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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1021
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    ja, die Chemie muss stimmen. Das ist Ausgangskriterium. Ich bin auch sehr misstrauisch und wenn mit Therapeuten nicht passt, kann ich nicht reden.
    Hin und wieder werde ich, wie hier mal web4health geschrieben hat, "ich weiß nicht"-Patientin.
    Das ärgert mich immer und die meisten Therapeuten sind damit völlig überfortet und wissen nicht, was sie mit mir anfangen sollen. Leider, das weiß ich auch nicht.
    Wenn ich aber weiß, was ich will, kann es sein, dass ein Therapeut sagt, dass er möchte, dass Ziele gemeinsam erarbeitet werden und solche Patientin, die weiß was sie will, nicht in deren Konzept passt. Das habe ich gerade diese Woche bei einem Vorgespräch bei einer Traumatherapeutin gahabt.

    Auf Imaginationsübungen reagiere ich nicht so, wie die meisten Patienten und das wird gar nicht verstanden. Diese beruhigen mich nicht, nur beunruhigen mich. Genauso ist mit Entspannungsübungen. Ich kann mich einfach nicht auf Kommando entspannen. Ich kann mich so gut, wie nie entspannen.

    Jetzt, unter Attentin ist besser geworden. Ich kann mich zu Hause manchmal ein bisschen entspannen. Dadurch habe ich weniger Schmerzen.

    Gruppenübungen sind für mich unmöglich.

    Ich habe einige Therapien gemacht. Theoretisch weiß ich sehr viel. Mein Problem ist, dass ich meine Kentnisse gar nicht umsetzten kann, ich kann das nicht mal ausprobieren. Früher habe ich dies und das probiert und meistens ist dies und das nach Hinten gegangen. Deswegen ist es für mich extrem schwierig was neues anzufangen, weil ich leider damit keine gute Erfahrungen gemacht habe.

    Wenn ich bei Therapeuten sage, das funktioniert bei mir nicht, dann wird mir nicht geglaubt... tja, haben sie nicht lange genug probiert. Aber, wenn ich etwas probiere, dann mache ich das mindestens paar Monate bis zu einem Jahr. Ist das wirklich nicht lange genug?

    Die therapeutische Erfahrungen, die ich gemacht habe sind wirklich nicht besonders gut und ich stehe erneunten Therapie sceptisch gegenüber.

    Bei mir hängen meine Dissoziationen sehr stark mit ADHS zusammen. Mich ärgert auch immer wieder, wenn einige Therapeuten bzw. Ärzte Patienten herabsetzend behandeln, als ob diese keine Ahnung hätten und nur dumm wären. Mag sein, dass einige wirklich dumm sind... aber doch nicht alle.


    LG
    Surre

  2. #1022
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo surre,

    Es tönt wirklich vieles nach ADS!

    Nicht wissen was man will, aber oft auch zu viel chaos im kopf... Aus erfahrung weiss ich dass ich eine recht strkturierte therapie brauche, wo es jede stunde eine thema gearbeitet wird, am bestens was mich gerade im moment beschäftigt.

    Es stimmt auch dass vieles was bei stinos wirkt, bei ADSler nicht wirkt... Unsere selbststeuerung ist einfach nicht so gut ausgeprägt.

    Ich kenne auch dass anderen mich nicht glauben... Wenn du sagst dass es bei dich nicht funktionniert, weisst du doch über was du redest!

    da verstehe ich auch wieso bei dich eine therapeut der sich mit ADS auskennt wichtig ist. Ich finde auch, dass eine therapiemethode der nicht zu viel selbststeuerung verlangt und sich mehr aus unsere stärken stützt besser wirken kann. Bei mich habe ich gemerkt dass ich auf körperliche ebene sehr ansprechbar bin. Vielleicht findest du wo es bei dich am bestens wirkt.

    lg

  3. #1023
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    bei mir ist problematisch bei einem Thema zu bleiben. So beginne ich 10.000 Sachen aber ich bringe KEINE zu Ende.

    Dann beklagt sich der therapeut, dass wir den roten Faden verlieren... und ich weiß nicht mal, was das ist... der rote Faden.

    Ein mal hatte ich in einer Klinik eine Therapeutin, die sagen konnte: Stop, bleiben wir bei dieser Sache, sonst verzetteln sie sich und ich verliere die Orientierung. Das hat mir geholfen, das Thema zu bearbeiten.
    Ich habe das meiner letzten Therapeutin gesagt und gfragt, ob sie mich stoppen kann, wenn ich vom Thema wegschwimme... Ich habe ihr auch erklärt, dass ich teilweise wegen meiner hochentwickelten Vermeidungsstrategien Schwierigkeiten habe, bei Thema zu bleiben und das ich mir von ihr in dem Bereich Hilfe wünsche... Nein, das konnte sie nicht, sie war der Meinung, dass ich alleine dafür sorgen muss.
    In einer anderen Klinik hat sich eine Therapeutin auf meine Bitte eingelassen. Das war für mich wirklich sehr hilfreich.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige Therapeuten wollen, dass ein Patient kommt, dreiviertel Stunde redet und geht.

    Selbssteuerung ist bei mir so gut, wie nicht vorhanden. Ich habe, zum meinem Glück, sehr lange in festen Strukturen gelebt, wo auch sehr viel Außensteuerung gab.

    Als diese Außensteuerung weggefallen ist, wußte ich gar nicht, was ich mit mir anfangen soll. Dafür hat mir keine Therapie geholfen. Ich gehe arbeiten, weil das einzige Struktur ist, die mir Halt gibt. Ich bin am besten Wege zum Bornout, da ich für die Arbeit keine Erholungsmaßnahmen für mich finde. Ich weiß einfach nicht, wie es geht.


    LG
    Surre

  4. #1024
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: ADHS und Dissoziation

    Wenn eine therapeut sich weigert auf eine wunsch von dich einzugehen oder es nicht kann, bringt es auch nichts... Es ist wieder eine beispiel wo du weisst was du brauchst und nicht immer bekommst...

    lg

  5. #1025
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: ADHS und Dissoziation

    surre schreibt:
    Auf Imaginationsübungen reagiere ich nicht so, wie die meisten Patienten und das wird gar nicht verstanden. Diese beruhigen mich nicht, nur beunruhigen mich. Genauso ist mit Entspannungsübungen. Ich kann mich einfach nicht auf Kommando entspannen. Ich kann mich so gut, wie nie entspannen.
    In meiner Reha waren Imaginationsübungen ein Angebot! Ein Angebot über das nachgedacht werden sollte! Jeder Neue sollte sich die Frage beantworten: "Warum soll ich die Imaginationsübungen kennen lernen?" Die Antwort: "Weil Elli (Therapeutin) das gesagt hat!" galt nicht als Antwort!

    Imaginationsübungen sollen Traumatisierten helfen, sich selber beruhigen zu können. Jeder sucht sich dazu eine Übung aus, die ihn besonders anspricht.

    Wenn jemand gemerkt hat, daß ihm die Imaginationsübungen "nichts bringen", dann brauchte er sich damit nicht weiter zu befassen ... viel wichtiger war es dann, eine andere passende Methode zu finden!

    Du bist damit nicht alleine! Lass dich da nicht verunsichern!

    LG Patty

  6. #1026
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS und Dissoziation

    surre schreibt:
    bei mir ist problematisch bei einem Thema zu bleiben. So beginne ich 10.000 Sachen aber ich bringe KEINE zu Ende.
    Das klingt sehr typisch nach ADHS.

    Dann beklagt sich der therapeut, dass wir den roten Faden verlieren... und ich weiß nicht mal, was das ist... der rote Faden.
    Das klingt ebenfalls sehr typisch nach ADHS, ... aber leider auch danach, dass der Thera keine Ahnung von ADHS hat, was sich durch diesen Satz:

    Nein, das konnte sie nicht, sie war der Meinung, dass ich alleine dafür sorgen muss.
    Noch verstärkt.
    Ich konnte jetzt nicht herauslesen, ob Du von der gleichen Thera schreibst, denn einmal stand im Posting "der Thera" und hier ist es eine "sie".
    Im Grunde auch egal, denn ganz ehrlich, wenn auch OT:
    Das klingt nicht so, als ob der oder die Thera weiß, wie ADHS "funktioniert" und was es bedeutet.
    Gerade dieses "den roten Faden halten" gehört zu den Dingen, die für uns nicht zu erlernen sind, bzw. selbst wenn, dann immer noch nicht so, wie man es von einem Nicht-ADHS'ler erwarten wüde.
    Das ist genau einer dieser Punkte, an denen wir Hilfe von außen brauchen.
    Diese kleinen Helferlein, kleine "Prothesen", die uns unterstützen.
    Hier gilt, "Gib ihr die Struktur und den roten Faden von außen, den Rest macht sie dann schon selber".
    Zu sagen, "Das müssen Sie schon selber lernen", ist nichts anderes als einem Querschnittsgelähmten zu sagen "Sie müssen schon selber anfangen zu gehen", ...
    Auf so eine Idee würde auch keiner kommen.

    Es ist für ADS'ler zumeist unendlich schwer, dieses "rote Fäden halten" und das werden die meisten auch nicht oder nur unzureichend lernen.

    In einer anderen Klinik hat sich eine Therapeutin auf meine Bitte eingelassen. Das war für mich wirklich sehr hilfreich.
    Genau so sollte es auch sein und wenn ein Thera etwas von ADHS versteht, dann sollte er das wissen und anwenden.
    Viele sind da aber noch anders gepolt, weil das auch im Normalfall ini einer Therapie funktioniert und auch oftmals das Therapieziel ist, nicht aber bei ADHS'lern.
    Man kann sich das vorstellen, wie eine defekte Stromleitung zu einer Lampe.
    Da kann ich am Schalter klicken wie ich will, wenn die Leitung unterbrochen ist, dann kommt kein Strom zur Lampe und die wird nie leuchten.
    Im Normalfall bringt ein Thera dem Patienten bei, den Schalter zu betätigen und dann funktioniert das auch.
    Das geht aber nicht bei ADS'lern.
    Wäre ja wirklich sehr schön, aber viele verstehen einfach nicht, dass ADHS auch bedeutet, dass einige Einschränkungen auch mit Medikamenten und Therapie bestehen bleiben.
    Normalerweise ist es so, dass ein Patient den Schalter nicht findet und der Thera ihm dabei hilft, und der Patient dann selbstständig schalten kann.
    Das ist aber bei ADHS'lern nicht der Fall.
    Der weiß wo der Schalter ist, betätigt ihn auch, aber es passiert nichts.

    Ein Rollstuhlfahrer kann auch nicht aufstehen und gehen, er muss sich alternative Mittel zur Mobilität suchen, bzw. bekommen.
    Das ist auch bei uns nicht anders.
    Und den roten Faden zu halten, gerade das gehört zu den Dingen, für die wir Hilfe von Außen benötigen und das wird auch so bleiben.
    Mit dieser Hilfe funktionieren wir gut, aber es braucht halt diese Hilfe.

    Das müssen Therapeuten verstehen und auch das Umfeld muss das verstehen und darauf eingehen, anders geht es nun mal nicht.
    Ein Rollstuhfahrer kann auch nur zum Arbeitsplatz kommen, wenn er die Möglichkeit hat, die Stufen zu überwinden.
    Und wenn er eine Rampe dafür hat, dann kann er das alleine und alles ist gut.
    Dann muss ihn auch keiner tragen.
    Aber es würde auch keiner auf die Idee kommen, ihm zu sagen, dass er jetzt lernen muss, mit der Rampe die Stufen hoch zu kommen und wenn er das nach einigen Wochen gelernt hat, dann bauen wir die Rampe wieder ab ....
    [Das Beispiel stammt nicht von mir, Quelle:Barkley]

    Liebe Grüße
    Fliegerlein und sorry, für das OT, aber irgendwie gehört es ja auch doch dazu.
    Geändert von Fliegerlein (11.03.2013 um 10:07 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur, Posting ergänzt und etwas "aufgehübscht"

  7. #1027
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: ADHS und Dissoziation

    Vielen Dank fliegerlein für Deine Erklärung, leider gibt es zu wenig Therapeuten die überhaupt auf ADHS eingehen.
    Ich hab bis auf die Ärztin die meine Diagnose stellte noch keinen getroffen.

  8. #1028


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo.

    Ich habe mal wieder sämtlichen Spam und das Off-Topic abgetrennt und verschoben.

    Sprich:

    Privatgespräche (die man eigentlich über PN führt), Diskussionen zu Medikamenten (die in dem Medikamentenbereich gehören) und ähnliches.

    http://adhs-chaoten.net/treffpunkt-f...off-topic.html

    Bedenkt mal bitte, dass so etwas die Mitlesenden ganz erheblich nerven kann, zumal manche extra online gehen und das Forum aufrufen, weil sie über neue Antworten benachrichtigt werden.



    LG,
    Alex

  9. #1029
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich greife diesen Thread nochmal auf, es würde ja keinen Sinn machen, einen neuen darüber zu eröffnen.
    Leider kann ich jetzt die vielen Seiten aber nicht lesen.

    Mir ist nur schon mehrmals aufgefallen, dass der Begriff Dissoziation hier im Forum nach meinem Eindruck öfter als etwas gebraucht wird, was negativ erscheint. Das verstehe ich dauernd nicht ganz, da dissoziative Zustände auch positiv verwendet werden, ohne die Fähigkeit zu dissoziieren wäre z.B. keine Hypnosetherapie möglich.

    Hier ist eine PDF-Datei, die sehr schön die Unterschiede zwischen Assoziation und Dissoziation zeigt.
    Es werden Formen der Dissoziation aufgeführt, sowie Störungen. Das bedeutet, dass Dissoziation noch lange nicht mit Störung gleichzusetzen ist. Wir gebrauchen sie für unseren so typischen Überblick z.B.
    http://www.teile-tagung.de/images/st...er-fischer.pdf

    Das Copyright der Seiten dieser Tagung unterliegt der "Trenkle Organisation", Bernhard Trenkle ist ganz eng mit dem M.E.G. verknüpft, ich glaube mehr als irgendein anderer Deutscher ( er war auch Mitglied des Direktoriums der Milton Erickson Foundation in Phoenix). M.E.G. ist die Milton Erickson Gesellschaft in Deutschland, Milton Erickson ist der Begründer der Hypnosetherapie, wie wir sie heute kennen.
    Damit will ich nicht mehr sagen (aber auch nicht weniger), als dass die Auskünfte dieser Seiten - von denen der Link nur ein Handout ist - nicht seriöser und kompetenter sein können.

    Ok, es gibt auch Formen "krankhafter" Dissoziation, eben dissoziative Störungen.
    Deswegen ist die Dissoziation als solches aber nichts Schlechtes, sogar für Empathie wird sie gebraucht, wie auf Seite 5 steht.

    Also lassen wir uns nicht einreden, wir seien noch gestörter als wir eh schon sind, nur weil wir sie vielleicht öfter gebrauchen als andere. Auch wenn ich seit Jahren selber Mühe habe, zu kapieren, was das eigentlich genau ist.
    (Daher kann ich mir ja auch nicht verkneifen, diesen "Fund" zu teilen )

    LG

  10. #1030
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 672

    AW: ADHS und Dissoziation

    Vielen Dank !Der Vortrag bzw. die PDF ist wirklich gelungen und lesenswert


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