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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #301
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Ängste waren beispielsweise wilde Wölfe, die wir dann zum Schlafen brachten.
    Das klingt so einfach, ....
    Aber die Wölfe können wieder aufwachen, Dämonen wieder auferstehen, wiederkommen, oder es kommen neue ... und sie kommen immer wieder.
    Das ist doch ein Kampf, der nie aufhört ...

    Ich kann sogar klarträumen, tue es immer wieder, bleibe stehen, drehe mich um zu meinen Verfolgern, sie haben keine Gesichter, (in meinen Erinnerungen, Träumen und Gedanken gibt es irgendwie gar keine Gesichter, kann ich mir auch im realen Leben nur schwer merken).
    Ich rede mit ihnen, frage sie, was sie wollen.
    Wenn ich falle, erinnere ich mich daran, dass dies MEIN Traum ist und ich hier bestimme, die Kraft habe zu fliegen, stoppe den Fall, oder ich mache mir den Boden weich und sanft.

    Manchmal funktioniert das auch, aber es kommt immer wieder.

    Andererseits, wenn ich in den Gruppensitzungen war und anfangs dieser ... ich weiß nicht mehr wie das hieß,... irgendwas mit Blitz .... (EDIT: Blitzlicht hieß es) machten, fand ich nie eine spontane Antwort, konnte nicht assoziieren, was da von mir gewollt wurde.

    Ich könnte stundenlang vor solchen Karten sitzen und keinen Pinselstrich machen, Leere, einfach nur weg, überall und nirgends.
    Ich male, aber gewollt und irgendwie immer das Gleiche, Weltraum, ... ah, ... "Wrong Planet". Oh Ja, .. das unterschreibe ich voll und ganz.

    Es wäre nur zu schön, wenn ich glauben und verstehen könnte, wie man mit einem Augenwischen die Vergangenheit auslöscht, mit Bildern von schlafenden Wölfen die Dämonen bezwingt.
    Das ist mir zu einfach (und zu wenig logisch nachvollziehbar).

    Das ist so ähnlich wie eine Anspannungsskala von 0 bis 100% oder eine Schmerzskala von 0 bis 10.
    Ich wünsche mir ein Messgerät, dass man an mir anschließen, den richtigen Wert ablesen, in eine Exceltabelle eintragen und eine Grafik daraus erstellen kann.

    Bin ich hochsensibel oder gar hochbegabt?
    Keine Ahnung, woran merke ich das? Daran dass man mich als Kind "Sensibelchen" genannt hat? dann ja ...

    Angeblich habe ich einen hohen IQ, ... glauben kann ich das nicht, meine Wahrnehmung und mein Erleben meiner Leistung im Vergleich zu der Anderer korrelliert nicht.
    Solch komplexe Texte und Zusammenhänge wie Eiselein könnte ich niemals verfassen, aber ich kann mir bildlich vorstellen, wie und warum Einsteins Relativitätstheorie funktioniert, nur glaubt mir das keiner, denn erzählen oder erklären kann ich es nicht.
    Es sind Bilder, meine Bilder, ich wünschte man könnte mich anzapfen, es sehen und mir erklären wer oder was ich bin.

    Sorry, ... das geht jetzt wohl zu sehr OT und wird zu theatralisch, das war nicht meine Absicht, sind aber meine spontanen Gedanken hier, wenn auch durchmischt von vielen anderen Dingen, mit denen ich im Moment nicht klar komme, aber schreiben wollt ich es trotzdem.



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Name:	Thats_Me_04.jpg
Hits:	77
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ID:	5350
    Geändert von Fliegerlein (13.04.2012 um 13:31 Uhr) Grund: Blitzlicht hinzugefügt und na klar Schreibfehler korrigiert

  2. #302
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    Das klingt so einfach, ....
    Aber die Wölfe können wieder aufwachen, Dämonen wieder auferstehen, wiederkommen, oder es kommen neue ... und sie kommen immer wieder.
    Das ist doch ein Kampf, der nie aufhört ...
    Naja, so ist das eben gedacht wär doch sonst langweilig, wenn der Kampf aufhören würde... Ich glaube, wenn man, wie viele aus meiner Generation durch den täglichen Fernsehkonsum von Sailor Moon, Pokémon, Dragon Ball und Digimon sozialisiert worden ist, ist es eine Art innere Selbstverständlichkeit, immer wieder alleine gegen fiese Wesen kämpfen zu müssen, gegen die man aber auch immer irgendeine Art von "Geheimwaffe" besitzt, so dass man am Ende eines jeden Kampfes als Sieger da steht.

    Stell dir mal unter "Kampf" etwas Schönes vor und nicht sowas, was schlecht ausgeht und mühsam ist...
    Oder guck dir mal an, wie die das im Fernsehn machen mit den Monstern also diese Serien eben, das macht super viel aus, die Einstellung, die man dann hat. Das ist jetzt ganz ernst gemeint! Und vertrau darauf, dass du kämpfen kannst!! Dann geht das!
    Die Lieder gibts auch auf Youtube, hör ich grad rauf und runter, macht echt die richtige Einstllung, denk ich.

  3. #303
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Soll ich dir vielleicht mal so Lieder raussuchen und hier reinstellen??

    Also solche, die auch Mut machen??

    Ist das gewünscht????

    Du musst dir denken (klingt jetzt ein bisschen doof und zudem überheblich, aber ich hab viel zu gute Laune gerade):

    Deine Birne- deine Bühne.


    schnuppe

  4. #304
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    schnuppe schreibt:
    Naja, so ist das eben gedacht wär doch sonst langweilig, wenn der Kampf aufhören würde... Ich glaube, wenn man, wie viele aus meiner Generation durch den täglichen Fernsehkonsum von Sailor Moon, Pokémon, Dragon Ball und Digimon sozialisiert worden ist, ist es eine Art innere Selbstverständlichkeit, immer wieder alleine gegen fiese Wesen kämpfen zu müssen, gegen die man aber auch immer irgendeine Art von "Geheimwaffe" besitzt, so dass man am Ende eines jeden Kampfes als Sieger da steht.

    Stell dir mal unter "Kampf" etwas Schönes vor und nicht sowas, was schlecht ausgeht und mühsam ist...
    Oder guck dir mal an, wie die das im Fernsehn machen mit den Monstern also diese Serien eben, das macht super viel aus, die Einstellung, die man dann hat. Das ist jetzt ganz ernst gemeint! Und vertrau darauf, dass du kämpfen kannst!! Dann geht das!
    Die Lieder gibts auch auf Youtube, hör ich grad rauf und runter, macht echt die richtige Einstllung, denk ich.
    Doch ! Der Kampf kann sich verändern. Und er kann sogar auch aufhören. Und ich denke, dass man den Kampf auch mögen lernen kann, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass ein Fortschritt und auch Siege passieren.

    Kann sich jemand an die Szene in Matrix 1 erinnern, wo Neo den unbesiegbaren Agenten plötzlich heranwinkt, damit er sich die nächste "Packung" abholen soll? - DAS meine ich! Das ist wunderbar!!
    Johannes

  5. #305
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Kann sich jemand an die Szene in Matrix 1 erinnern, wo Neo den unbesiegbaren Agenten plötzlich heranwinkt, damit er sich die nächste "Packung" abholen soll? - DAS meine ich! Das ist wunderbar!!
    Johannes
    Das ist nicht die Realität.

    Selbst wenn ich einen Kampf gewonnen habe, wie auch immer das aussehen mag, freue ich mich nicht darüber, denn wieder hieß es kämpfen.
    Ich kenne Gefühle wie Freude oder Stolz auf einen Erfolg nicht, das ist mir fremd.

    Wohl aber kenne ich das Gefühl der Angst, Angst vor Kampf, Angst vor dem, was als nächstes kommt.
    Neues, Unbekanntes macht mir Angst.
    Ich mag es, wenn die Dinge sind wie sie sind.
    Veränderungen sind anstrengend, Kämpfe sind anstrengend.
    Ja ich weiß, das sind sie immer und für jeden.
    Ich bin des Kämpfens müde.

    Es gibt 'nen Grund dafür, dass ich nicht das Gefühl habe, auf diese Kugel zu gehören.

    @Schnuppe:
    Danke, keine Lieder.
    Ich höre fast ausschließlich Instrumentalmusik (Schiller/ Oldfield etc) nur hin und wieder auch was, wo gesungen wird.
    Aktuell höre ich fast nur ein einziges Stück, Trek von Spencer & Antfood, stammt aus einem Werbeclip und trotz des Gesangs darin höre ich es den ganzen Tag über ununterbrochen.

    Musik und Gefühle sind bei mir eng verbunden, sie produziert Bilder und eben Gefühle, aber ich bin da eher streng in der Auswahl.
    Gesungene Lieder sind weniger mein Ding, einige wenige zwar, aber die Ausnahme. Grönemeyers "der Weg" ist eine solche Ausnahme.
    Wenn ich Musik höre, bin ich in meiner eigenen kleinen Welt, ... womit wir vielleicht wieder beim Dissoziieren wären.

    LG
    Fliegerlein

  6. #306
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    Oh BTW:
    schnuppe schreibt:
    ... so dass man am Ende eines jeden Kampfes als Sieger da steht.
    Am Ende eines jeden Kampfes steht aber auch einer als Verlierer da, und im Film ist das immer der Böse ...

  7. #307
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Dissoziation

    Na ja, man muss eben sich drauf einlassen wollen und können. Der Kampf macht Spass und ich habe schon etliche Monster oder Harry-Potter-Kämpfe gegen Dementoren gekämpft.

    Aber auch anderen Blödsinn angestellt. Heute beispielsweise hat eine Patientin erzählt, sie verhalte sich wie die behinderte Clara bei Heide im Rollstuhl. Das passt sehr gut. Ich habe also Clara im Rollstuhl sich vorstellen lassen. Und dann haben wir Augenbewegungen gemacht. Clara reagierte nicht. Dann liess sie sich noch eine Decke bringen und bemiteleiden lassen. Dann stand sie neben dem Rollstuhl und kuckte verdutzt. Setzte sich wieder hin. Dann in der nächsten Szene stand sie auf und ging. Und stand dann vor dem Haus. Schaute wieder ängstlich. Dann hellte sich das Gesicht auf und sie wurde mutiger. Bis sie über Wiesen sprang.

    Das ist der Gegenentwurf zu Johannes und Matrix 1 , aber ebenso unglaublich. Aber es bewirkt eben doch eine Menge.

    Kämpfe in Emoflex sind nicht nur anstrengend, sie sind auch lustig. Ich habe heute von 14 bis 17 Uhr durchgängige Sitzungen gehabt und am Vormittag auch. Und hatte eine Menge Spass. Ich könnte allein von heute ganze Bücher schreiben über Zwänge und Essstörungen, ADHS und die damit verbundenen Vorder- und Rückseiten von Landkarten mit allen möglichen Fiechern und Dementoren oder Dämonen. Man muss sich nur auf diesen wirklich buchstäblich gemeinten "Un-Sinn" einlassen. Und eben auch wie Clara diese Krankenrolle aufgeben wollen können.

  8. #308


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo.

    Nachfolgende 25 Beiträge abgetrennt, neues Thema erstellt (Off-Topic):

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...g-werbung.html






    LG,
    Alex

  9. #309
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo,

    ich mache mir noch weiter viele Gedanken über das Thema Dissoziation und mag eure Ansicht dazu hören, um ( mich) besser zu verstehen..

    Ich habe sehr wenig Erinnerungen an meine Kindheit..

    Die letzen Tage habe ich (nur teilweise) erschreckend festgestellt, das ich mich an viele..eigentlich überwiegendan dissoziative Situationen erinnere..

    Auch versuchte ich mal ..eingefangene Kindheitserinnerungen aufzuschreiben und beim nachlesen..die selbe Feststellung.

    Egal, ob prägende traumatische Situationen, bei denen ich heut noch wein..oder *kleinigkeiten*, wie bsp. im kiga unter kindern..wo ich im sandkasten unter den kindern, wie unter einer glasglocke saß..sie nur verschwommen hörte, sah..keinerlei kontakt zu ihnen stattfand..wenn ich es nicht wollte.

    Ein paar Gründe ..Auslöser sind mir deutlich geworden..und bei einigen Dingen nur zu gut klar, das ich das vollkommene Ausklinken, Abspalten brauchte um *zu überleben*

    Ich schrieb woanders auch schon mal, das ich nach einer kinderkur " angeblich eine woche geschlafen haben soll, sehr krank war..meine mutter aber dazu auch nix weiter erzählt"

    Alles bekommt einenn neuen Zusammenhang..aber wenigstens einen Zusammenhang.

    Die Frage, die ich mir stelle ist nun,

    hier war auch von erfolgreich dissoziieren die Rede..

    Offensichtlich..habe ich, was damals lebensnotwendig war, als ich *schutzlos* war ,verinnerlicht..übernommen..

    und deshalb ist es heut teil meines lebens/ mir.

    In wieweit ist es sinnvoll, diese unbewussten Verhaltensweisen aufzulegen, zu ändern?

    ich mein, ich muss mir klarwerden..wo ist es "erfogreich"..wo schadet es in meinem leben..

    Will ich es eigentlich ändern..ablegen..Was will ich ändern?

    Ich mein, die Frage könnt ihr mir nicht beantworten, das muss ich selbst rausfinden, aber einige verstehen mich hier sehr gut und ich lern grad sehr aus ihren Erfahrungen und den Möglichkeiten, die sie gefunden haben, um im Leben klarzukommen.

    Auch ich will nicht mehr kämpfen..

    und genau das ist mein gefühl..

    Vergeb ich mir *das Aussteigen..fliehen* dissozieren..mach ich mich wehrlos, schutzlos..

    Andererseits..bin ich kein kind mehr..sondern handlungsfähig..

    Kann ich die Gradwanderung schaffen?

    Ich mein, herausfinden und es nutzen, wo dissoziation Schutz ist..

    oder wo sie mir schadet...mich selbst sogar in nichts auflöst?

    Ich hoffe das.

    Deshalb versuch ich auch so viel drüber rauszufinden..

    Der Begriff Träumer, den ich mit stolz trag , bekommt hier einen anderen Sinn..eine neue Bedeutung..

    es ist mein SAtz: " ich kann doch noch nicht ins bett gehen, ich hab ja noch nicht gelebt.."


    und andererseits erleb ich dinge im Traum..egal ob tag oder nacht immer und immer wieder..

    Das will ich ( ein wenig) ändern..

    In erster Linie..nein überhaupt..will ich nicht kämpfen..punkte abarbeiten..mich in ein chema pressen, sondern

    einfach leben..



    ..so und nu send ich mal meinen langen text ins all..und*schlaf drüber*

    Geändert von AngeLa (14.04.2012 um 12:46 Uhr)

  10. #310
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: ADHS und Dissoziation

    In erster Linie..nein überhaupt..will ich nicht kämpfen..punkte abarbeiten..mich in ein chema pressen, sondern

    einfach leben..
    Das möchte ich auch!!! Und nicht immer wieder in Sachen rumkramen, bei denen bisher nix rausgekommen ist außer, dass der Lebenswille abhanden gekommen war. Beim Leben, wie ich bin, passieren allerlei schräge Dinge über die ich oft genug schmunzeln muss. So nach dem Motto: Huch, wo und wie bin ich da nun wieder reingerutscht?

    Manchmal ist es aber alles andere als lustig. Finde es für mich selbst auch schwierig bei jedem einzelnen Punkt, an dem ich mehr oder weniger dissoziiere, zu entscheiden ob da was geändert werden sollte oder nicht. Das hängt von so vielen Faktoren ab.

    Einkaufen zum Beispiel. Ganz simpel, einkaufen. Lebensmittel. Himmel, was für 'ne tröge und lästige Tätigkeit… Ab in den Supermarkt. Ich weiß ja, was ich brauche. Viel los dort. Merke, dass ich 10 Minuten vor den Tees stehe und nur bunte Farben und Linien sehe. Viele, sehr viele Möglichkeiten, Hersteller, Preise. Was steht drauf auf den Packungen. Steht was drauf. Was bedeuten die Zeichen? Vor allem: Was will ich eigentlich? Keine Ahnung! Lass meinen Wagen stehen und gehe nach Hause. Dort geht u.U. stundenlang auch nix mehr. Zu verworren.

    Ist ja nun nicht schlimm. Gibt für mich die Möglichkeit 'ne Schirmmütze aufzusetzen, damit ich das Rumgehusche um mich nicht mehr so sehr mitkriege. Auch die Ohren mit Musik vom MP3-Player verstopft. Vorgesorgt mit einzelnen Zetteln, für jedes Ding, das ich brauche (abarbeiten . Trotzdem kann es passieren.

    Auch dann noch nicht schlimm. Gehe ich eben wieder verwirrt nach Hause. Rege mich vielleicht auf, dass ich wollte und nicht konnte, dass die Anstrengungen, mein Ziel zu erreichen, unnütz waren. Auch darüber, dass ich vielleicht doch einige Tage brauche um wieder so weit in Spur zu kommen, wenigstens den Abwasch daheim zu tätigen. Vielleicht nehme ich es, wie es ist und hake es ab, dass wann anders ein günstigerer Zeitpunkt für den Einkauf ist.

    Schlimm ist es, wenn tatsächlich nix mehr zu Essen daheim ist. Dann muss ich zusehen, dass ich entweder die Disso in den Griff kriege oder trotz Disso den Einkauf tätige.

    Ein ganz einfaches und harmloses Beispiel. Möchte gar nicht von tiefgreifenderen Beispielen reden…

    Ich schwanke immer zwischen "Kampf" und Akzeptanz. Wenn die Einschränkung für mich zu heftig ist und mich daran hindert zu Leben, gehe ich die Sache aktiv und vehement an, wenn es akut ist (mit prophylaktischen Trockenübungen kann ich nicht…). Doch wenn ich die Einschränkung nicht so deutlich vernehme… Meine Schwierigkeit, die Grenzen zu erkennen zwischen okay, gerade noch okay und problematisch. Manchmal erkenne ich das erst hinterher.


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