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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #671
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Schlagen wir die Brücke zur Disso, lernt das Gehirn ja auch, dass die Disso die im entsprechenden Moment richtige (Überlebens-)Strategie ist.
    Wenn ich das hie im Thread richtig verstanden habe, werden die Dissos eben nicht erlernt, sondern eben erschreckt.
    Man kann sie deshalb auch nicht so einfach wieder entkoppeln.

    Weil eben- Alarm- Stress- Hilfe- Notprogramm (Disso) läuft ab.
    Irgendwo hat Dr. Winkler mal erklärt, wie man das entkoppeln kann, weiss aber nicht mehr wo

    Nicci

  2. #672
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ja stimmt, ... das hab ich z.B. schon wieder vergessen Thx.

    In einem der zuletzt verlinkten Artikel stand nur was dahingehendes drin und ich muss wohl von mir selber zugeben, dass ich diesen Automatismus und diese immer niedriger gewordenen Schwelle, egal ob in die Disso oder die Angst etc. sehr deutlich bemerke ...

    Das ist teilweise schon erschreckend und beängstigend.
    Schlimm war das schon immer, aber in den letzten anderthalb Jahren ist das schon regelrecht aus dem Ruder gelaufen.

    In dem Artikel von Konrad Michel stand foglender Satz, welcher sich allerdings auf Depressionen bezog, ... :
    Dies bedeutet nichts anderes, als dass das Gehirn den Depressionsmodus «gelernt» hat
    und dieser damit bei zukünftigen Belastungssituationen als neuronales Muster jederzeit abrufbar ist.
    Gut möglich, dass ich das im Hinterkopf und durcheinandergewürfelt hatte.

    In dem Artikel, wie eine Dissoziation entsteht, ist zu lesen:
    ... weil Trauma-Programmierungen andere Mechanismen haben und anderen Gesetzen gehorchen.
    Es handelt sich schlichtwegs um eine dritte Form, mit der menschliche Schicksale beeinflusst werden können.
    Soweit ich das bislang im Gesamtkontext verstanden habe, gilt aber, auch wenn der "Lernvorgang" intern ein anderer ist, auch hier:
    Die häufige Wiederholung eines Traumas/ einer Disso- (oder Angst-/ Panik-)auslösenden Situation führt zu einer Art Sensibilisierierung, die einen immer früher und leichter in die Disso (oder Panik etc.) rutschen lässt.
    Das System gerät außer Kontrolle und wird mehr und mehr zum Selbstläufer.

    LG
    Marcus

  3. #673
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Was mir gerade wieder einfällt und ich schon öfter fragen wollte:

    Wie ist das mit Flashbacks?

    Wie nehmt Ihr die wahr/ Nehmt Ihr die wahr?


    Mein Thera hatte bislang immer eine mögliche PTBS ausgeschlossen, weil ich in den 2 Jahren Therapie noch nie über Flashbacks berichtet habe.

    Ist es möglich, dass die hat ohne überhaupt davon zu wissen und ohne darüber explizit zu reden?
    Oder ist es tatsächlich so, dass man in irgendeiner Form darüber berichten kann/ wird, auch wenn einem der Hintergrund gar nicht klar ist?

    Natürlich ist das in gewisser Hinsicht eine Krux, denn wenn ich nicht weiß, worauf ich achten muss, bzw. konkret danach gefragt werde, kann ich doch auch nichts darüber erzählen, zumal dann nicht, wenn das für mich eigentlich ja sowas wie ein "Normalzustand" ist.

    Ich hab das schon durchaus auch öfter gehabt, dass ich gefragt wurde (nicht nur in bezug auf die Psychothera, auch bei anderen Krankheiten), ob ich auch andere Symptome hätte, ohne dass man mir gesagt hätte, welche.

    Darauf wusste ich oftmals nichts zu sagen, ich überlege, aber mir fällt dazu in dem Moment gar nichts ein.

    Anders ist es, wenn man mir einige Beispiele nennt, dann kann ich es wiedererkennen.

    Nun mag man natürlich sagen "Jahaaa, .... lass Dir was vorschlagen und such Dir dann was passendes raus, so gehts nu' auch wieder nicht" (oder wie mir auch schon gesagt wurde "Ich will Ihnen jetzt keinen Floh ins Ohr setzen und sie auf Gedanken bringen")

    Wenn ich in meinem inneren Chaos nicht weiß, wonach ich suchen muss, wird mir doch selten was auffallen ...

    Ich will mir doch nichts andichten oder einreden oder mir Krankheiten/ Probleme "zusammensuchen" (so nach dem Motto "Ja, das habe ich auch, und das da, ja jetzt wo Sie's sagen, das nehm ich auch dazu ...), aber ich kann doch auch nicht immer wissen, was wozu gehört und vor allem "was bei mir anders ist, als bei anderen, .... hab noch nie in einen anderen Kopf reinschauen können, ...
    Geändert von Fliegerlein (27.05.2012 um 11:35 Uhr) Grund: Satz ergänzt

  4. #674
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo fliegerlein,

    Flashback hatte ich so erlebt (aber jetzt kommt nur selten vor): aus eine armlose situation die gar nicht bedrohlich ist, aber wo irgendetwas "ähnlich" ist als was ich einmal "schlimm" erlebt habe, reagiere ich körperlich und emotional wie wenn ich das übel gerade wieder erlebe. Ich habe der eindruck in ein loch zu fallen, er geht mich sehr mies, heftige emotionen (angst, hilflosigkeit, wut) von damals kommen hoch, auch einige bildern. Ich neige auch dazu mich entsprechend zu verhalten. Bei mich ehe mit starren oder aggression.

    Mein trauma war mobbing über längere zeit (schule + arbeit) und so bald jemand mit mich nicht sehr nett war, mit ignoriert hatte oder mich nicht eingeladen zu pause zu kommen oder ein bisschen gereizt oder kalt war, ist es passiert... Die erfahrung ist wirklich vor allem emotional und körperlich. Naja, ich wusste es und ich hatte nun weiter beobachtet was genau passiert und konnte oft feststellen dass es wirklich armlos war.

    Ich habe auch viele stelle verloren und schon wenn ich eine kritik am arbeit bekomme, kann ich heftige reagieren. Ich habe angst, schwitze und sehe schon die kündigung...

    Einordnen zu können dass es eine trigger war oder eine flash-back hilft mich abstand zu nehmen. Auch dabei bewusst zu bleiben, vor allem bei die körperliche empfindung hilft mich wieder zu ruhe zu kommen. Auch meine umwelt auf der moment beobachten, wie die menschen sich verhalten hilft auch, weil ich da auch wahrnehme was wirklich jetzt ist. Beides, körperliche empfindungen und umwelt beobachten lenken mich von schlimme gedanken und bringe mich im hier und jetzt wo eben doch nichts bedrohlich passiert...

    Flashback müssen nicht immer sein! Sie kommen eingentlich auch nur wenn es eine auslöser kommt. Wenn du in dein leben jetzt alle auslöser aus der weg geht und um bedrohliche situation eine bogen herrum machst, kann sein dass du selten eine flash-back erlebt. Vermeidungstrategien ist auch eine symptom. Sonst typisch sind auch alpträumen

    lg

  5. #675
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Noch im bezug zu reizüberflutung (mehr oben habe ich gerade etwas gelesen):

    Nach eine anstregende zeit, bei müdigkeit, komme ich damit sehr schnell an meine grenze und vertrage sehr wenig. Bin ich ausgeruht, ist mein leben ruhig, kann ich mal einige stunden in eine laute ungebung ertragen. Seit einige zeiten gehe ich mit meine grenzen wirklich bewusster und immer mehr merke ich schnell wenn es ein bisschen zu viel ist, handle ich auch gleich (oft nützt schon mich einige minuten zu zurückziehen) und so bleibt meine belastbarkeit wenn es mal viel wird etwa höher als wenn ich schon am limit bin.

    Es scheint auch dass emoflex dieses belatbarkeit erhöht hat, weil ich immer wieder "müll" versorge.

    lg

  6. #676
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo Nicci,

    Irgendwo hat Dr. Winkler mal erklärt, wie man das entkoppeln kann, weiss aber nicht mehr wo
    Wäre dann mit der "innereraum?" Ich errine mich von so was... “Innerer Raum” | emoflex® – bevor Stress zum Trauma wird

    lg

  7. #677
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Soweit ich das bislang im Gesamtkontext verstanden habe, gilt aber, auch wenn der "Lernvorgang" intern ein anderer ist, auch hier:
    Die häufige Wiederholung eines Traumas/ einer Disso- (oder Angst-/ Panik-)auslösenden Situation führt zu einer Art Sensibilisierierung, die einen immer früher und leichter in die Disso (oder Panik etc.) rutschen lässt.
    Das System gerät außer Kontrolle und wird mehr und mehr zum Selbstläufer.
    Dem kann ich total beistimmen.

    Ich war mindestens sechs Jahre in diesem Modus.
    Nur der kleinste Auslöser oder manchmal sogar ohne Auslöser und ich bin abgerutscht.

    Nun muss ich aber sagen, auch wenn es in diesem Thread nicht um MPH geht, aber seit ich MPH habe, geht es mir viel viel besser.
    Ich komme nicht mehr so schnell in den Stressmodus, was dann wohl auch dazu führt, dass das Gehirn das Selbstläufer-Programm nicht abzurufen braucht.

    In den letzten zwei Monaten gings mir aber nicht so gut, (wegen Eisenmangel hatte MPH nicht mehr zuverlässig gewirkt) und mein Gehirn konnte das Notprogramm ohne Mühe wieder tiptop abrufen. Es bleibt wohl ein Leben gespeichert, auch wenn es länger nicht gebraucht wurde. Und auch der Depressionsmodus funktionierte knallhart.

    Hmm, das wegen den Flashbacks. Also ich hatte die lange.
    Aber ich habe auch mehrere schwere Traumas, wobei die lange durch die dissoziative Amnesie nicht zugänglich war für mich waren.
    Dann, während meiner Ausbildung hatte ich ziemlich viel Stress, dazu bin ich wieder in ne ähnliche Situation geraten, und dann wars vorbei mit dem Frieden.

    Ich kann mir vorstellen, dass schwere Traumas mit Flaschbacks einhergehen, da spielt ja eben auch die Dissoziative Amnesie eine Rolle, während ich mir denken kann, dass die Mikrotraumas bei ADHSler nicht dass Vollbild der Traumasymptome zeigen, vielleicht dann auch ohne alle Symptome trotzdem bestehen.

    LG Nicci

  8. #678
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hi mj71,

    danke für die Erinnerung

    LG Nicci

  9. #679
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    zum thema flasch-back:

    ich weiss nicht ob ich es richtig interpretiere:

    es gibt dinge (gefühle/emotionen), die ich einfach nicht zugelassen habe - abhacken und weiter gucken...

    .... doch wie aus dem nichts - kommt dieses gefühl... (ein gemisch aus angst, trauer, beklemmheit, wut, agression,
    nevosität, scham)... ich kann es nicht zuordnen...

    .... ev. mit einem beispiel: weihnachten... immer kurz vor weihnachten drehe ich fast durch... ich fühle mich mies,
    bin gestresst u.s.w..... am liebsten würde ich fliehen... kurz, ich hasse weihnachten....
    ich könnte es so stehen lassen - und mich einfach schlecht fühlen...

    .... doch lasse ich diese gefühle zu und versuche das warum zu ergründen.... schwappen plötzlich sehr viele
    erinnerungen hoch womit ich meine heutigen gefühle mit vergangenem assoziiere...

    und das sind die einfacheren dinge...

    .... dan kommt noch ein bild hoch.... was ich nicht zuordnen kann... das gefühl schon.... doch da bin
    ich noch nicht bereit es anzugehen... und ich weiss auch nicht, ob ich es wissen will.

  10. #680
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo nicci,

    Ich kann mir vorstellen, dass schwere Traumas mit Flaschbacks einhergehen, da spielt ja eben auch die Dissoziative Amnesie eine Rolle, während ich mir denken kann, dass die Mikrotraumas bei ADHSler nicht dass Vollbild der Traumasymptome zeigen, vielleicht dann auch ohne alle Symptome trotzdem bestehen.
    So sehe ich es auch! Aber wenn etwas schmerzt, ist es ein grund genug um sich daran zu kümmern.

    lg


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