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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #561
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    hexe schreibt:
    und ganz ehrlich auch das wurde hier gesgat alles auszugraben ist denke ich wirklich nicht gut .
    vieleicht ist es da ja auch so das man schauen muss was sinn macht ..
    mhh jemand sagte hier wenn das fundament löcher hat dann kann man kein haus darauf bauen ehe das nicht repariert ist .. sehe ich ein aber ... mein gedanke ist man könnte nicht auf das fundament tragend bauen aber man kann einen trick benutzen ..
    an steilen hängen oder im wasser werden doch auch stützen neu gesetzt ?! also quasie das eigendliche fundament nicht genutzt .
    es würde also dann reichen wenn man weis das es nicht okay ist belastbar und dann könnte man eben darauf aufbauen nur eben mit einer anderen bautechnik und statik .
    Wenn du erkennst, dass du Löcher in deinem Fundament hast, dann ist das gut so!
    Blöd ist es eben, wenn man das nicht weiß. Und wenn man dann einfach sein Haus drauf baut. Das kann nur schief gehen.
    Wenn du deine Löcher berücksichtigst und dein Haus entsprechend baust, dann ist das eine sehr gute Lösung.
    Ganz reaprieren kann man ein kaputtes Fundament nicht.

    Allerdings muss man eben aufpassen, dass man nicht in so eine Art Vermeidungstaktik verfällt.
    Das wäre dann so, dass das Sicherheitsseil aufeinmal eine tragende Rolle hat und nicht mehr nur zur Sicherung da ist. Tragende Wände können so dann nicht aufgebaut werden.
    Oder wenn du dein Haus gegen einen Baum baust, der zusätzlich stützen soll, der aber irgendwann die Last nicht mehr tragen kann und zusammenbricht und dein Haus dann auch.

    Wenn man nicht aufpasst, dann können solche "Ersatzlösungen" destruktiv sein, wenn sie überhand nehmen. Das wären dann solche Dinge wie Essstörungen, Selbstverletzung, Alkoholsucht, etc. die ja auch zu Beginn erstmal eine stützende Funktion haben, sich dann aber quasi verselbstständigen.


    und grade überlege ich sollte ich da ssenden ... ich mache das jetzt einfach ... und gehe in denkung mit den worten tut mir nichts
    Mal blöd gefragt, was könnte denn passieren? Also was könnte ich denn schreiben, dass dir was tuen könnte? Dass dein Beitrag doof ist? Oder dumm, oder sowas?
    Ist er nicht, im Gegenteil

    Mal ganz ehrlich: Jeder hier kocht nur mit Wasser. Echt. Das liest sich vielleicht oft so, als ob da Wunder was dahinter steckt, aber das ist nicht so.
    Letzten Endes denke ich, dass jeder, der Dissoziationen kennt oder glaubt, sie zu kennen, hier durchaus mitreden kann. Und je mehr Leute davon erzählen, wie es bei ihnen so ist, desto größer und besser wird der Erfahrungsaustausch.

    Hier gibts kein richtig und falsch.

    So, ich muss los. Mal was essen.

  2. #562
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich muß nun auch mal was kochen, weil die Kids inzwischen wieder da sind, aber ich will auch noch eben schreiben, dass so Beiträge wie die von Hexe hier genau hingehören! Wir wollen ja kein Fachbuch schreiben und eher auch keins lesen. Hier soll sich niederschlagen, was wir gerade mit dem Thema, nee falsch, mit uns selbst so durchmachen. Ob das Thema ADHS oder Dissoziation dann noch darauf paßt ist doch nicht so wichtig. Es kommt mehr darauf an, dass wir uns selbst besser orientieren, nicht so sehr, dass Fachtermini korrekt sind.
    Ich habe schon viel mit mir selbst erlebt, was in das Thema Dissoziation paßt. UNd ich habe vor einigen Jahren mal einiges dazu gelesen. - Aber was hier zZ im Forum geschieht ist nochmal was Neues. Hier passiert das live, dass sich für ettliche von uns das Thema neu ordnet und alle helfen sich gegenseitig weiter. Mir gefällt das!

    Ich finde, dass die Beiträge, die nicht durchreflektiert sind und die aus dem aktuellen Erkenntnisprozess purzeln, sehr nahe an dem dran sind ÜBER das alle hier schreiben. Das bringt alle immer wieder zurück zum Thema, nahe dran. Das bringt eben Qualität rein. - Die "guten" Fachbücher zum Thema haben das zT eben garnicht. ...

  3. #563
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich finde, dass die Beiträge, die nicht durchreflektiert sind und die aus dem aktuellen Erkenntnisprozess purzeln, sehr nahe an dem dran sind ÜBER das alle hier schreiben. Das bringt alle immer wieder zurück zum Thema, nahe dran. Das bringt eben Qualität rein. - Die "guten" Fachbücher zum Thema haben das zT eben garnicht. ...

    ich denke auch das diese Form des gemeinschaftlichen, leidenschaftlichen, kreativen und va unvoreingenommenen Forschens mehr bringt, als durch ein starres Raster aus alten Begrifflichkeiten zu blicken und sich in ein starres Modellkorsett zu quetschen. Es ist revolutionär, und erst über das Internet möglich so frei zu brechen/sprechen. Die verstaubten Analytiker und Größen vom Schlage eines Freud nach Jung sollen uns mit ihren Worthülsen und ihren wissenschaftlich konditionierten Gedankengebäuden nicht hindern, selbst zu forschen. Die haben alle immer nur abgeschrieben und nie wirklich was riskiert. Wir lehnen diese Authorität mal ab und finden selbst was heraus

    Die Fragen der Unsicherheit....hab ich ADHS, hab ich es nicht, dissoziere ich, tu ich es nicht, kann ich etwas Gedachtes oder Gefühltes überhaupt schreiben, weil es unangemessen, falsch oder zu lang sein könnte? ....sind eben genau wesenstypische Trigger des Bewertens und Voreingenommenseins, die uns hemmen, richtig kreativ und mutig Neuland zu betreten und uns näherzukommen, untereinander und selbst!
    Geändert von Maj.Derrick (11.05.2012 um 15:01 Uhr)

  4. #564
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 96

    AW: ADHS und Dissoziation

    Mir gefällt der Beitrag von Hexe auch und er passt gut hier her und spricht mir manchmal aus der Seele.

    Ich bin eher eine "ANP" ( ach, dieser Ausdruck gefällt mir....) für die Ärzte.

    Aber da mir z. Z. so einiges entglitten ist und ich mich nicht so leicht weg schicken lasse, jetzt wg. einer Depri/Burn Out in einer Tagesklinik.

    Dort hat man aber schon gemerkt, dass ich das mit der Depri nur teilweise hin bekomme. Die Therapeutin spricht dann außerdem noch von meinem "Rest-ADHS" (? ) und ansonsten weiß man nicht.

    Ich vermute auch so einige Diss. , aber eher im " normalen " Bereich.
    Nur jetzt, wo meine Kompensatiosmechanismen nicht mehr so gut greifen, taucht die eine oder andere Sache wieder auf.

    Wobei wir wieder bei der der Abgrenzung " ab wann ist es nicht mehr o.k. " wären.

    Diese Diskussion hilft mir sehr, das Durcheinander zu entwirren.

    Aber meiner Therapeutin werde ich das so nicht sagen.

    Die staunt nur ab und an, wie und warum ich öfter diese kleinen qualitativen Hopser in meiner Selbsterkenntnis mache

  5. #565
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    So, der Döner war lecker

    hexe schreibt:
    also ist die einzige lösung weg . weg mit dem auslöser dem vater .. den ich über alles geliebt habe .
    wenn ich hier nun so lese und das berücksichtige was ich in der klinik gesagt bekommen habe dann habe ich da wohl sowas wie ihr minitrauma bezeichnet .
    und ich habe auch wohl dissozieiert ...
    keine beziehungen mehr wirklich zu kerlen nicht wieder .. hmmm
    In der Situation hättest du noch die andere Möglichkeit gehabt, nämlich genau das zu machen, was deine Mutter damals getan hat. Bei ihm zu bleiben und dich mitreinziehen zu lassen in seine Probleme.
    Eigentlich ist deine Reaktion, finde ich, "normal". Das andere wäre nicht "normal" gewesen.

    dann weiter der gedanke hier das man ja das erlernt durch schock schreck .. ist ne art kompensation .. jaa klingt irgendwie auch logisch
    wenn ich also meine sache hier nehme dann hatte ich einen emotionalen schock mehr oder weniger und ich hatte keine zeit für mich weil ich ja funktionieren musste für meinen sohn . also kompensieren vermuttlich mit dissoziation .
    den mir fehlte nie ein kerl wirklich ich war nicht unglücklich alleine ... manchmal habe ich was vermisst aber selten ... das kamm erst mit der zeit .. und naja ich war am arbeiten ja auch ... immer dauer überlastet ..mit adhs kind alleine job und allem .
    keine zeit mich zu fühlen denken oft .. also klingt das nachvollziehbar für mich hier .
    Vielleicht ist das, was du als Kind mit deinem Vater erlebt hast, wieder an die Oberfläche gekommen als du das gleiche mit deinem Freund nochmal durchmachen musstest. Da kam das dann alles quasi doppelt.

    Ich stelle mir das mit den Dissoziationen und den Folgen so vor:
    Da gibt es doch dieses Kinderspiel mit der Angel, an der ein Magnet vorne dran ist. Und in dem Aquarium ist allerhand Zeug drin und an jedem Ding ist auch ein Magnet dran. Die Sachen in dem Aquarium sind die Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnisse bzw. eigentlich Gefühle, die wegdissoziiert wurden. In deinem Fall wäre das die Angst, die du damals empfunden hast. Die konntest du als Kind nicht verarbeiten, daher ist dieses Gefühl im Aquarium gelandet als Goldfisch.
    Als dann die Sache mit deinem Freund war, war das eine ähnliche Situation wie damals. Die Situation ist quasi die Angel, die über dem Aquarium hängt. Der Goldfisch beißt dann an, wenn die Angel über ihm hängt, also wenn die jeweils triggernde, d.h. anziehende Situation da ist.
    Und dann reagierst du so, wie du als Kind reagiert hast, weil das gleiche Muster abläuft. Du kennst ja nichts anderes.
    Du funktionierst und unterdrückst deine eigenen Gefühle, weil du die als Kind nicht haben durftest bzw. weil wahrscheinlich kein Platz dafür war. Da war dein Vater mit seinem Problem und deine Mutter mit ihren Gefühlen.
    Eigentlich sind ja Eltern fürs Trösten und Kümmern zuständig und nicht Kinder.
    Das ist für ein Kind eine gewaltige Aufgabe, die es nur in diesem "Funktions-Modus" bewältigen kann. Das sind dann quasi kleine Erwachsene.



    der gedanke der mich beschäftigt ist ist es dann gleich schädlich ?? zum teil sicher den ich war nicht in der lage einen mann ernsthaft an mich ranzulassen niemand hat je raum und möglichkeit bekommen .
    Ja, das ist schädlich.

    soo bedeute ich habe ein angst problem mit beziehungen und bla bla aber ist das dann schon eine dissoziative störrung oder eher angst ?? hmmm ich weis es nicht ...
    ich habe es mir einfach gemacht ich habe schlicht mir gesagt ist eben adhs entweder oder ...
    Hm, das ist schwierig. Wo fängt das eine an und wo hört das andere auf? Die Übergänge sind wohl fließend...

    Ich denke, dass du die Angst, die du als Kind hattest, dissoziiert hast. Und die kommt eben ab und an wieder ans Tageslicht. So wie ich das oben mit dem Aquarium geschrieben habe.
    Also bei dir ist dann die Angst bzw. "Beziehungsangst" die Dissoziation.

    Bis zu einem gewissen Grad macht das jeder. Das mit dem Dissoziieren.
    Wann das zum Problem wird, kann man so pauschal nicht sagen.
    Ich vermute, dass es mit dem Umfeld zusammenhängt, mit der Schwere des Traumas für den Einzelnen, mit der Dauer, etc.

    Problematisch ist es zumindest dann, wenn du Probleme dadurch hast. Und Probleme sind schon so vermeintlich "banale" Sachen wie wenig Selbstbewusstsein.

    Das Problem, das ich sehe, wenn man als Kind aufgrund widriger Umstände in einer "schädlichen" Umgebung aufwächst, dann schlüpft man gezwungenermaßen in eine funktionale Rolle. Und in dieser Rolle merkt man nicht, dass man dissoziiert. Man merkt nicht, dass man kaum noch was fühlt. Und man merkt erst Recht nicht, dass man dadurch permanent an seine eigenen Grenzen geht. Man lebt in einer Art Dauerdissoziation, die man als Normalzustand ansieht, weil man nichts anderes kennt.

    Das mag nach außen hin normal aussehen, ist es aber nicht. Weil eben Gefühle, Emotionen und sowas eben fehlen oder fehlgeleitet sind.

  6. #566
    besenreiterin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 2.591

    AW: ADHS und Dissoziation

    ich finde es sehr intressant danke erstmal allen ..
    aber ich bin glaube ich weit weit davon entfertn gefühllos zu sein ich bin so emotional das die vermuttet hatten ich sei bi polar und oder borderlinerin bzw. das ich eine emotional insabile .. was weis ich habe ..
    all das habe ich in der klinik sagen wir über prüfen lassen .. genau gesagt hinterfragt mit dem murphy gesetz
    und es kamm dabei raus das ich eben adhs habe mit extremer impulsivität und das ich wohl einen sagen wir schaden genommen habe aber witziger weise nicht als kind sondern erst bei vater meines sohnes .. und das ich irgendwann die rolle meiner mutter übernommen habe ^^..
    durch die familien situation der letzten jahre was auch zu meinem zusammenbruch geführt hat letztlich .
    ich kann mich nicht erinnern jemals gefühlsarm oder kalt gewesen zu sein mir wurde eher das gegenteil vorgeworfen weil ich so empatisch bin das allerdings ist durch mph deutlich besser geworden .. auch das regel essen den als teeny hatte ich bullemie was eben jetzt wieder ausgebrochen war .. nun auch das ist mit mph besser .. naja ... hmm
    (ich spuke grade nicht mehr allerdings esse ich noch frust ^^... das ergebniss ist ..nicht schön und ich kenne mich gut genung das wenn der punkt der kipp schalter da ist ich vermuttlich eben wieder das andere extrem nehme also nicht essen und wenn spuken ... )

    aber daran arbeite ich ja nun so gut es geht ^^...
    das bild mit den angeln find e ich klasse das ist etwas das ich verstehen kann.
    aber was bleibt hier ist auch bei anderen schlicht der gedanke ...
    was ist den daran falsch ?
    himmel ich musste eben funktionieren für mein kind . ich hatte nun mal keine zeit fertig und so schlimm war es ja auch nicht .. irgendwie ... wenn man keine zeit hat wegen vieler dinge die immer auf einmal kommen was bei adhs ja nichts ungewöhnliches ist jedenfals war es immer so bei mir dann hat man auch schlicht keine zeit zu denken warum ...
    ich bin müde weil es eben ein langer tag war ich bin wüttend genervt weil .. nach 16 stunden an der supermarktkasse ein rentner steht gr das kind jammert ..
    was ich denke ist es gibt eben genügend puzzelteile die als erklärung begründung herhalten und sehr sehr plausiebel sind so das man nicht mal daran denkt .. schlicht und einfach weil es nicht mehr im focos ist ??!! eben adhs ...oder eben einfach ich hexe .. erledigt kann ich eh nicht ändern .. ist so .. aus der situation das beste machen jetzt im hier und jetzt .. rumjammern träumen hilft nicht .

    das sind doch alles dinge die nicht falsch sind denke ich ..
    und nur mal so ja meine mom hat viel falsch gemacht aber auch viel wenn nicht mehr richtig .
    die hat mehr geschluckt kompensiert und all das als ich es je könnte ...
    und wir haben auch geredet früher jetzt warum sie zb. neidisch und stolz ist auf mich das ich den verlassen habe soo sehr stark war .. ihn ihren augen und ich es immer so empfunden habe als wenn ich den verrate verlasse wenn der mich braucht .. und der ehrlichkeit halber muss ich zugeben das dies nur mit meinem kind so möglich war ... ohne meinen sohn wäre ich nie gegangen .
    soo absurt es also erscheinen mag auch mir den ich heisse das nicht gut was meine mom da all die jahre ertragen hat !
    ich habe sie bewundert für ihre ausdauer und ihre lojalität und all das und sie mich .. genau dafür das ich nicht so feige wie sie bin ihre worte ...


    und da passiert es wieder adhs trifft erlernte werte .. ^^
    und dann ?? kommt sowas wie ich dabei raus .. na danke

  7. #567
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    hexe schreibt:
    ich kann mich nicht erinnern jemals gefühlsarm oder kalt gewesen zu sein mir wurde eher das gegenteil vorgeworfen weil ich so empatisch bin
    Gefühlskalt bin ich auch nicht, empatisch bin ich, sehr sogar. Anderen gegenüber. D.h. ich kann gut auf andere eingehen und spüre die Gefühle der anderen. Nur eben meine eigenen nur schlecht. Die habe ich einfach nie für wichtig gehalten.
    Und dann kommt noch dazu, wie ich mit meinen Gefühlen umgehe. Denn ehrlich gesagt, ich habe die kaum im Griff und kann sehr schlecht damit umgehen. Mittlerweile klappt das immer besser, früher war das in manchen Sachen eine mittlere Katastrophe.
    Das ist nicht so, dass ich hier als Roboter durch die Gegend laufe. Eher so als Flummi...


    das bild mit den angeln find e ich klasse das ist etwas das ich verstehen kann.
    aber was bleibt hier ist auch bei anderen schlicht der gedanke ...
    was ist den daran falsch ?
    "Richtig" wäre es, den Fisch zu essen, ihn zu verdauen und ihn nicht ins Aquarium zu werfen, wo er langsam anfängt zu stinken und bei den unpassendsten Gelegenheiten wieder anbeißt.
    Normalerweise verdaut man sowas und zieht für sich das wichtige raus und kann daran wachsen.

    Sicher, manchmal ist es nötig, den Fisch erstmal wegzupacken, wenn man quasi satt ist und einfach nicht mehr essen kann. Aber irgendwann muss man den Fisch dann essen, weil der sonst ein Eigenleben entwickelt. Also irgendwann muss man sich die Zeit nehmen und den Fisch essen.

    himmel ich musste eben funktionieren für mein kind . ich hatte nun mal keine zeit fertig und so schlimm war es ja auch nicht .. irgendwie ... wenn man keine zeit hat wegen vieler dinge die immer auf einmal kommen was bei adhs ja nichts ungewöhnliches ist jedenfals war es immer so bei mir dann hat man auch schlicht keine zeit zu denken warum ...
    ich bin müde weil es eben ein langer tag war ich bin wüttend genervt weil .. nach 16 stunden an der supermarktkasse ein rentner steht gr das kind jammert ..
    was ich denke ist es gibt eben genügend puzzelteile die als erklärung begründung herhalten und sehr sehr plausiebel sind so das man nicht mal daran denkt .. schlicht und einfach weil es nicht mehr im focos ist ??!! eben adhs ...oder eben einfach ich hexe .. erledigt kann ich eh nicht ändern .. ist so .. aus der situation das beste machen jetzt im hier und jetzt .. rumjammern träumen hilft nicht .
    Klar, in so einer Situation kann man sich schlecht hinsetzen und erstmal tagelang über diverse Traumata meditieren.
    Und wie gesagt, man kann den Fisch einfrieren.
    Wenn man aber immer einfach so weiter macht, als wäre nix passiert, dann macht sich der Fisch irgendwann bemerkbar. Der stinkt dann.
    Im echten Leben wird man vielleicht krank, weil der Körper das nicht mehr mitmacht oder man muss nachhelfen, um weiter funktionieren zu können, mit Alkohol, einer Essstörung...

    Klar, es gibt viele Begründungen für das Verhalten. Aber mal ganz krass formuliert: Jemand, der einen Menschen erschießt, kann ja auch gute Gründe dafür haben, in Ordnung ist das aber noch lange nicht.

    Ich will dir nix einreden. Ich kenne dich ja nicht. Und ich habe auch echt keine Ahnung von den ganzen Sachen, ich kann nur das, was ich bei mir selber sehe, erzählen. Ob das für andere zutrifft, muss jeder selber entscheiden.

  8. #568
    besenreiterin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 2.591

    AW: ADHS und Dissoziation

    danke soo hatte ich es auch nicht aufgenommen ...
    ich habe nur in der klinik gelernt das ich dinge werte als selbstverständlich vorraussetzte ... irgendwie eben das ist doch wohl logisch zb. das ich sehr wohl die fehler und schwächen meines helden hier sehe .. hihihi aber das muss ich doch nicht immer explezit erwähnen .. hmm dachte ich okay .. gelernt nicht denken und vorraussetzten und selbstverständlich dinge sehen .. also mache ich das versuche das zu berücksichtigen .

    dein satz grade finde ich spannend weil mein held mir mal sagte er lebt fühlt durch mich mit .. erlebt durch mich meine lebendigkeit ..
    und ich habe das nicht wirklich verstehen können so wie du es mir jedoch grade erklärt hast habe ich es verstehen können jetzt

    hmm nun gut aber ist das den nicht auch normal das man selber nicht bezeichnen kann so gut was man genau fühlt . ???
    also irgendwo anders hier habe ich mal geschrieben das es wie eine kochende gemüsesuppe ist .. manchmal sind da so wiedersprüchliche gefühle so schnell im wechsel das sie nicht greifbar sind dann in extrem situationen zb. alte und neue kommen hoch ...

    da kann ich garnicht so schnell .. und dann muss ich ja guasie mich kontrollieren wieder einkriegen schnell bevor was passiert .
    ist ja nicht so das es immer passend ist .. so vom zeit managment her und allgemein .^^
    aber das meinte ich ist das den nun gleich dissoziation wenn man gelernt hat soo nun brauche ich die verantwortungsvolle sachliche kopffrau grade weil da emotionen mich überfordern ?

    ich werde das weiter hier lesen .. nun habe ich ja anschluss und mir gedanken machen .
    grade eben ist etwas passiert was mir deutlich gemacht hat das ich vor meinem zusammenbruch sicher schon ein jahr nicht mehr funktioniert habe naja nicht wirklich sagen wir mal ..
    die anwältin wollte wegen der insolvenz dinge wissen und ich habe gesagt das der steuerberater die unterlagen noch hat .
    gut normale schusseligkeit würde ich meinen der sagt ich habe die alle bekommen ^^...
    aber und das ist das wesendliche ich kann mich an das jahr eigendlich nur im nebeöl erinnern segmente sind da die suche nahc meinen sohn .. und andere emotional hefige dinge .. ^^
    was mir abgeht total ist der alltag also ich weis ich war auf dem blumengrossmarkt ich brauchte ja blumen hatte ja auch welche^^ aber mich bewusst daran erinnern .. nein das jahr 10 teile von 09 und eine weile von 11 sind weg ... wie zb hier osetrn ich habe hier die deko gemacht haben die gesagt aber erinnern kann ich mich nicht .. hier gewesen zu sein irgendwie war ich wohl aber hmmm ...???

    das fand ich jetzt grade mal ehrlich erschreckend .. ich wusste mir ging es vorher nicht gut aber soo krass ?? das war grade mal wieder soo ein moment wo ja heilsamer schreck weis nicht wie ich das bezeichnen soll ...
    eben eine situation die zum denken nicht nur anregt sondern zwingt .
    so eine vor den kopf knall methode ...
    ehrlich gesagt habe ich bisweilen den eindruck das ich das brauche ..
    weil genau wie du sagtes ich ja sonst nicht soo wichtig bin ....
    danke flieger....

  9. #569
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo Hexe,

    mal ganz davon abgesehen, dass ich das hier:
    Fliegenpilz schreibt:
    Mal ganz ehrlich: Jeder hier kocht nur mit Wasser. Echt. Das liest sich vielleicht oft so, als ob da Wunder was dahinter steckt, aber das ist nicht so.
    Letzten Endes denke ich, dass jeder, der Dissoziationen kennt oder glaubt, sie zu kennen, hier durchaus mitreden kann. Und je mehr Leute davon erzählen, wie es bei ihnen so ist, desto größer und besser wird der Erfahrungsaustausch.

    Hier gibts kein richtig und falsch.
    voll und ganz unterschreibe!!!

    finde ich dies hier sehr interessant:
    hexe schreibt:
    ... und gehe in denkung mit den worten tut mir nichts
    Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Schreibfehler war und dort Deckung stehen sollte oder ob es Absicht war.

    Aber wenn es ein Fehler war, ist das in bezug auf Dissoziationen mit Sicherheit der tiefsinnigste, richtigste und passendste Fehler, den ich je gesehen habe!!!

    Ich würde auch sagen, dass ich bei Dis in "Denkung" gehe, mich in meine innere Welt zurückziehe.

    Und ich finde Dein Posting nicht nur deshalb passend, ganz gewiss!
    Aber dieser eine Satz hat mich ganz besonders angesprochen.

    LG
    Fliegerlein

  10. #570
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Leider findet man fast immer nur etwas im Zusammenhang von "Trauma" und Dissoziation. Ich habe mehrfach Kontakt (in etwas anderem Zusammenhang) mit Michaela Huber gehabt. Ihre Webseite bietet zahlreiche Vorträge als PDF, die interessant sind Vorträge und Folien von Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin - Michaela Huber, Psychologische Psychotherapeutin
    Danke für den Tipp. In der Buchhandlung habe ich zufälligerweise auch einige ihrer Bücher entdeckt und dort mal reingeblättert. Sehr interessant.
    Leider ist das eben auch "nur" auf "echte" Traumata ausgerichtet.

    Sonst wäre noch die IRRT Abeit nach Prof. Smucker zu überlegen, die eigentlich eher für einfache Traumata gedacht ist. Dort wird viel mit dem Inneren Kind gearbeitet. Zitat "IRRT verläuft in drei Phasen:
    Die erste Phase ist die der imaginativen Exposition, in der traumatische Erinnerungen aktiviert und die dazugehörigen "heißen" Emotionen identifiziert werden. "Heiße" Emotionen repräsentieren die schlimmsten Momente des Traumas und die damit verbundenen Gefühle.
    Danach folgt die Phase der Modifikation der bildlichen Vorstellung, die dazu dient, traumatische Erinnerungen durch adaptive, kontrollierbare Vorstellungen zu ersetzen. Somit erlebt der Patient im Hier und Jetzt ein Gefühl der Kontrolle über die traumatische Situation.
    Abschließend kommt es zur Phase der selbstschützenden Imagination, in der die traumabezogenen destruktiven Gedanken und Schemata modifiziert werden. Es soll ein Dialog geschaffen werden zwischen Kind und Erwachsenem, sodass der Betroffene das Kind, das er einst war, imaginativ retten kann. Der Erwachsene kann dem Kind mit seinen Fähigkeiten helfen, indem er z. B. das Kind tröstet oder dafür sorgt, dass der Täter eingesperrt wird."
    Ich persönlich störe mich etwas an Phase 2. Die Sache mit der Kontrolle finde ich seltsam. Ich weiß nicht so recht, ob das sinnvoll ist.
    Klar, Kontrolle ist eine feine Sache. Aber für mich persönlich spielt der Kontrollverlust in traumatischen Situationen eine eher untergeordnete Rolle. Mir geht es eher um den Verlust von Vertrauen, Würde und Unbeschwertheit.
    Außerdem erhält man in einer Traumasituation die Kontrolle durch die Dissoziation. Die Kontrolle besteht darin, dass der funktionale Teil das Leben übernimmt. Ich möchte diesem funktionalen Teil ein bisschen die "Macht" entziehen und eben bewusst langsam die Kontrolle aufgeben und die abgespaltenen Teile, meine Gefühle, zulassen.

    Kleine OT-Frage: Ist das mit der Kontrolle so ein "Psychiater-Ding"? Meine Ärztin fragt mich auch immer wieder, wer die Kontrolle über mein Leben hat. Wieso ist das so wichtig?
    Mir geht es wesentlich besser seit ich akzeptiert habe, dass ich nicht über alles die Kontrolle habe und auch nicht haben kann. Manche Dinge, insbesondere die, die ich nicht gut kann, gebe ich besser ab und reiche so die Kontrolle darüber weiter.
    Das konnte ich früher nicht, da wollte ich über alles die Kontrolle haben und konnte nichts abgeben und mir auch nciht eingestehen, dass mir das Wasser bis zum Hals steht.

    Auch Phase 3 finde ich komisch und mir ist nicht klar, inwiefern mich die Rettung meines inneren Kindes weiterbringen soll.
    Ich finde es sinnvoller, meinen Kindern heute zu zeigen, wie sich sich zukünftig schützen können. Wie sie sich quasi selber retten können. Und wie sie damit umgehen können, ohne dass es sie innerlich zerreißt.
    Trösten finde ich gut. Aber besser finde ich es, denn beiden Kindern zu sagen, dass ihre Gefühle eine Berechtigung haben. Also dass das alles raus kann und darf und muss.

    Für mich klingt dieser Ansatz nach zu sehr auf den Zeitpunkt des Traumas bezogen. Das dürfte bei Mehrfach-Traumata dann eher nicht praktikabel sein.

    Außerdem kommt mir eine Trauma-Art zu kurz bei der ganzen Sache: Emotionale "Misshandlung".
    Die gängigen Traumatherapien scheinen nur auf "greifbare" Traumata wie körperliche und sexuelle Misshandlung anwendbar zu sein. Aber ich denke, dass man ebenso durch Worte und Taten Anderer traumatisiert werden kann. Das dürften dann auch "Misshandlungen" sein, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. Und das sind die Traumata, denen ADHSler wohl häufig ausgesetzt sind. Normale Leute scheinen da nicht zu dissoziieren. Aber wenn man jeden Tag Kritik und sowas ausgesetzt ist, dann fängt man irgendwann an zu dissoziieren, weil man das anders einfach nicht mehr aushalten kann.

    Eigentlich müsste man wie bei einer Multiplen Persönlichkeitsstörung bzw. Identitätsstörung vorgehen. Also die verschiedenen Anteil miteinander bekannt machen und an die Realitäten der Welt anpassen lassen.
    Das denke ich auch. Je nach Ausprägung der Dissoziativen Anteile kann man die "Teilung" wahrscheinlich nicht mehr rückgängig machen und muss dann schauen, dass man die Anteile so gut wie möglich "zusammenklebt".

    Nur : Die werden einen doch blöd anschauen, wenn man Traumatherapie für Dissoziative Störungen machen will ohne Trauma. Das ist doch wie eine Alkoholentwöhnung ohne je einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben :-(
    Hm, naja, das hängt davon ab, wie man Trauma definiert und eben auch, welches Verständnis man von Dissoziation hat. Dass da eben auch die zeitversetzte Reaktion auf belastende Ereignisse dazu gehört.
    Die Traumatherapeuten werden sich aber wohl alle nur mit "großen" Traumata beschäftigen.
    Mittelgroße Traumata habe ich auch erlebt. Vielleicht kann man das auch als große Traumata sehen, das weiß ich nicht. Ich halte sie eher für unbedeutend. Und daher hätte ich dann Angst, dass sich alles nur noch um diese Traumata dreht und nicht mehr um den Rest. Also dass die dann aus dem Kontext gerissen werden.

    Das ist echt alles so kompliziert mit den ganzen Therapien. Dazu kommen ja noch die ganzen ADHS Probleme. Da bräucht man ja dann noch eine zusätzliche Therapie oder ein Coaching.

    Das beschreibt es ja ganz schön, dass möglicherweise eben die Verbindung bei ADHSlern und Hochsensiblen aufgrund der bekannten Entwicklungsverzögerung anders oder später verläuft. So wie die Kopf-Fontanellen bei Kleinkindern eben unterschiedlich schnell zusammenwachsen mag es bei ADHSlern da eben auch länger Sollbruchstellen geben.
    Das habe ich nicht verstanden. Meinst du damit, dass ADHSler und Hochsensible sich langsamer entwickeln? Und wenn Kinder von Natur aus dissoziieren um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten, dann dissoziieren ADHSler länger als normale Kinder? Und weil sie entwicklungstechnisch bisschen hinterher sind, leben sie in einer Welt, die eigentlich für sie nicht altersgerecht ist und die sie daher überfordert, was wiederum verstärkt zu Dissoziationen führt? Also so wie wenn ein Fünfjähriger sich einen Horrorfilm für Erwachsene anschaut.


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    Von Jazz im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
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    Letzter Beitrag: 13.07.2011, 00:32

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