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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #391
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADHS und Dissoziation

    Sehr vielen Dank für den Input, Johannes!

    Ich hatte erst die Idee, dass Stinos ein 08/15 Weitwinkeltelezoom Objektiv mit großem variablem Blendenbereich benutzen, ich aber blöderweise ein Kaleidoskop vorgeschnallt bekommen habe, zudem ist meine Blende entweder ganz zu oder ganz auf, kann sie nicht stufenlos varieren.
    Der Stino zoot mal ein(konzentiert sich), zoomt wieder aus(orientiert sich), dabei muss er sich nicht um seinen Rauschfilter, bzw. seine Blende kümmern, die automatisch sensibilisiert oder eben desensibilisiert.

    Aber es ist noch mehr! Ich brüte grade was aus, was in Richtung "Methoden oder Schichten des Dissozieren"... geht von zu selektiver Wahrnehmung, über fehlerhafte weil zu einseitige Bewertung, bis hin zu Vorlieben beim Speichern....und die Wechselwirkungen dieser Schichten... deren gegenseitige Bedingtheit... Wenn ich mit Vorliebe etwas speichere, dann erinnere ich das auch mit Vorliebe und bewerte immer häufiger entsprechend dieser Vorliebe, was dann wieder meine Wahrnehmung zu Gunsten der Vorliebe verschiebt...so häng ich in einer Abwärtsspirale und merk es noch nicht mal.

  2. #392
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Kurze Zwischenfrage, auch auf die Gefahr hin, dass es hier schon angesprochen wurde:

    Gibt es einen möglichen Zusammenhang zwischen Schreckhaftigkeit und Dissoziationen?

    Ist jemand, der dissoziiert schreckhafter?
    Kann na klar auch sein, dass er einfach nur in Gedanken versunken ist, aber da wären wir schon bei der Frage, ob das dann schon nahe der Dissoziation ist.


    LG
    Marcus

  3. #393
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 73

    AW: ADHS und Dissoziation

    Nachdem ich die ersten 13 Seiten dieses Threads, zur Hälfte verstanden, über Nacht verdaut habe, kommt mir plötzlich eine Eingebung: Ich werde keine Medikamente brauchen!

    Ich glaube, dass die negativen Seiten von ADS (oder ein wesentlicher Teil davon) von der Dissoziations-Seite her zu bewältigen sind und ich glaube, dass eine Methode wie "Emoflex" bei mir funktionieren wird.

    Bin sehr gespannt, wie es weitergeht,

    Bastian

  4. #394
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo zusammen!

    Einen Tag später, also heute, frage ich mich immer noch kopfschüttelnd, wie ein Psychiater F 60.30 diagnostizieren kann auf Grund einer berichteten Dissoziation, wenn als Diagnosen bereits ADHS und bipolare Störung ,vorliegen, und es keine (!) weiteren Anzeichen für "Borderline" gibt; ein Psych, der übrigens in einer PIA arbeitet, die auf alle drei Störungen/Erkrankungen spezialisiert ist.

    Frage mich gerade, wieviele Diagnosen man auf dem Blatt stehen haben muss, um wieder als "normal" zu gelten?

    LG Amn

  5. #395
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    Stress?
    Bevor es innerlich einen zerreisst?

    Angst? = Stress?

  6. #396
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Smile schreibt:
    Angst? = Stress?
    Ja!

    Das hat die gleichen Auswirkungen - Funktionen.....

    und auch langfristige Folgen....

    LG
    Erika

  7. #397
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    Kurze Zwischenfrage, auch auf die Gefahr hin, dass es hier schon angesprochen wurde:

    Gibt es einen möglichen Zusammenhang zwischen Schreckhaftigkeit und Dissoziationen?

    Ist jemand, der dissoziiert schreckhafter?
    Kann na klar auch sein, dass er einfach nur in Gedanken versunken ist, aber da wären wir schon bei der Frage, ob das dann schon nahe der Dissoziation ist.


    LG
    Marcus
    Hallo Marcus,

    hatten wir das mit der Schreckhaftigkeit nicht auch schon mal irgendwo?

    Ich bin auch sehr schreckhaft und meine Tochter weint sogar wenn sie sich erschreckt...

    Ich glaube dass hat was mit "Anspannung" und der chronischen "Hab-Acht-Haltung" zu tun. Weiß leider immer noch nicht so recht, ob ich den Zustand der Dissoziation richtig verstanden habe. Von daher wüsste ich auch nicht, ob Schreckhaftigkeit und Disso zusammen gehört.
    Für mich gehört es aber eindeutig zu einer Traumatisierung (ob ein schweres Trauma vorliegen muss weiß ich nicht... "schwer" ist ja auch sehr individuell...zum Teil zumindest)


    Ich hab mich ja auch schon gar nicht mehr getraut hier was zu fragen, aber Patty hat den Weg "frei" gemacht




    Mir blockiert immer noch die Frage den Geist, was ist Disso?
    Wenn Disso eine Abspaltung/Trennung/Entkopplung ist, dann heißt das doch, dass ich nicht mehr wahrnehme... was ich nicht wahrnehme, kann doch keine Panik verursachen ????

    Was mir mein Leben schwer macht ist eher eine plötzliche Assoziation (die ich meist auch nicht mehr nachvollziehen kann)... etwas "erinnert" mich an eine Situation und dann klinke ich aus... ich nehme nicht NICHT wahr, sondern völlig unrealistisch... dem entsprechend reagiere ich auch völlig überzogen. Ich bin dann erstmal ängstlich erschrocken bis panisch...dann kommt oft Wut und dann die Verzweiflung...
    Das schleppe ich zum Therapeuten der mir dann eine andere Sichtweise "anbietet" -was für mich immer bedeuteta hast du mal wieder aus ner Mücke einen Elefanten gemacht... Und dann geht es langsam besser.
    Soll heißen, alleine komm ich da gar nicht (mehr) raus. Die Lapalie ist eine Katastrophe...in meinem Kopf.

    Ich hatte hier irgendwo mal ein Beispiel gebracht und gefragt ob das nun Dissoziation oder eher Derealisation ist... weiß nicht mehr wo...ist jetzt auch egal...

    Mich würde einfach dringend interessieren, wie das unterschieden wird.
    Amneris, du hast doch sowas wie Derealisationszustände oder? Wie fühlt sich das an?
    Ist es nicht die Fehlwahrnehmung die Panik macht und nicht die "Nichtwahrnehmung"?


    Meine Birne qualmt nach wie vor....
    Für eine Antwort wäre ich seeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeehhhh hhhhhhhhrrrr dankbar!


    LG
    happy

  8. #398
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    Kurze Zwischenfrage, auch auf die Gefahr hin, dass es hier schon angesprochen wurde:

    Gibt es einen möglichen Zusammenhang zwischen Schreckhaftigkeit und Dissoziationen?

    Ist jemand, der dissoziiert schreckhafter?
    Kann na klar auch sein, dass er einfach nur in Gedanken versunken ist, aber da wären wir schon bei der Frage, ob das dann schon nahe der Dissoziation ist.


    LG
    Marcus
    Ich würde meinen, dass dieses "in Gedanken sein" ein Hinweis darauf ist, das der Vorrang der Wahrnehmung auf dem "Außen", wie wir es im normalen Betrieb brauchen, hier etwas wieter in Richtung "Innen" verschoben ist. Wir können ja unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus lenken. Man kann jedem Menschen sagen, "Schau nun mal nach innen." Oder "Schau dies hier an." - Wenn man nun KEINE Anweisung gibt, bewegt sich der Fokus wieder langsam in die Richtung, in die er bei diesem Menschen üblicher Weise hintendiert. Und das ist bei manchen Menschen neutral, bei manchen mehr nach innen und bei manchen mehr nach außen. - Wenn viele Erfahrungen noch nicht ausreichend nachverarbeitet und so auch noch nicht integriert sind, sind diese noch weiterhin "im Nervensystem unterwegs" und bedingen einen gewissen inneren Lärm. Diese "Geräuschquellen" ziehen den Fokus nach innen. Je sanierungsbedürftiger ich bin, desto stärker ist dieser "Zug nach innen". Nun mag es Situationen geben, wo im Außen etwas Beachtenswürdiges stattfindet, innen aber INTENSIVERE Reizquellen aktiv sind. So kommt es zu einer vorübergehenden anpassungsgestörten Situation.
    Im Kontext von Dissoziation kommt es überhaupt zu vielen VORÜBERGEHENDEN Symptomen. Ich finde deshalb, man sollte hier eher sagen, "Ich werde gestört." - Als "Ich bin gestört." -- Es handelt sich hier von der Ursachen-Wirkungskette her betrachtet um eine Datennachverarbeitungs- und Integrationsstörung, die dann situativ zu einer Anpassungsstörung werden kann. Hochsensitivität und Reizfilterschwächen sind sicher hier als UR-Ursachen zu sehen und nicht behandelbar. Aber die Folgen, gemeint ist heir dieser Datenverarbeitungstau und seine Folgen, sind sogar sehr gut und sehr leicht und positiv beeinflußßbar. (he he! Doppel-ß als hilfloser Protest gegen die Rechtschreibreform!)

    Klar ist, sich zu erschrecken etwas normales. Wenn es aber passiert, wo es vielen anderen nicht passiert, war derjenige wohl nicht HIER&JETZT. Da sollten wir im normalen Betrieb aber anstrengungsfrei sein können. Und in diese Thematik hinein kann man genauer hineinfragen: Wenn ich nicht hierhin ausgerichtet war, wo war ich dann? Wie intensiv war der Zug dahin? Intensiver als nach außen? Wie lange ist das schon so? Wie häufig kommt das vor? Hatte das bereits Auswirkung auf die Grundausrichtung meiner Aufmerksamkeit? (Beispiel: Standgas-Schraube. Ist mein Auto weit unter 750 RpH eingestellt, tendiert es dazu an der Ampel aus zu gehen. Ist das Standgas höher eingestellt, brauche ich zum Anfahren kein mehr Gas geben.)
    Johannes

  9. #399
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    happypill schreibt:
    Für mich gehört es aber eindeutig zu einer Traumatisierung (ob ein schweres Trauma vorliegen muss weiß ich nicht... "schwer" ist ja auch sehr individuell...zum Teil zumindest)
    Sehe ich auch so....

    Ein "Trauma" ist immer eine Situation, in der wir zum "Objekt" gemacht werden, nicht handlungsfähig sind (aufgrund fehlender Strategie oder weil wir daran gehindert werden), wir dadurch überfordert sind und das (Existenz-)Angst auslöst.... Das Wesen Mensch versucht nun, eine Lösung = Überlebensstrategie zu finden... Diese "Überlebensstrategie" kann eine Disso sein...
    Z. B. kann es in dieser Situation notwendig sein, "einen kühlen Kopf zu behalten" also werden Emotionen ignoriert, damit die Handlungsfähigkeit erhalten bleibt.

    Darüber hinaus werden aber weitere Informationen gespeichert, die in dieser Situation ebenso vorhanden waren (alle Sinneseindrücke... ), um als Frühwarnsystem für künftige Situationen zu dienen.

    happypill schreibt:
    Wenn Disso eine Abspaltung/Trennung/Entkopplung ist, dann heißt das doch, dass ich nicht mehr wahrnehme... was ich nicht wahrnehme, kann doch keine Panik verursachen ????

    Hier beginnen sich verschiedene Dinge zu vermischen.... Zum einen nehmen wir mit all unseren Sinnen wahr - hier spielen die Spiegelneuronen eine große Rolle - auch wenn wir dies nicht "bewusst" erleben. Es kommen also auch Informationen an, die wir auch auf Nachfrage nicht benennen können. Oftmals ist hier auch ein "Filter" vorgeschaltet: was nicht sein darf, kann nicht sein.....

    Eben genau diesen "Filter" hat aber unser Frühwarnsystem nicht.
    Es hat aufgrund seiner gespeicherten "Alarm-Situationen" viele Informationen darum herum mit gespeichert (s.o.). Diese Informationen kommen an und lösen die "Überlebensstrategie" aus.

    Trotzdem können andere Informationen als für die (Alarm-)Situation "unwichtig" eingestuft werden, weil sie für die "Überlebensstrategie" hinderlich sind bzw. ablenken.

    happypill schreibt:
    Was mir mein Leben schwer macht ist eher eine plötzliche Assoziation (die ich meist auch nicht mehr nachvollziehen kann)... etwas "erinnert" mich an eine Situation und dann klinke ich aus... ich nehme nicht NICHT wahr, sondern völlig unrealistisch... dem entsprechend reagiere ich auch völlig überzogen. Ich bin dann erstmal ängstlich erschrocken bis panisch...dann kommt oft Wut und dann die Verzweiflung...
    Das schleppe ich zum Therapeuten der mir dann eine andere Sichtweise "anbietet" -was für mich immer bedeuteta hast du mal wieder aus ner Mücke einen Elefanten gemacht... Und dann geht es langsam besser.
    Soll heißen, alleine komm ich da gar nicht (mehr) raus. Die Lapalie ist eine Katastrophe...in meinem Kopf.
    Das ist das, was du als plötzliche Assoziation (Trigger) erlebst. Das "Problem" damit ist, dass wir wenn dieser Trigger ausgelöst ist, in ein automatisches Handlungsschema (Überlebensstrategie) fallen, dass wir in dem Moment auch nicht bewusst als solches erkennen und erleben (=> daher in diesem Moment auch nicht beeinflussen können!)

    Das ganze kann sich natürlich hoch schaukeln, weil sich die Alarmsituationen überschneiden....

    Diese Situationen erkennen und herausfinden, was sie auslösen, das ist oftmals richtige Detektivarbeit... Es gibt dazu auch "Trigger-Tagebüchlein" usw.

    Für die Aufarbeitung dieser "Kanalratten" gibt es nun verschiedene Herangehensweisen, einige davon haben wir hier ja schon diskutiert....

    happypill schreibt:
    Ich hatte hier irgendwo mal ein Beispiel gebracht und gefragt ob das nun Dissoziation oder eher Derealisation ist... weiß nicht mehr wo...ist jetzt auch egal...

    Mich würde einfach dringend interessieren, wie das unterschieden wird.
    Amneris, du hast doch sowas wie Derealisationszustände oder? Wie fühlt sich das an?
    Ist es nicht die Fehlwahrnehmung die Panik macht und nicht die "Nichtwahrnehmung"?
    Ich denke, eine Dissoziation kann zu Derealisationszuständen (eine andere Ich-Wahrnehmung) führen, kann aber auch eine eigenständige "Überlebensstrategie" sein.
    Ein Beispiel:
    Durch viele Alarmzustände bin ich so oft in der Disso, dass ich mich selbst nicht mehr spüren kann. Ich merke z.B. den Alarm nicht mehr und meine, ich bin ganz ruhig...

    Anders sieht es aus, wenn meine Gefühle anhaltend missachtet bzw. als falsch bewertet werden. Dies führt dazu, dass ich ihnen nicht mehr traue, dass ich die von anderen als meine eigenen annehme. (Habe das weiter vorne schon mal das Beispiel mit der Fehlinterpretation von Schreien von Säuglingen als ausschließlich Hunger beschrieben)

    Da können natürlich dann noch weitere Varianten hinzu kommen (z.B. sog. Doublebinds) die es weiter komplizieren....

    LG
    Erika
    Geändert von 1411erika (19.04.2012 um 11:20 Uhr) Grund: Absatz eingefügt, der plötzlich verschwunden war ....

  10. #400
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    happypill schreibt:
    Mich würde einfach dringend interessieren, wie das unterschieden wird.
    Amneris, du hast doch sowas wie Derealisationszustände oder? Wie fühlt sich das an?
    Ist es nicht die Fehlwahrnehmung die Panik macht und nicht die "Nichtwahrnehmung"?
    Liebe Happy,

    beides trifft zu, wenn auch das erstere stärke, denke ich...vielleicht aber auch doch beides gleich, wenn ich weiter drüber nachdenke...
    Also wenn ich an Sonntag denke, den ersten Tag, meiner 6-Tage-anhaltenden Phase, dann war die Ausgangssituation so, dass ich beim strahlenden Sonnenschein einen langen Spaziergang vorhatte...und zwar einen Weg, den ich noch bis November letzten Jahres regelmäßig abgelaufen bin. Und dann habe ich mich erschrocken, weil mir ganz viele Dinge/Wege usw. völlig unbekannt vorkamen...obwohl sie nicht neu sein konnten, denn es war definitiv nichts neu gebaut und diese Eindrücke prasselten auf mich ein, erschreckten mich..und mit jedem Schritt merkte ich bei klarem Verstand wie sehr ich mich selbst aus meinem Körper/meinem Körperbewusstsein entfernte...bis aus der erschrockenen Fehlwahrnehmung ebenfalls eine Nichtwahrnehmung wurde, denn parallel dazu war auch plötzlich alles wie in Watte gepackt.
    Also im Gegensatz zu anderen Situationen, z.B. in meinem Großraumbüro, wo mich teilweise jedes Geräusch an die Grenze bringt, manchmal so schlimm, dass die am Wochenende kaum rausgehen mag, weil mich die Geräusche der Autos...und die der Menschen sowieso sehr stark nervlich belasten.
    Wie gesagt, in der Derealisation bin ich nicht über-, sondern untersensibel. Auch der Schmerzreiz ist vermindert. Klingt zwar schön, und kann im ersten Moment auch eine Erholung darstellen...endlich Ruhe...nur, wenn das nicht vergeht, du in diesem Zustand bleibst, und dir darüber immer bewusst wirst, dann führt auch das zur Panik. Bei mir jedenfalls. Habe mich dann ebenfalls nicht mehr rausgetraut, weil mir diese Gefühllosigkeit und Fehlwahrnehmung in den eigenen 4 Wänden nicht stark auffiel. Teilweise dachte ich sogar "Jetzt ist es vorbei " ging raus, weil ich was einkaufen musste, und peng! alles wie gehabt.

    Muss mal Pause (Schreibpause machen. War das überhaupt das, was du wissen wolltest, oder habe ich das Thema verfehlt??

    LG Amn


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