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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #731
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Welche Gruppe genau meinst du?
    LG, habit

  2. #732
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Dissoziation

    Denke diese!

  3. #733
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: ADHS und Dissoziation

    gisbert schreibt:
    Seid ihr euch hier einig dass o.g. als Dissoziation bezeichnet wird?

    M.E. nach wäre es nach gängiger Fachmeinung dann Dissoziation, wenn zlatan_klaus sich garnicht mehr dran erinnern würde, dass er beim Fußball aggressiv war. oder dass er überhaupt beim Fußball war.
    Dissoziation wäre es doch erst, wenn es zwei Persönlichkeiten gäbe, die Daheim-Persönlichkeit und die Fußballpersönlichkeit und beide voneinander nichts wüssten.

    Es ist doch völlig normal, das Mann mal aggressiv ist, und ein andermal zärtlich, das impliziert doch nicht gleich eine Dissoziation!
    Demnach könnte ein zärtlicher Mensch garkein aggressiven Fußball spielen ohne zu dissoziieren, was in meinem Augen falsch ist.


    Und dennoch erinnerst Du dich an Deine agressive Art? Dann hast Du sie doch bewusst miterlebt!
    Du hast nicht erst hinterher von Schilderungen anderer gehört die meinten "Du warst aber Agressiv" und du meintest "Nein ich war nur zärtlich am Ball, Du meinst wen anders, das bin ich nicht!"
    Also ich selbst würde mich im Training niemals als aggressiv bezeichnen, bekomme es aber von anderen gesagt. Ich gehe jetzt davon aus dass die dissoziative Störung nicht gleich bedeutet, dass man zwei Persönlichkeiten hat, das wäre wohl die Endstufe. Nein. Vielmehr glaube ich dass es Zwischenstufen davon gibt und wir AD(H)Sler eher in einer Grund- bis Mittelstufe festhängen. In der wir eben nicht ganz losgelöst sind, aber uns auch nicht wirklich daran erinnern können ( =wollen ), um den unangenehmen Gefühlen auszuweichen. Problematisch ist es wenn wir auf sensible Charaktereigenschaften "schießen". Wenn wir also die Sensibiliät unterdrücken wollen, das kann man so extrem machen, dass einem die sensiblen Persönlichkeitsteile schier fremd vorkommen.

    Das ist ein Problem meiner Jugend. Ich war durchs Zocken und den vielen Menschen in der Schule permanent reizüberflutet. Aber anstatt was dagegen (o.g. Tipps) zu machen hab ich nichts gemacht. Ich habe dazu das Selbstbild eines starken, coolen Jungen gehabt (= Selbstschutz ) und meine sensiblen Seiten unterdrückt. Die Folge ist dass ich meine sensible Seite, wenn sie mittlerweile auftaucht und ich diese bewusst zulasse, als "Fremd" sehe. Ich denke nicht unbedingt dass dabei die sensible Seite eine eigene Persönlichkeit ist. Aber sie hat sich von meinem Bewusstsein in gewisser Weise damals abgekanzelt... und bleibt jetzt von der Entwicklung noch im Jugendalter ( wobei ich denke dass man diese Seite auch ausreifen kann) ....

  4. #734
    superstar88

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Durch permanentes Selbstzerpflücken wird's im Übrigen nicht unbedingt besser.

  5. #735
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegenpilz schreibt:
    Gisbert, du hast mein Zitat leider etwas aus dem Zusammenhang gerissen.
    Oh, entschuldige. Du hast Recht, ein normales Entthronungstrauma ist wohl keineswegs zu vergleichen mit dem, was Dir widerfahren ist.
    Asche auf mein Haupt.

  6. #736
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich hoffe, ich erscheine nicht so, als würde ich in den Erbsen suchen, aber Traumaerfahrungen werden nicht ins "Bewusstsein" integriert. Das Bewusstsein ist, was mir bewusst ist. Reintegrierte Traumata versinken eher wieder ins Unbewusste je länger die Integration her ist. Traumata sind eher zu bewusst, bis sie integriert wurden. Das macht sie ja so unangenehm. Integriert werden die Traumata ins Langzeitgedächtnis. Die hilfreiche innere Bewegung ist aber nicht so sehr die Integration, sondern die Desensationierung und damit die Dealarmierung. Geht der Alarm aus, passiert die Integration eher ganz von selbst.

    Einige Traumatherapieverfahren setzten auf das Nacherleben. Seit emoflex wissen wir, dass das nicht notwendig ist. Nacherleben in der Therapie bedeutet oft auch Retraumatisierung. Das ist mit dem aktuellen Stand der Möglichkeiten aber eher ein Kunstfehler. Traumanachbearbeitung kann also inzwischen sehr besonnen und nahezu tränenfrei passieren. Ein Nacherleben halte ich dazu nicht für notwendig. Eine Anerkenntnis des traumatischen Ereignisses kann sehr gut auch erst nach der Desensibilisierung erfolgen, wenn der Schmerz schon kaum noch mehr zu finden ist.


    Hier habe ich, glaube ich, das theoretische Fundament gefunden, auf das Du Dich beziehst:
    (damit kann ich besser etwas anfangen als mit "emoflex(R)")


    Eye Movement Desensitization and Reprocessing

    Eye Movement Desensitization and Reprocessing (kurz EMDR, wörtlich auf deutsch: ‚Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung‘) ist eine von Francine Shapiro in den USA entwickelte psychotraumatologische Behandlungsmethode für Trauma-Betroffene.


    Das eigentliche Durcharbeiten der belastenden Inhalte durch Augenbewegungen oder andere Stimulationsarten ist dabei ein recht später Schritt im Therapiemanual.

    • Anamnese: Zunächst muss eine genaue Anamnese erhoben werden, bei der z. B. die traumakompensatorischen Bewältigungsversuche des Patienten erfragt werden. Auch muss zuvor abgeklärt werden, ob gleichzeitig eine sogenannte dissoziative Störung vorliegt (hierbei werden Teile des eigenen Erlebens ausgeblendet und aktiv unterdrückt).
    • Stabilisierung: Die Stabilisierungsphase dauert je nach Lage der Ressourcen oft sehr lange. Besonders bei einer dissoziativen Störung muss als vorrangiges Therapieziel zunächst eine Grundstabilisierung des Patienten erreicht werden, die die Fähigkeit des Patienten stärkt, sich der Traumathematik vorsichtig und dosiert zu nähern und sich vor einer möglichen ungesteuerten „Überflutung“ mit belastendem Erinnerungsmaterial aktiv zu schützen. Auch hierbei kann EMDR hilfreich sein, z. B. durch eine mittels angeleiteter Augenbewegung erfolgreichen Verankerung positiver Imagination wie „der innere sichere Ort“ oder „der innere Tresor“ nach Dr. Luise Reddemann.
    • Bewertung: Einer einzelnen ausgewählten Erinnerung, also einem „einzelnen Bild“, das den belastendsten Teil einer Traumathematik darstellt, wird vom Patienten eine aktuell zutreffende negative Kognition, (z. B. „ich bin hilflos“) zugewiesen sowie auch eine positive, die er in Zukunft damit verbinden möchte (z. B. „ich kann heute etwas tun“ -was dann als eine Ressource zu verstehen ist). Die an dieser Stelle eingeschätzte Belastung der Situation soll im folgenden Bearbeitungs-Prozess sinken.
    • Desensibilisierung: In dieser Phase wird die Traumabearbeitung durch die Augenbewegungen begleitet. Während an die Traumathematik gebundene Energie freigesetzt wird, kommt es häufig zu unterschiedlichsten sogenannten Abreaktionen (wie z. B. Weinen, heftiges Atmen, Übelkeit u. a.), die erinnerte Situation verliert so ihre emotionale Aufladung. Zur Bearbeitung einer Traumathematik sind meistens mehrere EMDR-Sitzungen nötig. Einflechten von sogenannten Ressourcen z. B. „hilfreiche innere Wesen“ oder „ideale innere Eltern“, die zuvor z. B. mit Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie oder anderen Behandlungsmethoden installiert wurden, unterstützt oftmals diese Phase.
    • Verankerung: Empfindet der Patient bei der erinnerten Situation keine Belastung mehr, wird die positive Kognition nochmals überprüft und mit Augenbewegungen verankert.
    • Körper-Test: Alle Missempfindungen zur erinnerten Situation sollten bei einem kompletten Abschluss der Sitzung verschwunden sein.
    • Abschluss: In der Besprechung zum Abschluss der Sitzung wird der Patient auf das „Nachprozessieren“ (z. B. in Träumen) hingewiesen. Es bringt eventuell neues Material für weitere Sitzungen hervor und sollte in einem Tagebuch festgehalten werden.



    Eye Movement Desensitization and Reprocessing




    Literatur



    • Borwin Bandelow: Wenn die Seele leidet - Psychische Erkrankungen: Ursachen & Therapien, Rowohlt, Reinbek 2010. ISBN 3-498-00663-0
    • Cora Besser-Siegmund & Harry Siegmund: EMDR im Coaching, Junfermann, Paderborn, 2. Auflage 2005. ISBN 978-3-87387-431-2
    • Ricky Greenwald: EMDR in der Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen. Ein Handbuch, Junfermann, Paderborn 2001. ISBN 978-3-87387-431-2
    • Hensel, T., Meusers, M. (Hrsg.). EMDR mit Kindern und Jugendlichen. Göttingen: Hogrefe 2006. ISBN 3-8017-1941-3
    • Arne Hofmann: EMDR in der Therapie psychotraumatischer Belastungssyndrome, Thieme, Stuttgart 2005. ISBN 3-13-118243-1
    • Christine Köhnke: Pilotstudie zur Evaluation der EMDR-Therapie mittels psychometrischer Verfahren und EKP Med. Hochschule Dissertation, Hannover 2000
    • Friedhelm Lambrecht, Ursula Gast (Hrsg.): Praxis der Traumatherapie. Was kann die EMDR leisten?, Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart 2001. ISBN 3-608-89684-8
    • Howard Lipke: EMDR und andere Ansätze der Psychotherapie, ein integratives Modell, Junfermann, Paderborn 2001. ISBN 3-87387-467-9
    • Joan Lovett: Kleine Wunder. Heilung von Kindheitstraumata mit Hilfe von EMDR, Junfermann, Paderborn 2000. ISBN 3-87387-427-X
    • Christine Rost: Ressourcenarbeit mit EMDR. Junfermann. 2008. ISBN 3-87387-697-3.
    • Laurel Parnell: EMDR - der Weg aus dem Trauma. Über die Heilung von Traumata und emotionalen Verletzungen, Junfermann, Paderborn 1999. ISBN 978-3-87387-402-2
    • Laurel Parnell: EMDR-Therapie mit Erwachsenen. Kindheitstrauma überwinden. Pfeiffer bei Klett-Cotta, Stuttgart 2003. ISBN 3-608-89713-5
    • Oliver Schubbe (Hrsg.): Traumatherapie mit EMDR. Ein Handbuch für die Ausbildung. Vandenhoeck & Ruprecht, 2004. ISBN 3-525-46214-X
    • Francine Shapiro: EMDR. Grundlagen & Praxis; Handbuch zur Behandlung traumatisierter Menschen Junfermann, Paderborn 1999. ISBN 978-3-87387-360-5
    • Francine Shapiro, Margot S. Forrest: EMDR in Aktion. Die neue Kurzzeittherapie in der Praxis, Junfermann, Paderborn, 3. Auflage 2007. ISBN 978-3-87387-385-8
    • Francine Shapiro (Hrsg.): EMDR als integrativer psychotherapeutischer Ansatz., Junfermann, Paderborn 2003. ISBN 978-3-87387-431-2
    • Robert H. Tinker, Sandra A. Wilson: EMDR mit Kindern. Ein Handbuch, Junfermann, Paderborn, 2. Auflage 2006. ISBN 978-3-87387-425-1
    Geändert von gisbert ( 6.06.2012 um 12:58 Uhr)

  7. #737
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich hoffe, ich erscheine nicht so, als würde ich in den Erbsen suchen, aber Traumaerfahrungen werden nicht ins "Bewusstsein" integriert. Das Bewusstsein ist, was mir bewusst ist. Reintegrierte Traumata versinken eher wieder ins Unbewusste je länger die Integration her ist. Traumata sind eher zu bewusst, bis sie integriert wurden. Das macht sie ja so unangenehm. Integriert werden die Traumata ins Langzeitgedächtnis. Die hilfreiche innere Bewegung ist aber nicht so sehr die Integration, sondern die Desensationierung und damit die Dealarmierung. Geht der Alarm aus, passiert die Integration eher ganz von selbst.
    .......
    Das hier passt genau zu meinem Erleben.
    Wäre es bewusst, könnte man frühzeitig merken, dass die momentane Verhaltensweise/Reaktion nicht der Realität entsprechend ist. Das ist aber leider nicht so...

    Man ...nee.... ich merke nur, dass "etwas" nicht stimmt.
    Ich hab gerade in der Thera verschiedene Verhaltensweisen besprochen... meiner Tochter gegenüber zB und auch einer "Dame" die nicht zur Familie gehört (aber lieber mein Kind "erzieht", als ihr eigenes.... ) ...nur mal als Beispiele

    Dass der maßlose Druck in mir irgendwie unangebracht ist, war mir bewusst.... dass es was mit meinen Erlebnissen, in meiner "alten" Familie (also meine Eltern + Bruder) zu tun hat.... da wäre ich wieder nicht von selbst drauf gekommen... und jetzt suche ich wie in tausend Gedächtnisschubladen, die Verknüpfung.

    Ich weiß auch viele, was früher schiefgelaufen ist.... aber die VERBINDUNG zu meinen heutigen Reaktionen, lässt sich nicht finden....


    Also heißt das, es steht zwar in meinem Programm (in meiner Software) aber ich müsste wohl Programmierer sein, um die Sprache lesen zu können, in der das Programm geschrieben wurde...

    Das blöde ist, dass ich weiß, dass alkohol- und tablettensüchtige Eltern, dies und jenes im Kind auslösen... Schläge, Verlassen/Vernachlässigtsein wieder was anders...
    Aber ich find es so irgendwie nicht... Ich hab Fakten in Form von Erinnerungen, Erzählungen und meine heutige Art zu Sein.... aber da geht nix zusammen... ein 1.000.000 Teile Puzzel. Von BEWUSSTSEIN immer noch Lichtjahre entfernt.... würde ich sagen.

    Soll heißen zwischen wissen und bewusst sein liegen Welten.


    Ist aber wieder nur meine Wahrnehmung...

    LG
    happy

  8. #738
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Dissoziation

    Damit EMDR durchgeführt werden kann, ist Stabilität notwendig.

    Nicht jeder Patient kann ausreichend stabilisiert werden, damit EMDR angewendet werden kann.

  9. #739
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    hallo gisbert,

    bei der Angabe von wissenschaftlichen Quellen finde ich es wichtig, dem Leser auch gegenüberstellende Quellen zu liefern, um eine objektivere Meinungsbildung zu ermöglichen. Da ich EMDR bisher nicht kannte, habe ich gerade etwas recherchiert - hier erste 2 Dokumente:

    Eine Hypothese über die Wirkung der Augenbewegungen bei EMDR ist, dass "sie die Lebhaftigkeit belastendender Bilder verringern, indem sie die Funktion des visuell-räumlichen Zentrums des Ultrakurzzeitgedächtnisses unterbrechen und so die Intensität der Emotionen, die mit diesem Bild assoziiert sind, verringern. Demnach müssten auch andere visuell-räumliche Aufgaben therapeutisch wertvoll sein." (Andrade et al.,1997, S.209). Andrade konnte diese Hypothese in einer Reihe von Untersuchungen bestätigen. Es zeigte sich, dass die Augen-bewegungen den anderen dualen Aufmerksamkeitsbedingungen bei der Wirkung auf Bildhaftigkeit und Intensität autobiografischer Bedingungen überlegen sind, während der Effekt auf, im Labor induzierte Erinnerung bei allen Bedingungen gleich ist (Andrade, 1997).
    Lohr et al. konnten diese Beobachtung in einer Untersuchung mit Phobikern replizieren. Die Augenbewegungen waren nur dann für die Wirksamkeit von EMDR notwendig, wenn es sich um autobiografische Erinnerungen handelte (Lohr et al., 1997). Diese Befunde sind sehr bedeutsam, da es sich bei ätiologischen autobiografischen Erinnerungen um einen wesentlichen Bestandteil der Diagnose PTBS handelt und außerdem die Unterscheidung zwischen autobiografischen Erinnerungen und konditionierten Reaktionen erleichtert wird (siehe de Jong et al., 1999; Shapiro, 1995, im Druck).
    Aus
    Oliver Schubbe, Die Wirksamkeit von EMDR (2000)
    Zur Behandlung posttraumatischer Störungen
    www.traumatherapie.de: Die Wirksamkeit von EMDR - zur Behandlung posttraumatischer Störungen


    Meta-analytic research also suggests that CBT tends to be
    more effective than supportive counseling and short-term
    psychodynamic therapy, that CBT and eye movement
    desensitization and reprocessing (EMDR) have comparative
    efficacy, and that EMDR and the various forms of CBT do
    not differ in treatment dropout (Hembree et al. 2003; van
    Etten and Taylor 1990 ).
    @article {springerlink:10.1007/s12207-008-9009-0,
    author = {Taylor, Steven and Asmundson, Gordon},
    affiliation = {University of British Columbia Department of Psychiatry Vancouver BC V6T 2A1 Canada},
    title = {Posttraumatic Stress Disorder: Current Concepts and Controversies},
    journal = {Psychological Injury and Law},
    publisher = {Springer New York},
    issn = {1938-971X},
    keyword = {Behavioral Science},
    pages = {59-74},
    volume = {1},
    issue = {1},
    url = {http://dx.doi.org/10.1007/s12207-008-9009-0},
    note = {10.1007/s12207-008-9009-0},
    year = {2008}
    }

    LG, habit

  10. #740
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    So wie ich das verstanden habe, ist emoflex nicht das gleiche wie EMDR. Bei beiden bewegt man die Augen hin und her. Das ist beiden gleich. Aber sie unterscheiden sich.

    Bei EMDR nimmt man eine Erinnerung und das dazugehörige Gefühl, das man damit verbindet. Dieses Gefühl möchte man dauerhaft durch ein anderes Gefühl ersetzen. Wenn man beim Trauma z.B. Angst hatte, dann könnte diese Angst durch etwas anderes ersetzt werden. Man könnte den damaligen Täter in die Flucht schlagen. Die Angst wird dann durch dieses in die Flucht schlagen überführt.
    In Zukunft soll man so nicht mehr bei jeder Erinnerung an diese Situation Angst haben.
    EMDR arbeitet dabei mit der konkreten Traumasituation und der damit verbundenen Erinnerung.
    Emoflex dagegen arbeitet mit Bildern, die nichts mit der Traumasituation zu tun haben. Man muss also das Trauma nicht erneut durchleben. Die Angst könnte dabei vielleicht ein großer Wolf sein, der in einen kleinen Hund verwandelt wird. Die Angst kann aber auch eine gelbe Zitrone sein, die zu einem roten Gummibärchen wird.

    Die Augenbewegung verknüpft dabei nur die beiden Bilder oder Erinnerungen. Wenn wir schlafen passiert wohl genau das. Unsere Erinnerungen und Erlebnisse werden verarbeitet und verlieren so ihren Schrecken. Um im Schlaf bewegen sich wohl auch die Augen.


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