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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADHS und Dissoziation

    Warum wissen andere so gut in meinem Kopf bescheid??
    HIER habe ich das erste mal in meinem Leben Leute kennen gelernt, die verstehen, wie es in meinem Kopf aussieht. Bemerkenswert!

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: ADHS und Dissoziation

    Da muss ich Schnuff beipflichten.
    Könnt Ihr da nicht einen Artikel, ein Infoheft oder am besten gleich ein Buch draus machen?
    In diesem Thread stehen SO wervolle Informationen...
    Wahnsinn...

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    aaaalso, eine antwort auf das
    - paradoxe / kontroverse
    - andere verarbeitung

    bei zu viel imput, ohne papierkorb muss man zwischendurch
    off-line gehen.

    nur, angst habe ich immer provoziert (adrenalin-kick)

    kann es sein, dass ich als kind mich bereits selbst therapiert habe?
    (alles was im kopf und an emotionen drinn waren auf papier, mosaikartig stundenlang gemalt?)

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Dissoziation

    Esme schreibt:
    Nach meiner Beobachtung "brauchen" diejenigen, die ihrer Impulsivität freien Lauf lassen können (z.B. verbal), weniger Dissoziation und wirken im Kern irgendwie "gesünder". Dafür sind sie wohl für ihre Umwelt anstrengender... vielleicht müssen die lieben Mitmenschen dann mehr dissoziieren...

    Etwas provokant und schwarz-weiß formuliert, schon klar!
    Noi, mein Eindruck ist des auch.

    Die lauten, die aus sich raus leben, fallen in ihrer Umgebung zwar häufiger auf, leben aber wesentlich gesünder, als die leisen, die dissoziieren.

  5. #25
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Diesen Alarm erlebt der ADHSler als "Panikattacke".

    Darauf reagiert er mit den üblichen Schritten.

    1. Läuft er zum Psychiater und bekommt Benzos oder NL verschrieben. Das Problem bleibt, nur gedämpfter.

    2. Er läuft zum Psychiater und bekommt Antidepressiva verschrieben, die logischerweise gegen diese Art von Panik gar nicht wirken können.

    3. Er macht eine langwierige Psychotherapie und wundert sich, warum die Therapeutin seine angeblich diese Panik auslösenden Momente in seiner Kindheit immer noch nicht gefunden hat.

    4. Er meldet sich in einem Forum an und wundert sich, warum die langjährige Behandlung mit den üblichen Methoden und medikamentösen Verfahrensweisen bei ADHS bei ihm wenig bis nichts gebracht haben.

    Ist des korrekt zusammengefasst?
    Tja, ADHS-typisch wäre das zwar übertrieben, aber treffend zusammengefasst. Leider.

    Ich sehe aber eben auch, dass die Diskussion hier im Thread quasi die "Sekundarstufe 2" der ADHS-Therapie kurz vor dem Abi darstellt. In wesentlichen Grundzügen befinden sich die meisten Uniambulanzen gerade in der Vorschule der ADHS-Diagnostik. Es gibt da jetzt neue Screening-Tools (IDA), die dem Hang zur Vereinfachung entgegen kommen. Dissoziation ist ein Begriff, den die meisten Psychiater dort wahrscheinlich schon einmal gehört, selten aber verstanden haben. Er wird ausschliesslich im Zusammenhang mit Frauen mit schweren Missbrauchserfahrungen gesehen. Hier kommt das Schubladendenken der deskriptiven Psychiatrie leider erschwerend hinzu.

    Psychologen dagegen mögen Schubladen nicht. Dafür mögen sie aber auch biologische Modelle nicht so wirklich. Sie haben also eine andere Erklärung, die sich dann wie eine Suchmaschine für Google-News für nicht-stattgefundene Erlebnisse auswirkt. Man (bzw. Psychotherapeut) sucht und sucht und sucht. Dann findet man irgendwas, was dann angeblich eine Erklärung darstellt. Was aber in etwa den Herleitungsgrad von Kaffeesatzlesen für die Diagnostik von Durchblutungsstörungen an den Koronargefässen hat.

    Wir lassen uns eine solche "Diagnostik" und "Therapie" nur deshalb gefallen, weil wir nichts besser kennen. Kein Mensch würde so sein Auto bei einem KFZ-Reperaturbetrieb warten lassen. Leider ist Grawe zu früh verstorben. Im Kern hat er schon erkannt, dass ein neuropsychologischer Ansatz für psychische bzw. psychiatrische Probleme anders als bisher sich den Menschen nähern muss.

    Ich habe übrigens schon in meiner Zeit in Mainz mit dem damaligen Chef Prof Benkert ein Gespräch gehabt, dass diese Kritik (natürlich syndromtypisch übertrieben) im Kern hatte. Ich hatte einfach nicht verstehen können, wie eine biologisch orientierte Psychiatrie sich nicht mit den Exekutivfunktionen bzw. Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsmecha nismen psychischer "Störungen" beschäftigen kann / will. Also : Warum gibt es kein Lehrbuch, dass sich aus Sicht der Funktionen des Gehirns mit Psychiatrie beschäftigt. Ein Lehrbuch der "subjektiven" Neuropsychologie (statt vermeindlich objektiver Deskription). Er meinte (berechtigt) ich solle erstmal klein anfangen. Weil es eben quasi die bisherige Psychiatrie auf den Kopf stellt (was dann nur eine andere Sicht wäre, keine fundamental andere Sache).

    Seit ich Emoflex / SRD im Konzept denke, sehe ich mich eher als Seelenklempner
    Geändert von web4health (15.03.2012 um 09:07 Uhr) Grund: tipppppppfählär

  6. #26
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Noi, mein Eindruck ist des auch.

    Die lauten, die aus sich raus leben, fallen in ihrer Umgebung zwar häufiger auf, leben aber wesentlich gesünder, als die leisen, die dissoziieren.
    Mir war gar nicht bewusst, dass das eine das andere ausschließt? Wieso sollte jemand, der impulsiv ist, zumal das doch generell zum ADHS-Bild gehört, nicht dissoziieren können also ich kann definitiv beides

    LG Amn

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    Und noch eine Frage am Rande:
    Ob Trauma- oder VT-Therapie, Stimulanzien, AD oder Neuroleptika...ist das nicht alles ganz egal...Hauptsache es hilft mir denn...zumindest jetzt in der Gegenwart, weil die Zukunft (gerade für uns ADHSler eh) zu weit entfernt ist?

    LG Amn

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    frage?
    @eiselein / betrf. die die dissoziieren vs. die, die es nicht so häufig anwenden.

    wenn ich es richtig verstehe, hat es mit der anpassung zu tun - um angepasst zu wirken,
    muss ich einen weg finden, mich adequat zu verhalten - wenn es nicht anders geht, "kappe" ich und
    schone meine "nerven", die aber handgehrum durch die zusätzliche aufbringung von energie um dies zu tun,
    mich zusätzlich belastet. das unterbewusstsein wird in der situation verschont und an anderer stelle belastet?

    ist es richtig, wenn ich annehme, dass die natürliche konsequenz aus zu viel belastung und energieerschöpfung -
    in einem pysischem time-out (depression / angst u.s.w) mündet?

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: ADHS und Dissoziation

    Amneris schreibt:
    Mir war gar nicht bewusst, dass das eine das andere ausschließt? Wieso sollte jemand, der impulsiv ist, zumal das doch generell zum ADHS-Bild gehört, nicht dissoziieren können also ich kann definitiv beides

    LG Amn
    Vielleicht so:

    Die tendenziell "lauten" Impulsiven zähle ich zu den "Explosiven" - die entlasten sich mal eben schnell, indem sie die angestaute (Reibungs?-) Energie nach außen abgeben.
    Danach geht es ihnen erst mal wieder besser.

    Die tendenziell "leisen" Impulsiven neigen eher zum "Implodieren" - die Ladung geht sozusagen nach hinten los.

    Die Implodierer entwickeln mindestens genauso viel "Reibungs"-Energie (oder wie auch immer man den Overload bezeichnen will) wie die Explosiven , können diese aber nicht nach außen abgeben.

    Warum ihnen das nicht so einfach gelingt, hängt mit Persönlichkeitsfaktoren, Sozialisation und Psychodynamik zusammen.
    Je mehr einer sein System in dieser "implosionsneigung" festfährt, um so mehr zeigen sich die - seinem Persönlichkeitstyp entsprechenden - Begleitstörungen.

    In dieser Vorstellung wäre z.B. selbstverletzendes Verhalten dann ein hilfloser Versuch, die nicht anders entladbare quälende Spannung irgendwie explosiv abfließen zu lassen.


    Bei mir selbst erlebe ich tatsächlich auch beide Zustände, wobei mir der Implodier-Modus wohl durch etwas zwanghafte Eltern anerzogen wurde.
    Je "explosiver" (also eigentlich extravertierter) ich reagieren kann, um so gesünder fühlt es sich für mich selbst an.

    Am besten wäre es, die "Schübe" so kanalisieren zu können, dass sie als Treibstoff in einem konstruktiven Projekt verbrannt werden können!

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    Esme schreibt:
    In dieser Vorstellung wäre z.B. selbstverletzendes Verhalten dann ein hilfloser Versuch, die nicht anders entladbare quälende Spannung irgendwie explosiv abfließen zu lassen.
    Hallo Esme,

    also selbstverletztendes Verhalten bzw. der Wunsch danach hat in meinen Augen nichts mit ADHS zu tun oder den Spannungszuständen, die sich dort entwickeln. Lasse mich natürlich sehr gerne korrigieren. Also bevor ich mich, die ich phasenweise auch sehr stark unter Anspannungszuständen leide, selbst verletzen würde oder andere, müsste meine Persönlichkeitsstruktur eine komplett andere sein. Wut, Hass usw. sind ja nicht die einzigen Gründe für Spannungen...und wenn es wie du schreibst die Impulsivität ist, die nicht ausgelebt wird, führt diese vielleicht zu Magengeschwüren, Essstörungen usw. aber nicht zum "Ritzen" oder anderer direkter SV.

    Außerdem dissoziierst du ja eben als ADHSler nicht nur, wie Herr Dr. Winkler in seinem letzten Post schrieb, ausschließlich wegen traumatischen Erfahrungen. Sonst wären ja quasi alle bekannten "Traumsusen" also die "unauffälligen" ADHSler in ihrer Kindheit, die weggetreten zu sein schein des Öfteren traumatisiert.

    LG Amn

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