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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1191
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Dissoziation

    Aber vielleicht war ich unklar: meine frage war mehr ob andere ADSler ein art "starren" kennen bei reizüberflutung, zum beispiel in supermarkt, oder wenn es hektisch ist und dann wollen noch gleichzeitig 2-3 menschen etwas von dich... Also, es geht nicht um situationen die wirklich ein kleine gefahr sind, es geht mehr um solchen wo man laut von eindrücken nicht mehr denken kann un dauch nicht mehr "vernünftig" handeln kann. Ich merke dass ich bei solche situationen sehr kurz in eine art "panik" gerate, dabei starren kann oder aggressiv sein kann, aber wenn es kurz dauert, mich auch dann beruhigen kann.
    Oh, ich seh´, ich habe nicht genau genug gelesen ...

    Den Zustand kenne ich aber auch. Jetzt erst am Wochenende wieder. Wir hatten Kommunion und im Vorfeld veranstaltete meine Schwiegermutter einen Wirbel, der mir völlig abgeht. Sie ist völlig anders gestrickt wie ich, muß alles schon Wochen vorher geplant und organisiert haben. Ihre Kleidung für das Fest hatte sie schon im November bei sich im Schrank! - Ich schweife ab ... Sie wirbelt dann bei mir in der Wohnung (muß natürlich alles auf Hochglanz gebracht werden) und ich wurde immer zäher und zäher und konnte mich in meiner eigenen Bude nicht mehr bewegen. Um nicht ganz in Starre zu verfallen, flüchtete (im wahrsten Sinne des Wortes) ich nach draußen. Da bekam ich dann auch wieder Luft.

    Das ist bewusst nicht gewollt, das Unterbewusste ist da immer schneller und stärker.
    Jedoch feuert es nicht, weil die Umgebung mir dies aufzwingt, sondern durch mein Erleben.
    Und dieses Erleben wird durch das was da in mir vorgeht verstärkt.
    Geradezu selbsthypnotisch.
    Bis in die Abspaltung. Ein heraus gehen aus mir, mich von außen selbst betrachtend, nichts mehr spüren.
    Ein klarer Fall vob Dissoziation in meinen Augen.
    Durch mich herbei geführt.
    Durch bewusstes Herbeiholen und unterbewussten Antreibern.
    Habe ich auch. In bestimmten Situationen ist es fast, als würde ein Schalter umgelegt werden und ich bin nicht mehr ich selbst. Naja, irgendwie natürlich schon, aber es spielt dann ein "Film" ab, den ich zwar mitbekomme, aber nicht beeinflussen kann. Da kriege ich die Krise. Ich reagiere dann ganz anders, als ich es selbst gern möchte, aber ich komme nicht aus mir raus.

  2. #1192
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    @SteveD

    mein Problem - was ich nicht als "Schlimm" empfinde - ist, das unkontrollierbare.
    das Warum - mir sind häufig Situationen zu viel - an denen ich mich weg beame.

    ich stelle mir die Frage, warum reagiere ich auf vermeidlich "harmlose" "normale" Situationen
    so empfindlich, dass ich das nicht einfach "erleben" kann?

    ich habe bei einem Angriff die Wahl zwischen Flucht und Kampf... (Flucht mich Weg beamen / Kampf mich stellen) -
    wenn ich nicht "real" aus der Situation raus gehen kann.

    unter Angriff, verstehe ich auch überfüllte Räume mit Menschen (Schule) Reizüberflutung.

    dieser Automatikatismus - ist nicht gut für mich - es erklärt einerseits, warum ich keine offensichtliche,
    abweichende "Verhaltensstörung" in der Kindheit aufwies und anderseits aber auch meine Symptome...

    ich bin immer auf 180, immer unter Strom, immer innerlich am Rennen, immer bereit zu Fliehen -
    obwohl ich dies nach Aussen nicht zeige. Ich kann ja nicht mal im Urlaub auf einem Liegestuhl liegen - das macht mich wahnsinnig.

    Jetzt suche ich einen Weg - dass ich im Liegestuhl liegen kann, und einfach das Rauschen des Meeres "ACHTEN" kann...
    und halt auch mal meinen unterdrückten "Temperament" raus lassen darf. Ohne mich "schlecht" zu fühlen.

    kurz: mein Leben zu LEBEN - wenn man sich ständig weg beamt - (und dies nicht in Traumatischen Situationen)
    ist man ja nicht DA - um teil zu nehmen um zu tun, zu handeln, zu fühlen - wie der Steuermann auf seinem eigenen Boot -
    ist ein Unterschied ob er am Steuer sitzt - oder er sich zurück zieht - und das Boot durch die Wellen und Windrichtung getragen wird.
    (warum ist mein Steuermann immer in Alarmbereitschaft?)

    ich glaube all dies, hat einen Zusammenhang und es ist schwer diese erlernte Muster für sich
    als nützlich oder krankmachend zu eruieren.
    Geändert von Smile ( 1.05.2013 um 11:39 Uhr)

  3. #1193
    salamander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    SteveD schreibt:
    Also, ich schaffe es schon eine Dissoziation selbst herbei zu führen.
    Durch heranziehen von schlimmen Erlebnissen, bei Verknüpfung von bereits Erlebten mit Ängsten bezogen auf Kommendes.
    Geradezu selbsthypnotisch.
    In der reinsten Form.

    Das ist bewusst nicht gewollt, das Unterbewusste ist da immer schneller und stärker.
    Jedoch feuert es nicht, weil die Umgebung mir dies aufzwingt, sondern durch mein Erleben.
    Und dieses Erleben wird durch das was da in mir vorgeht verstärkt.
    Geradezu selbsthypnotisch.
    Bis in die Abspaltung. Ein heraus gehen aus mir, mich von außen selbst betrachtend, nichts mehr spüren.
    Ein klarer Fall vob Dissoziation in meinen Augen.
    Durch mich herbei geführt.
    Durch bewusstes Herbeiholen und unterbewussten Antreibern.

    Klar kann man das auch in Richtung Persönlichkeitsabspaltung schieben, die laut Definition eine Unterform der Dissoziation ist.

    Steve
    Ich finde mit den Dissoziationen bewegen wir uns in "Randbereichen". Es kommt drauf auf an, in welcher Lebenssituation.

    Manche Lebenssituationen sind dermaßen belastetend, dass "die Psyche/Seele" mit einer Dissoziation die Reißleine
    zieht, das Erlebte "schockgefrostet", was zu einem Trauma wird. Es beiseite legt, bis der Mensch soweit ist, das
    Erlebte auszuhalten und verarbeiten. Vorher gibt es kein herankommen, an das um was es geht. Und schon gar nicht
    per Logik/Verstand. Das geht hin bis zur PTBS, sobald etwas erlebt, das an das Erleben erinnert, dem ähnlich ist, was
    zur Schockgefrostung/Dissoziation/Traumatisierung geführt hat.

    Geht es aber derart tief, hilft da kein reden und diskutieren, da geht es nur um erleben, erspüren, und mit langsamen
    annähern in homöopathischen Dosen, um an das worum es geht, heran zu kommen, und es wirklich Häppchenweise
    zuzulassen um es ertragen zu lernen, und dadurch irgendwann den Ausgang zu finden.

    Das ist aber ein Prozeß der Jahre dauern kann, dem per Logik/verstand nicht zubeizukommen ist. Es geht um er-
    fühlen/erspüren/erleben, neue Erfahrungen machen, Sicherheit finden, in sich selbst, in der Umgebung, Reflektion,
    wieder ertragen lernen, die Fähigkeit zur Abgrenzung entwickeln, stopp sagen zu lernen, wegzugehen, wenn es zu
    schlimm wird, das eigene Tempo plus die eigene Art des Umgangs damit finden. Zumindest war das bei mir so.

    Danach kommt es zu einer Sensibilierung gegenüber dem, was zur Schockgefrostung führte, was ich jetzt NICHT mit
    Trigger gleichsetze. Es wird bemerkt und wahrgenommen, bevor andere, ohne die jeweilige Erfahrung, es spüren können.
    Im ersten Schritt kommen die alten Muster im Umgang mit dem was einem begegnet zum Vorschein, die die selben Ge-
    fühle wie früher auslösen. Jedoch kommt es dabei nicht zur Dissoziation, die Gegenwart wird genauso erlebt wie sie ist,
    jetzt in dem Wissen darum, was einem da begegnet/gegenüber steht. Was jetzt geschieht nenne ich persönlich Trans-
    formation, einen anderen Umgang mit dem finden, was einen immer noch "kalt stellt". Und an dieser Stelle den eigenen
    Weg/Umgang damit zu finden, nicht den, der zu einem früheren Zeitpunkt antrainiert wurde, Werten/Regeln entspricht,
    die NICHT die eigenen sind, und auch nicht zum eigenen Sein/Ich passen.

    Das muß dann wieder ausprobiert werden, wie es ist, bis es sich für einen selbst gut anfühlt, so dass man aus ähnlichen
    Situationen heraus geht, ohne sich schlecht zu fühlen. Dazu gehört auch, dass es durchaus der Fall sein, dass man sich
    gegen andere stellt und das als in Ordnung zu empfinden. Das bedeutet noch lange nicht, dass andere mit eigenem
    Verhalten verletzt und brüskiert werden, das bedeutet einfach nur, dass da zwei Menschen sind, die völlig unterschied-
    lich ticken, und nicht miteinander können. Was auch wieder zu akzpetieren gelernt werden muß.

    Es ist unmöglich immer und überall situationsadäquat zu handeln. Manches geht einfach deutlich zu weit, da darf man
    sich nicht verunsichern lassen, was dabei heraus kommt, wenn man es schon mal erlebt hat, weiß man. Die Übung lautet
    jetzt, zu lernen und zu aktzeptieren, dass es so ist, und den eigenen Weg zu finden, damit es nicht wieder zu Dissoziationen
    und Traumatisierungen kommt.

    Das sind aber alles Prozeße, die so lange brauchen wie sie brauchen. Während dieser Zeit gibt's ne Menge Pleiten, Pech
    und Pannen. Aber alles in dieser Zeit läuft unter dem Motto: Die guten ins Töpfchen die Schlechten ins Kröpfchen. Muß
    alles aussortiert werden, um zu sich selbst und für das eigene Empfinden einen situationsadäquaten Umgang mit Streß-
    situationen zu finden. Dissoziationen und Traumatisierung treten da auf, wo es einfach viel zu viel ist, und der Mensch
    nicht mehr kann, weil es in allem deutlich über seine Belastungsgrenzen geht. Mal ganz vereinfach ausgedrückt.

    Ich kann das nur so, aus meinem eigenen Erleben heraus beschreiben. Und gewisse Dinge gehen danach einfach nicht
    mehr, auch das ist zu akzeptieren. Daß da einfach eine Grenze ist, die nicht verschoben werden darf, weil es zu eigenen
    Lasten geht. Wer's mal erlebt hat, da läßt in diesen Punkten auch nicht mehr mit sich verhandeln, weil der Preis dafür
    bekannt und viel zu hoch ist.

    LG
    Sala

  4. #1194
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    SteveD schreibt:

    In wie vielen Fällen trauert ein Mensch um seinen Partner und lebt gleichzeitig, als wenn er noch da wäre? Spricht mit ihm, umarmt seine Kleider, stellt ihm zum Essen seinen Teller hin, geht MIT ihm die Wege, die man gemeinsam gegangen ist.
    Ist das Abspaltung, oder jemanden nicht loslassen können? Also etwas, was nicht mehr da ist, weiterhin in sein Leben zu integrieren...

    Mir scheint es fast, ihr habt entweder noch keinen lieben Menschen verloren, oder es hat mut der Trauerfeier einfach so geendet.
    Es endet sicherlich nicht mit der Trauerfeier, wenn man eine enge Bindung zu dem Verstorbenen hat, außerdem liegt es sicherlich auch daran, welche Umstände zum Tod führen. Wenn jemand nach einem langen Siechtum von seinen Leiden "erlöst" wird, bzw. man einen Menschen an "tausend Schläuchen" auf der Intensivstation vor sich hat, dessen Körper laut schreit: "Lasst mich endlich gehen", dann kann ich ihn auch gut gehen lassen... Das heißt nicht, dass ich nicht mehr traurig über den Verlust eines geliebten Menschen bin...

    Leben und Tod gehören nunmal zusammen.
    Die Trauerarbeit beginnt für mich da, wo bekannt wird, dass jemand an seiner Erkrankung sterben wird...

    Anders verhält sich das sicherlich bei einem plötzlichen Tod (Unfall, unvoehergesehener Herzinfarkt..) gerade den Menschen, die eigentlich noch "viel Leben" vor sich hatten. Ich denke, dass Schlimmste ist, wenn Eltern ihre Kinder "überleben", in so einem Fall (Schock) ist eine Dissoziation sicher sehr wahrscheinlich...

    Ich habe ALLE Posts in diesem Thread gelesen und ich bin nicht der Meinung, dass Dissoziation in allen Zügen als das was es ist zugelassen wird.
    Wow, das nenne ich Ausdauer, ich habe gerade mal 20 posts geschafft...

    Es geht doch nicht darum, hier wissenschaftlich festzustellen und zu argumentieren, warum EINE Form der Dissoziation die einzig WAHRE ist.
    Mir ging es zumindest darum, zu verstehen, was eine Dissoziation genau ist. Das ist nunmal ein medizinischer Begriff für eine bestimmte Art der Hirnverarbeitung..

    Es geht hier doch um einen Zusammenhang zwischen den Erfahrungen von Menschen mit ADHS zu Dissoziation und wie sie es verstehen.
    Oder irre ich mich da.

    Ich glaube nicht, dass hier irgendwer die strittigen wissenschaftlichen Sichtweisen neu definieren oder gar bahnbrechend ergänzen will.
    Na ja, ich habe Eiseleins Beitrag jetzt nicht mehr so genau im Kopf, um genau sagen zu können, was seine Intention war, diesen thread zu eröffnen. Vielleicht ist der Austausch der "neuesten" wissenschaftlichen Erkenntnisse hier fehl am Platz, aber dann hätte normalerweise einer der Admins auf das oot hingewiesen

    Ich glaube viel mehr, dass mit über hundert Seiten a 10 Posts ein gemeinsames Verständnis dafür gefunden werden will, wie jemand mit Dissoziation umgeht und wann er glaubt in einer zu sein.
    Ich denke, da eine Dissoziation bereits vor dem Großhirn (im Grunde unsere rationale Steuerungszentrale, korrigiert mich, wenn ich das falsch ausdrücke) stattfindet, und das ist meines Wissens wissenschaftlich eindeutig bewiesen, weil durch CT, EEG..., kann man gar nicht bewußt damit umgehen, weil es gar nicht in dem entsprechenden Teil des Gehirns ankommt. Sobald Du das selbst steuerst, muss es vorher im Großhirn angekommen sein, sonst wäre das gar nicht möglich.

    Dann würde ich eher von Verdrängung sprechen, das kann auch soweit gehen, dass die "Ursache" nicht mehr im "aktiven" Gedächtnis" ist, sondern "nur noch" im impliziten Gedächtnis zu "Automatismen" führt....

    Zum Rest werden sich schon fachkundige Wissenschaftler nicht einig.
    Na ja, die Forschung hat große Schritte gemacht, z.B. behaupten auch immer noch genügend "fachkundige Neurologen", dass es die AD(H)S nicht gäbe, obwohl es bewiesen ist. man nehme Hüther, der immer noch die These vertritt, dass AD(H)S eine "sozialisationsbedingte Verhaltenauffälligkeit", die mit entsprechenden Therapien und erzieherischem Verhalten reguliert werden könne. Ich habe eine Tochter mit ADHS ohne Komorbiditäten, trotz aller erzieherischen und therapeutischen Interventionen sind wir um eine Medikation nicht herumgekommen, sonst hätte sie Komorbiditäten entwickelt....

    Also lasst uns bitte Erfahrungen austauschen.
    Ich finde es nicht in Ordnung, Bewertungen über deren Qualität zu diktieren.
    Ich denke, niemand wollte Dich persönlich angreifen. Es ging um Inhalte, nicht um Bewertungen. Gerade in diesem thread diskutieren einige Leute mit, die die gesamte internationale Literatur, insbesondere Hirnforschung, funktionale Zusammenhänge, gelesen haben und einen guten Überblick darüber haben.

    Ich lerne gerne davon und finde gerade das sehr spannend, herauszufinden, was da wirklich genau im Hirn abläuft (soweit das möglich ist), und ich habe auch schon sehr viel gelernt.

    LG Tanja

  5. #1195
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS und Dissoziation

    nur mal zwischendurch:

    was ist "gesünder", ich bin durch einen bericht:
    Essstörungen | ADHS-Spektrum: Neues und Altes aus der ADHS-Welt

    darauf gestossen - der kleine bruder, der mit seinem "stress" so umgeht - dass er es zeigt.
    oder die grosse "vernünftige" schwester, die mit ihrem "stress" einen anderen weg gewählt hat?

    ich empfinde schmerz - nicht immer gleich - auch gar nicht.
    in einer "komischen phase - stress" in der ich nicht raus komme, ja krise kann man es nennen - obwohl
    es mir "eigentlich" gut geht - habe ich kein hungergefühl.

    phasen in denen ich auf hochtouren laufe - kann ich auch gefühle - weg drücken - die sind einfach nicht da....
    diese gefühle wären aber für mich gut, da sie mich vor dem "auslaugen" bewahren würden.

    funktionieren müssen - kann auch bedeuten dass man funktioniert - doch nur noch - mechanisch - nicht
    wirklich wirklich - und das ist nicht wirklich ein zustand der einem gut tut - es zieht andere phasen mit sich.

  6. #1196
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS und Dissoziation

    @Tanja
    vielleicht hast Du Recht, dass 'es' im Großhirn gar noch nicht ankommt.
    Dann bemerke ich jedoch, dass bei mir bestimmte Erinnerungen und Zusammenhänge dieses 'es' irgendwie streifen müssen was bei mir zur Dissoziation führt.
    Und ich habe Themen, auf die konzentriert diese Abspaltung herbei führen.
    Denke ich daran, wird das zum Selbstläufer und schaukelt sich unaufhörlich in einer Art Selbsthypnose auf, bis es zu beschriebenen Ausflügen kommt, wo ich mich aus mir entferne und mich von außen wahrnehme.
    Und ich nehme keine Drogen .

    Sorry, dass ich heute Nacht etwas überreagiert hab - kommt bisweilen hin und wieder mal vor.


    Steve

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  7. #1197
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    SteveD schreibt:
    vielleicht hast Du Recht, dass 'es' im Großhirn gar noch nicht ankommt.
    Dann bemerke ich jedoch, dass bei mir bestimmte Erinnerungen und Zusammenhänge dieses 'es' irgendwie streifen müssen was bei mir zur Dissoziation führt.
    Und ich habe Themen, auf die konzentriert diese Abspaltung herbei führen.
    Mag es vielleicht sein, dass dieses "es" etwas dissoziiertes (unbewußtes, weil nicht im Großhirn) anstößt und somit zu dieser Abspaltung führt?

    Denke ich daran, wird das zum Selbstläufer und schaukelt sich unaufhörlich in einer Art Selbsthypnose auf, bis es zu beschriebenen Ausflügen kommt, wo ich mich aus mir entferne und mich von außen wahrnehme.
    Woran denkst Du? An das "es" oder an etwas dahinterliegendes? Wenn Du Dich rational erinnerst, diese "Begebenheit" also im Großhirn angekommen ist, dann ist es (soweit ich das jetzt verstanden habe) keine Dissoziation, sondern eher Verdrängung (Ich würde Verdrängung auch nicht (nach Freud) auf die Triebe reduzieren, vielmehr geht es darum, Dinge, die aktiv und subjektiv als existenzgefährdend eingestuft werden, im Extremfall nicht mehr im aktiven Gedächtnis abrufbar sind, aber eben im Rahmen des impiziten Gedächtnisses zu Automatismen führen. (habe ich mich jetzt wiederholt?)


    Sorry, dass ich heute Nacht etwas überreagiert hab - kommt bisweilen hin und wieder mal vor.
    Sind wir nicht alle ziemlich impulsiv und sehe die Dinge manchmal "durch einen Tunnel"? "Mal explodieren" finde ich nicht schlimm, solange man sich hinterher, wenn der Dampf abgelassen ist, konstruktiv darüber auseinandersetzen kann.

    Für Impulsivität sollte doch gerade hier jeder Verständnis haben...

    Ich war ein wenig erschrocken über Deine Reaktion, weil ich Dich gerne lese....

    LG Tanja

  8. #1198
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll.
    Das 'es' wird nicht bewusst.
    Aber es gibt traumatische Gegebenheiten, wie z. B. das mit meinem letzten Job.
    Oder der Unfalltod meines besten Freundes mit 12.
    Das löst Gefühle aus und diese gehen dann ab wie eine Achterbahn. Veraufe ich mich darin und verdränge sie nicht, komme ich in den Zustand, den ich nach wie vor der Dissoziation zuordne.

    LG
    Steve

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  9. #1199
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    SteveD schreibt:
    Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll.
    Das 'es' wird nicht bewusst.
    War das "es" denn mal bewußt?

    Aber es gibt traumatische Gegebenheiten, wie z. B. das mit meinem letzten Job.
    Das kannst Du aber rational benennen, also ist es im Großhirn angekommen.

    Oder der Unfalltod meines besten Freundes mit 12.
    Hast Du Dich da so wie beschrieben verhalten? Das war bestimmt ein besonders schlimmes Erlebnis und es kann gut sein, dass Du da einzelne Wahrnehmungsbereiche abgespalten hast, das vermag ich nicht zu beurteilen...

    Das löst Gefühle aus und diese gehen dann ab wie eine Achterbahn. Veraufe ich mich darin und verdränge sie nicht, komme ich in den Zustand, den ich nach wie vor der Dissoziation zuordne.
    Was löst wann welche Gefühle aus? (Musst Du nicht (hier) beantworten, wenn Du nicht magst, ist ja schließlich schon sehr persönlich)

    LG Tanja

  10. #1200
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Das 'es' ist und war nie bewusst.
    Ich wüsste nicht was oder wie 'es' ist. Es ist ein Gefühl, das ich nicht fassen kann, nicht mal beschreiben. Aber es schafft eine Situation, wo ich nicht in mir bin.

    Es gibt ja einige Situationen in meinem Leben, die ich zu verarbeiten hatte und habe.
    Aber die kann ich benennen.
    Und mich dem stellen oder wegrennen, auch Totstellen.
    Diese Situationen kann ich aber kontrollieren.
    War auch nicht immer so.
    Früher ging es mir in Schockzuständen ähnlich.
    Als Kind hatte ich öfter Suizidgedanken. Passiv.
    Da habe ich mich ähnlich wie durch Panik und Angst in eine Art Rausch versetzt, wo ich aus meinem Körper entwichen bin.
    Ähnlich wie so Schilderungen von Scheintoten die wieder zurück kehren.
    Und nein, mich haben keine Ausserirdische entführt.
    Hier wird das zwar bestritten, aber ich bin in der Lage mich allein mit negativen Gedanken und Anknüpfen an solche Erinnerungen in einen Art Trance Zustand zu versetzten, der dieses aus dem ich entweichen zur Folge hat.
    In diesem Zustand spüre ich absolute Zufriedenheit und eine Art Glückseligkeit, absolut keine Sorgen oder sonst irgend was belastendes.
    Eine Art Zuflucht, die ich als Kind sehr häufig nach Demütigung und Misshandlung aufgesucht habe.
    Die Angst und Pabik war damals real existent.
    Es gibt tausende Ereignisse, die in 15 Jahren Kindesmisshandlung anfallen. Doch alle verliefen eigentlich nach dem selben Muster.
    Ich nenne es einfach Misshandlung.
    Und diese ist nicht 'es'.
    Ich weiß es nicht was in diesen Situationen zum tragen kommt, aber es war eine Art wohltuende Zuflucht.

    Und bevor Vermutungen in die Richtung Drogen usw. kommen,
    ich nahm nie welche und tue es auch jetzt nicht.

    Steve

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