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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #151
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    Eiselein schreibt:
    Das ist mir auch schon aufgefallen.

    Das kann doch aber nach menschlichem Ermessen gar nicht sein!

    Es sei denn wir haben es hier - meiner Theorie folgend - mit einem erfolgreichen Dissoziierer zu tun.
    Kann es nicht sein, dass diese Person das Trauma für sich verarbeitet hat? Ganz ohne Dissoziation? Oder eben, dass die Person selber einen Weg gefunden hat das Trauma aus der Dissoziation rauszuholen?

    Wenn Jemand ein Trauma erlitten hat, dann muss daraus ja nicht zwangsläufig eine psychische Störung resultieren.

  2. #152
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    @Eiselein, Zitat Barkley

    jo, weil bei Alarm das Frontalhirn ausgeschaltet ist....
    Geändert von 1411erika (26.03.2012 um 23:26 Uhr) Grund: Eregänzung Bezug

  3. #153
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegenpilz schreibt:
    Kann es nicht sein, dass diese Person das Trauma für sich verarbeitet hat? Ganz ohne Dissoziation? Oder eben, dass die Person selber einen Weg gefunden hat das Trauma aus der Dissoziation rauszuholen?

    Wenn Jemand ein Trauma erlitten hat, dann muss daraus ja nicht zwangsläufig eine psychische Störung resultieren.
    Durchaus Fliegenpilz, dazu gibt es auch viele Studien mittlerweile (leider haben wir ja auch in den letzten Jahren viele Kriege erleben müssen, wenn auch nicht bei uns).

    Diese Studien sind auch für die Resilienzforschung interessant. Weil es auch wissenschaftlich relevant ist, warum manche Menschen einschneidende Erlebnisse anders verarbeiten.

    LG
    Erika

  4. #154
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    Man könnte auch formulieren: Der Mensch ist eben mehr als die Summe seiner Einzelheiten

  5. #155
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Typischerweise braucht man irrsinnige Mengen von Benzodiazepin wie Lorazepam ( Tavor) oder Diazepam, um einen dissoziativen Klienten "abzuschiessen" im Sinne von Sedierung. Ähnlich mit Neuroleptika. Vergleichsweise gut geht es noch mit Antihistaminika bzw. auch Atosil (Promethazin).
    Neuroleptika ist wirklich ein weites Feld, aber ich bin froh, dass es mal angesprochen wird.

    Weil: NL sind nämlich - ironischerweise - die mit weitem Abstand am meisten verordneten Medikamente bei ADHS überhaupt.

    Das mag Dich als Fachmann natürlich schockieren. In der Praxis müssen wir aber davon auskennen, dass niemand sich mit ADHS auskennt.

    Was glaubst Du passiert also, wenn jemand, der von seiner ADHS naturgemäß gar nix weiß, auf einen Psychiater trifft, der naturgemäß ebenso wenig Schimmer von der Thematik hat. Und der klagt jetzt über ständige, aber unspezifische Angstgefühle, Nervosität, innere Unruhe, hohen Erregungsstand usw.?

    Jupp. Richtig. Da gibt es ersteinmal Benzos. Die Begründung hört sich noch relativ gut an: Als Akkutmedikament bis die AD wirken. (die wirken aber seltsamerweise nie.)

    Die Beobachtung, die Du gemacht hast, verstehe ich absolut. Es ist unglaublich, wie überhaupt rein gar nicht Benzos in normalen Dosierungen auf ADHSler wirken. (Wenn sie nicht sogar noch hibbeliger machen). Und - auf der anderen Seite - in wie hohen Dosierungen ADHSler Benzos fressen können, bis sie überhaupt einmal die Wirkung zeitigen, die sie eigentlich sollen, nämlich sedierend und entspannend, ohne allzu müde zu machen.

    Der "Vorteil" von der Geschichte scheint mir immerhin der zu sein, dass ADHSler aufgrund dessen, Benzos wesentlich länger und auch in höheren Dosierungen zu sich nehmen können, ohne eine körperliche Abhängigkeit zu entwickeln. Aber dieser Hinweis wird wohl mit Vorsicht zu genießen sein.

    Bei einem weiteren "Lieblingsmedikament", das ADHSler oft und gerne einsetzen aus denselben Gründen, warum sie nachher Benzos verschrieben bekommen, beim Alkohol nämlich, ist mir ebenfalls aufgefallen, wie viel diese Leute saufen müssen, bis sich die oben beschriebene Wirkung entfaltet. Ich meine jetzt ganz unabhängig von einem Alkoholismus, bei der die Toleranzgrenze sich dann ohnehin nach oben schiebt.

    Ähnlich scheint es bei Neuroleptika zu sein. Ich habe in der Klinik Leute bei 50 mg Seroquel aus den Latschen kippen sehen. Ich futterte 300 mg zum Frühstück und ging dann einer beruflichen Tätigkeit nach. Es ist schwer anzunehmen, dass diese Dosis normale Leute schlichtweg ausser Gefecht gesetzt hätte.

    Also auch hier scheint die Feststellung zu gelten, es ist immer wieder erstaunlich, wie hoch man NL dosieren muss, um die Wirkung zu erreichen, die man eigentlich vorgehabt hatte, Sedierung, Abschottung von Aussenreizen. Auch hier rechne ich den Gewöhnungseffekt ab, der dazu führt, dass die NL auf lange Sicht eingenommen natürlich an Wirkung verlieren.

    Ironischerweise waren jene Jahre, die ich unter NL verbracht habe, die stabilsten, die produktivsten. Nach außen hin betrachtet, versteht sich, denn nach innen betrachtet führen NL in höheren Dosen zu einer Dämpfung bis hin zum Absterben der Emotionen. Also ein Leben ist das nicht. Ein Überleben schon.

    Aus diesem Grund bin ich bei ADHSlern gegen die Verordnung von NL. Oder allgemein gesprochen: NL sollten von Psychiatern bei Psychosen verschrieben werden. Und nicht grundsätzlich bei allem, in denen alles andere nicht wirkt. Das scheint aber die allgemeine Richtlinie in der Psychiatrie zu sein.

    Ich war also gottfroh darüber, die NL losgeworden zu sein, weil ich diese emotionale Einengung, dieses Eingesperrt-Sein in sich selber nicht mehr ertragen konnte.

    Doch leider kam ich vom Regen in die Traufe. Ich schildere das, weil ich als Beispiel für jemand gelten kann, bei dem die Theorie NL abbauen, Stimulanzien einbauen, vollständig in die Binsen gegangen ist.

    Denn als die NL weg waren, fing ich an zu saufen wie ein Loch. Ich suchte also nach einem Ersatzmittel, wie ich es doch noch schaffen könnte, mich von den quälenden Aussenreizen "abzudichten". So dass die Formel galt, je weniger NL, desto mehr Alk und umgekhert.

    Mein Psychiater geriet einigermaßen in Verzweiflung, da er nicht wollte, dass zu einem Zeitpunkt, wo endlich mal die richtige Diagnose gefunden war, die Sache kippte und ich zu einem vollständigen Säufer wurde.

    Nach einigen völlig sinnlosen Versuchen mit Lithium, Campral, Baclofen und Lyrica - alles Substanzen, die laut Forschungslage den ein oder anderen Säufer schon mal vom Saufen abgehalten haben sollten, waren wir wieder so weit als wie zuvor, nämlich beim Thema NL.

    Die ersten habe ich alle wieder komplett abgesetzt. Die wirkten zwar einigermaßen. Aber ich konnte dieses "Bedröhntsein", wie unter der Glasglocke, kurz: das Gedämpftsein des Gefühlslebens ums Verrecken nicht mehr aushalten. Einige NL - zum Beispiel das gepriesene Atosil - machten müde. Was ich noch weniger ausstehen konnte, da ich sowieso depressionstechnisch betrachtet nicht gerade der Antriebsstärkste bin.

    Wie ist die Sache ausgegangen?

    Nach langem hin und her und noch längerem her und hin sind wir irgendwie auf Amisulprid gekommen. Und daran hängen geblieben. Ich kann es futtern ohne dass es mich müde macht und die beschriebenen Negativerscheinungen bei NL halten sich auch in Grenzen. Allerdings empfinde ich es auch nicht so wirkungspotent wie andere NL. Schmecken tut mir das ganze trotzdem nicht. Aber auf diese Weise habe ich wenigstens die Sauferei wieder in den Griff bekommen.

    Wie aus dieser Nummer wieder rauskommen?

    Emoflex?

    Jetzt sind wir wenigstens wieder beim Thema.

  6. #156
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Du musst unterscheiden, ob sich nun die Form = Übersetzung des Gefühls als Bild / Vorstellung verändert oder nicht. Das erlebte Gefühl wird tatsächlich häufig zunächst stärker. Immerhin hat man viel Kraft und Energie aufbringen müssen, um dieses blöde Gefühl zu unterdrücken.

    Es wird also zunächst erstmal "deutlicher". Wir haben früher mit einer visuellen Analogskala dazu gearbeitet. Zu Beginn war das Gefühl vielleicht von der Belästigung bei 6 (von 10). Dann wird es zunächst echter = 8 oder 9. Dann muss man weiter machen und es wird dann besser.

    Allerdings ist es auch häufig so wie bei einer Zwiebelschale. Wenn ein Problem scheinbar abgearbeitet ist, folgt darunter die nächste Schicht. Möglicherweise geht es einem also zunächst noch nicht wirklich besser. Aber das kommt dann mit der Zeit.

    Wichtig ist also nicht, ob das Gefühl besser oder anders wird. Sondern "nur", ob sich die Formen als Platzhalter für die Gefühle / Probleme etc verändern. Das zählt. Der Rest bzw. die subjektive Bessererung folgt dann mit der Zeit.
    Ich meinte auch nicht das Gefühl. Das hat sich garnicht geändert. Beziehungsweise ich war temporär so abgelenkt, dass ich es wieder suchen musste *was hatte ich gerade gefühlt?*

    Ich meinte schon die Form.
    zB hatte ich meinen Zorn als brennenden Ball gesehen. Nach dem "Augenzucken" hat die ganze Wand gebrannt.

  7. #157
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Na ja. Das mit dem Zorn ist schon ein sehr heftiges Gefühl bzw. eine schöne Form. Es könnte sein, dass da die Wand eben erst "abbrennen" muss. Andererseits ist es so, dass die Formen bzw. Übersetzungen eben "echter" werden. Wenn es berechtigter Zorn ist, wird sich die Form ggf. auch nicht ändern.

    Wände bzw. Nebel, die sich nicht ändern, können für einen dissoziativen Schutz stehen, wo man erstmal nicht weiter gehen soll / kann. Es käme beispielsweise drauf an zu schauen, was sonst noch auf dem "Bild" bzw. im Projektionsraum zu finden. ist. Dreh dich mal um (virtuell im Bild). Was wäre da ? Ist die Mauer unendlich oder ist sie begrenzt ? Wie würde es aussehen, wenn du von der anderen Seite der Feuerwand schauen würdest ?

    Dann kommt man häufig weiter....

  8. #158
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Bleibt noch ein klitzekleines Problem, mit dem Johannes und ich uns schon seit Jahren herumschlagen : Wie könnte man jetzt dem Rest der Welt erklären, dass nicht Johannes mit seinem SRD / emoflex-Konzept ein Geisterfahrer ist, sondern die Anderen gefälligst sich mal neu orientieren sollten ? Bei mir führte es ja u.a. dazu, dass ich nicht mehr den ADHS-Bereich in der Klinik machen konnte, weil ich die "alte" vereinfachende Sichtweise und daraus resultierende Behandlung schlicht für unseriös halte. Aber natürlich auch nicht alles anzweifeln konnte, was ich noch vorher teilweise selbst mit erfunden hatte. Schön blöd, wenn man sich von seinen Anschauungen und Erfahrungen ändert.

    Ich bin davon überzeugt, dass früher oder später immer mehr Leute verstehen, dass man über diese Art der Erklärungen viel viel näher an der Psycho-logik von Regulationsstörungen und ADHS dran ist als mit dem puren Verschreiben von Stimulanzien bzw. Verhaltenstherapie.
    Verstehe ich nicht so ganz diese Aussage..Heißt das, dass in der Vergangenheit (und vor Emoflex) von Ihnen niemandem geholfen wurde? Haben Sie also Ihren guten Ruf als DER Spezialist in Deutschland ganz umsonst? Ihnen ist aber schon bewusst, dass man in einer Matheklausur 0 Punkte erhält, wenn man zwar das (richtige) Ergebnis hinschreibt, aber keine Zwischenrechnungen vorhanden sind?

    So sehr ich Ihre Begeisterung für Emoflex auch nachvollziehen kann und den Wunsch dieses so schnell wie möglich verbreitet zu wissen, so kommen Sie ein wenig wie ein keiner Junge vor, der nur noch mit seinem neuesten Auto spielen möchte...und alle anderen haben ausgedient, obwohl sie noch genauso fahrtüchtig sind.

    Was ich damit sagen möchte, ich bin mir (auch als Nicht-Fachperson) sicher, dass ADHS wesentlich facettenreicher auftritt bei allen Menschen als dass man sagen könnte, mit Emoflex wären automatisch alle Probleme gelöst...zumal leider gerade auch noch bei vielen Erwachsenen die Komorbiditäten verhindern, dass man überhaupt in der Lage ist, so ein wertvolles Werkzeug wie Emoflex anzuwenden.

    Hoffe Sie sind mir nicht böse für meine zwar etwas naiven, dafür aber ernstlich besorgten Worte...und bitte machen Sie weiter...es besteht schließlich die Möglichkeit, dass es sich auch bei Emoflex nicht um die Lösung, sondern um ein weiteres Zwischenergebnis handelt..Wenn man rein lösungs- bzw. ergebnisorientiert arbeiten möchte, sollte man sich eben nicht der Wissenschaft verschreiben

    Beste Grüße von Amn

  9. #159
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Amneris schreibt:
    Verstehe ich nicht so ganz diese Aussage..Heißt das, dass in der Vergangenheit (und vor Emoflex) von Ihnen niemandem geholfen wurde? Haben Sie also Ihren guten Ruf als DER Spezialist in Deutschland ganz umsonst? Ihnen ist aber schon bewusst, dass man in einer Matheklausur 0 Punkte erhält, wenn man zwar das (richtige) Ergebnis hinschreibt, aber keine Zwischenrechnungen vorhanden sind?
    .es besteht schließlich die Möglichkeit, dass es sich auch bei Emoflex nicht um die Lösung, sondern um ein weiteres Zwischenergebnis handelt..Wenn man rein lösungs- bzw. ergebnisorientiert arbeiten möchte, sollte man sich eben nicht der Wissenschaft verschreiben

    Beste Grüße von Amn
    Jein. Ich beschäftige mich mit Emoflex bzw. der dahinter stehenden Theorie seit über 5 oder 6 Jahren. Dazu muss ich ein wenig ausholen, warum ich überzeugt davon bin.

    1998 bin ich in Bad Bramstedt auf ADHS in Erwachsenenalter gestossen (worden). Damals galt ich als Geisterfahrer, eine Supervisorin ermutigte mich aber, bei der Sache zu bleiben, auch wenn ich gegen den Strom rudere. Damals bin ich an Corrie Neuhaus und dann das sog. ADD-Forum Berlin (Droll, Neuhaus, Hans Biegert, Erika Tittmann, Dr. Altherr und einige andere ADHD-Experten) gestossen. Dort wurde eine regulationsdynamische Sicht auf ADHS entwickelt und sehr heiss diskutiert. Wir treffen uns so ein- oder zweimal im Jahr zu Arbeitstreffen.

    Die regulationsdynamische Sicht auf ADHS ist quasi die Voraussetzung für das Verständnis. Aber sie beinhaltet eben 2 Aspekte noch nicht so ganz : 1. ADHS ist eine lebenslange Disposition, d.h. die Veränderungen über das Leben können schwerwiegender als die primäre neurobiologische Disposition sein.
    2. Häufig prägen die Reaktionen der mit betroffenen Elternteile bzw. des Umfeldes maßgeblich die Entwicklung des Kindes. Daraus ist ja das spezielle Elterntraining von Corrie entstanden , das nicht umsonst Neuropsychotherapie der ADHS heisst.

    Nun haben Johannes und ich bzw einige wenige Mitstreiter eben über diese inneren Bilder viel über AHDS bzw. Asperger gelernt. Das klingt jetzt vielleicht überheblich. Aber viele Dinge bilden sich ab. Sie werden erklärbar, weil man sie sehen kann. Viel aus der regulationsdynamischen Sicht ist also richtig, aber es fehlte bisher an Interventionsmethoden dafür. Also : Die Theorie war richtig, aber die Behandlung letztlich noch auf die alten Sichtweisen abgestimmt.

    Sind die alten Methoden falsch ? Nein, nicht immer. Aber manchmal eben doch. Das bezieht sich sehr stark auf die Pharmakotherapie (Stichwort Neuroleptika, aber auch falsche Aufdosierung von Stimulanzien). Sie bezieht sich stark auf VT bei ADHS (hier schreiben Piero Rossi und ich ja viel in unserem Blog, das sich sehr kritisch mit VT bei ADHS auseinander setzt).

    Emoflex bzw. eher die SRD-Theorie ermöglichen neue Sichtweisen. Nicht mehr und nicht weniger. Sie sind Zwischenergebnisse und haben nie den Anspruch gestellt, *********en (was für ein schreckliches Wort) zu sein. Vielmehr sieht Johannes SRD kompatibel mit nahezu allen anderen Methoden. Ich habe sogar schon Homöopathie und SRD kombiniert (über innere Medikamentenbilder), Aufstellungsarbeit bzw. systemische Ansätze und eben eher normale Imaginationstechniken, die ich im Rahmen meiner VT-Ausbildung u.a. bei Zarbock aus Hamburg kennengelernt habe.

    Emoflex ist schon lange "auf dem Markt". Es verbreitet sich deshalb nicht so schnell, weil zu wenig Therapeuten sich darauf einlassen. Weil es wirklich "Kopfschmerzen" im Anfang macht, anders über Psychotherapie bzw. psychische Probleme zu denken. Synästhesie als Erfahrung ist aber "unumstösslich". Wenn man Klienten mit synästhetischen Fähigkeiten hat, dann WISSEN die, dass etwas so ist, wie es ist. So ähnlich ist es leider auch mit Emoflex. Wenn man sich darauf einlässt, wird man zahlreiche Kritiker hören und das ist auch gut so. Aber es ist eben mehr als eine weitere Methode. Es ist eine Theorie, die sehr kompatibel mit meinen klinischen Erfahrungen seit 1998 ist.

    Ich entwickele mich weiter. Und ganz ehrlich und in fürchterlichem Selbstlob geschrieben : Genau weil ich meine früheren Erfahrungen und Meinungen korrigieren kann, finde ich es richtig, dass ich DER Spezialist für ADHS im Erwachsenenalter bin. Und ich finde es richtig, dass ich mich nicht von der Uni- oder Pharmalobby vereinnamen lasse. So jetzt fängt es gehörig an zu stinken vor Selbstlob.

  10. #160
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: ADHS und Dissoziation

    Welches Wort denn? Ich komm grad nicht drauf!


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