Seite 2 von 124 Erste 1234567 ... Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 1237

Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    An happypill

    Fast volle Zustimmung.

    Im Prinzip ist die Tiefenpsychologie näher dran an diesem Problem als die VT. Ganz klar. Aber : Warum muss das denn mehrere Jahre dauern, bis man eine so "vertrauensvolle" Beziehung zum Therapeuten hat, dass man die Konflikterfahrung der Spaltung aus der frühesten Kindheit dann in einer therapeutischen Neuerfahrung kitten kann ? Und : Bei ADHSlern sind es eben viele Spaltungen und zwischen den Sitzungen können neue hinzukommen. Ähnlich wie bei einer schweren Dissoziativen Identitätsstörung nur mit dem Unterschied, dass die ADHSler eben noch eine Kerninstanz haben, die diese Anteile zusammenhalten.

    Salopp ausgedrückt : ADHSler sind Universal-Dilletanten, (auch) was Störungen angeht. Sie bekommen keine anständige Anorexie oder anständige Zwangsstörung hin. Weil sie nicht zwanghaft genug sind. Aber auch keine "richtige" Panikstörung oder andere Achse-I-Störung. Es sieht immer "so aus wie". Aber eigentlich wechselt es wie ein Chamäleon. Und kann auch bei verschiedenen Personen bzw Therapeuten zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen führen.

    Ich glaube auch, dass die "Komorbiditäten" eigentlich eher "Färbungen" sind. Wie ein Eisberg, der sich unterschiedlich dreht und dann eine unterschiedliche Spitze des gleichen Phänomens zeigt.

    Dissoziation bedeutet leider auch, dass sich der abgespaltene Anteil nicht richtig weiterentwickelt. Die physiologische = angeborene Entwicklungsstörung ADHS wird so eben durch die Dissoziation quasi weiter eingefroren gehalten. Man entwickelt sich nur in bestimmten Bereichen weiter. Emotional bleibt man "kindlich". Was ja einerseits schön ist, andererseits....

    Verhaltenstherapie hilft nur, neue Umwege zu erarbeiten. Was nicht immer verkehrt sein muss. Coaching würde dagegen Wege im Umgang mit ADHS erlauben. Ist jetzt etwas extrem ausgedrückt. Aber in unserem Blog habe ich mich ja auch schon zu Verhaltenstherapie und ADHS geäußert. Was nicht unbedingt positiv ausfällt....

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: ADHS und Dissoziation

    Dissoziation gibt es, wie oben beschrieben in verschiedenen Ausführungen.
    Bei manchen (vielleicht auch bei allen Dissoziativen) geht der Kopf nicht mit dem Gefühl zusammen, das ist die ganz einfach Umschreibung.
    Viele Manager leiden z.Bsp. an einer leichten dissoziativen Störung. Sie treffen Entscheidungen und können das Gefühl dabei ausschalten oder das Gefühl ist dabei nicht eingeschaltet.

    Ich kannte einen schwer dissotiativen Menschen, bei dem ich heute denke er war zu 100% auch von AD(H)S betroffen. Seine Hippeligkeit (ständiges Fußwippen etc.) wurde mit einer dissotiativen Bewegungsstörung diagnostiziert. Da war aber bestimmt auch Hyperaktivität dabei oder komplett Hyperaktivität ohne Dissotiation.
    Die Ärzte haben ihn nur auf die Dissotiation und daraus resultierende Depression behandelt. Erstaunlich die Antidepressiva halfen nicht. Höchstdosis und trotzdem kein Erfolg. Aus meiner heutigen Sicht ist mein damaliger Verdacht bestätigt, ihm konnte das ganze Zeugs nicht helfen, weil die Mediakmente bei ihm gar nicht wirken konnten (Stichwort: Paradox)

    Für mich stellt sich die Frage hätte man den Leidensdruck veringern können? Das weiß ich nicht.

    Trotzdem, sollte man nicht leichtfertig mit Diagnosen um sich schmeißen oder alle in einen Topf werfen. Denn ist eine Abspaltung in gewissen Maße nicht etwas sehr Gesundes?
    Problematisch wird es erst, wenn ein Leidensdruck entsteht. Ist dieser nicht da, Hände weg von irgend einer Diagnose. Denn diese könnte etwas in Gang setzten, was eher zu einer negativ Spirale werden kann. Vor allem bei sensiblen Menschen.

    Das ist meine Kritik an der heutigen Medizin im Allgemeinen. Und wir Patienten schwimmen auf der Welle mit. Es wird gesehen, was alles krank ist, was passieren könnte bei jener oder einer anderen Diagnose. Es wird leider viel zu oft übersehen, wo die positiven Punkte sind. Der informierte Patient ist wichtig, aber manchmal kann ein wenig Nichwissen auch nicht schaden. Frei nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Ich weiß es nicht, also steigere ich mich auch nicht hinein.

    Ich persönlich habe überhaupt keine Lust dazu mir zu überlegen, ob ich eventuell dissotiativ sein könnte, weil in die psychatrische Maschinerie der dissotiativen Störung hinein zu geraten kann zu einem Alptraum werden. Mir geht es so gut, wie ich bin, also was soll ich mir darüber Gedanken machen.

  3. #13
    ADLer

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 3.384

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    An happypill

    Salopp ausgedrückt : ADHSler sind Universal-Dilletanten, (auch) was Störungen angeht. Sie bekommen keine anständige Anorexie oder anständige Zwangsstörung hin. Weil sie nicht zwanghaft genug sind. Aber auch keine "richtige" Panikstörung oder andere Achse-I-Störung. Es sieht immer "so aus wie". Aber eigentlich wechselt es wie ein Chamäleon. Und kann auch bei verschiedenen Personen bzw Therapeuten zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen führen.

    Ich glaube auch, dass die "Komorbiditäten" eigentlich eher "Färbungen" sind. Wie ein Eisberg, der sich unterschiedlich dreht und dann eine unterschiedliche Spitze des gleichen Phänomens zeigt.
    .
    ..hier find ich mich aber mal so was von verstanden und wiedergefunden..

    danke..wenn ich s nur auch mal in den nötigen Momenten so formulieren könnte..

    LG

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hab leider nicht alles ganz genau lesen können da zu viel interessanter Text auf einmal, aber:

    Eiselein:

    Vorausschicken muss man vielleicht, dass von vielen Leuten, also den wenigen, wollt ich sagen, die sich mit AD(H)S beschäftigen, viele davon ausgehen - allen voran Russell A. Barkley - dass die Impulsivität beim AD(H)S das Kernproblem darstellt, nicht zuletzt deshalb, weil der "Sinn" von Impulsivität ja gerade darin besteht, dass sie vom Betroffenen NICHT lenk-, steuer-, beeinflussbar, also schon gar nicht unterdrückbar ist... O, welch ein Irrtum unter dissoziierenden Geschöpfen!

    Oder um zu unserm Thema zurückzufinden, die Erkenntnis, Impulsivität bis zu einem gewissen Grade unterdrücken zu können, ist gerade die Voraussetzung zur Dissoziation, genauer gesagt des, was diese Strasse ins Unheil pflastert. Anders herum gesagt: Wenn ich nicht die Erfahrung mache, dass Dissoziation etwas bringt, also das Aufspalten meiner Persönlichkeitsanteile, um wahlweise die einen an die Front zu bringen, von denen ich glaube, dass sie weniger verletzbar sind, und die anderen, die ich für wesentlich erachte, in mir zu begraben, dass ich wenigstens darauf von Zeit zu Zeit regredieren kann, muss, weil diese ganze Dissoziirerei ja vor allem eines ist: ein ungeheurer Energiefresser, kann ich diese Energie und Willenskraft ja gar nicht aufbringen.
    Nach meiner Beobachtung "brauchen" diejenigen, die ihrer Impulsivität freien Lauf lassen können (z.B. verbal), weniger Dissoziation und wirken im Kern irgendwie "gesünder". Dafür sind sie wohl für ihre Umwelt anstrengender... vielleicht müssen die lieben Mitmenschen dann mehr dissoziieren...

    Etwas provokant und schwarz-weiß formuliert, schon klar!

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADHS und Dissoziation

    Jawohl, Esme.
    Ich beneide manchmal die impulsiven Leute, weil ich mich nicht traue...
    Ich dissoziiere fast permanent (derzeit dissoziiere ich mich vom Lernen für meine Prüfungen). Wenn ich es nicht tue, geht es mir schlecht. Dann fühle ich die Traumen (Traumata?) alle gleichzeititg. Aua!

    Als Kind dachte ich, wenn ich mir nur fest genug konzentriere, kann ich mich auflösen und in eine Parallelwelt überwechseln. Habe wohl zu viel SF gelesen.
    Mit 13 habe ich kapiert, dass ich dafür wohl meinen Körper zerstören muss und dass habe ich nach reiflicher Überlegung doch mal hintenangestellt, wie man sehen kann.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 346

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein: ...Anderseits befürchte ich, dass, wenn wir jetzt anfangen den Leuten, insbesondere den Fachärzten zu erklären, dass Angst und Depression bei AD(H)S eine Folge der Dissoziation ist, und zwar als ein Bewusstwerden derselben, dass mithin eben dort der Unterschied sowohl zur klassischen Depression und Angststörung, aber eben auch zur klassischen Dissoziation verläuft, deren psychischer Sinn ja gerade der ist, unbewusst zu bleiben..
    Also, bei mir kann die Grundstimmung von einem Tag auf den anderen von "motiviert-zielstrebig" in "antriebslos-resigniert" und auch zurück kippen, ohne dass ich dafür einen Auslöser ausmachen kann. - Das spricht für mich (und erst mal nur auf mich bezogen) für eine "Regulationsstörung" à la Barkley

    Es fühlt sich eher an wie ein innerlicher "Wetterwechsel" und ist durch die Medikation deutlich abgemildert - mit dem subjektiven Nachteil, dass mit Abnahme der Ausschläge auf der Stimmungs-Skala auch die "Champagnerphasen" weg sind.

    Vielleicht sollten wir den Begriff "Dissoziation" noch präzisieren.

    Ich verbinde damit die Vorstellung, dass "ein Teil von mir momentan wirklich nicht vom anderen weiß".
    Es gibt aber noch einen Zustand halbbewusster Verdrängung.

    In solche Zustände konnte ich mich schon als Kind willentlich durch intensives Tagträumen (Abenteuerfantasien z.B.) begeben.
    Damit war ich zwar im Moment in einer Parallelwelt, aber das alltägliche "Verhängnis" lauerte dennoch spürbar außerhalb meiner dünnwandigen Träumer-Seifenblase.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADHS und Dissoziation

    Esme schreibt:

    Ich verbinde damit die Vorstellung, dass "ein Teil von mir momentan wirklich nicht vom anderen weiß".
    Es gibt aber noch einen Zustand halbbewusster Verdrängung.

    In solche Zustände konnte ich mich schon als Kind willentlich durch intensives Tagträumen (Abenteuerfantasien z.B.) begeben.
    Damit war ich zwar im Moment in einer Parallelwelt, aber das alltägliche "Verhängnis" lauerte dennoch spürbar außerhalb meiner dünnwandigen Träumer-Seifenblase.
    Und wenn du dann wirklich schaffst, ganz "weg" zu sein, ist die Landung nur um so härter. Und dann versuchst du nur um so schneller, wieder in die "Seifenblase" zu kommen.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADHS und Dissoziation

    Zu Happypill:
    Ich denke nicht, dass man das ADHS als Zwischenstadium in die psychischen Störungen hinein sehen kann. Dann müßten ja alle von was weiß ich auch immer Betroffenen ein ADHS-Zwischenstadium durchgemacht haben. Das wäre aufgefallen, denke ich mal.
    Ich glaube, dass es eher wie folgt abläuft:
    Wer später einen irgendwiegearteten Knacks bekommt, fängt als hochsensitiver Mensch an. Wenn das Regulationssystem dann vor lauter Overload in die Knie geht, kompensiert man entlang seiner Stärken in einen neuen stabilen Funktionszustand. Das wäre bei disziplinierten und zielorientierten Hochsensiblen z.B. eine Anorexie, bei Hochsensiblen mit einem Begabungsschwerpunkt in komplexem, strukturellem Denken bei guten Spiegelneuronen, Autismus, und bei gutem photografischem Gedächtnis und hoher Lernfähigkeit, eine Zwangsstörung. Die ADHSler sind in dieser Logik dann eher diejenigen mit einem sehr gleichmäßig verteilten Eigenschaftenprofil (Allrounder). Deshalb findet ihr Regulationssystem unter Belastung keine Richtung in die es kippen könnte um eine neue stabile Lage zu finden. ADHSler sind wie ein Pudding, der nicht fest werden will. Das unterscheidet ADHSler von allen anderen. Bei Autisten, Anorexen, Anankasten, ... weiß man genau, WAS das Problem ist. ADHSler Kompensieren garnicht erst. Es ist sozusagen das Rohstadium einer "Störung".

    Zu Schnuff:
    Um an Dissoziationen zu arbeiten gibt es einige Konzepte:
    EMDR, Brainspotting, Gestalttherapie, ...
    mein emoflex ist ein relativ neuer Konzeptentwurf, der EMDR weiterentwickelt hat indem ich noch Anleihen bei Phänomenen aus Synästhesie, Autismus, DIS, ADHS, ... genommen und in Werkzeuge und Strategien umgesetzt habe.
    Letztlich ist Therapie und Selbsthilfe in hohem Maße individuell. Jeder sollte die verfügbaren Konzepte ausprobieren und schauen was ihm hilft. Nur darauf kommt es an. Es soll helfen klarzukommen.
    Johannes

  9. #19
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    Aaaalsooo

    Ich habe auch das Gefühl, dass ich keine Störung so richtig hinkriege... das deckt sich mit dem Dilletantismus bzw Pudding
    Auch was ich hier teilweise von anderen Chaoten lese, die sich in diesem Syndrom und jener Störung wieder zu erkennen glauben spräche ja dafür.


    Was ich nicht behauptet habe/behaupten wollte ist, dass eine ADHS ein ZWISCHENstadium ist für irgendwelche weiteren psychischen Störung/-erkrankungen. Ich meinte vielmehr, dass es ein Faktor sein kann, der einen Menschen für die (Weiter)Entwicklung einer anderen Störung ...sagen wir empfänglicher macht. (und ich meine auch nicht, dass jeder mit einer Depression ADHS hat)

    Was ich aber sehr wohl behaupten wollte ist, dass es evt. leichtsinnig ist bei der Diagnose von ADHS eine tiefenpsychologische/analytische Therapie von vorne herein als nicht hilfreich ein zu stufen. Ich denke viele therapeutische Ansätze können versucht werden, auch der der Verhaltenstherapie. Ganz klar! Und eben auch tiefenpsychologische Ansätze...

    Und genau aus diesem Grund habe ich ja die Frage in den Raum gestellt, ob es nicht wichtig wäre zu wissen, was ist komorbide und was gehört als ein Teil zur ADHS.

    Ich verstehe Komorbidität als Zweiterkrankung, neben einer anderen. Aber hier wurde ja die Dissoziation als "Konsequenz" der veränderten Wahrnehmung und Verarbeitung, die aus der ADHS resultiert, angesprochen und aus der Dissoziation entstehen Depressionen und oder Ängste (das ist jetzt eine miese Zusammenfassung dessen, was hier geschrieben wurde... bekomme es aber gerade nicht besser hin)
    Wenn also die Ängste, Depressionen, Zwänge oder was auch immer eine direkte Folge der ADHS sind, sind es keine Komorbiditäten sondern "Färbungen" oder Symptome und das wiederrum lässt bei mir die Frage aufkommen, ob das nicht für die Therapie wichtig zu unterscheiden ist. (Komorbidität oder "Färbung")


    Mich stört übrigens genauso, dass mein Therapeut von ADHS nix wissen will und seine Analytikerkollegen vermutlich auch nicht. Das ist mE: kontraproduktiv für die Weiterentwicklung des Betroffenen... in verschiedenerlei Hinsicht....

    Ich hätte zB gerne zu meiner Analyse noch eine Art emotionale Verhaltenstherapie (keine Ahnung ob es sowas gibt)... dafür hatte der werte Therapeut so seine Deutungen (also dafür, dass ich das gerne hätte) aber sonst ist er weiter darauf nicht eingegangen.


    Und das war im Grunde das, worauf ich hinaus wollte. Man muss sich da als Betroffener nahe zu selbst seine Therapie zusammen basteln, denn eine Therapieform reicht eben uU nicht... aber unterstützt wird man in der Richtung nicht... also ich nicht...nicht von meiner Psychiaterin, nicht von der KK, nicht vom Therapeuten....
    Ich bin aber kein Fachmann... die wenigsten Betroffenen sind das (da bildet ihr eher die Ausnahmen... denke ich mal ) Wie soll man das als Laie denn machen... die richtige Kombination an Therapeutischen Mitteln finden?
    Und wie gesagt, die richtige Kombination halte ich für wichtig... auf einem Bein steht es sich auch in diesem Fall schlecht... es wird aber eher selten kombiniert ( abgesehen von der medikamentösen Therapie, die eine andere oft begleiten soll) es wird darauf gesetzt erstmal die Komorb oder das ADHS und dann vllt. das andere zu behandeln... das halte ich für nicht korrekt. Bzw nicht immer korrekt...


    Ich wollte keine Therapieform schlecht machen!

    ich fürchte, ich habe damit alle Klarheiten beseitigt... ich lass es dennoch so stehen.

    LG
    happy

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Dissoziation

    emoflex schreibt:
    Unser Gehirn assoziiert alles, was hereinkommt. Fügt Neues immer dem hinzu, was schon drin ist. Drin wird es dann vernetzt. - Wenn ich in eine Situation komme, in der ein Problem zu lösen ist, bringen im Grunde die Assoziationen Lösungsvorschläge zustande.
    Wenn nun etwas zu heftig reinkommt, oder als grundsätzlich gefährlich bekannt ist, weicht unser Hirn von seiner grundsätzlichen Regel, alles zu assoziieren, ab und dissoziiert. Dissoziiertes wird folglich isoliert abgelegt und wird zu einer Art Alarmprogramm, welches in Zukunft ausgelöst wird, immer wenn was ähnliches in der Wahrnehmung auftaucht. Dann wird ein Systemalarm ausgelöst.
    Diesen Alarm erlebt der ADHSler als "Panikattacke".

    Darauf reagiert er mit den üblichen Schritten.

    1. Läuft er zum Psychiater und bekommt Benzos oder NL verschrieben. Das Problem bleibt, nur gedämpfter.

    2. Er läuft zum Psychiater und bekommt Antidepressiva verschrieben, die logischerweise gegen diese Art von Panik gar nicht wirken können.

    3. Er macht eine langwierige Psychotherapie und wundert sich, warum die Therapeutin seine angeblich diese Panik auslösenden Momente in seiner Kindheit immer noch nicht gefunden hat.

    4. Er meldet sich in einem Forum an und wundert sich, warum die langjährige Behandlung mit den üblichen Methoden und medikamentösen Verfahrensweisen bei ADHS bei ihm wenig bis nichts gebracht haben.

    Ist des korrekt zusammengefasst?

Seite 2 von 124 Erste 1234567 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. Dissoziation oder Ablenkbarkeit?
    Von Jazz im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.07.2011, 00:32

Stichworte

Thema: ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum