geburtstrauma nicht überbewerten.

    Es gibt viele Kinder, die sogar mit ner Fehlbildung zu Welt kommen, und heute standfeste Persönlichkeiten sind.
    Klar, haben die vielleicht den ein oder anderen dunklen Fleck in ihrem Leben.
    Aber wir dürfen nicht vergessen, jeder von uns hat unzählige Fähigkeiten in die Wiege mitbekommen, die uns durch schwierige Situationen hindurch stärken können.

    Mein Cousin zB. hatte ne ganz schwierige Gaumen und Lippenspalte und konnte nicht mal saugen.
    Er musste als Baby x mal und bis ins Erwachseenalter operiert werden, weil die Narben nicht mitgewachsen sind.
    Aber seine Mutter, Vater und die Geschwister waren immer für ihn da.
    Aufgefallen ist bei ihm schon, dass er irgendwie mehr Fürsorge brauchte, irgendwie scheuer war, war aber dennoch ein aufgewecktes Kind.
    Er hatt sich durch eine gute intakte Familie normal entwickelt.
    Wenn diese Theorie mit den Geburtstraumen stimmen müsste, dann wäre er heute ein Fall für die Psychiatrie.

    Ich glaube, es ist die Summe aus invalidierenden Erlebnissen, die psychische Schwierigkeiten auslösen können und wie schon hier gesagt wurde, kommt es auch auf die Umstände an, wie in der Familie damit umgegangen wird.

    LG Nicci

  10. #750
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    **Zum Thema Hyperfokus solltest Du wissen, dass es diesen bei ADHS nicht gibt, es sich sozusagen um eine Legende handelt.
    Was wir Hyperfokus nennen, so Russell, ist nur die Unfähigkeit einen Auftrag zu unterbrechen, wenn es angezeigt wäre einen neuen zu beginnen
    .**

    ...sagte die Kristallzuckerfee zum ungläubig doof kuckendem ADHS´ler.

    Man kann ein vor der Apotheke kotzendes Pferd auch von hinten aufzäumen. Dann kommt man mit dem Sputum nicht so leicht in Berührung.
    So einfach kann man eine Lösung finden. Russell...Russell?

    LG --hirnbeiß--


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