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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #131
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Bleibt noch ein klitzekleines Problem, mit dem Johannes und ich uns schon seit Jahren herumschlagen : Wie könnte man jetzt dem Rest der Welt erklären, dass nicht Johannes mit seinem SRD / emoflex-Konzept ein Geisterfahrer ist, sondern die Anderen gefälligst sich mal neu orientieren sollten ? Bei mir führte es ja u.a. dazu, dass ich nicht mehr den ADHS-Bereich in der Klinik machen konnte, weil ich die "alte" vereinfachende Sichtweise und daraus resultierende Behandlung schlicht für unseriös halte. Aber natürlich auch nicht alles anzweifeln konnte, was ich noch vorher teilweise selbst mit erfunden hatte. Schön blöd, wenn man sich von seinen Anschauungen und Erfahrungen ändert.

    ... naja... ohne "gefälligst" könnte man zumindest diese Idee anbieten (das ist übrigens "Analytiker-Slang" .. man stellt nicht fest und schreibt nicht vor.. man sagt noch nichtmal wirklich etwas, sondern man bietet Ideen an... nun ja...)

    So ist zB mE die kluge Frau Neuhaus nicht soooo weit weg von euch... quasi gleiche Autobahn, gleiche Richtung nur evt. ne andere Spur... oder so ähnlich...
    Wäre ich nicht so ein Schisser, hätte ich sie gefragt, ob sie das kennt und wenn nicht, warum nicht... hab ich mich aber nicht getraut

    Revolutionen wurden meines wissen nie von den Erdenker alleine gewonnen, sondern immer mit Verbündeten... die Klopfen leider nicht an, schon gleich gar nicht, wenn sie nix von der revolutionären Idee wissen.
    Habt ihr euch schon an andere ADHS-Fachleute gewandt? ...also an die 4 bis sieben, die es in Deutschland gibt?
    Positive Mundpropaganda ist zwar die beste Werbung, aber sie schlägt erstmal keine großen Wellen. Ich fürchte mit dieser Strategie (ich nenne es mal provokant so) werde ich es zB nicht erleben, dass sich die Methode durchsetzt (ok. vllt. wenn ich die 80 erreiche )
    Ich könnte mir natürlich vorstellen, dass es viel Zeit kostet mit anderen Fachleuten bundesweit diesbezüglich ins Gespräch zu kommen... das geht dann auf Kosten der Betroffenen...
    ABER
    ...wo ist denn die Therapeutenliste, die bereits an Workshops teil genommen hat und diese Methode in der eigenen Praxis anwendet?

    Nur mal so in den Raum gestellt.
    LG
    happy

  2. #132
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 245

    AW: ADHS und Dissoziation

    Auf meine Kritik/ Frage zu ausbleibendem Effekt habe ich leider noch keine Antwort bekommen.

    Ich bemerke durch Augenbewegungen keinerlei Veränderung.

    Durch visualisieren meiner negativen Gefühle werden die eher noch stärker.

  3. #133
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    web4health schreibt:
    Stimulanzien wirken bei Dissoziationen eben "antidissoziativ". Nur leider eben auch nicht wirklich ADHS-spezifisch. Man kann aber aus der Dauer und eben der Toleranzentwicklung abschätzen, ob ein ADHS-Effekt oder aber ein anderen Phänomen damit therapiert wird.

    Ich beschreibe es immer als Kanalratten aus der Vergangenheit : Wenn unter einem kontinuierlichen Spiegel (z.b. bei Medikinet adult oder Concerta) nach ca 1 bis 3 h wieder Unruhe / Anspannung oder aber unangenehme Gefühle "hochkommen", die als Unruhe fehlgedeutete werden, dann greifen einige Ärzte zu einer Dosiserhöhung oder Verkürzung der Intervalle der Einnahme. Das liest man hier rauf und runter in den Foren. Wird begründet mit "schneller Verstoffwechselung", individueller Wirkung etc. Totaler Quatsch.

    Das sind entweder Schlafstörungen oder aber eben derartige dissoziative Phänomene. Hier hilft dann eher Dosisreduktion oder Absetzen. Und eben eine Therapie der dissoziativen Störung. Da es aber keine Therapeuten gibt (oder quasi keine), muss man da leider selber "ran".
    Mir ist nicht klar, warum erst nach 1 bis 3 h die unangenehmen Gefühle wieder hochkommen und nicht schon von Anfang an?
    Und wie kann man als Patient (und auch als Arzt) feststellen, ob die Unruhe/Anspannung, die sich nach dieser Zeit einstellt, die Kanalratten sind oder ob das Medikament aufhört zu wirken?

    Und mit emoflex kann man diese Kanalratten "wegmachen" oder zumindest dafür sorgen, dass sie im Kanal bleiben? D.h. ich müsste diese Altlasten nicht unbedingt in einer konventionelle Psychotherapie (tiefenpsychologisch und/oder verhaltenstherapeutisch) bearbeiten, sondern hätte mit emoflex ein "Werkzeug", mit dem ich vergangene Traumata und Mini-Traumata wirkungsvoll angehen könnte und mit dem ich das zukünftig auch selbstständig machen könnte? (Wenn ich gelernt habe, wie das geht.)

    Und wenn ich dann noch eine sinnvolle medikamentöse Therapie und ein Coaching hätte, dann hätte ich ja gute Chancen mit meinem ADHS dauerhaft klar zu kommen.

    Danke für die tollen Beiträge, die sind sehr informativ und konstruktiv.

    PS: Ich habe das emoflex mal ausprobiert, aber bei mir ist alles immer eine rote Kugel.

  4. #134
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Wiederspruch Reha: Will nach Bad Bevensen !

    @web4health:

    DANKE, dass Sie hier Ihr Wissen teilen!!!!!!

    Ich will nicht behaupten, dass ich nun alles besser weiss. Aber die derzeitige "Psychiatrie" ist einfach lächerlich auf Steinzeitniveau. Da ich selber ja 2 Jahre in Mainz an der Uni war, weiss ich wovon ich da spreche. Das sind Dinosaurier.
    Wie der Aderlass: Irgendwann war es wirklich notwendig zu erkennen, dass das die falsche (und gefährliche) bzw. keine Universalkur war!!
    Zum Glück gab´s ja aber wohl immer auch Ärzte wie Sie (die eben alles besser wussten!), die die Medizin vorangebracht haben!

    Beste Grüße,

    Schoko

  5. #135
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    happypill schreibt:
    ...wo ist denn die Therapeutenliste, die bereits an Workshops teil genommen hat und diese Methode in der eigenen Praxis anwendet?
    Hallo Happy!

    Leider wird die Liste im Moment überarbeitet, wird aber in Kürze bestimmt wieder on sein.... (dann hier: emoflex in Ihrer Nähe - emoflex®)

    LG
    Erika

  6. #136
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.742

    AW: ADHS und Dissoziation

    Amneris schreibt:
    Was bedeutet denn bitte eine pharmakologische Wirkung wird "wegdissoziiert"?? Und, wenn dadurch die Wirkung verschwindet, warum geschieht dieses "wegdissoziieren" denn überhaupt?

    Danke für eine kurze Erklärung.

    Grüße von Amn
    Also ich habe da auch eine Theorie....

    Es gibt Forschungen, die belegen, dass im Alarmzustand das Frontalhirn abgeschaltet ist. Dies ist notwendig, damit ausreichend Energie für die "Lebenserhaltungssysteme" zur Verfügung steht.
    Medikamente können nun diese Abschaltung überbrücken, so dass man trotz Alarm zugriff auf die kognitiven Fähigkeiten hat.

    Da der Alarm aber dadurch nicht verschwindet, arbeitet das Gehirn (Körper) auf Hochtouren. Dauerhaft lässt es sich nicht austricksen, es funktioniert wie ein "Sensor" der bei Überhitzung die Leistung nach unten regelt.

    Dies hat zur Folge, dass man sicherlich eine Weile mit Medikamenten handlungsfähig ist, je nach Alarmzustand (aktuell oder "Kanalratten") früher oder später aber wieder im Alarm landet. (siehe Ausführungen Dr. Winkler)

    Daher ist es sicherlich notwendig, "multimodal" vorzugehen.
    Wichtig scheint mir, zusätzlich zum Bereinigen der Alarmzustände ein Energiemanagement, für jeden individuell. Da hilft Achtsamkeit (wie 'Michi beschrieben hat), Strategieen entwickeln, wie ich "Überlastung" vermeiden kann, sicherlich auch (kurzzeitig) Medikamente.

    LG
    Erika

  7. #137
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Dissoziation

    1411erika schreibt:
    Also ich habe da auch eine Theorie....

    Es gibt Forschungen, die belegen, dass im Alarmzustand das Frontalhirn abgeschaltet ist. Dies ist notwendig, damit ausreichend Energie für die "Lebenserhaltungssysteme" zur Verfügung steht.
    Medikamente können nun diese Abschaltung überbrücken, so dass man trotz Alarm zugriff auf die kognitiven Fähigkeiten hat.
    Interessante Theorie.

    Wenn Medikamente meine "natürliche" Alarmfunktion (die bei ADHS sehr schnell ausschlägt) überbrücken bzw. ausschalten, würde das nicht heißen, dass ich durch die Einnahme von Medikamenten quasi gegen mich selber arbeite, wenn ich nicht gelernt habe mit den Ursachen der Alarmfunktion adäquat umzugehen?
    Ich würde also ständig meine eigene Grenze überschreiten.
    Und der Alarm würde erst später anschlagen. Vielleicht dann zu spät?

    Dann würden ja die Medikamente z.B. einen Burn-Out fördern? (Was ich leider bei erwachsenen ADHSlern für sehr realistisch halte.)

  8. #138
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegenpilz schreibt:
    Interessante Theorie.



    Dann würden ja die Medikamente z.B. einen Burn-Out fördern? (Was ich leider bei erwachsenen ADHSlern für sehr realistisch halte.)
    Den Alarm stellen vor allem Benzodiazepine aus. Aber letztlich stimmt es schon, man kann über Medikation quasi das "Ausbrennen" noch hinauszögern bzw sogar erst auslösen. Wenn man quasi die Erschöpfung / Müdigkeit mit dem "Weckamin" Methylphenidat bekämpft und die Dosis immer weiter steigert bzw. die Intervalle verkürzt läuft das früher oder später auf Burnout hinaus.

  9. #139
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Amneris schreibt:
    Dann hat dieses "Wegdissozieren" auch nichts damit zutun, dass man gar nicht "möchte", dass das Medikament wirkt? Oder wenn man ein Medikament einnimmt, dieses anfänglich auch hilft..und sich dann die Probleme wieder durchsetzen und "stärker" als die pharmakologische Wirkung erweisen? Dann wäre es ja auch ein Stückweit "willentlich", ob die erwartete Wirkung eintritt oder nicht?

    Gruß, Amn
    Neeee. Mit möchten oder nicht wollen hat das nichts zu tun. Es gibt Patientinnen bei uns in der Klinik, die bekommen Dosierungen von Neuroleptika, damit könnte man einen Elefant einschläfern. Oder aber Benzodiapzepine (die wir aber selten einsetzen).

    Das aber eine Wirkung nur zeitweilig auftritt, kann schon mit Dissoziationen zusammenhängen.

  10. #140
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    schnuff schreibt:
    Auf meine Kritik/ Frage zu ausbleibendem Effekt habe ich leider noch keine Antwort bekommen.

    Ich bemerke durch Augenbewegungen keinerlei Veränderung.

    Durch visualisieren meiner negativen Gefühle werden die eher noch stärker.
    Du musst unterscheiden, ob sich nun die Form = Übersetzung des Gefühls als Bild / Vorstellung verändert oder nicht. Das erlebte Gefühl wird tatsächlich häufig zunächst stärker. Immerhin hat man viel Kraft und Energie aufbringen müssen, um dieses blöde Gefühl zu unterdrücken.

    Es wird also zunächst erstmal "deutlicher". Wir haben früher mit einer visuellen Analogskala dazu gearbeitet. Zu Beginn war das Gefühl vielleicht von der Belästigung bei 6 (von 10). Dann wird es zunächst echter = 8 oder 9. Dann muss man weiter machen und es wird dann besser.

    Allerdings ist es auch häufig so wie bei einer Zwiebelschale. Wenn ein Problem scheinbar abgearbeitet ist, folgt darunter die nächste Schicht. Möglicherweise geht es einem also zunächst noch nicht wirklich besser. Aber das kommt dann mit der Zeit.

    Wichtig ist also nicht, ob das Gefühl besser oder anders wird. Sondern "nur", ob sich die Formen als Platzhalter für die Gefühle / Probleme etc verändern. Das zählt. Der Rest bzw. die subjektive Bessererung folgt dann mit der Zeit.

    Dann ist man überrascht, wenn es eintritt. Bzw man ist überrascht, dass man überhaupt vorher damit ein Problem hatte.


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