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Diskutiere im Thema ADHS und Dissoziation im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1001
    Simönchen

    Gast

    AW: ADHS und Dissoziation

    Pfuh. Das ist ein echt interessantes Thema... bin verwirrt und überlege jetzt ständig, wie das bei mir so vonstatten geht...

    Denke, dass ich (auch durch die Psychotherapie, die ich schon lange vor meiner ADHS-Diagnose gemacht habe) eher jemand bin, der mittlerweile wenig "abspaltet", sondern mich mit der Situation auseinandersetze und einfach drüber rede. Bin ein recht direkter Mensch (geworden, fraß früher alles in mich rein) und ecke dadurch natürlich viel mehr an - was natürlich wieder zu schwierigen Situationen führt.... Letztendlich geht's mir aber wesentlich besser damit, als Dinge zu verdrängen (auch mir ist es nicht fremd, dass ich mich an extrem traumatisierende Dinge zwar erinnern, aber sie nicht mehr im Detail wiedergeben kann bzw. meine genauen Emotionen zu dem Zeitpunkt nicht mehr aufrufen kann) - wie gesagt hat mir die Therapie dabei extrem geholfen. Also, versteckte, verdrängte Bilder und Emotionen wieder aufleben zu lassen und danach dementsprechend mit dem Therapeuten daran zu arbeiten.

    Hat jemand Erfahrungen mit Integrativer Gestalttherapie? Oder holotropem Atmen? Beides hat mir persönlich irrsinnig geholfen. Wie siehts da bei euch aus? Mit welchen Arten der Therapie versucht ihr eure Leiden zu lindern?

    Verwirrte Grüße

    Simönchen

  2. #1002
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    ich habe eine Frage @web4health, da ich diese Aussage hier http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...hrungen-4.html gefunden habe:

    Zustimmen würde ich allerdings, dass Amphetamin bei Dissoziationen besser als MPH wirken. Blöd nur, dass sie dafür nicht zugelassen sind. Aber das ist ein anderes Thema
    Welche Amphetamine dafür besser geeignet wären D oder DL?

    Ich bin leider in dem Bereich betroffen. Behandlung mit MPH hat mir nicht relevant geholfen. Jetzt bekomme ich Attentin. Wirkung ist deutlich besser. Ob das optimal ist, weiß ich nicht. Vielleicht wäre es sinnvoll DL-Amphetamin zu testen?

    LG
    Surre

  3. #1003
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Das dürfte ziemlich egal sein.

    Wichtig ist, dass man nicht zu schnell hochdosiert. Es geht ja gerade nicht darum, dass man sich "besser" konzentrieren kann. Sondern, dass man ganzheitlicher wahrnimmt. Synthese = Integrieren der alten und neuen (guten und schlechten) Erlebnisse.

    Ich erlebe es dabei immer wieder, dass es sich zunächst "chaotischer", dann trauriger und zuletzt eben "echter" anfühlt, wenn man Amphetamin erhält.

    Ich setze bisher gerne DL-Amphetaminsaft ein. Sollte Elvanse auf den Markt kommen und bezahlbar werden, dann vielleicht eher das. Attentin habe ich selber bisher noch nicht verordnet, weil es bei uns in der Klinik nicht gelistet ist. Aber das kann sich ja auch noch ändern

  4. #1004
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo,

    Ich habe erfahrung mit D-amphetamin, nehme seit einigen jahren und vorher hatte ich 1 jahr MPh genommen. Zwischen beiden merke ich unterschieden im wirkungdauer und der unterschiedliche rasch auf und ab, aber kaum bei der stimmung... Ich bin nicht sicher, aber mit D-Amphetamin habe leicht der eindruck emotional stabiler zu sein als mit MPH. Aber es kann auch sein dass ich mich nur auch entwickelt habe und mit der zeit ehe stabilier wird, weil ich immer besser mit mein ADS umgehen kann.

    So wie ich gelesen habe, wirkt der L-amphetamin mehr auf der körperkliche ebene (puls u.s.w.) und D-amphetamin mehr auf der hirn... Aber eben, auch dort merke ich keine unterschied zu MPH...

    lg

  5. #1005
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    Danke!

    Mir geht nicht in erster Linie um Konzentration. Ich konnte mich auch mit Hilfe von MPH auf die Arbeit (in der Arbeit) konzentrieren (eher wie eine Maschiene) aber sonst bin ich mit mir selbst nicht zu recht gekommen und mein Leben hatte ich kaum im Griff.

    Ich habe über 1 Jahr Strattera genommen, dann über 1 Jahr Strattera und MPH, danach über 1 Jahr nur MPH. Die Kombination Straterra + MPH hat mich zum Funktionieren gebracht aber unter Echtheit verstehe ich was anderes.

    20 St Attentin habe ich zuerst zum ausprobieren bekommen. Da ich damit besser klar gekommen bin, habe ich jetzt 50 St. bekommen. Ich möchte gar nicht alle meine "Macken" beseitigen.

    Sondern, dass man ganzheitlicher wahrnimmt. Synthese = Integrieren der alten und neuen (guten und schlechten) Erlebnisse.
    Das passt perfekt.

    Ich erlebe es dabei immer wieder, dass es sich zunächst "chaotischer", dann trauriger und zuletzt eben "echter" anfühlt, wenn man Amphetamin erhält.
    Mit Chaos komme ich irgendwie zu recht. Ich habe jahrelang Chaos-Erfahrungen gesammelt. Traurigkeit macht mir Angst. Auf sich echt zu fühlen bin ich gespannt.

    Ich habe vor ziemlich langer Zeit 1 Monat lang reines Ephedrin genommen. Ich fühlte mich einfach ganz normal und mein Kopf war absolut klar, kein Nebel drin.Ich konnte einfach klar denken und ich hatte alle meine graue Zellen zur Verfügung. Diese Klarheit vermisse ich. Das schließt die "Macken" nicht aus. Aber wenn man klar im Kopf ist, kann man mit allen Macken konstruktiv umgehen statt um "durchstehen" und "irgendwie schaffen" kämpfen. Man kann Probleme besser eingehen, weil man die Kraft und die Zeit nicht sinnlos verschendet.

    Mit Attentin ist mein Kopf ein bisschen weniger "dicht" aber nicht klar. Ich möchte nicht jammern, ich bin schon mit dem Bisschen zufriedener. Ich habe erst angefangen. Ich hoffe einfach, dass auch ich mal "ich" werde.

    LG
    Surre

  6. #1006
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADHS und Dissoziation

    Hallo alle,

    Ich komme wieder auf diese thread, weil ich vor einige zeiten gemerkt hatte dass ich auch meine dissoziation habe... Es war mich lange nicht bewusst. Ich weiss nicht ob ich es hier schon erwähnt hatte.

    Eigentlich weiss ich irgendwie schon lang dass damals etwas passiert ist. dass es eine vorher und nachher gab. Als ich 8 jahren alt war, war ch im 2. klasse, vorher war ich fröhlich und spontan, nachher unglücklich, ängstlich und sehr aggressiv (zum teil innerlich, da ich nicht alles nach aussen ausleben konnten). Ich hatte alpträumen...

    Lange hatte ich an andere sachen gearbeitet, traumata wo ich mich besser daran errinern kann und es gab auch einiges zu tun.

    Nun, seit einige Zeiten vermute ich immer mehr dass ich damals, an diese alter auch traumatisiert war... Errinerungen sind eindeutig genug, es sind klar symptomen...

    Irgendwie durch gesprächen mit eine arbeitskollegin die über ihre sohn in der im 3 klasse ist, mit verdacht auch ADS schwierigkeiten mit seine lehrerin hat, komme ich auf die idee dass ich doch vielleicht so was erleben hatte... Ihr sohn reagiert emotional heftig auf was er erlebt und sie, als mutter, leidet stark mit...

    Ja, irgendwie kommt mich so was bekannt vor... Nur der gedanken an meine 2 klasse lehrerin löst eine ungutes gefühl. Kommische weise, kann ich mich vieles errinern: wie ich geheult hatte bei hausaufgaben, einige aggressive spielen die ich hatte und alptäumen und auch einfach von familie leben und die spielen die ich gespielt hatte... Aber was in der klasseraum passiert ist, keine einzige errinerung, ausser mit meine tischnachbarin die oft nicht so nett mit mich war...
    verdrängt? Ich fühle einfach dass es nicht schön war...

    Ich weiss echt nicht was wirklich passiert ist, kann nur vermuten! Es gibt heute sachen die mich stark aufwühlen und es könnte sein dass es sehr ähnlich ist wie damals. Es gibt situation, wo ich ohne mich anders erklären kann, übermässig stark reagiere. Verhaltenweise von andere menschen die ehe armlos sind und gut gemeint sind und die ich mich bei eine grobe lehrerin auch sehr gut vorstellen kann.

    Ich hatte meine mutter gefragt ob es irgendwie mit die 2. klasse lehrerin nicht so gut ging... Sie weiss nur dass es mit eine lehrerin nicht gut ging, sie war für eine sensibele mädchen wie mich viel zu grob und hatte sachen gemacht wie mich bei schwimmunterricht im wasser schmeissen. Meine mutter meint, es kann traumatisierend sein bei ein kind wie ich war. Auch am turnen hat sie mich zu sachen gezwungen die ich nicht wollte...

    Ich schreibe es und fühle dabei nichts und errine ich mich nichts... Von im wasser geschmiessen zu werden, nur flüchtigen bildern...

    Klar, es ist verdrängt... Vor allem, da ich mich doch von diese alter so vieles, gut errinern kann!

    An der kleine dorf wo ich damals gewohnt hatte kann ich mich sehr gut errinern.... Als experiment, suche ich es per google und gehe so mal virtuel dort "spazieren". Mich wird schlecht, besonders wenn ich im nähe von die schule bin... Wenn ich mich wieder vorstelle, aus meine errinerungen: im nähe von der block wo ich damals gewohnt hatte, fühle ich mich ehe wohl. Dort hatte ich oft gespielt, vor die garagen. Im nähe die schule fühle ich mich schlecht.

    Ich probiere mal mit emoflex... Es kommen zwar sehr eindeutige heftige fantäsiebilder im sinn zwischen schlachtfelder und atombomben in nähe von der schulgebäuden... Errinerungen ehe "rumherrum" aber nicht was wirklich passiert ist...

    Ja, ich denke, es ist wirklich dissoziation. Es ist besser mich noch nicht daran zu errinern. Ich weiss, es ist heftig und arbeite dran, ohne mal alles zu wissen.

    So, ich wollte deponieren, da das thema heute wieder aufgetaucht ist... Ich hatte darüber mit freunden geredet, sie haben gut reagiert, aber danach hatte ich bauchschmerzen und wusste dass es damit zu tun hat. Jetzt, sind diese schmerzen wieder weg...

    lg

  7. #1007
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    vielleicht hast du gerade die Geschichte zur Geschichte gemacht. Vielleicht wird sie dich nicht mehr verfolgen, wenn du es konntest emotional und auch körperlich zu spüren.

    Mit google kann man toll in der Vergangenheit spazierengehen. Ich bin dort auch mal zurück in Kindheit gegangen.


    LG
    Surre

  8. #1008
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Es wird ja heute immer klarer, dass selbst Aufenthalte auf einer Intensivstation bzw. die Diagnose "Brustkrebs" als Auslöser für eine Posttraumatische Belastungsstörung ausreichen. Umso deutlicher müssen dann doch frühe Erfahrungen der Hilflosigkeit sich negativ prägend auswirken. Gerade dann, wenn im Gehirn eben ein grosses "Fragezeichen" der Irritation und Unverständnis bleibt. Wenn das ein Dauerzustand ist, dann ist Dissoziation die naheliegende "Schutzfunktion".

    Ich finde, Du hast es sehr gut erfasst. Es ist erstmal naheliegend, dass die Gefühle nicht spürbar sind. Sie kommen aber wieder, wenn man weiter "flext".

  9. #1009
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: ADHS und Dissoziation

    was ist wenn die Emotionen zu hefig sind, wenn man sie nicht aushalten kann? kann es sein, dass man dadurch in eine Krise stürzt?


    LG
    Surre

  10. #1010
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Dissoziation

    Damit man eben nicht "abstürzt", setzt ja gerade die Dissoziation ein. Bei der Emoflex-Arbeit stürzt man nicht. Es sind ja "nur" Bilder bzw. Übersetzungen. Dabei wird eine Integration von Erfahrungen eingeleitet, die als Kind bzw in der jeweilgen Situation der "Spaltung" nicht möglich waren.


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