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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1011
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Dissoziation ist demnach ein Schutzmechanismus. Ist der in jedem Fall schlecht?

  2. #1012
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Dissoziation an sich ist Schutz. Es kostet nur auf Dauer zu viel Energie bzw. Aufmerksamkeit, diesen Schutz aufrecht zu halten. Es ist ein Kurzzeit-Schutz, der eben nicht dafür gedacht ist, dass da lebenslang immer neue Spaltungen dazu kommen.

    Je früher die Dissoziationen einsetzen, desto problematischer. Dissozation verhindert eben auch Lernen aus Erfahrung. Es fehlt immer "was". Dieses Fehlen macht sich dann auch als Gefühl der "Fragmentierung" bzw. eben des "irgendwie falsch sein" bemerkbar. Es ist aber eben auch gerade nicht fassbar, weil ja das dazu gehörige Gefühl fehlt.

    Da aber äußere Einflüsse die Dissoziationen triggern können, kann es dann im späteren Leben immer anstrengender werden, die Schutzmechanismen aufrecht zu halten. Das wird dann gerne als Burnout angesehen oder als Depressionen, Panikstörungen oder somatoforme Störung fehldiagostiziert.

  3. #1013
    Lysander

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Trigger können demnach "vergrabene" Traumata wie Saiten anschlagen, so dass man "reagiert", ohne zu wissen warum? Wenn ich also meine vielen (Mini- und Mega)Traumata erkenne und mich mit ihnen bewusst beschäftige/auseinandersetze bzw. sie in etwas nicht Triggerndes "verwandle", hätte ich die Chance einer Vereinigung meiner Abspaltungen?

  4. #1014
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo alle,

    Interessant diese gesprächg zu lesen...

    In diese Dorf bin ich mit google gegangen um einfach zu fühlen wo ich stehe mit meine traumata... Die bauchschmerzen waren eindeutig genug! Die bilder danach auch. Ich finde diese weg sehr interessant und vielleicht in einige zeit mache ich es wieder. Aber jetzt möchte ich eine pause. Ich habe der eindruck, etwas bleibt noch... Auf einiges reagiere ich immer ehe heftig.

    Von auswirkungen kann ich wenig sagen... Ich errine mich einige Tagen danach viel geheult zu haben. es hatte scheinbar nicht viel mit diese alte geschichte zu tun, aber hatte mich doch erstaunt da es echt intensiv war.

    @ web4health: danke für die erklärung! Ja, in diese zeit gab es auch viele fragenzeichen, viel unsicherheit... Ich errine mich es irgendwie... Vorher wusste ich zwar irgendwie schon dass ich anders war, aber es hat mich nicht so stark beschäftigt, da mein leben einigemassen ok war. Perfekt war sie nicht, aber ohne grosse drama. Vielleicht auch die frage wieso ich so behandelt war... Wie ich war und wie ich bin, scheint mich irgendwie mehr "normal" als was stinos sind, weil ich es am bestens kenne.
    Ja, meine dissoziation zu behalten war anstregend! Schon vor 20 jahren kann eine schwere depression. Jetzt, danach ich an diese thema mit der schule gearbeitet habe, habe ich echt das gefühl mehr energie zu haben.

    @ Surre: neben diese trauma aus der schule, hatte ich einiges anders übel erlebt... Mobbing am pauseplatz, misserfolg im beruf und auch noch mobbing. Einmal in mein leben waren alle diese emotionen sehr heftig, dass ich kaum ausgehaltet habe... Ich hatte so viel erlebt und so viel verdrängt und dann, verliebe ich mich was irgendwie alles geweckt hatte... Schwere depression... Aber als ich mal zugelassen hatte, diese schmerz, diese emotionen, ging es mich besser und so langsam mache ich mein weg.

    Ich denke schon dass es manchmal trotzt alle verdrängungen zu viel wird und dann kann es gefährlich werden... Aber jetzt geht es mich eigentlich gut, ich entspreche sicher nicht mehr die diagnosekriterien für eine PTBS seit jahren. Daher, kann es nicht zu viel werden, weil ich noch irgendwie "raum" für verdrängung. Immer wieder hatte ich gemerkt wie was hochkommt zwar echt heftig sein kann, aber immer irgendwie bewähltigbar. Dabei bin ich erstaunt die letzten zeit wie einiges überraschend kommt...
    Ich habe gemerkt dass ich verdrängtes im körper spüren kann, im form von schmerzen oder unruhe oder... Oft kommt zuerst etwas im körper, dann einige bildern und errinerungen und dann die emotionen... Oft arbeite ich schon bei die schmerzen mit emoflex, was manchmal auch hilft.

    Mit der emoflex stimmt es: ich sehe bildern, emotional kommt nicht viel heftiges... Oft fühle ich mich ehe besser.

    @ Lysander: trigger merke ich so, dass ich bei eine relativ armlose auslöser, sehr heftig reagiere, mich hilflos oder im gefahr fühle oder übermässig aggressiv werde. Ich weiss oft im kopf dass ich übermässig reagiere, aber kann nicht anders. Aus diese auslöser konnte ich ein bisschen raten was früher passiert ist...

    Mit emoflex kann man auch mit aktuelle situationen arbeiten wo eben ein trigger passiert ist. Ich arbeit sogar meistens so mit emoflex. bewusst weiss ich nicht mehr was frèher war, aber umbewusst noch sehr genau und daher wirkt es dass. Mit der zeit habe ich gemerkt (mit der übung der zeitlinie wo man intuitiv spüren kann wann es schon so was passiert ist) dass in der kindheit, als ich im 2. klasse war echt etwas grosses ist, weil fast alle trigger darauf gedeutet haben... Alles ist mehr intuitiv und ehe als bauchgefühl als richtige errinerung! Sogar was meine mutter erzählt hatte (und es ist wirklich etwas heftig) kann ich mich nicht mehr errinern. Da dissoziere ich noch, weil sonst kann sich ein mensch so etwas an diese alter sich gut errinern.

    Mit die lernfähigkeit merke ich auch eine bremse an diese blöd trauma: obwohl ich weiss dass ich übermässig reagiere, obwohl ich im kopf weiss wie ich konstruktiv reagieren kann, schaffe ich es nicht, weil ich im moment in eine alarmzustand bin, wie ein tier der um überleben kämpft. So kommt es mich vor, wie ich mich dabei fühle.

    lg
    Geändert von mj71 ( 4.03.2013 um 20:55 Uhr)

  5. #1015
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: ADHS und Dissoziation

    Ich habe viele Stunden mit meiner Therapeutin über dieses Thema gesprochen und sie hat immer abgestritten, dass Dissoziation mit ADHS in Verbindung steht.
    Letztens aber meinte Sie auf einmal, dass ich dissoziative züge hätte. Und nicht nur das sondern auch eine borderline könnte sie sich vorstellen.
    Toll danke, aber ich seh das positiv denn es zeigt mir auch sie hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt.

  6. #1016
    Simönchen

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Zumania schreibt:
    Ich habe viele Stunden mit meiner Therapeutin über dieses Thema gesprochen und sie hat immer abgestritten, dass Dissoziation mit ADHS in Verbindung steht.
    Letztens aber meinte Sie auf einmal, dass ich dissoziative züge hätte. Und nicht nur das sondern auch eine borderline könnte sie sich vorstellen.
    Toll danke, aber ich seh das positiv denn es zeigt mir auch sie hat sich mit dem Thema auseinander gesetzt.

    Liebe Zumania,

    ganz ehrlich, als ich deinen ersten Satz las, dachte ich mir: OH JE! Therapeutin wechseln! Dann aber wich ich schnell von meinem ersten Eindruck ab - es ist gut und zeugt von INteresse, wenn deine Therapeutin sich mit dem Thema auseinandersetzt. Ich wünsche dir, dass du nun Gespräche mit ihr führen kannst, die dich WIRKLICH weiterbringen.

    Alles Liebe!

    Simönchen

  7. #1017
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    @mj71

    Ich denke schon dass es manchmal trotzt alle verdrängungen zu viel wird und dann kann es gefährlich werden... Aber jetzt geht es mich eigentlich gut, ich entspreche sicher nicht mehr die diagnosekriterien für eine PTBS seit jahren. Daher, kann es nicht zu viel werden, weil ich noch irgendwie "raum" für verdrängung. Immer wieder hatte ich gemerkt wie was hochkommt zwar echt heftig sein kann, aber immer irgendwie bewähltigbar. Dabei bin ich erstaunt die letzten zeit wie einiges überraschend kommt...
    Ich habe gemerkt dass ich verdrängtes im körper spüren kann, im form von schmerzen oder unruhe oder... Oft kommt zuerst etwas im körper, dann einige bildern und errinerungen und dann die emotionen... Oft arbeite ich schon bei die schmerzen mit emoflex, was manchmal auch hilft.

    Mit der emoflex stimmt es: ich sehe bildern, emotional kommt nicht viel heftiges... Oft fühle ich mich ehe besser.
    Ich erfülle leider die diagnosekriterien für eine PTBS und war deswegen in einigen Kliniken. Ich habe auch 3 Jahre ambulante Traumaterapie gemacht. Diese hat mich stabiliesiert aber mit meinen Traumata bin ich auf der Strecke geblieben. Ich habe mich für emoflex interessiert, weil ich dachte, dass diese Methode mir helfen könnte. Leider habe ich nicht genug Mut, um alleine damit anzufangen. Ich habe sogar aus dem Internet "emoflex" ausgedruckt und zu Therapie mitgenommen und meiner Therapeutin gegeben. Aber sie hatte keine Interesse das mit mir zu probieren.

    Ich habe versucht Coaching über Persönlichen Budget zu bekommen. Leider ist mir das nicht gelungen.

    Da ich einige schwere Traumata erlebt habe, habe ich einfach Angst, dass ich mich bei solchem Selbstexperiment aus dem zweifelhaften Gleichtgewicht bringe.

    Ich denke, dass mir emoflex helfen könnte, aber irgendwie schaffe ich das alleine nicht. Ich weiß auch nicht, wie ich das anfangen soll. Mir fehlt die individuelle Anleitung.


    LG
    Surre

  8. #1018
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo surre,

    Es gibt tatsächlich situation wo es besser ist mit begleitung es zu machen und wenn du es so fühlst bei dich, dann ist es sicher auch richtig! Emoflex, kann man, wenn man angst hat von seine traumata auch mal zuerst für kleine armlosen sachen. Immerhin.

    Dein therapeut will vielleicht es mit dich nicht machen, weil er es nicht genug kennt und ich finde es auch gut so.

    Sonst, gibt es vielleicht eine therapeut der das kennt in deine region, oder gibt es die möglichkeit an eine emoflex workshop zu gehen, oder...

    Kennst du diese seite? emoflex® – bevor Stress zum Trauma wird | "Synchronisation der Regulationsdynamik Dort bittet er auch manchmal workshop, aber man kann dort auch zu einzelsitzung gehen. Leider nicht für jeden in der nähe!

    Was machst du jetzt für traumatherapie? Es gibt einigen die echt gut sind und wirksam, aber wichtig ist dass es für dich stimmt und dich so hilft wie du es brauchst.

    lg

  9. #1019
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    Danke!

    Ich habe vor einiger Zeit, die Seite gesehen und öfters nach Kursen geschaut. Diese sind für mich leider zu teuer. Es wird demnächst auch einen in HH, was vomn mir nicht so weit wäre. Kostet 220,- und betrifft Lernen. Also nicht wirklich meine Richtung.

    Ich mache zur Zeit keine Therapie. Meine bewilligte Stunden sind alle. Ich muss mir eine neue suchen, aber das ist nicht so einfach. Es ist schon schwierig genug einen freien Platz zu bekommen. Dann muss aber auch Chemie stimmen, was bei mir schwierig ist und Thera muss Ahnung über Trauma und Dissoziationen haben. Auch ADHS darf nicht übersehen werden, was viele Therapeuten einfach ignorieren.... und somit sind sie nicht in der Lage mich zu verstehen

    Sonst richte ich mir einige Schaden ein. Das habe ich schon erlebt, auch in der Fachkliniken.

    Ich werde das weiter beobachten.


    LG
    Surre

  10. #1020
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo surre,

    Es ist echt blöd dass es für so jemand wie du, der hilfe braucht, so schwierig auch dran zu kommen... Du bist leider nicht die einzige damit.

    Wegen ADS: vor meine diagnose hatte ich schon hilfreiche therapien gemacht, sogar auch eine traumatherapie, ohne von ADS zu wissen und ohne es zu erwähnen. Natürlich waren immer die therapeut mit einiges überfordert, aber ich hatte es auch intuitiv rasch gemerkt und dann doch dort hilfe geholt wo sie etwas für mich machen konnte.

    Also, wenn du bei jemand einfühlsam kommt der auf trauma spezialisiert ist, kann sein dass es klappt. Wenn die chemie stimmt, ist schon eine zeichen dass es klappen kann.

    Es laufen ehe viele undiagnostisierte ADSler herrum und einigen davon haben auch eine ausbildung im therapiebereich gemacht und sind oft eben intuitiv und wissen wie mit andere ADSler umzugehen, auch wenn nichts davon geredet wird. Sonst haben wir, auch als ADSler einiges doch gemeinsam mit stinos und eben manchmal auch eine trauma...

    Vielleicht bin ich auch verschont geworden, weil ich ehe gegenüber fachwelt immer misstraurig war und wenn mich jemand nicht passt, war ich auch rasch weg. Also, ich denke, es ist bei mich gut gekommen, weil ich immer auf mein bauch gehört hatte!

    heute, wenn ich wieder eine therapeut suchen muss, kann ich, je nach problem, das thema ADS auf die seite lassen, so lange dass die therapiemethode mich hilft. Aber eben, vielleicht kann sich nicht jeden so abgrenzen und daher finde ich auch ok dass "Kenntnissen über ADS" eine wichtige kriterien ist.

    lg


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