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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #371
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 675

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich habe noch etwas Orientierungsprobleme, was nun in die "Emoflex-Gruppe" und was hier hingehört.

    Aber zu den Kopfschmerzen habe ich noch einen Bericht von heute nachmittags bei einer Patientin.

    Es geht um die Frage, wer nun eigentlich "krank" und wer gesund ist. Bzw ob sie evtl schlicht nur aufgrund ihrer hohen Sensibilität wahrnimmt, dass Mitpatienten / Mitmenschen um sie herum emotionale Lücken / Spannungen und Konflikte haben. Diese aber nicht ansprechen bzw. auch abstreiten.

    Wir haben über "alte Muster" gesprochen, die dann ihre innere Flexibilität bzw. Selbstsicherheit zerstören. Da sie im Bereich Design tätig ist, habe ich dies sehr bildlich genommen und sie ein entsprechendes altes Kleid visualisieren lassen. Und den Einfluss von diesen emotionalen Spannungen um sie herum.

    Der Stoff wird härter bzw. weniger flexibel, das Muster verändert sich hin zu einem "unfreundlichen" Ton und Muster. Eben emotionaler "Dreck", der das schöne Gefühl stört. Eine gewisse Menge Alltagsmüll ist ja schön und gut und gehört dann in die Waschmaschine. Aber sich ständig vor dem Dreck schützen müssen ?

    Hier halft früher die Anorexie wie ein Stahlkorsett bzw. Überzug. Er verhinderte, dass sie dreckig wurde , verhinderte aber auch eine Entwicklung bzw. Wachstum der emotionalen Persönlichkeit.

    Jetzt hat sie Spannungskopfschmerzen. Immerhin schon ein Fortschritt, den wir dann bearbeitet haben.

    Der Punkt, der mir wichtig ist : ich glaube, dass eben viele ADHSler im Kern gesund sind, aber eben den Dreck um sich herum anziehen bzw. nicht davon loskommen.

    Dazu passt dann auch ein Werkzeug aus der Therapiekiste.
    Erstmal ist es aber aus meiner Sicht wichtig, überhaupt ein Gespür dafür zu bekommen, wann man selber so "beschmutzt" wird.
    Und vielleicht auch einmal zu schauen, wie man selber auf dissoziative Menschen in seinem Umfeld bzw. auch Manipulierer reagiert.

    Aus eigener Erfahrung heute bei einer Besprechung kann ich nur sagen : Ein Psychologe, der konfus vor sich hin quatscht und offensichtlich ich-strukturell auf dissoziativer Ebene eine "Blockade" aufweist, ist eine Katastrophe. Wenn man den als Patientin erlebt, wird man selber sicher "verrückt". Wobei dann eben der Psychologe die Macke hat. Ich befürchte, dass unter meinen Berufskollegen einfach unglaublich viele hochsensible und hochdissoziative Menschen sind. Die mehr Macken haben als die meisten ADHSler bzw. Hochsensiblen. Daher Vorsicht , wer eigentlich "gestört" ist bzw. wer, gestört reagiert.

  2. #372
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Ich habe noch etwas Orientierungsprobleme, was nun in die "Emoflex-Gruppe" und was hier hingehört.
    Ich habe mir das so gedacht, wenn jemand seinen eigenen Weg mit dem Abbau der Dissos geht und da berichtet bzw. Rückmeldung braucht, macht es evtl. Sinn, das im eigenen (Gruppen-)Thread zu tun.

    Darüber hinaus habe ich einzelne Posts von hier kopiert und etwas thematisch sortiert, damit das Wiederfinden evtl. leichter wird....

    Die Diskussion sollte m.E. hier weiter gehen....

    LG
    Erika

  3. #373
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 73

    AW: ADHS und Dissoziation

    Was für ein Thread (Bin erst auf Seite 13)!

    Schon so lange beobachte ich meine Dissoziationen und versuche das zu verstehen.

    Toll, dass es dieses Forum gibt, wobei mich das hohe gedankliche Niveau doch ziemlich einschüchtert

    LG
    Bastian

  4. #374
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADHS und Dissoziation

    ....der Versuch das Erleben in kognitiv/intellektuell und emotional zu trennen ist eine Dissoziation, oder?

    Gezielte Provokation, Achtung! *Kopf einzieh*

    Dieser Thread ist sowohl die Folge einer Dissoziation, als auch selbst Dissoziation, weil er sich auf intellektueller Ebene einem Thema nähert, er versucht sich der Bewusstheit rationell zu nähern und sie für die Ratio verstoffwechselbar, abbildbar, reproduzierbar zu machen? Wörter sind quasi "Bewusstseinsfragmente", sind gewürfelter Geist, sind Bausteine, die aber immer nur ein gedankliches, niemals ein emotionales Gebäude errichtet haben.

    Das Vorhandensein von Denken ist schon die Dissoziation par excellence. Die erstmalige schmerzliche Erkenntnis meiner Individualität (durch Schmerz, durch Hunger, Kälte etc.), das erstmalige Einschalten des Ich-Bewusstseins setzt bei jedem einen dissoziativen Prozess in Gang! Ist doch psycho-logisch. Das Denken beginnt, weil die Harmonie des embryonalen Einheitserlebens gestört ist! Denken, das Gebrauchen von Wörtern ist Spaltung in Reinform. Gedanken und Wörter sind Spaltprodukte!

    "Ich denke also bin ich" - so ein Quatsch, sobald ich denke habe ich das Sein leider schon verlassen *Erleucht*

    Ein Kind darf, genau wie das liebe Haustier übrigens auch, trotzdem anteilig noch sein, erstmal, im Kindergarten....gut heut auch nicht mehr. Aber trotzdem, es weint, lacht, scherzt, blödelt.....spielt noch! Und wir tun uns leicht beide genau deswegen bedingungslos zu lieben, so wie beide zuerst bedingungslos zurücklieben, erst mal! Da ist keine Gefahr im Verzug, kein Gedanke im Weg der Reibung verursacht. Keine Bewertung, der Hund und das Kind nimmt Dich wie Du bist!

    Die Erziehung beginnt, die Sprache beginnt, das Kind wird auf eine kopfgesteuerte Welt aufgenormt. Mit zunehmender Bewusstwerdung wird ein zunehmend wachsendes Ego(Spaltproduktesammelbehält er) erzeugt. Das Kind teilt immer mehr, teilt in mein, dein, teilt in gut und schlecht. Die kopfgesteuerte Welt ist sicher, da ist alles genormt, da ist alles berechenbar, reproduzierbar...da geht er hin

    Unser Kind ist jetzt ein junger Erwachsener und hat seit seinem 5ten Lebensjahr nicht mehr geweint. Disziplin und gute Gedanken hatten in dem Schulsystem, dass seine Spaltung forciert hat zu Belohnung geführt. Emotionen freien Lauf zu lassen hat zur Bestrafung geführt. Da Bestätigung und vermeintliche Einheit überlebenswichtig für so ein Kind sind, hat es sich angepasst. Es hat sich dafür aber leider oft selbst verlassen, eben dissoziert. Es fürchtet sich nun nicht mehr vor der Dunkelheit und es hat keine Angst mehr vorm Boggieman, aber es spielt auch nicht mehr. Sein Spiel ist verbissenem Wettbewerb gewichen, im schlimmsten Fall kriegerischer Auseinandersetzung...

    Unsere Hochschulen sind Grabesstätten der Weisheit, der Bewusstheit....den hier wird ein Götzenkult betrieben! Der Götzenkult des (vermeintlichen) Wissens, dem alles andere untergeordnet wird. Wer dort zwischen die Mühlsteine gerät und mit einem Stück Papier in der Hand wieder rausgespült wird, der hat ganz schön Federn gelassen, ist ganz schön dissoziert.
    Nicht nur innen, auch nach außen! Er ist jetzt Geologe, Psychiater, BWL-Fatzke und was weis ich noch alles....

    Der Versuch eine Abspaltung - die ursächlich und automatisch aufgrund der Tatsache, dass wir unserer selbst bewusst sind erfolgt ist - aufzuheben ist bestenfalls noch beim Sex möglich, oder beim extatischen Stammestanz unter Einwirkung von Psychedelika. - Technoszene

    Der Versuch hier mittels Wörtern einen Rapport untereinander herzustellen, ist mühsam. Auch hier verschwören wir uns jetzt gerade gegen unsere eigene innere und unsere gemeinschaftliche äußere Einheit, weil wir das gewohnte, sichere Muster des Denkes für diesen Austausch benutzen.... Das ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir betriebsblind sind! Ich als der Spalter, als der Esel und einige andere Herren die hier schreiben, wir stecken ganz tief drin! Die Mädels, die hier mit Gedichten und Crazyness oder Tränen reagieren, die sind da weiter! ...meine Herren


    War doch ein netter Exkurs Seid wie die Kinder! Deswegen schickt der Schöpfer UNS doch auf diese Welt.

    Nein, Spass beiseite. Ich meine schon, dass es eine krankhafte Ebene gibt, die Leid induziert. Ich bin als kleiner, nachdem ich für meine "Untaten" geschlagen wurde erst immer in Tränen ausgebrochen. Hab im Weinen ein Ventil gefunden, die Verletzung zu verarbeiten. Diese Reaktion hat die Bestie in noch größere Raserei versetzt. Sie hat mir mit drohend zum Schlag erhobener Hand gedroht, sofort das Weinen einzustellen.......und das mit einem Ausdruck im Gesicht, der nicht mehr harmlos war...... ich hab dann das Weinen eingestellt.....


    gute Nacht euch, bis morgen

  5. #375
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 53

    AW: ADHS und Dissoziation

    Nachtrag:

    Wenn ihr mal dissoziierte Menschen sehen wollt, denen (anders als uns) auch nicht mehr zu helfen ist!
    Schaltet jetzt(23:26) mal Maischberger ein

    Also ich kann soviel MPH schlucken, wie ich will, Maischberger, Lanz, Kerner, Illner etc... werden davo nicht besser, nicht erträglicher und die Wut auf diese Mensch-Darsteller wird auch nicht kleiner

  6. #376
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Ich befürchte, dass unter meinen Berufskollegen einfach unglaublich viele hochsensible und hochdissoziative Menschen sind. Die mehr Macken haben als die meisten ADHSler bzw. Hochsensiblen. Daher Vorsicht , wer eigentlich "gestört" ist bzw. wer, gestört reagiert.
    Das klingt mir zu entschuldigend. Jeder der länger in der Branche tätig ist, weiß, dass die Irrenrate bei Psychiatern weit über dem Durchschnitt liegt. Gleich der Dritte, den ich hatte beispielsweise, machte große Ratschläge wie ich über meine verlorene Liebesbeziehung hinwegkommen solle und fuhr dann nach der Scheidung mit seinem Auto im Suff gegen den Baum. Übrigens den enizigen, der da auf weiter breiter Flur stand.

    Also das ist Allgemeinwissen, dass wenn man sich erst mal mit Psychiatern einlässt, man es mit einer ungeheueren Bandbreite an Soziopathen zu tun bekommt. Da gibt es Psychiater, die einem eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung andichten und dann in einen hysterischen Weinkrampf ausbrechen, wenn sie sich für ihre eigene Fernsehsendung als unzureichend geschminkt empfinden. Da gibt es Psychiater, die einem eine Schizophrenie andichten und dann beim Autofahren den rechten Blinker nicht von dem linken unterscheiden können. Sehr viele Psychiater haben Schwierigkeiten nach dem Scheissen ihren eigenen Arsch zum Abwischen zu finden, haben aber immer einen sonnigen Spruch auf Lager, wenn es darum geht, dem Patienten zu bedeuten, in welche Richtung es gehen muss.

    Das jetzt solchermaßen zu bagatellisieren und zu entschuldigen, mei sind halt Sensibelchen, sind dissoziiert, haben halt einen Sparren in der Birne, sind arme Irre sozusagen, die gar nichts dafür können, dass sie auf die Menschheit losgelassen werden usw. halte ich für nicht angemessen.

    Was immer unter den Teppich gekehrt wird, ist, dass das psychiatrische Geschäft ein tödliches Geschäft ist, d.h. es gehen Leute dabei drauf und zwar reihenweise, nicht trotz übrigens in vielen Fällen, sondern wegen psychiatrischer Behandlung.

    Also die These der Psychiater bei den Kollegen von der Chirugie ginge es jeden Tag auf Leben und Tod, bei uns ist alles sonnig, wir verschreiben nur ein paar Pillen, ansonsten sind wir völlig unschuldig, kein Wässerchen kann uns trüben - solches und so ähnliches muss als reine Schutzbehauptung gewertet werden.

    Die Behauptung, dass unter diesen Kollegen viele Spinner und Schwachmaten zu finden sind, mag durchaus zutreffend sein. Mit der Formulierung, dass es sich um Menschen handelt, habe ich so meine Probleme. Viele sind doch durch die 30 Fälle pro Tag so dermaßen abgestumpft und reduziert, dass man ihnen menschliche Merkmale eigentlich kaum mehr zusprechen mag. Dass da also ausserhalb des weissen Kittels noch ein echter, vollwertiger Mensch bestünde, der im vollen Umfang des Liebens und des Hassens fähig wäre, wäre doch in den meisten Fällen eine Überschätzung der einzelnen Vertreter dieses Berufsstandes.

    Für den Patienten bedeutet dies in der Konsequenz, dass er erst einmal eine Reihe von Psychiatern überleben muss, bis er dann vielleicht an einen gerät, der sein Handwerk versteht. Zu 80 % ist der Patient aber in der Konfrontation mit dem Pschiater mit dem eigenen nackten Überleben konfrontiert. Von einer etwaigen weiterführenden Therapie kann also gar nicht die Rede sein.

    Wenn man mir die Frage stellt, warum der Schwachsinn und die Psychopathologie unter Psychiatern so weit über dem Durchschnitt der Bevölkerung verteilt ist, komme ich eigentlich immer wieder auf den Faktor der Überforderung.

    Der einzelne Psychiater hat es einfach, wenn er überleben will, mit einer solchen Menge von Psychopathen, die bei ihm vorstellig werden, zu tun, DASS das irgend wann einmal abfärben MUSS.

    Aber wie gesagt, als Patient muss man mit dem vorhandenen Material leben, lernen zurecht zu kommen. Es hilft mir als Patient wenig, wenn ich mich im therapeutischen Gespräch mit meinem Psychiater zum wiederholten Mal die Frage stelle, warum es dieser nicht schafft, seinen eigenen Arztkittel richtig zuzuknöpfen. Von einem solchen Menschen nehme ich natürlich Ratschläge, die die Korrektur meines eigenen Lebens betreffen, äußerst zuvorkommend entgegen.

    Die meisten Psychiater sind also weniger Hochsensible, noch Dissoziierte, noch Menschen im klassischen Sinne der Humanität, sondern einfach nur arme kleine Würstchen, mit denen man Erbarmen haben müsste, wäre man nicht in seiner eigenen psychischen Situation dermaßen gefangen, dass man als ultima ratio Hilfe von diesen Individuen erwartete.

    Bei den meisten Psychiatern erkennt man in erschreckender Weise diese absolute Nullität, d.h. dieses menschlich absolute Nichtvorhandensein außerhalb ihres eng definierten Handlungs- und Denkspielraums. Wenn man ihnen ihren weißen Rock auszieht, bleibt absolut nichts übrig von ihnen. Absolut keine menschliche Restsubstanz, sie erscheinen als die Nullen, die sie wahrscheinlich auch sind. Als jene Nullen, in die der Patient durch seine Konversationsleistung erst einmal etwas hineinmalen muss, um eine dementsprechende Reaktion zu bekommen.

    Nicht immer muss die Unzurechnungsfähigkeit der Psychiater einen grauenhaften Ausgang nehmen, beispielsweise durch den Selbstmord des Patienten, an dem ürbigens in der psychiatrischen Logik stets der Patient die Schuld hat, während der Psychiater daran völlig unbeteiligt ist, ja gar am nächsten Tag ganz ungeniert mit seiner weißen Weste spazieren geht. Manchmal ist es einfach auch nur witzig. Mein vorletzter Psychiater beispielsweise klebte sich einen falschen Schnurrbart an und hüpfte mit einem Plastikspielzeugschwert bewaffnet und dieses wild vor sich herfuchtelnd durch die Fußgängerzone vor das Rathaus, ließ sich in dieser Montur von der herbeigeilten Lokalpresse auch ablichten und glaubte durch diese Demonstration seinen persönlichen Übertritt von der FDP zur Piratenpartei glaubhaft dokumentiert zu haben. Dass er sich damit in Wirklichkeit vielmehr total zum Affen gemacht hat, war diesem Mensch - glaubhaft - zu keiner Sekunde bewusst, auch nicht hinterher.

    Dann gibt es noch eine Fraktion der Totalgestörten, die arbeitet mit der Kumpelmethode. Eine besonders sanfte Art der Patientenbeeinflussung. Da bekommt man dann solche Dinge zu hören, wie "Edronax ist nix für dich, glaube mir, ich habe das selbst eine ganze Weile probiert, aber ich habe nur eine trockene Gosche bekommen." Oder "Seroquel ist das richtige für Dich, mir war Zyprexxa immer lieber, aber da bin ich so fett geworden." oder "Ach, quatsch, so schnell wird man von Tavor auch wieder nicht abhängig, ich hab das mal ein Vierteljahr gefuttert und nichts von Entzugserscheinungen gemerkt."

    Positiv könnte man folglich wenigstens formulieren, dass es zumindest den gestörtesten Exemplarern unter den Psychiatern sogar bewusst ist, dass sie dringend auf medikamentöse Hilfe angewiesen sind.

    Warum lässt man aber solche Leute überhaupt auf die Menschen los?

    Das ist eine Frage, auf die ich auch keine Antwort weiss. Ich nehme an, es läuft so ab, der werdende Arzt studiert einfach vor sich hin und studiert und studiert und promoviert und approbiert usw. usf., bis er dann schlussendlich praktizierender Psychiater ist, eine Persönlichkeitskontrolle, ob der Mensch überhaupt geignet ist für seinen Beruf, findet nicht mehr statt. Eben durch diese Regelung oder Nichtregelung ist den psychiatrischen Psychopathen dann Tür und Tor geöffnet.

  7. #377
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Warum lässt man aber solche Leute überhaupt auf die Menschen los?
    genauso ist es

    so hart der obrige Text auch geschrieben ist, so treffend ist er auch formuliert, und ich hab es leider genauso erlebt..

    am eigenen leib, an den Folgen bei freunden und Bekannten, auch welchen , die nach Fehlentscheidungen und *verwehrter Hilfe ihr Leben beendeten*

    und nicht zuletzt bei meiner Tochter, wo ich diese Sprüche u co zwar nicht mehr zulasse, jedoch eben genau dieses für mich kampf bedeutet und mir soviel von meiner Energie frisst, die ich aufwenden muss, um mich an behörden und stellen zu rechtfertigen..statt das ich diese energie, für ruhe aber auch für veränderung in meinem Leben nutzen könnte.

    Aber das schon erstmal zu erkennen, ware in langer weg.

    LG AngeLa

  8. #378
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 675

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Das klingt mir zu entschuldigend. J
    Tja, ein ganz grosser Fan der Berufsgruppe Psychiater werde ich sicher auch nicht. Selbst wenn ich selber Facharzt werden sollte.

    Wobei ich glaube, dass es nicht allein an den Ärzten liegt bzw. auch nicht nur an dem seelischen Sondermüll und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Natürlich sind da vielle Schwachmaten drunter (besoders in Leitungspositionen, weil an den Unikliniken wirkliche Dummköpfe arbeiten, die man besser nie auf die Patienten loslassen sollte). Aber die eher wirklichen Praktiker vor Ort in den Praxen haben dann wiederum das Problem, dass sie keine funktionierenden Werkzeuge kennen für die Probleme ihrer Patienten. Sie bekommen den emotionalen Lärm bzw Sondermüll um die Ohren geworfen und haben keine Schutzanzüge dagegen. Und keine Werkzeuge zur Behandlung.

    Früher war die Verknüpfung zur Philosophie da vielleicht stabilisierend. Sonst zum Alkohol oder Tabletten. Beide Varianten liegen mir nicht so.

    Bleibt Sarkasmus oder aber eben die Beschäftigung mit der Metabebene oder anderen Bereichen des Lebens. In der Nachbarschaft bei mir lebt ein Psychiater, der sammelt Märchen und schreibt selber Romane. Das ist doch eigentlich ganz gut zur Psychohygiene. Dennoch würde ich glaube ich keine Menschen zu ihm schicken wollen...

    Was mir aber auffällt, ohne es genau fassen zu können : Auch in den Diskussionen hier bzw. in den letzten 10 Jahren in Foren bzw. Mailinglisten zu ADHS gibt es immer wieder so eine Art "eingebautes Selbstzerstörungsvirus". Das mag an den Leuten liegen, aber irgendwie auch am Thema an sich.

    Ich kann dieses "dissoziiierte Loch" noch nicht genauer definieren, aber es ist schon interessant, dass da scheinbar in schöner Regelmässigkeit sowas los geht. Und zwar gerade mit Leuten, die sich schon differenzierter mit ADHS beschäftigen.
    Versteht ihr, was ich meine ? Es könnte sein, dass es da einfach Reibungspunkte gibt, die so ähnlich wie in der Physik die Frage ist, ob das Licht eine Welle oder aus Teilen besteht. Vielleicht gibt es einfach sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen, die sich mit Wörtern nicht mehr fassen lassen, weil es mehrdimensional ist.

    Deshalb finde ich ja die Bildersprache so hilfreich, weil sie abstrakter und mehrdimensionaler ist. Damit hat sich aber die Psychiatrie bisher kaum beschäftigt. Wenn man mal von Katathymen Bildererleben und solchen Dingen absieht, war der Versucht immer, Psychiatrie als Naturwissenschaft "sachlicher" zu machen. Zumindest seitdem Freud mit dem Koksen und Morphinen ein wenig zu sehr übertrieben hat :-) Vermutlich würde Freud die Diskussion hier aber gefallen.

  9. #379
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Bleibt Sarkasmus oder aber eben die Beschäftigung mit der Metabebene ....
    Für mich liegt darin die "Lösung".

    Um bei den Bildern zu bleiben, für einen Regenwurm sieht die Wiese anders aus als für einen Adler....

    Meine Metaebene sind meine (langfristigen) Wünsche und Werte. Diese sehen heute ganz anders aus, als noch vor ein paar Jahren. Denn auf der Suche nach Antworten, bin ich genau hier hängen geblieben.
    Was ist mir wichtig und was ist etwas, was für andere wichtig ist. Dies Abgrenzung bzw. das genaue Hinterfragen hat viele Veränderungen bewirkt.
    Das klingt jetzt so einfach, war und ist es aber nicht.

    Ich war auf einem Weg unterwegs, der schön breit war, mit vielen Begleitern.... Das Ziel war gut sichtbar. Es gab regelmäßig Vesper und Getränke, die Unterhaltung war ok.
    Aber einige hatten eine Rüstung zu tragen, die Schutz gegen Wegelagerer und wilde Tiere bot. Ich hatte eine schwere Rüstung an, die mir nicht mal passte. Das Tragen der Rüstung erschöpfte mich, das Gewicht erdrückte, hinterließ Scheuerspuren auf der Haut.

    Lange Zeit bemerkte ich dies nicht, die Begleitung war ja gut, Verpflegung auch, der Weg nicht beschwerlich, das Ziel leuchtete.... Rüstung tragen bot Schutz und war "normal".

    Aber immer häufiger musste ich stehen bleiben, verschnaufen, drohte den Anschluss zu verlieren.... Merkte mit einem mal, wie schwer die Rüstung ist....
    Manche Druckstellen wurden zu Wunden, bluteten...

    Der Helm ließ nur den Blick auf das Ziel zu, was neben dem Weg wuchs, welche Wege abgingen und welche Ziele es noch so gab, konnte ich nicht erkennen.
    Als ich fast am Ersticken war, nahm ich notgedrungen den Helm ab.

    Ich bekam wieder Luft! Aber ich sah auch plötzlich, was neben dem Weg für schöne Dinge waren. Dass es außer dem bisherigen Ziel auch noch andere Wege zu anderen Zielen gab... bzw. auch andere Wege zum gleichen Ziel....

    Mit der schweren Rüstung lässt es sich jedoch nicht leichtfüßig über die Wiese laufen.... Daher muss ich (zumindest Teile) abnehmen. Dabei bin ich gerade. Ich habe viele Rüstungsteile abgelegt und habe den breiten Weg verlassen. Ich probiere kleine Pfade, die nicht immer ohne Hindernisse sind. Aber ohne die schwere Rüstung ist es möglich....

    In einem anderen Buch heißt es "den Kompass des Herzens stellen". Das finde ich ein sehr schönes Bild. Und wenn ich mal auf dem Weg vor einem Hindernis stehe und nicht weiter weiß, dann kann ich diesen Kompass befragen. Auch einen kleinen Umweg gehen, denn er zeigt mir ja dann wieder die richtige Richtung....


    web4health schreibt:
    Was mir aber auffällt, ohne es genau fassen zu können : Auch in den Diskussionen hier bzw. in den letzten 10 Jahren in Foren bzw. Mailinglisten zu ADHS gibt es immer wieder so eine Art "eingebautes Selbstzerstörungsvirus". Das mag an den Leuten liegen, aber irgendwie auch am Thema an sich.

    Ich kann dieses "dissoziiierte Loch" noch nicht genauer definieren, aber es ist schon interessant, dass da scheinbar in schöner Regelmässigkeit sowas los geht. Und zwar gerade mit Leuten, die sich schon differenzierter mit ADHS beschäftigen.
    Versteht ihr, was ich meine ? Es könnte sein, dass es da einfach Reibungspunkte gibt, die so ähnlich wie in der Physik die Frage ist, ob das Licht eine Welle oder aus Teilen besteht. Vielleicht gibt es einfach sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen, die sich mit Wörtern nicht mehr fassen lassen, weil es mehrdimensional ist.
    Irgendwie schon.... Wir diskutieren die Rüstung....

    LG
    Erika

  10. #380
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Aber wie gesagt, als Patient muss man mit dem vorhandenen Material leben, lernen zurecht zu kommen.
    Ach ja, und wir suchen immer Spezialisten, die den Weg frei räumen oder die sich mit der Rüstung auskennen.... sie auspolstern, warten und ölen können....

    Mir helfen Menschen, die mich beim Ablegen der Rüstung unterstützen....

    LG
    Erika


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