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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1081
    howie

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    unsere leben oft schwieriger ist
    genau dass ist der Punkt den ich nicht glaube - weil jeder unzufrieden ist und unzufriedenheit dazu gehört - sogar wenn er jetzt filmstar ist - ich kenn leute die drauf und dran sind berühmt zu werden oder es schon sind, die aber ihre unzufriedenheit über die gesellschaft satirisch lösen zum beispiel.
    und weil man das nicht verallgemeinern kann, weil jeder andere Probleme hat
    aber genug heut muss ich wirklich was anderes machen - ich muss mich also von dem diskussions- und laberteil meiner Persnlichkeit abspalten, oder?

  2. #1082
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.600

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hat jemand ein Kehrgerät zur Hand?

  3. #1083
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo howie,

    Klar, jeden hat seine problemen... Aber die diagnose ADS wäre nicht da, wenn es keine spezifischen schwierigkeiten bringen würde... Alle die sie sich diagnostisieren lassen, machen auch weil sie nicht mehr weiter wissen oder gar nicht mehr können. Wer MPH nimmt oder zu therapie geht macht es auch weil es ihm nicht gut geht...

    Um ADS zu haben, muss man auch deutliche beinträchtigungen haben und diese beinträchtigungen sind auch nicht lustig...

    Wer chaotisch ist, aber damit wirklich klar kommt, bekommt auch keine ADS-diagnose...

    Natèrlich haben andere menschen ohne ADS manchmal auch ihre schwierigkeiten und manche menschen mit ADS sind mit ihre leben zufrieden.

    Oder hast du deine diagnose bekommen weil es dich nur spass macht??? Ich in jeden fall nicht...

    lg

  4. #1084
    Kim

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    showdown schreibt:
    Hat jemand ein Kehrgerät zur Hand?
    Liebe Grüße
    Kim

  5. #1085
    howie

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    nein, das stimmt was du sagst mj71 ich geh jetzt zum sport und denk beim radln über dissoziation nach

  6. #1086
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich finde diesen thread ungemein spannend, ich habe das Lesen ca. bis zum 20. Beitrag "geschafft", dabei habe ich mir schon so viele Notizen gemacht, dass der Beitrag hier viel zu lang würde, wenn ich weiterläse...
    Außerdem bin ich sonst irgendwann total verwirrt...

    Ich hoffe, es ist ok, wenn ich auch ohne die 1000 Beiträge zu lesen was dazu schreibe....

    Wenn ich das richtig verstehe, ist die Dissoziation das "Abspalten von negativ belastenden Ereignissen"?
    Dissoziation kann "Tagträumerei" sein? Ein "Vertiefen" in kindliche Spielwelten? (Das Kind spielt nicht Pferd im Kindergarten, sondern es befindet sich (emotional) auf einem Reiterhof)
    Ist das dann dissoziieren, oder der Hyperfokus?

    Was ist der Unterschied zwischen Dissoziation und Spaltung? Ich dachte Dissoziation bedeutet im Grunde die Abspaltung von "zu sensiblen Bereichen" meiner Erfahrungen, die mich u.U. belasten...

    Amateur-neurologisch betrachtet, "umschiffen" die sich neu bildenden Neuronen diesen sensiblen Wahrnehmungsbereich, vermeiden den Kontakt, und entwickeln (gemäß Spitzer) "neue Trampelpfade"...
    Hat das nicht auch was von den Verdrängungsmechanismen nach Freud?

    Muss ich als AD(H)S´ler zwangsläufig dissoziieren?
    Was ist, wenn ich als Kind einfach keine "objektiven" Erkärungen für die Reaktion der anderen finde und diese dann subjektiv "einsortiere", indem ich aus dieser Erfahrung resultiere, dass ich wohl irgendwie falsch bin, irgendwie anders, aber wie??

    Ich beginne mich selbst für falsch, schlecht, komisch zu halten und entwickle depressive Tendenzen...
    Oder dissoziiere ich in dem Moment? Indem ich mich gegen mich "bewerte"?

    Schreibe ich mir immer mehr solcher Fehler (im Grunde aufgrund meiner "anderen Wahrnehmungswelt") zu, führt das i.d.R. zu einer negativen Selbstbewertung, ich vertraue meiner Wahrnehmung nicht mehr, sondern der (negativen) der anderen. -> Gefahr zur Depression...

    Wenn also die "nicht wegsortierten" Verletzungen, Erfahrungen, Erlebnisse...etc.. als dissoziative Phänomene bezeichnet werden, dann frage ich mich, wie ich mein "inneres Chaos" sortieren soll, wenn ich nicht weiß wohin?
    Es kann also durchaus passieren, dass ich "falsch" einsortiere.
    Beispiel: Auswirkungen von AD(H)S-Symptomen, die ich als solche nicht (er-)kenne, bewerte ich als undefiniertes Persönlichkeitsproblem, Charakterschwäche, Fehler in mir und entwickle dadurch langfristig ein stark vermindertes Selbstvertrauen, eine überwiegend negative Selbstbewertung....

    Halte mich für wertlos.... da sind wir wieder in den depressiven Tendenzen, ich mache mich ja im Grunde in dem Moment selbst schlecht, also kann man nicht von Schutzmechanismus sprechen, oder ist das auch schon eine Dissoziation?

    Einige haben geschriben, dass sie zwar eine "Ahnung" von z.B. traumatischen Begebenheiten haben, aber nicht wirklich daran kommen....

    Wenn ich das mit mir vergleiche, ist es eher konträr.... Ich habe teilweise Filme im Kopf von Situationen, die mich belastet haben (z.T. heute noch), ich wusste, "woher es kam", aber das Wissen hat nichts geändert, weil ich die "Hintergründe des Handelns" nicht erklären konnte...

    Erst, als bei mir so langsam die "Erkenntnis" kam, was die ADHS eigentlich wirklich mit mir macht, die Fähigkeit, mich selbst besser wahrzunehmen, dank MPH, habe ich begonnen, die vielen "Filme" zu verstehen, "zu analysieren", neu zu bewerten, und damit auch mich neu bewerten...

    Ist diese "andere Wahrnehmung" eine Dissoziation oder ein Grundsymptom der neurologischen Stoffwechselstörung, die AD(H)S genannt wird?

    LG Tanja

  7. #1087
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo chaostanja,

    Viele interessante fragen, ich antworte gerne wo ich etwas antworten kann, aber es ist eben nur meine meinung:

    Ok wenn du nur 20 beiträgen gelesen hast, es ist schon viel!

    Wenn ich das richtig verstehe, ist die Dissoziation das "Abspalten von negativ belastenden Ereignissen"?
    Ja, oder auch wenn es einem überfordert, wie bei reizüberflutung. Reizüberflutung kann von trauma kommen, oder von lange einkaufbummeln im stadt eine samstag morgen, was eben bei ADS typisch ist...

    Dissoziation kann "Tagträumerei" sein? Ein "Vertiefen" in kindliche Spielwelten? (Das Kind spielt nicht Pferd im Kindergarten, sondern es befindet sich (emotional) auf einem Reiterhof)
    Ist das dann dissoziieren, oder der Hyperfokus?
    Für mich gehört es ehe zu hyperfokus, aber ich kann mich vorstellen dass diese fähigkeit zu hyperfokus dann auch genützt werden kann um heftige emotionen zu entfliehen... Ich hatte es als kind gemacht!

    Was ist der Unterschied zwischen Dissoziation und Spaltung?
    Würde mich auch interessieren... Ich sehe keine unterschied zwischen beiden.

    Amateur-neurologisch betrachtet, "umschiffen" die sich neu bildenden Neuronen diesen sensiblen Wahrnehmungsbereich, vermeiden den Kontakt, und entwickeln (gemäß Spitzer) "neue Trampelpfade"...
    Hat das nicht auch was von den Verdrängungsmechanismen nach Freud?
    Aus meine sicht ist verdrängung dissoziation! Mit der ziel zu heftige emotionen zu vermeiden, weil man damit nicht klar kommt.

    Muss ich als AD(H)S´ler zwangsläufig dissoziieren?
    Ich denke nicht umbedingt... Ausser bei überforderung, aber sonst nicht. Nun, wir bekommen doch auch diese diagnose weil wir immer wieder mit einiges überfordert und nicht wenige von uns haben echt heftiges erlebt... hat nicht viel direkt mit ADS zu tun, mehr mit die schwierigkeiten die wir damit erleben oder was sonst im leben, leider jeden passieren kann, ADS oder nicht...

    Was ist, wenn ich als Kind einfach keine "objektiven" Erkärungen für die Reaktion der anderen finde und diese dann subjektiv "einsortiere", indem ich aus dieser Erfahrung resultiere, dass ich wohl irgendwie falsch bin, irgendwie anders, aber wie??
    Ich errine mich dass ich angefangen habe zu denken dass ich falsch war nicht, wenn ich gemerkt habe ich ticke irgendwie anders (was mich nicht wirklich gestört hatte damals) aber wenn es mich zu spüren gegeben. Ich denke, viele von uns erlebe oft unverstàndnis, werden schon als kind geschimpft und bekommen verletztende bemerkungen zu hören und ehe so was gibt der eindruck, falsch zu sein.

    Aber auch stinos kindern interpretieren die reaktion von andere menschen ehe subjektiv, nun, nehmen sie vieles nicht so persönlich und können besser ihre verhalten (der vielleicht nicht ok war) von ihre person trennen. ADSler können es schwer...

    Ich beginne mich selbst für falsch, schlecht, komisch zu halten und entwickle depressive Tendenzen...
    Oder dissoziiere ich in dem Moment? Indem ich mich gegen mich "bewerte"?
    Ich hatte mich auch angefangen mich für falsch zu halten, aber sehe ich ehe als selbstablehnung als dissoziation. Dissoziation sehe ich mehr als verdrängen, vergessen, wegschauen, weil es echt zu fest schmerzt... Meine mutter hat mich eine erreignis erzählt von meine kindheit der traumatisch sein könnte (und sicher war!), es ist passiert an eine alter wo ich mich sicher errinern kann und... Ich errine mich gar nicht daran! Nur die letzten zeit, kommen mich ab und zu flüchtigen bildern davon, aber ich bin mich nicht sicher ob es wirklich errinerungen sind. Aber spüre ich dass an diese zeit einiges übel passiert ist... Sicher auch andere sachen als diese geschichte... So was ist wirklich verdrängung und dissoziation.

    Wenn also die "nicht wegsortierten" Verletzungen, Erfahrungen, Erlebnisse...etc.. als dissoziative Phänomene bezeichnet werden, dann frage ich mich, wie ich mein "inneres Chaos" sortieren soll, wenn ich nicht weiß wohin?
    Es kann also durchaus passieren, dass ich "falsch" einsortiere.
    Beispiel: Auswirkungen von AD(H)S-Symptomen, die ich als solche nicht (er-)kenne, bewerte ich als undefiniertes Persönlichkeitsproblem, Charakterschwäche, Fehler in mir und entwickle dadurch langfristig ein stark vermindertes Selbstvertrauen, eine überwiegend negative Selbstbewertung....
    So was sehe ich nicht als dissoziation... Falsch einsortieren ist etwas anders. Dabei wer sagt, es sei falsch? Wir sortieren sachen anders als stinos und sollte es noch falsch sein? Nein, nur anders...

    Halte mich für wertlos.... da sind wir wieder in den depressiven Tendenzen, ich mache mich ja im Grunde in dem Moment selbst schlecht, also kann man nicht von Schutzmechanismus sprechen, oder ist das auch schon eine Dissoziation?

    Einige haben geschriben, dass sie zwar eine "Ahnung" von z.B. traumatischen Begebenheiten haben, aber nicht wirklich daran kommen....
    Ich sehe depression nicht als dissoziation, aber hinten eine depression kann doch eine trauma sein... Ich habe mal eine ahnung dass bei mich einiges passiert ist und so ist es gegangen: seit langem weiss ich dass da etwas passiert ist... Aber seit kurzem vermute ich dass es traumatisch ist und wenn ich nur das nehme was ich mich errinere, was intuitiv kommt (an diese zeit hatte ich viel alpträumen gemacht, mich stark verändert...) sind sehr viele hinweisen darauf... Aber es ist mit der zeit gekommen dass ich dort suche...

    Dann weiss ich dass etwas passiert ist, weiss auch intuitiv um was es geht, aber habe keine klare errinerungen von der tatsächliche erregnissen (es sind sicher mehrere dabei), aber sonst vieles anders was um diese zeit passiert ist und armlos war. Als ich meine mutter fragt, gibt sie mich andere infos und davon kann ich mich auch nicht errinern... So was ist typisch! Auch keine ahnung haben und es ist doch was passiert kann auch sein... Abstreiten dass man trauma erlebt hat, ist auch dissoziation. Weil man wirklich so viel vergessen hat und es lieber nicht wissen will (es würde echt wehtun).

    Wenn ich das mit mir vergleiche, ist es eher konträr.... Ich habe teilweise Filme im Kopf von Situationen, die mich belastet haben (z.T. heute noch), ich wusste, "woher es kam", aber das Wissen hat nichts geändert, weil ich die "Hintergründe des Handelns" nicht erklären konnte...

    Erst, als bei mir so langsam die "Erkenntnis" kam, was die ADHS eigentlich wirklich mit mir macht, die Fähigkeit, mich selbst besser wahrzunehmen, dank MPH, habe ich begonnen, die vielen "Filme" zu verstehen, "zu analysieren", neu zu bewerten, und damit auch mich neu bewerten...

    Ist diese "andere Wahrnehmung" eine Dissoziation oder ein Grundsymptom der neurologischen Stoffwechselstörung, die AD(H)S genannt wird?
    So was hat für mich nichts zu tun mit dissoziation, aber mehr mit verständnis, weil man einiges mehr weiss... Wie wenn man als erwachsene einiges mehr über seine eigene eltern, ihre problemen erfährt und daraus einiges auch besser verstehen kann in ihre verhalten.

    lg

  8. #1088
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS und Dissoziation

    hallo Tanja

    ich hoffe ich habe deine Gedanken richtig verstanden.

    Ich beginne mich selbst für falsch, schlecht, komisch zu halten und entwickle depressive Tendenzen...
    Oder dissoziiere ich in dem Moment? Indem ich mich gegen mich "bewerte"?
    Es ist kein Automatismus, dassh mich, aufgrund der Wahrnehmung und Reaktion anderer für falsch, schlecht und komisch halte und depressive Tendenzen entwickele. Ich kann auch den Rest der Welt für falsch, schlecht und komisch halten. Ich habe lange Jahre diese Variante der " falschen " Einsortierung meiner Wahrnehmung gewählt - wenn schon wer spinnt, dann doch die lieber die Anderern. Und mit der Gewissheit, die Wahrheit auf meiner Seite zu haben habe ich mit einer gehörigen Portion Wut gegen die Ignoranz dieser Welt angekämpft. Und jedes Scheitern meinerseits war ein Beweis mehr, dass die Anderen spinnen.

    Erst meine ADHS-Diagnose, die ich damals mehr aus Interesse als aus einem persönlichen Leidensdruck heraus habe machen lassen hat mir diese Sicht meiner Welt zerstört. Je mehr ich mich mit AD(H)S beschäftige je mehr brechen sie auch auf, die ganzen wohlversteckten Wahrnehmnungen. Und aufeinmal spinne ich und ich traue mir und meiner Wahrnehmung nicht mehr so recht über den Weg.

    Und die wohlversteckten Gefühle, Verletzungen und Erinnerungen krabbeln ins Bewußtsein.

    Ist diese "andere Wahrnehmung" eine Dissoziation oder ein Grundsymptom der neurologischen Stoffwechselstörung, die AD(H)S genannt wird?
    Nicht diese "andere Wahrnehmung ist eine Dissoziation - das ist die AD(H)S - sondern die versteckten, abgespalteten Gefühle die in diesem sensiblen Wahrnehmungsbereich von den sich neu bildenden Neuronen "umschifft" werden.

    Ich hatte immer meine Traumwelten - mir war klar, dass sie nicht real waren, aber sie waren schön und gaben mir Ruhe. Jetzt greifen die Traumwelten nicht mehr und ich falle in eine leere Starre, die mir Angst macht.

    Für mich war die ADHS Diagnose kein Gewinn. Ich war nie depressiv noch nicht einmal depressiv verstimmt. Jetzt bin ich depressiv.


    Ach mensch, ich bin irgendwie vom Thema abgekommen.

    alles Liebe Elwirrwarr

    Bei mir

  9. #1089
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation


    Elwirrwarr schreibt:


    Ich hatte immer meine Traumwelten - mir war klar, dass sie nicht real waren, aber sie waren schön und gaben mir Ruhe. Jetzt greifen die Traumwelten nicht mehr und ich falle in eine leere Starre, die mir Angst macht
    Ich hatte auch meine Traumwelten. Auch mir war klar, dass sie nicht real waren, aber ich habe mir auf diese Weise das geholt, was ich real nicht hatte. Es war eine Art mein reales Leben erträglicher zu gestallten, schöne Zeit zu haben.

    Die leere Starre kenne ich auch, aber ich hbe keine Angst deswegen. Für mich war die ganz normal. Ich dachte, dass alle das hin und wieder erleben. Ich war sehr überrascht als ich erfahren habe, dass in Wirklichkeit sehr viele gar nicht wissen, was das ist, dass sie sich das gar nicht vorstellen können.


    LG
    Surre

  10. #1090
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: ADHS und Dissoziation

    mj71 schreibt:
    So was sehe ich nicht als dissoziation... Falsch einsortieren ist etwas anders. Dabei wer sagt, es sei falsch? Wir sortieren sachen anders als stinos und sollte es noch falsch sein? Nein, nur anders...
    Wenn ich eine Auswirkung auf ein Stoffwechselproblem als Persönlichkeitsdefizit einordne, habe ich es m.E. falsch einsortiert, weil es ja kein Persönlichkeitsdefizit von mir ist, sondern eher eine Wahrnehmungs- und Verarbeitungsschwäche, die mit meinem Stoffwechsel zusammenhängt und nicht mit meiner Persönlichkeit.


    Elwirrwarr schreibt:

    Es ist kein Automatismus, dassh mich, aufgrund der Wahrnehmung und Reaktion anderer für falsch, schlecht und komisch halte und depressive Tendenzen entwickele. Ich kann auch den Rest der Welt für falsch, schlecht und komisch halten. Ich habe lange Jahre diese Variante der " falschen " Einsortierung meiner Wahrnehmung gewählt - wenn schon wer spinnt, dann doch die lieber die Anderern. Und mit der Gewissheit, die Wahrheit auf meiner Seite zu haben habe ich mit einer gehörigen Portion Wut gegen die Ignoranz dieser Welt angekämpft. Und jedes Scheitern meinerseits war ein Beweis mehr, dass die Anderen spinnen.
    Ich denke, es gibt unterschiedliche Arten der Bewertung, beide Richtungen sind nicht optimal... Ich gehöre zu denen, die alle Fehler bei sich suchen und so sehr depressiv werden können.
    Du hast "den Fehler", so wie Du es beschreibst, eher bei den anderen gesucht, das hat mein "Erzeuger" auf die Spitze getrieben und sich gewundert, dass er so nach und nach keine verlässlichen Freunde mehr hatte und ziemlich einsam wurde. Alle die ihn kritisieren sind böse, irgendwann gibt es in seiner Welt keine Guten mehr...


    Erst meine ADHS-Diagnose, die ich damals mehr aus Interesse als aus einem persönlichen Leidensdruck heraus habe machen lassen hat mir diese Sicht meiner Welt zerstört. Je mehr ich mich mit AD(H)S beschäftige je mehr brechen sie auch auf, die ganzen wohlversteckten Wahrnehmnungen. Und aufeinmal spinne ich und ich traue mir und meiner Wahrnehmung nicht mehr so recht über den Weg.

    Und die wohlversteckten Gefühle, Verletzungen und Erinnerungen krabbeln ins Bewußtsein.
    Die Sicht hat sich relativiert. Es steht ausser Frage, dass "wir" unter einer "gestörten Wahrnehmung und deren gestörten Verarbeitung" leiden. Genau wie Du sagst, dass ist die AD(H)S, nicht wie "andere wahrnehmen zu können bzw. anders wahrzunehmen.

    Nicht diese "andere Wahrnehmung ist eine Dissoziation - das ist die AD(H)S - sondern die versteckten, abgespalteten Gefühle die in diesem sensiblen Wahrnehmungsbereich von den sich neu bildenden Neuronen "umschifft" werden.


    Also ist die Dissoziation, wie mj71 auch schreibt, im Grunde nichts anderes als das, was Freud als Verdrängungsmechanismen beschrieben hat?

    Ich hatte immer meine Traumwelten - mir war klar, dass sie nicht real waren, aber sie waren schön und gaben mir Ruhe. Jetzt greifen die Traumwelten nicht mehr und ich falle in eine leere Starre, die mir Angst macht.

    Surre schreibt:
    Ich hatte auch meine Traumwelten. Auch mir war klar, dass sie nicht real waren, aber ich habe mir auf diese Weise das geholt, was ich real nicht hatte. Es war eine Art mein reales Leben erträglicher zu gestallten, schöne Zeit zu haben.

    Die leere Starre kenne ich auch, aber ich hbe keine Angst deswegen. Für mich war die ganz normal. Ich dachte, dass alle das hin und wieder erleben. Ich war sehr überrascht als ich erfahren habe, dass in Wirklichkeit sehr viele gar nicht wissen, was das ist, dass sie sich das gar nicht vorstellen können.


    Traumwelten können mir in extremen Phasen auch heute noch Trost bieten, wenn gleich auch nicht mehr in dem Ausmaß, wie früher....

    Mir geht es da auch eher wie Surre, ich dachte auch immer, das geht jedem mal so, nur ich komme damit eben nicht so gut klar, wie die anderen.....

    Für mich war die ADHS Diagnose kein Gewinn. Ich war nie depressiv noch nicht einmal depressiv verstimmt. Jetzt bin ich depressiv.
    War die "Scheinwelt" (wenn ich es frech so nennen darf) besser, als klar sehen zu können, auch wenn es weh tut?

    LG Tanja


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