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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #411
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    Amneris schreibt:
    Liebe Happy,

    beides trifft zu, wenn auch das erstere stärke, denke ich...vielleicht aber auch doch beides gleich, wenn ich weiter drüber nachdenke...
    Also wenn ich an Sonntag denke, den ersten Tag, meiner 6-Tage-anhaltenden Phase, dann war die Ausgangssituation so, dass ich beim strahlenden Sonnenschein einen langen Spaziergang vorhatte...und zwar einen Weg, den ich noch bis November letzten Jahres regelmäßig abgelaufen bin. Und dann habe ich mich erschrocken, weil mir ganz viele Dinge/Wege usw. völlig unbekannt vorkamen...obwohl sie nicht neu sein konnten, denn es war definitiv nichts neu gebaut und diese Eindrücke prasselten auf mich ein, erschreckten mich..und mit jedem Schritt merkte ich bei klarem Verstand wie sehr ich mich selbst aus meinem Körper/meinem Körperbewusstsein entfernte...bis aus der erschrockenen Fehlwahrnehmung ebenfalls eine Nichtwahrnehmung wurde, denn parallel dazu war auch plötzlich alles wie in Watte gepackt.
    Also im Gegensatz zu anderen Situationen, z.B. in meinem Großraumbüro, wo mich teilweise jedes Geräusch an die Grenze bringt, manchmal so schlimm, dass die am Wochenende kaum rausgehen mag, weil mich die Geräusche der Autos...und die der Menschen sowieso sehr stark nervlich belasten.
    Wie gesagt, in der Derealisation bin ich nicht über-, sondern untersensibel. Auch der Schmerzreiz ist vermindert. Klingt zwar schön, und kann im ersten Moment auch eine Erholung darstellen...endlich Ruhe...nur, wenn das nicht vergeht, du in diesem Zustand bleibst, und dir darüber immer bewusst wirst, dann führt auch das zur Panik. Bei mir jedenfalls. Habe mich dann ebenfalls nicht mehr rausgetraut, weil mir diese Gefühllosigkeit und Fehlwahrnehmung in den eigenen 4 Wänden nicht stark auffiel. Teilweise dachte ich sogar "Jetzt ist es vorbei " ging raus, weil ich was einkaufen musste, und peng! alles wie gehabt.

    Muss mal Pause (Schreibpause machen. War das überhaupt das, was du wissen wolltest, oder habe ich das Thema verfehlt??

    LG Amn
    Danke dir, Amneris, (ich danke auch dir, erika....aber über deine Ausführungen muss ich noch einwenig nachdenken
    )
    Jipp, das passt schon zu meiner Frage. Die Situation, die du beim Spaziergang beschreibst hatte ich schon auf der Autobahn. War auch aus heiterem Himmel so wie du es beschreibst... völlig erschrocken, ob ich noch richtig bin, obwohl ich sowohl das Navi als auch nen Ausdruck der Wegbeschreibung hatte und eigentlich hätte sicher sein können.
    Und der herabgesetzte Schmerzreitz... jetzt wo du es sagst... das ist mir mal passiert, als ich beim Bruzzeln war ...da habe ich mich übelst an der Pfanne verbrannt, weil es in relation zum Reflex ewig gedauert hat, bis der Schmerz kam.

    Mir ist auch noch eingefallen, das Nichtwahrnehmung natürlich schon zum Erschrecken führen kann... klar... wenn die blöde Katze sich ran schleicht und mich plötzlich "anschreit" weil sie was will, dann erschrecke ich auch. Das würde aber, denke ich, jeder Mensch... das halte ich nicht für "auffällig".


    Was ist eigentlich mit Hypnotherapie? Hat damit jemand Erfahrung?
    Und was ist mit EMDR?
    Gibt es hier Chaoten, die darüber etwas berichten können?

    Mit abstraktem komme ich nicht zurecht. Wohl aber mit der Situation (im Gedanken durchgespielt kommt automatisch das Gefühl dazu)... dann einfach die Augenbewegungen zu machen war allerdings... ich sag mal... nicht gut.

    Naja... Ich bin ja im Moment am Ansatz von Fr. Neuhaus dran... also noch nicht in Therapie... gedanklich, erforschend sag ich mal. Denn ich möchte verstehen wie ich ticke und glaube fest, dass das ein guter Anfang wäre. Ergänzt durch tiefenpsychologische Ansätze und Medikation vllt. ein adäquater Lösungsweg.

    Wer weiß...


    LG
    happy

  2. #412
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Wildfang schreibt:
    Da bin ich im Moment.
    ... kleiner Einsteiger-Tipp: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...tml#post218931

    LG
    Erika

  3. #413
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Aber wir könnten zunächst damit anfangen zu schauen, was Stabilisierung bedeutet ?
    Das fände ich sehr, sehr wichtig!

    Gerade in den anderen Verfahren (Reddemann/Huber, EMDR) ist dies die Hauptarbeit.

    Wenn die "Schutzfunktion" der Dissoziation wegfällt, was kommt dann? Dori hat es angesprochen, das ist nicht immer toll.....

    Demnach sollte auch das Umfeld mit betrachtet werden, dass auch die bestehenden Alarmauslöser (Reizüberflutung, sonstige störende Faktoren usw.) reduziert werden.

    Damit man sich überhaupt an die Bearbeitung der dissoziativen Zustände heranwagt, ist ein "sicheres" Umfeld notwendig. Sich auf die eigenen Gefühle einlassen, ist ein großer Schritt. Ihnen lernen zu vertrauen, sie anzunehmen und darauf aufbauend den Selbstwert zu stärken, ist ein langer Weg.

    Ohne ein stabiles und störungsfreies Umfeld wird dies sehr erschwert.

    @happipill

    Ich finde deinen Vorschlag, es sollten doch mal Chaoten von den anderen Verfahren berichten, sehr gut....

    Wo die Vorteile der einen oder anderen Methode dann liegen, das wird denke ich sehr schnell klar werden. Verschiedene Faktoren spielen dabei eine Rolle: vorhandene Therapeuten, Dauer der Therapie, Kosten, Möglichkeit der Eigenanwendung usw.

    LG
    Erika

  4. #414
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    happypill schreibt:
    hatten wir das mit der Schreckhaftigkeit nicht auch schon mal irgendwo?
    Gut möglich, ich müsste da echt mal nach suchen.

    Mir blockiert immer noch die Frage den Geist, was ist Disso?
    Wenn Disso eine Abspaltung/Trennung/Entkopplung ist, dann heißt das doch, dass ich nicht mehr wahrnehme... was ich nicht wahrnehme, kann doch keine Panik verursachen ????
    Ich bin na klar kein Fachmann, kann also nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen, die wohl naturgemäß auch verfälscht sein können, aber so ähnlich habe ich es auch von anderen in der Klinik gehört/ erzählt bekommen.

    Es ist vielleicht nicht unbedingt ein "Nichtwahrnehmen", sondern wohl wie ich sagen würde, ein "Nichtbewusstwahrnehmen"

    Wenn ich in meiner inneren Welt, in Gedanken, abgelenkt oder wie auch immer man es nennen mag, also dissoziiert bin, nehme ich möglicherweise schon etwas wahr, nur nicht bewusst.
    Erst das plötzliche wieder zurückholen, durch was auch immer ausgelöst, führt bei mir zu dem Erschrecken.
    Das geht bei mir von leichtem Schreck bis hin zu einem richtigen Mordsschreck mit Panik, von der ich mich erstmal erholen muss.

    Dass man nichts wahrnimmt glaube ich auch nicht, denn anfangs wurde mir erklärt, dass z.B. jeder mal dissoziiert, beim Autofahren und sich irgendwann fragt "Hupps, ... wie bin ich denn jetzt hierhergekommen, kannn mich gar nicht erinnern?".
    Deshalb haben sie aber trotzdem die Fahrt durchführen können, unbewusst, aber dennoch musste man dafür die Außenwelt wahrnehmen und ds Fzg. lenken.

    Vielleicht ist es gerade das, was uns unbewusst geradewegs und ungefiltert ins Unterbewusste knallt, was uns erschreckt.

    LG
    Marcus

  5. #415
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Ich würde meinen, dass dieses "in Gedanken sein" ein Hinweis darauf ist, das der Vorrang der Wahrnehmung auf dem "Außen", wie wir es im normalen Betrieb brauchen, hier etwas wieter in Richtung "Innen" verschoben ist. Wir können ja unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus lenken. Man kann jedem Menschen sagen, "Schau nun mal nach innen." Oder "Schau dies hier an." - Wenn man nun KEINE Anweisung gibt, bewegt sich der Fokus wieder langsam in die Richtung, in die er bei diesem Menschen üblicher Weise hintendiert. Und das ist bei manchen Menschen neutral, bei manchen mehr nach innen und bei manchen mehr nach außen. - Wenn viele Erfahrungen noch nicht ausreichend nachverarbeitet und so auch noch nicht integriert sind, sind diese noch weiterhin "im Nervensystem unterwegs" und bedingen einen gewissen inneren Lärm. Diese "Geräuschquellen" ziehen den Fokus nach innen. Je sanierungsbedürftiger ich bin, desto stärker ist dieser "Zug nach innen". Nun mag es Situationen geben, wo im Außen etwas Beachtenswürdiges stattfindet, innen aber INTENSIVERE Reizquellen aktiv sind. So kommt es zu einer vorübergehenden anpassungsgestörten Situation.
    Ich versuche das noch für mich zu sortieren ...
    Was ich sagen kann ist, dass ich nur allzu oft, eher ständig im Innen bin und es mich Mühe kostet, nach Außen zu gehen.
    Das war schon als Kind so, Träumerle halt.
    Ich hatte es eine zeitlang, also durchaus mehrere Jahre lang, im Griff, wenn wohl auch unter mehr angestrengt als mir bewusst war.
    Der Haken ist wohl, dass ich lieber im Innern bin als im Außen, seit je her, ... das macht es wohl schwierig.

    Ich habe ziemliche Probleme mit der Beschreibung in Bilder, wie es hier schon so oft beschrieben wurde, mir fällt sowas einfach nicht ein, obwohl ich in Bildern denke.

    Aber zu dem Innenn und Außen habe ich ein Bild:

    Ich lebe in meinem kleinen runden Raum, er hat ein Fenster, durch das ich hinausschauen kann, ich kann es öffnen und auch mit der Außenwelt kommunizieren, aber ich kann ihn nicht verlassen (oder will es nicht).
    Das wäre mir zu viel.
    Es kann auch sein, dass es eine Tür ist, so wie bei Pferdeställen, zweigeteilt, die untere Hälfte bleibt aber zu.
    Ich kann einen Teil von mir hinauslehnen und mit der Außenwelt interagieren lassen, bleibe aber in meinem Raum (mich zieht da auch nichts raus, außer dem Pflichtbewusstsein, da ich Teil dieser Gesellschaft bin)

    Ja, ich bin sehr reizofffen und das INet ist für mich eine Art neues Tor nach Außen, aber ich klinke mich auch oft genug aus einfachen Gesprächen aus, ohne es zu wollen, ...

  6. #416
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:

    Deshalb finde ich ja die Bildersprache so hilfreich, weil sie abstrakter und mehrdimensionaler ist. Damit hat sich aber die Psychiatrie bisher kaum beschäftigt. Wenn man mal von Katathymen Bildererleben und solchen Dingen absieht, war der Versucht immer, Psychiatrie als Naturwissenschaft "sachlicher" zu machen. Zumindest seitdem Freud mit dem Koksen und Morphinen ein wenig zu sehr übertrieben hat :-) Vermutlich würde Freud die Diskussion hier aber gefallen.
    Was meinst du mit Bildersprache? Gesprochene Metaphern? Oder ohne, dass man dabei redet sprechen? Wie stellst du dir das vor?

  7. #417
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Maj.Derrick schreibt:
    ....der Versuch das Erleben in kognitiv/intellektuell und emotional zu trennen ist eine Dissoziation, oder?

    "Ich denke also bin ich" - so ein Quatsch, sobald ich denke habe ich das Sein leider schon verlassen *Erleucht*
    Ich denke auch, dass das Quatsch ist. Man fühlt, dass man ist, und wenn man das nicht tut, dann ist das, könnt ich mir vorstellen, schon dissoziativ. Genau, wie man viele Sachen einfach wahrnimmt und sie sich nicht erklären braucht, sie einfach sein lassen kann, wie sie sind... Zum Beispiel gibt es diesen Satz, der Mensch sei wissbegierig, aber das ist er nicht, also allerhöchstens neugierig, aber Wissen ist ja schon von dieser fühlbaren Komponente abgetrennt.
    Das Wissen, jedenfalls, wie der Begriff allermeistens gebraucht wird. Es besteht eigentlich keine Notwendigkeit, dass Menschen über ihre Umgebung grübeln, außer, sie haben sowas wie Angst vor ihr und wollen sie "Einkästeln", "Einzäunen", "Bannen", wie auch immer, vorhersagen jedenfalls und auf abstrakten, unintuitivem Wege "deuten".

    Und damit macht man sich wirklich alles kapputt, denke ich, jedenfalls, wenn man es zu extrem macht, wie auch immer.

    Ich denke, also bin ich, ist jedenfalls Humbug.

  8. #418
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Dissoziation

    1411erika schreibt:
    Das fände ich sehr, sehr wichtig!

    Gerade in den anderen Verfahren (Reddemann/Huber, EMDR) ist dies die Hauptarbeit.

    Wenn die "Schutzfunktion" der Dissoziation wegfällt, was kommt dann? Dori hat es angesprochen, das ist nicht immer toll.....

    Demnach sollte auch das Umfeld mit betrachtet werden, dass auch die bestehenden Alarmauslöser (Reizüberflutung, sonstige störende Faktoren usw.) reduziert werden.

    Damit man sich überhaupt an die Bearbeitung der dissoziativen Zustände heranwagt, ist ein "sicheres" Umfeld notwendig. Sich auf die eigenen Gefühle einlassen, ist ein großer Schritt. Ihnen lernen zu vertrauen, sie anzunehmen und darauf aufbauend den Selbstwert zu stärken, ist ein langer Weg.

    Ohne ein stabiles und störungsfreies Umfeld wird dies sehr erschwert.
    Letztes Jahr in der Reha habe ich Traumaspezifische Stabilisierung durch Imagination nach Reddemann kennengelernt.
    Außerdem arbeite ich auch mit Huber.

    Das Lernen im störungsfreien Umfeld war sehr wichtig für mich.

    Zu Hause habe ich kein solches Umfeld. Doch mit Hilfe meiner Therapeutin konnte ich für spezielle Situationen z.B. besondere "innere sichere Orte" imaginieren.

    Traumatherapie mit EMDR kann ich erst dann beginnen, wenn ich stabil bin. Wie es aussieht, werde ich niemals stabil, daher werde ich mich auf die Stabi-Arbeit beschränken müssen.

    LG Patty
    Geändert von Patty (19.04.2012 um 22:53 Uhr) Grund: fehlendes Wort

  9. #419
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    showdown schreibt:
    emoflex, Beitrag 398



    Und ich habe mich schon gefragt, in welcher Weise mich die verfluchten Supermarktregale traumatisiert haben… Oder der Nebel, durch den die bunten Farben der Waren und die wilden Zahlenpurzeleien der Preisschilder durchdringen, und ich mich da stehen seh, wie den Deppen… ja ob das denn in solch einer harmlosen Situation überhaupt eine Disso sein kann.

    Nein ernsthaft: Dissoziation aufgrund psychischer Belastung ist mir durchaus bekannt. Angst, Aggression sind meist der Hintergrund, der in manchen Situationen getriggert wird. Je nach Intensität kommt es (ganz selten) auch vor, dass ich soweit weggebeamt bin mit heftigen Tics und Sprachstörungen.

    Das ist im Supermarkt nicht der Fall. Wenn es passiert, komme ich mit der Vielfalt an Möglichkeiten nicht klar. Haferflocken, Klopapier… egal was, es gibt so viele unterschiedliche Päckchen mit unterschiedlichen Füllmengen und Ausführungen und mit genau so vielen Preisen. Von oben bis unten und dann stehen in den Aktionsständern auch noch Sachen. Von den anderen Leuten, die dort arbeiten oder einkaufen, allerlei Geräusche erzeugen, reden, sich bewegen, gar nicht zu reden…

    So wie ich das nun verstanden habe mit den Dissoziationen, ist nicht zwingend ein Trauma erforderlich um sie auszulösen. Zu viel Infoaufnahme, die in einem Infostau endet.
    Es könnte auch sone allgemeine Stressituation sein und dann, dass man sich halt entscheiden muss für irgendwas und sich fürchtet, es wieder nicht zu können.
    Ich bin oft ziemlich relaxt im Supermarkt, bis ich zum ersten mal vor so einem Regal stehe, bei dem es wirklich x Möglichkeiten gibt und ich richtig viel gegeneinander abwägen muss, was wäre vorteilhaft gegenüber was...

    Auf jeden Fall ist es aus beiden Gründen (oder noch mehr?) sehr verständlich und okay irgendwie... Also hinderlich, klar, aber ich könnt mir vorstellen, dass das, so im geringeren Maße eine ganze Menge Leute haben, das kriegt man nicht so mit, weil sie nicht vor sich hinreden in der Regel, aber ich denke schon, dass es so ist. :-)

    Was bei mir auch so ist, was du vorher zu den Supermarktsachen beschrieben hast, da hab ich mich sehr drin wieder gefunden, ist, dass mir total andere Sachen auffallen an meiner Umgebung. Du hast geschrieben, du siehst die Muster und Linien von den Teepackungen, das kenn ich!
    In bestimmten Zuständen fallen mir grundsätzlich andere Sachen auf, als in anderen. Seit gestern bin ich so ziemlich in einem Zustand, wo ich genau jeden Gegenstand als Gegenstand sehe und scharf benennen kann. Also ganz exakt einzelne Dinge wahrnehme. Davor war ich in einem Zustand, wo ich immer so Farben, Streifen, was auch immer gesehen hab. Ich saß mit einem Freund auf einem Sofa in vollständiger Reizarmut und mich interessierte diese Webart von diesem weißen Sofa TOTAL.Oder ich gucke Leuten in die AUgen, aber dabei drängt sich mir immer der Gedanke auf, wie es wäre, wenn das Auge andersrum wäre...
    Also so die Unterschiede!
    Grad im Supermarkt hab ich das auhc mit den Farben von Dingen und Regelmäßigkeiten...
    Denke, das hat mich vom Führerschein ne ganze Weile abgehalten, da bin ich bald seit drei Jahren dran. Immer, wenns etwas Stress gab (und ich hatte wohl zu viel generell oder zu viel Angst, naja, ka, wie es dazu kam) hab ich nurnoch diese Linien auf der Straße gesehen, aber als Linien mit ihrer Ästhetik sozusagen und total den Scheiß gebaut... Oh man, des Pudels Kern, ey echt.´..

  10. #420
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hihi, ich hab noch ein Therapieverfahren!!!

    Ist aber ebenso lusitg, wie auich verstörend oder makaber, darf man sich nicht zu nahe gehen lassen...
    So eine amerikanische Reality-Show, wo drei Mädels mit Vorbildcharakter irgendwelchen Menschen, die viel Geld bezahlen, ihre Dämonen wegexorzieren, von denen die sich verfolgt fühlen. Das ist narürlich Interpretationssache. Aber ich würd absolut sagen, die haben irgendwas Dissoziatives, diese armen Leute, die mir wirklich leid tun würden, würde ich mit einem anderen Blickwinkel drauf schaun. Also es kann einen schon anrühren, denke ich.

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