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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #721
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    Smile schreibt:

    verdrängung - so glaube ich, ist die andere möglichkeit nicht mehr nach wichtigkeit entscheiden zu
    müssen....
    Verdrängung, Dissoziation. Vielleicht ist meine Prokrastination Grund für meine chronische Übellaunigkeit? Ich habe hier eine lange Liste an Aufgaben, die ich vor mir her schiebe, doch lieber surfe ich hier im Forum. Einerseits sehe ich die Liste zwar vor mir, anderseits denke ich gelegentlich nicht dran, Verdränge ich, Dissoziiere ich dann erfolgreich? Und begründet das meine Unlust? Naja, das ist vielleicht eine Erklärungsmöglichkeit. Sicher gibt es noch ein Dutzend anderer Möglichkeiten. z:b. Sollen 2/3 aller Arbeitnehmer schon innerlich gekündigt haben, weil sie zuwenig Anerkennung bekommen.

  2. #722
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    zlatan_klaus schreibt:
    Wenn man im Alltag umsetzt:

    1. Jegliche Reizüberflutung zu verringern:
    a) Kein Fernseher
    b) Notebook nur maximal 1 Stunde
    c) Vor, während und nach jeder größeren Menschenansammlung permanent Stress abbauen ( Vor: Joggen / Meditation, Während: Kürzere Pausen auf der Toilette, Nach: Joggen / Meditation )
    2. Seine Anwendungsfähigkeiten verbessern ( Medikation / Einüben von Verhaltensmechanismen: Wege finden um seine sensible Seite zeigen zu können OHNE das man was auf den Kopf kriegt )
    3. Unangenehme Gefühle aushalten: Konflikte entgegenstellen, Planen von Verhalten bei der Konfliktlösung. Das ist schwierig weil es Planung vorraussetzt. Bevor ich einen Konflikt löse muss ich mein eigenes Verhalten zielgerichtet ausrichten! Das ist aber machbar und danach fühlt man sich viel viel viel besser....
    4. Erinnern! Ich glaube nicht dass wir AD(H)Sler nur sensibel sind. Selbst Hochsensible Menschen ( davon kenne ich ein paar ) haben ihre Drecksackseiten! Ich hab schon oft beobachtet wie gerade die sensiblen Menschen wissen ihre Feinfühligkeit auszunutzen. Ich habe auch hochsensible Anteile, aber wie jeder Mensch auch andere. Ich denke es kommt bei der Art von Dissoziation, wie sie bei AD(H)S zutrifft, darauf an dass wir unsere Seiten nicht immer zeigen können bzw. in bestimmten Denkmustern "steckenbleiben". Es ist für den AD(H)Sler schwierig den Modus zu wechseln und man bleibt dann irgendwie auf einer Persönlichkeitsebene haften... Den Modus zu wechseln ist auch möglich, in dem man sich erinnert! Erinnert daran wie man in gewissen Situationen war und das immer und immer wieder anwendet...
    Bei mir stellen sich immer die Nackenhaare, wenn ich lese "man macht".... (Denke aber, du hast es nicht verallgemeinernd gemeint )

    Ich denke, es ist Teil des Selbst-findens, herauszufinden, was für mich "Stress" macht. Nicht für jeden sind Menschenmassen belastend usw.

    Sich bewusst erinnern, genau das ist ja oft nicht möglich... schon bei Kleinigkeiten.... hier beginnt die Reise, Selbst-wahr-nehmung ist eine Herausforderung, die oftmals mit fremder Hilfe leichter fällt anzugehen... aber nicht, wenn wir uns im Alarmzustand befinden!!


    zlatan_klaus schreibt:
    Jeder, auch jeder hochsensible, hat "nichtsensible" Charakterzüge.
    Auch hier gibt es große Unterschiede.... Welche Wahrnehmungsbereiche (mal nur die "mechanische" Seite als Beispiel) von der Hochsensibilität betroffen sind, ist denke ich sehr individuell. Aber es gibt auch die Variante, dass bestimmte "Sinne" ebenfalls dissoziiert sind, um eine Überflutung zu verhindern....

  3. #723
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hochsensibilität / Hochsensitivität hat nichts mit Charakter zu tun!

    Ich denke bei diesem Begriff an Menschen, die mit dieser Grundausstattung auf die Welt kamen. Was diejenigen heute auf der Handlungsebene und in der Kommunikation mit ihren Mitmenschen zeigen muss überhaupt nichts mit "sensibel" zu tun haben. Inzwischen hat man Erfahrungen gemacht. Stress, z.B. einfach nur die Tatsache, dass Erziehung stattgefunden hat, wirkt, je "mehr hochsensibel" man angefangen hat, desto verformender auf den Gesamtorganismus.

    Man sollte evtl. den Begriff Hochsensibel ersetzen, durch "verletzlich", "vulnerabel" oder im Sinne von synästhestischem Formendenken: "verformbar".

    Hochsensible Menschen zeigen dann im erwachsenen Alter ihre chrakterliche Gundstruktur in einer Überzeichnung, würde ich meinen. Das kommt durch die höhere Traumatisierbarkeit und die Dynamik die die jeweils aktivierten Kompensationsstrategien zu stande. Wir sind dann eben überdurchschnittlich - launisch, nachgiebig, nachdenklich, friedfertig, gerechtigkeitsliebend, phlegmatisch, impulsiv, kreativ, einfallslos ... alles was andere auch sind, nur eben mehr vom selben.
    Geändert von emoflex ( 5.06.2012 um 14:59 Uhr)

  4. #724
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Inzwischen habe ich auch den Beitrag gefunden, der mich als faul bezeichnet. Das ist ja echt die HÖHE!

    Aber - stimmt, in Bezug auf "Buchschreiben" erscheine ich faul. Allerdings bestehe ich darauf, dass es sich dabei eher um eine gewisse Ergebnisfaulheit und nicht für eine Tätigkeitsfaulheit handelt. Auch habe ich geschätzte fünf (5) halbe selbstgeschriebene Bücher im PC (plus eine gewisse Dunkelziffer). Ganz zu schweigen von den 5000 Mails zum Thema, die sicher auch schon ein schönes, wenn auch bis heute ergebnisfaules Buch, im Sinne von "Buch", nicht aber im Sinne von "Inhalt", ergeben würden.

    Dem Beleidiger sage ich hiermit herzlichen Dank für den Weckruf! - Aber ich sage auch "Ätsch"! -

    "Ätsch", weil ich in vollständiger Unkenntnis der passierten Beleidigung gestern Abend schon eine Verabredung mit einer Coachin getroffen habe, mich in den nächsten Wochen beim Buchschreiben, ja mein lieber Eisbein! sie haben recht gehört, beim B-U-C-H-S-C-H-R-E-I-B-E-N! bei der Stange halten soll, damit es endlich was damit wird, mit dem Buch. (Uuups, da hat sich eine kleine Gegenbeleidigung eingeschummelt, das tut mir aber leid)

    :-)

    Hoffen wir mal das Beste, finde ich. Doch da schlägt schon wieder die Dissoziation durch... Werden Bücher nicht schlicht überbewertet ?!?!

  5. #725
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS und Dissoziation



    habitbreaker schreibt:
    Mich nach längerer Zeit mal wieder in diesen Thread getraut,

    Ich weiß gerade nicht, ob ich heulen oder k**** soll ... das da oben bin ich ... inkl 50% Sündenbock ...

    auf jeden Fall wieder was mehr, was ich zur nächsten Thera mitnehmen muss - Danke!!



    *offtopic*

    Ich find den ganzen Thread gut, und dies hier nehm ich mal zum Anlass mich mit meinem Grossen intensiver zu befassen, der unheimlich ruhig und pflegeleicht erscheint derzeit.

    Auch danke.

    *bitte weitermachen*

  6. #726
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegenpilz schreibt:
    Erstgeborene Kinder übernehmen typischerweise die Heldenrolle. Sie müssen Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen und die Eltern unterstützen. Sie lernen in problematischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie scheinen unendlich viel aushalten zu können und vieles einfach an sich abprallen zu lassen.
    Das ist aber nicht so. Die eigentlichen Gefühle werden abgespalten, sind damit aber nicht verarbeitet.
    Ich denke die „Entthronung des Erstgeborenen" ist etwas normales. So lernen die Kinder früh, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und auch mal zurückstecken müssen.

    Geschwister: Von der Liebe unter Rivalen - GEOkompakt - GEO.de
    Psychoanalytiker sprechen gar vom „Entthronungstrauma“ der Erstgeborenen, das manchmal bis ins Erwachsenenalter nachwirke.


    Geburtsschock
    Der Begriff "traumatische Urerfahrung" wird in der Literatur synonym verwendet.

    Es gibt also seit der Geburt traumatisierende Erfahrungen... Erfahrungen die uns nicht mehr bewusst sind, unser Verhalten jedoch mitbestimmen.
    Müssen wir alle Traumaerfahrungen wieder ins Bewusstsein integrieren, womöglich nacherleben?

  7. #727
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    gisbert schreibt:
    Ich denke die „Entthronung des Erstgeborenen" ist etwas normales. So lernen die Kinder früh, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und auch mal zurückstecken müssen.

    Geschwister: Von der Liebe unter Rivalen - GEOkompakt - GEO.de
    Psychoanalytiker sprechen gar vom „Entthronungstrauma“ der Erstgeborenen, das manchmal bis ins Erwachsenenalter nachwirke.


    Geburtsschock
    Der Begriff "traumatische Urerfahrung" wird in der Literatur synonym verwendet.

    Es gibt also seit der Geburt traumatisierende Erfahrungen... Erfahrungen die uns nicht mehr bewusst sind, unser Verhalten jedoch mitbestimmen.
    Müssen wir alle Traumaerfahrungen wieder ins Bewusstsein integrieren, womöglich nacherleben?
    Ich hoffe, ich erscheine nicht so, als würde ich in den Erbsen suchen, aber Traumaerfahrungen werden nicht ins "Bewusstsein" integriert. Das Bewusstsein ist, was mir bewusst ist. Reintegrierte Traumata versinken eher wieder ins Unbewusste je länger die Integration her ist. Traumata sind eher zu bewusst, bis sie integriert wurden. Das macht sie ja so unangenehm. Integriert werden die Traumata ins Langzeitgedächtnis. Die hilfreiche innere Bewegung ist aber nicht so sehr die Integration, sondern die Desensationierung und damit die Dealarmierung. Geht der Alarm aus, passiert die Integration eher ganz von selbst.

    Einige Traumatherapieverfahren setzten auf das Nacherleben. Seit emoflex wissen wir, dass das nicht notwendig ist. Nacherleben in der Therapie bedeutet oft auch Retraumatisierung. Das ist mit dem aktuellen Stand der Möglichkeiten aber eher ein Kunstfehler. Traumanachbearbeitung kann also inzwischen sehr besonnen und nahezu tränenfrei passieren. Ein Nacherleben halte ich dazu nicht für notwendig. Eine Anerkenntnis des traumatischen Ereignisses kann sehr gut auch erst nach der Desensibilisierung erfolgen, wenn der Schmerz schon kaum noch mehr zu finden ist.

  8. #728
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    gisbert schreibt:
    Ich denke die „Entthronung des Erstgeborenen" ist etwas normales. So lernen die Kinder früh, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und auch mal zurückstecken müssen.

    Geschwister: Von der Liebe unter Rivalen - GEOkompakt - GEO.de
    Psychoanalytiker sprechen gar vom „Entthronungstrauma“ der Erstgeborenen, das manchmal bis ins Erwachsenenalter nachwirke.
    Gisbert, du hast mein Zitat leider etwas aus dem Zusammenhang gerissen.

    Ich hatte nicht von "normalen" Familien geschrieben, sondern von Problemfamilien, im Speziellen ging es um Kinder suchtkranker Eltern.
    Die Heldenrolle bezieht sich dabei auf Dinge, die Kinder normalerweise nicht machen müssen. Z.B. die Versorgung der Eltern, wenn diese betrunken sind und dann auch die Versorgung der jüngeren Geschwister.
    Das geht weit über das hinaus, was du als "Zurückstecken" und Geschwisterrivalität bezeichnest.
    So habe ich als älteste Tochter z.B. als Jugendliche die typischen Freitagabende von Jugendlichen mit Weggehen und Feiern nur selten erleben können, weil es zu meinen Aufgaben gehörte am Freitag Abend entweder meinen Vater aus der Kneipe zu bekommen und wohlbehalten zuhause ins Bett zu verfrachten oder meine Mutter zuhause zu trösten, weil mein Vater mal wieder sonstwo und nicht erreichbar war.
    Ebenso gehört es zur Heldenrolle, wenn man sich schützend vor die jüngeren Geschwister stellt, wenn einer der Elternteile gewalttätig wird.

    Und das sind ganz krasse Verhaltensmuster, die man als Erwachsene dann unbewusst weiterführt. Man kennt es ja nicht anders.

  9. #729
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    In diesem Fall ein "Leider" dafür, dass dieser Thread ganz öffentlich ist, sonst hätte ich direkt zwei biographische Paradebeispiele beisteuern können!

  10. #730
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    habitbreaker schreibt:
    In diesem Fall ein "Leider" dafür, dass dieser Thread ganz öffentlich ist, sonst hätte ich direkt zwei biographische Paradebeispiele beisteuern können!
    Vielleicht in der Gruppe?

    LG
    Erika


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