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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #211
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: ADHS und Dissoziation

    Danke Martin,

    das hast du sehr anschaulich erklärt. Ich mag das Bild der Seifenblasen auch sehr und empfinde es beinahe als "Geschenk meines Unterbewusstseins". Weil es mir "angeboten" wurde, ohne dass ich es selbst zusammenbasteln musste.


    web4health schreibt:
    :-)
    Herzlichen Glückwunsch ! So soll es sein.
    versuch jetzt nochmal die Situationen vorzustellen, die die Wut auslösen sollten.

    fühlt es sich immer noch so an ?
    Naja, wenn ich an meinen Nachbarn denke, der keinerlei Gefühl für Rücksicht zu haben scheint, werde ich schon noch ein wenig wütend, eventuell aber etwas "flacher", d.h. die Wut kommt nicht mehr so impulsiv/explosiv. Ich kann das aber auch schlecht einschätzen in der Vorstellung...wahrscheinlich geht das besser, wenn ich mal wieder real in einer solchen Situation bin.

    Lieben Gruß
    Chamaeleon

  2. #212
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Dissoziation

    Khaosfalke schreibt:
    Irgendetwas muss ich jetzt machen. Egal was, ansonsten explodiere ich innerlich...

    Wie sich das anfühlt? Schrecklich. Ich bin gerade in einem "Flash-Back" drinnen und vllt bringt es ja was, wenn ich dies quasi "life" mal poste...


    (Ich lese nicht nochmal durch und/oder korrigiere, denn ansonsten schicke ich es nicht ab...)
    Hallo !
    Das klingt irgendwie nicht wirklich gut. Und letztlich auch nicht so, als ob man es nun mit Emoflex allein lösen könntest..... Hast Du irgendwelche Unterstützung vom Jugendamt oder bei einem Therapeuten / Arzt ?

    Ich könnte mir vorstellen, dass man da erstmal Sortieren muss und dir halt als neutrale Person zur Seite stehens sollte. Es gibt ja sog. Ambulante Betreuung oder Personenzentrierte Hilfe für Menschen mit psychischen Problemen (PPM). Das könnte ein Ansatz sein.

    In Hinblick auf das Gefühl : Wie würde sich die Ausnahme von der Regel darstellen ? Wie fühlt sich "besser als erwartet" an ? Eine Situation, in der Du dich total gut (fühlest), wo etwas gelang ?
    Könntest du dieses Gefühl in Form eines Zimmers beschreiben ?

  3. #213
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: ADHS und Dissoziation

    Nö, nicht mehr ^^ Und der Termin einmal alle vier Wochen in der Uni-Klinik ist wohl nicht, was du meinst
    Ich bin ehrlich und sage, dass sowas für mich das Schlimmste überhaupt ist...

    Ein Psychologe, dem man gegenübersitzt. Am Besten ein kleiner Tisch dazwischen. Der Psychologe zeigt Nichts, was er denkt, was er fühlt. Und jede Faser in meinem Körper sucht irgendein Anzeichen für seine Gedanken. Aber da gibt es kaum was oder Nichts. Ich verliere die Kontrolle, da ich nicht weiß, was mein Gesagtes in ihm auslöst und ich das Gespräch lenken könnte, wenn ich wollte...
    Dazu über eigene Probleme reden? Dass alles hochkommt? Mit jemanden, der genau so redet, wie der eigene Vater. Jedes Wort analysiert und dann sofort da anpackt, wo die Aussage ist. (Dann ausquetscht und ausquetscht (Polizei halt ) und selbst unter Tränen ohne Gnade weitergemacht wird...)

    Ne. Das ist für mich die Hölle auf Erden und es war schon allein eine heftige Überwindung zur Uni-Klinik zu gehen...

    Und wenn mir was gelingt? Ich mich gut fühlen sollte? Das Gefühl in Form eines Zimmers beschreiben? Nein, könnte ich nicht...
    Das zeigen von Freude habe ich in Kindesalter angefangen mir abzugewöhnen. Das Zeigen von irgendwelchen Emotionen habe ich mir abgewöhnt (außer diese sind zu stark zum zurückhalten (positiv, wie negativ)). Das Wieso meines Verhaltens könnte ich nicht benennen...

    Oh, man. Das klingt so negativ... Habe genügend andere Baustellen offen ^^

  4. #214
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Dissoziation

    Du bist trotzdem ziemlich verkopft. Lass Dich doch mal auf das Spiel ein. Wieviel Baustellenschilder wären es denn, wenn es um die Baustellen ginge ? Kannst Du sie dir vorstellen ? Gäbe es noch andere Verkehrszeichen, die im Wege stehen ?

    mal völlig losgelöst davon, dass einer von den 3 P´s (Papa, Psychologe, Polizei) dazwischen kommt.

    Ich habe kein Interesse Wörter auf die Goldwaage zu legen und arbeite meisten tränenfrei :-)

  5. #215
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo,

    ich bin zufällig über dieses Thema gestoßen. Ich hab hab für mich.... vor ungefähr 2 Jahren ausgeschlossen, je wieder einen Therapieversuch zu unternehmen. Nun lese ich die ersten Seiten dieses Threads und erfahre zum ersten Mal, das es ein Wort für das, was ich fühle bzw. nicht fühle gibt. Ich habe seit ich mich erinnern kann (und meiner Erinnerung ist sehr lückenhaft) den Eindruck, das meine Gefühle nicht echt sind.


    Ich kann mich selbst deswegen nicht ernst nehmen. Ich kann mir nicht glauben, wenn ich sage „Ich hasse“ oder „Ich liebe“, ich kann mir das nicht zu gestehen. Ich fühle mich, als würde ich mich beobachten, als wäre ich nicht ich. Ein halber Mensch. Das eigentlich Schlimme ist, das der Teil von mir, der das alles zu fühlen und zu erleben scheint entsetzlich darunter leidet, nicht als real anerkannt zu werden.


    Ist das Dissoziation?
    Geändert von Mrs.Shankly ( 2.04.2012 um 00:14 Uhr)

  6. #216
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 46

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich sehe nur Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn eine Linie ist gesperrt, wenn ich mal in den Bildern zurückantworte und der Rest hat zwar Risse, aber hält...

    Und du hast es falsch verstanden. Ich habe kein Problem mit etwa der Polizei. Aber bei einem Verhör sieht es halt so aus. Und wer Beruf und Privates nicht trennen kann. Naja...
    Auch war des auf das Verhalten bezogen, welches ich nur kenne und es mir deshalb so schwer fällt. Es ist mir klar, dass bei "dem Spiel" nicht ausgequetscht wird ^^ War die Beschreibung dessen, was hoch kommt...

    Habe mich wohl unklar ausgedrückt...
    Ich habe keine Lust mehr auf "das Spiel". Dauert mir zu lange, hat bisher mehr geschadet als geholfen. Und der beste Therapeut ist und bleibt ein Freund...

    @Mrs.Shankly
    Meines Wissens nach ist das Dissoziation, sprich Abspaltung, wie hier oft erwähnt...
    Eine "Depersonalisation". Es bezieht sich auf deine "Ich-Wahrnehmung"...

    Kenn ich. Ich hatte früher Angst in der Dunkelheit, weil ich da das Gefühl habe, körperlich nicht zu existieren. Aber nun ja. Man lernt damit umzugehen. Ob nun mit Hilfe von Außen oder alleine, spielt nicht die Rolle, solange man es für sich lernt und den eigenen Alltag nicht behindert oder die Qualität übermäßig nimmt... (Meine Meinung)

  7. #217
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo,

    dieses Thema zu verfolgen bzw. zu lesen fällt mir mehr als schwer und ich verstehe es nicht wirklich. Deshalb einfach kurz eine Frage:

    Dissoziation ist also der Grund dafür das ich mich irgendwie kaum an meine Kindheit erinnere? Stimmt das? Mir fällt nämlich immer mehr auf das ich mich ganz schlecht erinnere, nur an vereinzelte Dinge aber nicht so wirklich an was.

    Und Dissoziation ist dann auch der Grund warum ich mich in die Gefühlswelt der anderen nicht reinfühlen kann? Kein großes Mitgefühl kenne?


    LG Fledermaus

  8. #218
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    I

    ² Khaosfalke

    Die Merkmale einer Dissoziazion sind mir bekannt.
    Meine Frage zielt dahin, dass es letztendlich sein kann, dass ich tatsächlich einfach nicht mehr empfunden habe und mir aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen oder aus dem Bedürfnis heraus, „ein guter Mensch zu sein“ einrede, dass es anders war und heute auf eine neue, dankbare Ausrede gestoßen bin. Die Erinnerung an das Erlebnis kommt mir im Nachhinein nicht real vor. Wie eine Phantasie habe ich sie in verschiedensten Varianten hinterlegt.

    Ich saß innerhalb der letzten 5 Jahre vor 4 Psychotherapeuten und habe diese Erlebnisse geschildert. Nie hat jemand dafür dieses Wort verwendet.

    Im Bezug auf Fledermaus Beitrag: An meine Kindheit kann ich mich ebenfalls nur Bruchstückhaft erinnern. Das geht bis zum Alter von 15 Jahren. Und selbst die Jahre 16 und 17 werden langsam immer blasser. Allerdings wird mir nachgesagt, ich sei sehr empathisch. Ich weiß meistens sehr genau, was andere fühlen - auch ohne, dass sie es zu erkären brauchen.

    Mich schränkt das sehr in meiner Lebensqualität ein.
    Geändert von Mrs.Shankly ( 1.04.2012 um 21:34 Uhr)

  9. #219
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Dissoziation

    Mrs.Shankly schreibt:
    Hallo,



    Ich kann mich selbst deswegen nicht ernst nehmen. Ich kann mir nicht glauben, wenn ich sage „Ich hasse“ oder „Ich liebe“, ich kann mir das nicht zu gestehen. Ich fühle mich, als würde ich mich beobachten, als wäre ich nicht ich. Ein halber Mensch. Das eigentlich Schlimme ist, das der Teil von mir, der das alles zu fühlen und zu erleben scheint entsetzlich darunter leidet, nicht als real anerkannt zu werden.


    Ist das Dissoziation?
    Es kommt darauf an.... Wenn es nicht nur in einer emotionalen Ausnahmesituation passiert, dann schon. Das Gefühl "ein halber Mensch" zu sein, trifft es schon gut. Ebenso eben das Fehlen von Zeiten, Erlebnissen, kleinen Filmrissen bzw. Unvollständigkeiten der emotionalen Erlebniswelt.

    Wenn man spürt, dass da noch etwas ist. Wie ein Nebel oder der Eindruck eines verlorenenen Dufts oder Lichtscheins.

    Das charakteristische ist jeweils, dass Emotion und Verstand eben nicht zusammen passen wollen. Das da eine Lücke erlebbar ist. Oder ganz viele Sprünge.

  10. #220
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fledermaus schreibt:
    Hallo,

    dieses Thema zu verfolgen bzw. zu lesen fällt mir mehr als schwer und ich verstehe es nicht wirklich. Deshalb einfach kurz eine Frage:

    Dissoziation ist also der Grund dafür das ich mich irgendwie kaum an meine Kindheit erinnere? Stimmt das? Mir fällt nämlich immer mehr auf das ich mich ganz schlecht erinnere, nur an vereinzelte Dinge aber nicht so wirklich an was.

    Und Dissoziation ist dann auch der Grund warum ich mich in die Gefühlswelt der anderen nicht reinfühlen kann? Kein großes Mitgefühl kenne?


    LG Fledermaus
    Für ADHSler ist das Abgrenzen bzw. der emotionale Perspektivenwechsel schwierig. Nähe und Distanz zu regulieren, ist verdammt schwer. Das muss also nicht zwangsläufig eine dissoziative Symptomatik sein. Kann aber.

    Bei Kindheitserlebnissen ist es so, dass das auch viele ADHSler betrifft. Aber starke Erlebnisse wie Einschulung oder so, sollten noch abrufbar sein. Typischerweise rufen aber ADHSler nicht über Zeiten sondern über innere Bilder Erlebnisse ab.


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