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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #621
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eine Narbe ist in den seltensten Fällen nur eine kosmetische Geschichte. Neuralgien, Wetterfühligkeit, Köperschemairritationen, Schmerzgedächtnis, Körperflashbacks. Das lohnt sich richtig!

    Aber ich wollte in meinem Beitrag eigentlich garnicht über Psychotherapie durch Hirnsektion schreiben (gruselige Vorstellung), sondern sagen, dass wir da schon viel weiter sind, als allgemein so bekannt sein dürfte. Einige erleben hier ja selbst, wie weit man mit den neuen Werkzeugen schon alleine kommen kann. Was da noch so unter sachkundiger Anleitung möglich ist, wurde auch hier noch nicht einmal angedeutet. Das ist zT schon so ähnlich und auch ähnlich schnell wie die "OP"-Phantasien.

    Die synästhetischen Bilder sind meiner Meinung nach um einiges besser, schonender und auch aussagekräftiger als irgendwelche MRTs oder EEGs. Diese Formbegriffe haben nur den NAchteil, dass man seinen Patienten die Bilder glauben müßte, und das wäre wohl in vielen Fällen zu viel verlangt. Die Neurowissenschaftler unterscheiden zT noch immer nicht zwischen Hardware und Software. ... Aber egal. Ich will mich jetzt hier nicht ärgern. Machen wir mal einfach nur unsere Arbeit weiter und lassen die Zeit ihr übriges tun.

    Johannes

  2. #622
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: ADHS und Dissoziation

    Also ich würde meinen Kopf, um nichts auf der Welt unters Messer legen.
    Ein kleiner Fehler des Chirurgs, und schon haste den Salat, dann lieber mit Medis ruhig stellen, das ist zumindest reversibel.

    Und auch wenn man die Nervenstränge, die an Traumas erinnern, durchtrennen könnte.
    Man weiss ja noch gar nicht, für was die sonst noch alles gebraucht werden.

    Da halte ich Emoflex für eine viel sicherere Variante. Und ich bleibe somit auch ich.

    LG Nicci

  3. #623
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich kann mich doch nicht so recht darüber einkriegen, dass man tatsächlich auf die Idee kommen kann, Software-Probleme mit einer Operation an der Hardware zu beheben. Jeder einfach PC-Schrauber zeigt einem für so eine Furzidee einen Vogel!

    Dein Tabellenprogramm macht keine neuen Spalten? - Ok, dann löten wir gleich mal ein paar Kondensatoren raus. Das haben wir gleich.

    Und sowas nennt sich dann Neuro-"Wissenschaft".

    Bei sowas könnte ich mich ärgern!!!

  4. #624
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich denke, dass es heute schon möglich ist, eine Kindheit nachträglich noch "glücklich" zu machen. Ich denke nicht, dass das mit Suggestionen machbar ist. (Richard Bandler: "Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät")
    Ich wünschte, ich könnte das glauben, .... aber manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Amygdala sowas wie einen Totalschaden hat.
    Von all den Erlebnissen, die mit Angst besetzt sind aus der gesamten Vergangenheit, reicht die bloße Erinnerung daran, um genau das selbse Angstgefühl von damals wieder auszulösen.
    Nichts davon ist irgendwie mal verarbeitet ... war gerade in meiner letzten Therasitzung Thema.


    Mag sein, dass wir noch nicht für jeden von uns alle nötigen Werkzeuge besitzen. Und es mag sein, dass nicht für jeden von uns ein Anleiter da ist, der genug von gerade dieser Baustelle versteht,
    Was ist mit denen?
    Geben die irgendwann auf?

    emoflex schreibt:
    Aber ich wollte in meinem Beitrag eigentlich garnicht über Psychotherapie durch Hirnsektion schreiben (gruselige Vorstellung),
    emoflex schreibt:
    Ich kann mich doch nicht so recht darüber einkriegen, dass man tatsächlich auf die Idee kommen kann, Software-Probleme mit einer Operation an der Hardware zu beheben. Jeder einfach PC-Schrauber zeigt einem für so eine Furzidee einen Vogel!
    Ist ja nicht so, dass es das nicht schon gegeben hätte, ... ich sag nur Lobotomie .... unglaublich, aber wahr ...

  5. #625
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Aufgeben ist natürlich eine Lösung! Aber für das, was Du da beschreibst ...

    "Von all den Erlebnissen, die mit Angst besetzt sind aus der gesamten Vergangenheit, reicht die bloße Erinnerung daran, um genau das selbse Angstgefühl von damals wieder auszulösen." ZITAT

    ... würde ich nicht aufgeben. - Um im Bild zu bleiben, würde ich da schon von einem Routineeingriff sprechen wollen. Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich flapse hier nicht mit Deinen Problemen herum. Jedenfalls wäre es nicht so gemeint. Und ich selbst habe ja auch ca. 35 Jahre gesucht, geflucht, getüftelt und mich am ende selbst weiterbringen müssen. Ich meine nur, dass sowas wie eine generalisierte Angst und Panikstörung inzwischen schon öfters in einem Zeitraum von einem 1/4 Jahr aufgelöst wurde. Oft noch kombiniert mit Substanzmis/ge/brauch.

  6. #626
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    . Ich meine nur, dass sowas wie eine generalisierte Angst und Panikstörung inzwischen schon öfters in einem Zeitraum von einem 1/4 Jahr aufgelöst wurde.
    Ich habe in den letzten Wochen so eine Art von "Transformation" durchgemacht bzw. befinde mich immer noch darin.

    Seit dem ich der Vergangenheit und der Zerkunft meine Aufmerksamkeit immer mehr entziehe, entdecke ich immer mehr und mehr von mir, ich schaue mir meinen Schmerz und meine Angst genau an, und nach einiger Zeit lösen sich einige auf, da ich bemerke dass das der unverarbeitete Schmerz ist und ihn vollkommen annehme.

    Natürlich hab ich noch einige unverarbeitete Päckchen, aber ich finde man muss einen Schritt nach dem anderen gehen. Und wenn man den ersten "Erfolg" spürt (sorry aber anders kann ich es nicht beschreiben, da ich dieses Gefühl nicht in Worte fassen kann) freut man sich auf das nächste und nimmt es an.

    Ich denke das beste Werkzeug was wir haben, sind wir selber. In dem wir unsere Aufmerksamkeit auf das Jetzt richten und nicht in der Vergangenheit und der Zukunft die Erlösung suchen.

    Liebe Grüße
    Libelle

  7. #627
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hier in der emoflex-Gruppe wurde dieses Thema "Angst" auch gerade angeschaut. Meiner Erfahrung nach muß man nicht alle Ereignisse, alle Trigger, alle Umstände, die zu den Ängsten und zum Generalisieren geführt haben desensibilisieren. Es gibt auch Abkürzungen. Wenn alle Gefühle, egal wie sie sonst heißen mögen, in "Angst" übersetzt werden, bevor sie zu Tage treten dürfen, dann kann man auch erstmal eine Stunde Arbeit in dieses grundsätzliche Missverständnis des Nervensystems investieren.
    Wir sind ja in der glücklichen Lage, nicht nur Inhalte sondern auch Semantik und Grammatik in dieser Formensprache hirnverständlich machen zu können. Also können wir auch Probleme, die in diesem Bereich liegen, auf diese Weise in Angriff nehmen.
    Wenn das Problem so regelgetreu ist, so zuverlässig funktioniert, dann kann man es auch schön abbilden. Und: Abgebildet kann es dann auch beeinflußt werden, in einen Prozess gebracht werden.
    Was ist denn Angst? - Wohl ein Gefühl, oder?!
    Was tut Dein Körper, damit Du weißt, dass es Angst ist, was Du gerade fühlst? - Wo tut es Dein Körper? Und wie tut er es? - Ein Brennen im Arm?! - Ein Druck im Bauch? - Ein Drehen oder Verzerren Deines Vorstellungsraumes? - Eine Verschiebung in der gefühlten Oben und Unten-Orientierung?! Angst ist ja sehr individuell ... Du wirst wissen, wie bei Dir persönlich "Angst" kodiert ist!

    Nun kann man "Angst" synästhetisch aufarbeiten. Am besten genau dort, wo Du es eben schon gefunden hast. Mache Angst-Fotos. Mit Deinem Synästhesie-Fotoapparat. Mit diesen Fotos kannst Du nun arbeiten. Klar, dieses sonderbare "Fotografieren" kann man üben. Und das kann auch Zeit erfordern, und Bedingungen... Aber dann beginnt die Jagd!

  8. #628
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Was ist denn Angst? - Wohl ein Gefühl, oder?!
    Ja, ... klar ist sie das, ... nicht mehr und nicht weniger und nichts weiter.
    Kognitiv sind mir all diese Zusammenhänge, Dinge klar.

    Ich habe lange Zeit Menschen aus ihrer Flugangst geholfen, weiß ein wenig um die Mechanik der Angst, habe auch gerade aktuell ein Sonderheft der Psychologie Heute über Angst gelesen und trotzdem ist Angst mein zweiter Vorname.
    Erfolge spüre ich nicht, genausowenig wie sich Angstgefühle dadurch dezimieren lassen, dass man im Nachhinein feststellt, dass es ja alles gar nicht so schlimm war und kein Grund für diese unverhältnismäßige Angst bestand.
    Angst ist mein lebenslanger Begleiter, schon als Kleinkind/ Baby, kann sowas angeboren sein?
    Kann man das wegbekommen?
    Genauso wie die ewigen Verspannungen und Schmerzen?
    Ich kann mich an Erfolge erinnern, aber die sind nicht mit Gefühlen verknüpft.
    Erfolg, Stolz, "Freude am Gewinnen", ... das war und ist mir fremd, ich verstehe das nicht.
    Natürlich kann ich mich freuen und Freude an Dingen haben.
    Nicht unbedingt die Dinge, die den meisten Freude bereiten, aber ich kann das sehr wohl, ... aber ich habe daran keine fühlbare Erinnerung.
    Wohl aber an Angst.

    Wie kann man Angstfotos machen?
    Die Bilder in mir kommen und gehen nach ihrem eigenen Willen, ich kann sie nicht halten.
    Das wäre zu schön, aber so plötzlich wie sie kommen, verschwinden sie auch wieder, Fragmente, nichts Festhaltbares.
    Erinnerungen die einfach aufploppen. aus dem Nichts, einfach so, durch irgendwas getriggert oder auch nicht, ich weiß es nichts.
    Erinnerungen, von denen ich teilweise nicht mal weiß, ob es wirklich echte eigene Erinnerungen sind oder Vermischungen von Träumen, Gedanken etc., vielleicht Disso's, ich weiß es nicht.
    Das ist schon alles ziemlich wirr, mal mehr mal weniger.


    Aber will ich das wirklich alles weg haben?
    Bin ich dann wirklich noch ich?

    Hmm,... ich sollte eigentlich gar nicht mehr hier sitzen, im Moment eh' nicht, ... ich fühl mich mal wieder wie der Ball in einem institutionellen Ping-Pong-Spiel zwischen Krankenkassen und Rentenversicherungen, weiß nicht, ... egal, jetzt erstmal ausschalten und versuchen schlafen, ... klappt in den letzten Tagen nicht wirklich gut.

    Sorry für das Geschwafel, ... keine Ahnung, ob ich morgen noch weiß, dass ich das geschrieben habe .... doch, werde ich gewiss noch wissen, aber wahrscheinlich etwas entsetzt dreinschauen.

    LG
    Marcus
    Geändert von Fliegerlein (24.05.2012 um 23:48 Uhr) Grund: Satz ergänzt

  9. #629
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich denke, dass es heute schon möglich ist, eine Kindheit nachträglich noch "glücklich" zu machen. Ich denke nicht, dass das mit Suggestionen machbar ist. (Richard Bandler: "Für eine glückliche Kindheit ist es nie zu spät") Sondern mit Nachverarbeitung.
    Hallo Johannes,

    DAS begreife ich ehrlich gesagt nicht!
    Meinst du damit, wenn man eine Kindheit mit massiver psychischer und physischer Gewalt im Elternhaus erlebt hat, kann man mit der entsprechenden "Nachverarbeitung" dann trotzdem denken, man hätte eine glückliche Kindheit gehabt?? oder sind dann die schlimmen Ereignisse wie wegradiert, so dass man denkt, das alles wäre nie passiert??

    Das kann und möchte ich mir nicht vorstellen...aber wahrscheinlich meinst du auch was anderes, oder?

    Grüße von Am

  10. #630
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Nun, "glücklich" ist hier sicher nicht der korrekte Ausdruck, zielt aber in die richtige Richtung. Es ist auch in dem von Dir beschriebenen Fall möglich, dass die Eindrücke aus der Vergangenheit so vollständig beruhigt und integriert sind, dass sie nicht mehr als Flashback triggerbar sind und dann dem heutigen Glück nicht mehr im Wege stehen. So wäre es vielleicht besser beschrieben.

    Meine eigene Geschichte ist da sicher ein Beispiel, wenn auch keines, welches für jeden übertragbar ist. Ich habe autistisch detailierte Erinnerungen bis in die früheste Kindheit (ca.6 Monate). Bis 2010 verband ich mit diesen Erinnerungen immer ein von Angst geflutet sein. - Dann habe ich mir die Zeit genommen und das mit emoflex für mich allein durchgearbeitet. Über einen Zeitraum von 3 Monaten habe ich mich immer wieder daran gemacht. - Heute kann ich diese Angst nicht mehr finden. Ich kann in alle feinen Details dieser Erinnerungen hineingehen und ich spüre nur noch die konkreten Reize von damals. Aber die überflutende Angst ist verschwunden. Diese Zeit von 1967-1974 ist nun voller Herbstlaubgerüche, Sommersonnenscheinwärme, Käferkrabbelgeräusche, Licht- und Schattenspiele auf einer Wand mit 60gerJahretapete. Seit dem kommen die alten Erinnerungen auch immer deutlicher hervor. Ich kann inzwischen darin herumgehen und alles anschauen, riechen, tasten, ...

    Das ist ein sehr deutlicher Wandel. Ich genieße das sehr. Vorher war, sich zu erinnern, für mich wie ein Spukhaus, indem man vor ultimativem Schrecken hinter der nächsten Tür nie sicher war. Flashbacks, psychogene Anfälle, Ängste. Es kann natürlich sein, dass es einen Unterschied macht, seine Kindheit in einer Scheißfamilie oder in einem autistischen Gehirn eingesperrt verbringen zu müssen. (Ich persönlich finde letzteres schlimmer, weil es absolut keinen Ausweg und keine Hilfe geben konnte, und ich wußte das. Aber sicher fürchtet man den eigenen Schrecken immer am meisten) Allerdings habe ich mit einigen Traumaopfern gesprochen und geschrieben und ich habe mit einigen Autisten gesprochen und bei den Symptomen, mit denen alle so zu kämpfen haben, scheint es nicht viel Unterschiede zu geben.

    Meine Kindheit erscheint mir heute glücklich. Ich kann sie betreten und werde nicht mehr erschreckt. Das war 40 Jahre lang nicht so. Soviel kann ich von mir dazu beitragen.

    Johannes


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