Seite 118 von 124 Erste ... 113114115116117118119120121122123 ... Letzte
Zeige Ergebnis 1.171 bis 1.180 von 1237

Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1171
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    Fliegerlein schreibt:
    Sagen wir, jemand hat Kopfschmerzen, weil er verspannt war/ ist.
    Kann einfach mal vorkommen und da ist es egal, was der Ursprung der Verspannung war, wichtig ist jetzt erstmal, dass man über die Medikamente den Schmerz auflöst und somit den Patienten aus der Schutzhaltung herausbekommt.
    Denn macht er das nicht, bleibt er in er Schutzhaltung und der Schmerz wird zum Selbstläufer.
    Also sagt der Arzt z.B. "Drei Tage lang zweimal täglich eine Schmerztablette".
    In der Zeit hat der Muskel Zeit sich zu regenieren, die Schutzhaltung wird aufgehoben, alles normalisiert sich und danach sind die Schmerzen weg und bleiben es auch.
    Da ist eine tiefergehende Ursachenforschung egal, man hat zwar nur Auswirkungen therapiert, aber das hat auch vollkommen ausgereicht.

    In vielen Fällen reicht das auch.
    na ja, wenn er nicht realisiert, dass die Verspannungen Ursache seiner Kopfschmerzen sind, können ähnliche Verspannungen immer wieder Kopfschmerzen auslösen, die dann eben mit der Tablette bekämpft werden. Ich glaube, dass (fast) alles eine Ursache hat, die nur gefunden werden muss... (Wenngleich das "ausmerzen der Ursache" oft nur sehr schwer möglich ist)


    Bei anderen Fällen dagegen muss man tiefer schauen und genau schauen, denn sonst kommt der Schmerz immer und immer wieder.
    Und das kann zu einem echten Problem werden.
    Das meine ich, aber irgendwo hat wie gesagt alles seine Ursache, insbesondere wenn sich die Auswirkung wiederholt...


    Bei vielen ADS'ern, die keinen Krankheitswert und keine Komorbiditäten haben, ist genau das richtig gelaufen.
    Ob nun bewusst oder unbewusst ist ja egal.
    Die "heutigen AD(H)S-Kinder" haben da uns gegenüber einen entscheidenden Vorteil, heute weiß man, worum es geht und kann sehr viel "ausgleichen", das sehe ich ja auch an unserer Tochter, die einen tollen Vater hat und ich habe als Mutter, glaube ich, auch nicht so ganz versagt.. (zumindest bislang, die Pubertät haben wir ja noch vor uns...)

    Und klar, ohne Bestrafung geht es nicht, ... nie.
    Wie gesagt, Bestrafung im Sinne von logischen Konsequenzen... Wenn die Bestrafung für ein Kind nicht nachvollziehbar, scheinbar aus der Luft gegriffen wirkt, dann wird es sich schnell ungerecht behandelt fühlen, der eigentliche Effekt, nämlich aus der Situation zu lernen wird blockiert.
    Nicht Bestrafung, sondern Anleitung und Grenzsetzung geben Sicherheit und Selbstvertrauen..


    Das "normale" Schema der Erziehung funktioniert nicht oder nicht so gut.
    Was bezeichnest Du denn als "normales" Erziehungsschema? Ich finde das, was ich oben beschrieben habe normal..

    Natürlich haben wir ein Belohnungssystem, aber es muss anders angesprochen werden, als das sonst üblicherweise der Fall ist, das meine ich.
    Und gerade bei denen, die anschließend als Patienten in den Praxen und Kliniken landen, ist da sicherlich einiges nicht so gelaufen, dass man von einem guten ADHS-Management sprechen würde.
    Natürlich hat das Unwissen aus der Vergangenheit seine Spuren hinterlassen, "Opfer sind die falsch behandelten Menschen", aber wir können es zumindest heute besser machen...


    Faszinierend und verwirrend, dass mich etwas ausmacht, das ich eigentlich nicht oder nur in geringer Form habe ...

    Mir war nicht klar, nicht mal im Ansatz, dass es eine solch harmlose Ursache haben könnte.
    Ich war demnach nicht in der Lage, mich in Dich oder Deine Situation hineinzuversetzen und mir dieses Szenario vorzustellen.
    Das ist eigentlich ein Zeichen von mangelnder kognitiver Empathie .... aber die Version, süß zu sein gefällt mir irgendwie besser und nehme sie gerne an .
    Ich habe Dich zumindest so interpretiert, dass Du Dir Gedanken dazu gemacht hast, dass ich mir Sorgen um meine Tochter mache, (Empathie heißt: einfühlendes Verstehen, das hast Du doch getan) soweit ich weiß, hast Du keine Kinder, entsprechend fehlt Dir die Erfahrung mit fiebernden Kindern (als meine Tochter als Baby mal 40 Fieber hatte, habe ich auch gedacht, sie stirbt gleich, mittlerweile weiß ich das aber einzuschätzen (habe schließlich schon lange damit zu tun)

    Also hast Du aus Deiner Sicht mit-gefühlt,

    aber wir /ich sind/bin hier schon wieder vom topic abgekommen....

    LG Tanja

    PS. @katichaos: Das Gefühl gedisst zu sein war doch nicht negativ gemeint, oder?

  2. #1172
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.452

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo,

    Ich war auch viel mit angst erzogen... Aber ich denke, es passiert oft. Es ist üblich dass nicht-betroffenen, die nicht wissen wieso man einiges nicht macht, zuerst mal druck machen, mal ein bisschen angst, bestechen wollen. Bei stinos funktionniert es, weil sie nicht so sensibel sind, aber auch einiges einfach können. Aber bei uns kann es zu drama kommen, druck zu erleben, verletzt zu werden und doch nicht können... Die muster habe ich immer wieder erlebt, an verschiedene orten, als kind, aber auch als erwachsene. Einige erlebnissen in diese art, waren auch einfach traumata...

    Es scheint mich leider auch ehe üblich in unsere kultur die fehler korrigieren zu wollen und herum zu reiten, als sich auf die stärken zu konzentrieren und fördern... Dabei habe ich satt, nur meine schwàchen ändern zu müssen (ich muss ja nicht, aber fühle ein druck dazu)...

    Wegen reizüberflutung und dissoziation: ich habe gemerkt dass ich in so ein fall, in erstarrung rasch komme, so ein art "totstellreflex" der auch der reaktion ist von ein tier, wenn er weder fliehen noch kämpfen kann um irgendwie "uninteressant" zu werden... Kennt ihr dass auch? Die reaktion kann auch auf trigger kommen, aber da scheint es bei mich nicht umbedingt ein trauma dahinten zu sein, nur eine situation die mich gerade jetzt überfordert.

    lg

  3. #1173
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    mj71 schreibt:
    Es scheint mich leider auch ehe üblich in unsere kultur die fehler korrigieren zu wollen und herum zu reiten, als sich auf die stärken zu konzentrieren und fördern... Dabei habe ich satt, nur meine schwàchen ändern zu müssen (ich muss ja nicht, aber fühle ein druck dazu)...
    Ich denke ein Ausweg ist die Kombination von beidem, einmal an den Schwächen zu arbeiten, die einen persönlich stören und seine Stärken zu fördern, beides gibt mehr Stärke, das Eine, weil ich etwas geschafft habe und das andere, weil ich mir meiner Stärken bewußt werde.... Nur der Weg ist nicht leicht und es müssen viele große Felsen aus dem Weg geräumt werden....

    Wegen reizüberflutung und dissoziation: ich habe gemerkt dass ich in so ein fall, in erstarrung rasch komme, so ein art "totstellreflex" der auch der reaktion ist von ein tier, wenn er weder fliehen noch kämpfen kann um irgendwie "uninteressant" zu werden... Kennt ihr dass auch? Die reaktion kann auch auf trigger kommen, aber da scheint es bei mich nicht umbedingt ein trauma dahinten zu sein, nur eine situation die mich gerade jetzt überfordert.
    Ich war mal in einer Extremsituation, nächtlicher Überfall, da habe ich ohne zu denken einfach reagiert und zu Dingen fähig, die ich sonst nicht kann, eher das Gegenteil von Totstellreflex, ich "wurde zum Tier" und habe mich (mit Hilfe von CS-Gas) erfolgreich gegen einen zwei Köpfe größeren Mann gewehrt....

    LG Tanja

  4. #1174
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.452

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo Tanja,

    Ja, ideal ist an schwächen und stärken zu arbeiten und sogar mit beiden dass beste daraus zu machen. Ich bin immer mehr dabei... Manche schwächen kann ich nicht wegtrainieren, aber kompensieren, zum teil mit meine stärken.

    Bei richtige stressige situation, kann auch sein dass ich richtig reagiere... Meinstens bin ich dabei nicht reizüberflutet und was zu machen ist, ist mich klar... So extrem wie du habe ich nicht erlebt, aber ich habe manche situationen die weniger "schlimm" waren, aber ein bisschen ähnlich sehr gut reagiert. Aber bei reizüberflutung werde ich ehe handlungsunfähig und es sind ehe armlose situation, wie supermarkt, oder lange zeit mit menschen oder.... hat nicht mit eine überfall!
    Mich interessiert ob anderen bei reizüberflutung (eben wie im supermarkt, oder unten leute) auch manchmal einfach starren... Vielleicht bin ich doch eine ausnahme und könnte mal dort etwas suchen...

    lg

  5. #1175
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    mj71 schreibt:
    Mich interessiert ob anderen bei reizüberflutung (eben wie im supermarkt, oder unten leute) auch manchmal einfach starren... Vielleicht bin ich doch eine ausnahme und könnte mal dort etwas suchen...

    lg
    Bei Reizüberflutung im Supermarkt oder noch schlimmer, wenn ich neue Kleidung brauche werde ich eher hektisch und aggressiv, ob das die bessere Alternative zum starren Blick ist, weiß ich nicht...

    LG Tanja

  6. #1176
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: ADHS und Dissoziation

    Chaostanja schreibt:

    PS. @katichaos: Das Gefühl gedisst zu sein war doch nicht negativ gemeint, oder?
    NEIN !!
    das war ein Wortspiel, weil ich wegen der vielen Dissoziationen und dissoziieren so gedisst war
    ( wollte immer abkürzen, aber wusste um die Bedeutung von dissen, aber am Schluss musste das raus )

    - - - Aktualisiert - - -

    Chaostanja schreibt:
    Bei Reizüberflutung im Supermarkt oder noch schlimmer, wenn ich neue Kleidung brauche werde ich eher hektisch und aggressiv, ob das die bessere Alternative zum starren Blick ist, weiß ich nicht...

    LG Tanja

    kenne beides: starren und aggressiv werden ...

    stimmt, mj71, jetzt wo Du es sagst...starren, wegbeamen...

  7. #1177
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Dissoziation

    Mich interessiert ob anderen bei reizüberflutung (eben wie im supermarkt, oder unten leute) auch manchmal einfach starren... Vielleicht bin ich doch eine ausnahme und könnte mal dort etwas suchen...
    Hallo

    ich habe da ganz unterschiedliche Beobachtungen gemacht.
    An manchen Tagen überfordert mich der Supermarkt so starkt, dass ich in eine Starre verfalle und wenn die die etwas löst, dann in Flucht. An anderen Tagen merke ich die Reize gar nicht Ich habe festgestellt, dass ich an den entspannten Tagen insgesamt gelassener bin. An diesen "gelassenen" Tagen empfinde ich den Supermarkt fast als obskures Theater, für das ich keinen Eintritt zahlen muß.- Dann kann es vorkommen, dass ich hinter manchen Leuten hinterher schiebe, nur um die nächste Theatersequenz zu sehen. Das sind dann die Tage, an denen ich 2 Stunden durch den Supermarkt latsche nur um 10 Joghurts zu kaufen.

    An den Tagen, an denen ich schon ein hohes Streßlevel habe, ist es die Holle für mich. Ich renne etweder wie aufgescheucht duch die Reihen oder beame mich weg. Dann stehe ich am Zeitungsstand und gucke ich eine Zeitung ohne zu wissen was da steht und warte bis ich wieder weiter kann.

    Ich denke, das ich in beiden Situationen ähnlich Reizoffen bin, dass ich die Flut an Reizen aber unterschiedliche bewerte -abhängig von meinen inneren Streßpegel.


    -Lernen erfolgt nicht über Streß - lernen erfolgt nur über positive Verstärkung - eine Strafe bedeutet oft Streß -eine Strafe macht nur Sinn, wenn sie extrem zeitnah erfolgt und angemessen ist. Das Androhen von Strafe verhindert jeden Lernerfolg. Konseqent sein ist wichtig - Konsequenz bedeutet für mich, den Kindern einen Rahmen zu geben, der ihnen SIcherheit vermittet - Konsequenz ist genauso wichtig wie Fürsorge und Gedund. Die Konsequenz ist für mich ein Teil der Achtung und Liebe, die man seinen Kindern gegenüber zeugt.

    Alles Liebe Elwirrwarr

  8. #1178
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: ADHS und Dissoziation

    Bei mir ist das so.
    Solange ich ausweichen kann nutze ich die Nischen. Drängt man mich in eine Ecke und ich kann nicht ausweichen, dann gehe ich in den Angriff über.
    Das kann ich dann nicht kontrollieren.
    Gott sei Dank nur verbal.
    Bis auf ein Mal, wo ich körperlich angegriffen wurde. Da beschänkte ich mich aber auch auf Verteidigung.
    Auch der verbale Angriff geht nur soweit, dass ich eine Lücke zum Ausweichen bekomme.
    Nehmt das wie ein Freistrampeln.
    Hier kommen wir aber zu einer Reaktion, die nicht akzeptiert wird.
    Man hat sich unter Kontrolle zu haben.
    Die Bestrafung war nicht unmittelbar und auch nicht angemessen auf Arbeit.
    Und sie schlug genau da rein, wo mein Angstsystem am stärksten zuschlägt. Meine Existenzgrundlage.
    Mein Arbeitsumfeld wurde auf die für mich unmöglichste Umgebung und die unmöglichste/unerträglichen Aufgaben reduziert.

    Bis ich den Schritt machte, der für mich selbst das schlimmste war, was passieren konnte.
    Ich verließ diese Arbeit und führte selbst bewusst den schlimmsten Fall herbei.
    Warum? Es war der einzigste Schritt, den ich noch selbst kontrollieren konnte.
    Das ist auch gewiss sowas wie ein Trauma. Seitdem weiß ich nicht, wo und was und wie ich wieder arbeiten soll, um das nicht eneut zu erleben.
    Momentan versuche ich bei meiner Diagnose zu sein.
    Habe noch zwei Termine.
    Was dann kommt, versuche ich nicht jetzt zu lösen.
    Das hält nich jedoch oft genug gefangen. Und dann dissoziire ich.
    Aber ich verdränge nicht.

    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

  9. #1179
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    SteveD schreibt:
    Das ist auch gewiss sowas wie ein Trauma. Seitdem weiß ich nicht, wo und was und wie ich wieder arbeiten soll, um das nicht eneut zu erleben.
    Willkommen im Club, aber hier oot, ich habe dazu mal einen thread eröffnet:

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-stu...tigen-job.html

    Momentan versuche ich bei meiner Diagnose zu sein.
    Habe noch zwei Termine.
    Was dann kommt, versuche ich nicht jetzt zu lösen.
    Das hält nich jedoch oft genug gefangen. Und dann dissoziire ich.
    Aber ich verdränge nicht.
    Wie interpretierst Du dissoziieren?

    Soweit ich mich mit Dissoziation beschäftigt habe, ist das definitiv kein aktiver Vorgang, da werden auf neurobiologischer Basis, lang vor dem Großhirn (Bewertungen, einordnen von Erfahrungen, vlt. die Ratio) Verbindungen gekappt, damit das Hirn in extremen Situationen schneller arbeitet.... (Katichaos hat gestern in diesem thread u.a. einen Artikel über Dissoziation und Trauma...etc gepostet, den finde ich sehr informativ dazu...)

    LG Tanja

  10. #1180
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ADHS und Dissoziation

    Wegen reizüberflutung und dissoziation: ich habe gemerkt dass ich in so ein fall, in erstarrung rasch komme, so ein art "totstellreflex" der auch der reaktion ist von ein tier, wenn er weder fliehen noch kämpfen kann um irgendwie "uninteressant" zu werden... Kennt ihr dass auch? Die reaktion kann auch auf trigger kommen, aber da scheint es bei mich nicht umbedingt ein trauma dahinten zu sein, nur eine situation die mich gerade jetzt überfordert.
    Ist sehr situationsabhängig. Geht es "um Leben und Tod" bin ich handlungsfähig, das auch sehr effektiv und ruhig.
    Problematisch sind Situationen, in denen das nicht der Fall ist. Da kollidieren dann in mir mein Überlebensinstinkt, der wahrscheinlich sehr heftig reagieren würde und mein Über-Ich, dass sich um die Regeln und Gesellschaftsnormen "sorgt". Da es da keine Übereinkunft gibt, habe ich ein Totstellreflex.
    Beispiel: Ich werde von einem Mann bedrängt. Innerlich tobt es in mir, aber es kommt nix nach außen. Mein Über-Ich will dem Mann nicht weh tun, es gehört sich nicht. Irgendwas ist da in meiner Erziehung nicht so optimal gelaufen, dass ich da so gehemmt bin. Kann auch sein, dass man als Kind ja keine "Vorbehalte" zu Erwachsenen haben durfte (und damit schon mal sehr gegen sein Bauchgefühl agieren mußte und dem dann zukünftig mißtraut), diese immer auch als "der liebe Onkel (Doktor) ... bezeichnet wurden.
    Mir ist schon sehr bewußt, dass ich in der Hinsicht noch nicht gewachsen bin, aber das geht auch nicht mal so eben auf die Schnelle. Ich bin schon froh, dass ich mich damit bewußt auseinandersetze. Ich versuche, überhaupt erst nicht in solche Situationen zu kommen.


Ähnliche Themen

  1. Dissoziation oder Ablenkbarkeit?
    Von Jazz im Forum ADS ADHS Erwachsene: Komorbiditäten
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 13.07.2011, 00:32

Stichworte

Thema: ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum