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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    Frage Was macht ein glückliches Leben aus?

    Vorsicht, sehr langer Text!


    Diese Frage möchte ich noch erweitern, denn manchmal denke ich darüber nach, ob das AD(H)S sogar meine Fähigkeit ermöglicht hat, ein sehr bewusstes Leben in der Gegenwart führen zu können, wodurch ein glückliches oder zufriedenes Leben überhaupt erst möglich wird.

    Warum kann ich trotz (oder vielleicht sogar wegen) meines AD(H)S doch noch oft so glücklich sein?


    Um das zu begründen, muss ich jetzt wohl einen langen Text schreiben und ich verspüre gerade den inneren Drang, nach 55 Jahren ein Zwischenresumee meines (ADHS -) Lebens zu ziehen und meine Gedanken einmal aufzuschreiben.

    Wenn ich mein Leben noch einmal beginnen könnte, dann würde ich mir alles genauso wünschen, wie es bisher war, auch mit all dem Kummer. Nur so konnte ich der Mensch werden, der ich heute bin.

    Es gab noch nie einen Anderen auf der Welt, mit dem ich tauschen wollte. Das war, als ich 35 Jahre alt war so, und es ist heute in meinem Alter von 55 Jahren nicht anders.


    Über all das dachte ich wieder einmal nach, als ich gerade den Film: „Das Beste kommt zum Schluss“, gesehen habe.
    Es geht darin um zwei ältere Männer, die unheilbar an Krebs erkrankt sind und sich vor ihrem Tod noch einige Wünsche erfüllen möchten.

    Dabei fragte ich mich, was ich in meinem Leben noch gerne machen würde, falls ich bald sterben müsste, (ich könnte dann aus Angst eigentlich ohnehin nichts mehr genießen) und dann wurde mir klar, dass ich, soweit es möglich war, schon immer alles getan hatte, was ich wollte und auch jetzt ist es nicht anders – abgesehen von meinen Pflichten natürlich.

    Ich kann nur im Hier und Jetzt leben. Habe ich das vielleicht meinem AD(H)S zu verdanken?
    Weder lebe ich in der Vergangenheit, noch in der Zukunft. Ich kann zwar trotzdem sehr gut vorsogen und vorausdenken, aber wenn das erledigt ist, lebe ich wieder in der Gegenwart.


    Damit scheinen doch viele Menschen erhebliche Probleme zu haben – ist es nicht so?
    Hört man nicht oft (auch von manchen mit einem AD(H)S) Sätze wie:
    „Was soll ich jetzt machen, das Wetter ist so schlecht, aber im Sommer, dann……?“
    „Wie lange dauert es bis zu meinem Urlaub, dann kann ich endlich……?“
    „Später kaufe ich ein Haus, jetzt wird erst einmal ganz extrem gespart und ich leiste mir nichts zwischendurch………“.
    „Sobald ich einmal in den Ruhestand gehe, dann………“ ………………………………… und dann sterben sie manchmal viel zu früh oder sind zu krank und haben nie wirklich richtig gelebt.


    Sollte man sein Glück allein von einem oder einigen großen Wünschen abhängig machen? Wie wäre so ein Leben, wenn diese dann doch nicht erfüllt werden?


    Braucht man wirklich viel Geld, Ansehen oder Macht zu seinem Wohlbefinden?

    Klar, ich hatte sehr viel Glück, konnte den Beruf ergreifen, der mir hauptsächlich Spaß machte (jedenfalls ein Teil davon), hatte immer genug Geld (war glücklicherweise trotzdem nie zu reich, denn das hätte vermutlich auch meinen Charakter verdorben und mein vorwiegend glückliches Leben verhindert). Gelegenheiten, mehr Geld zu erhalten, nahm ich aus Desinteresse nie wahr. Im Gegenteil, für ein freieres, unabhängiges Leben schränkte ich mich bis zu einer gewissen Grenze sogar sehr gerne ein.

    Schon seit frühester Jugend kannte ich die „beste Freundin der Welt“ und inzwischen freue ich mich auch noch über „den besten Sohn der Welt“ (für mich natürlich).

    Mit den Partnerschaften hatte ich vielleicht nicht immer so viel Glück, aber hätte ich so viel Schönes und Abenteuerliches erlebt, wenn ich bis heute seit Jahrzehnten mit dem gleichen Mann zusammengelebt hätte?
    Habe ich nicht gerade aufgrund der verschiedenen Partnerschaften so viel über Menschen und mich selber gelernt?
    Es waren trotz allem vorwiegend liebenswerte Menschen, die allerdings doch sehr AD(H)S- geplagt waren und unsere gegenseitigen Bedürfnisse und Macken passten auf Dauer nicht unbedingt zusammen. Aber haben mich nicht gerade diese Herausforderungen geformt?
    Mit niemandem bin ich im Streit auseinandergegangen – obwohl ich leider auch streiten kann (jedenfalls, wenn andere stur, ignorant oder arrogant sind). Eine schnelle Versöhnung und viel gegenseitige Toleranz sind mir auf der anderen Seite ebenfalls immer sehr wichtig gewesen, denn ich bin oft hochsensibel und brauche daher sehr viel Harmonie.


    Nie habe ich mich daran orientiert, was andere Menschen unternehmen, oder was sie sich kaufen. Karriere und Ansehen, all das hat mich absolut nie gereizt.

    Ich registriere nicht einmal, was für ein Auto die Leute fahren, was schon manchmal etwas peinlich war (wenn ich fragte: „Wo steht denn dein Auto“, obwohl ich schon öfter mitgefahren war und bereits direkt davor stand).
    Manche wollen mit ihrem Auto Eindruck schinden und ich registriere es nicht einmal, wenn es neu und teuer ist.


    Einen Gesichtsausdruck und die Gefühle der anderen nehme ich allerdings sehr deutlich wahr. Ist das nicht viel wichtiger?

    Welchen Rang eine Person in der Gesellschaft hatte, machte auf mich ebenfalls noch nie einen Eindruck. Beeindrucken kann man mich allerdings sehr mit einem tiefgehenden Gespräch, und besonders, wenn jemand einen guten Charakter hat und sich nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen interessiert.

    Kauft sich jemand ein schönes Auto oder Haus, möchten sich viele Menschen dasselbe kaufen und sind im schlimmsten Fall dazu noch neidisch. Die Wünsche werden immer größer, doch leider wächst die Zufriedenheit nicht mit.

    Reiche Menschen brauchen immer schneller hintereinander immer größere Häuser oder Yachten und benötigen immer mehr Gäste, die ihr Eigentum bewundern, haben aber selten oder nie echte Freunde, nein sie werden sogar häufig nur beneidet und ernten Missgunst. Auf ihr inneres Glück warten sie wohl oft vergeblich.
    So etwas war für mich noch nie erstrebenswert.

    Gehört vielleicht nicht gerade unser ehemaliger Bundespräsident jetzt zu den traurigeren Menschen unter uns? Jagte er vielleicht einem falschen Glück nach, mit seinem Wunsch nach Reichtum und Macht? Und was nützt ihm der weitere hohe Verdienst. Kann er davon noch froh werden, falls er ihn überhaupt noch erhält?

    Auch eine oberflächliche, langweilige Schönheit oder teure, modische Kleidung können mich nicht faszinieren.
    Ich kaufe mir auch gerne schöne Sachen zum Anziehen, aber nur welche, die meinem Geschmack entsprechen und ich richte mich nicht nach der Mode, es sei denn, sie gefällt mir zufällig.


    Ich träume mich in verschiedene Welten oder Zeiten hinein und kann meist selbst bestimmen, wann ich wieder in die Realität zurückkehren möchte.

    Nach allen meinen Reisen, die ich früher noch spannend fand, stellte ich immer wieder fest, dass es zuhause doch am Schönsten ist.

    In meiner Wohnung richtete ich mich nach meinem Stilgefühl und mit langlebigen Dingen ein, aber nie mit teuren Möbeln, obwohl ich manchmal das Geld dafür gehabt hätte und ich habe mein kleines Paradies geschaffen. Dabei ist es mir wichtig, dass es mir gefällt und vielleicht noch den Menschen, die ich mag. Die Meinung aller anderen ist mir in diesem Zusammenhang, und auch in Bezug auf meine Kleidung, ganz egal.

    Das schönste Essen ist für mich etwas aus einfachen Mitteln selbst Gemachtes (zum Beispiel ein selbst gebackenes Brot), obwohl ich schon in Sternerestaurants gegessen habe. Das kann großen Spaß machen, solange es ganz selten ist.

    An einem eigenen Auto hatte ich ebenfalls nie ein Interesse. In Berlin ist es außerdem nicht nötig, schon gar nicht, wenn man keine kleinen Kinder hat. Ich bin dadurch frei und muss nicht immer wieder zum Parkplatz zurückkehren, kann mich treiben lassen und ein oder mehrere Gläser Wein genießen.
    Eigentum kann einen auch zum Sklaven machen. Im Notfall gibt es schließlich noch Taxen. Wenn man diese selten benötigt, dann sind sie sogar billiger als die monatlichen Kosten eines Autos.

    Glücklicherweise habe ich die Gabe, bei Negativem auch das Positive zu suchen.
    Im Nachhinein stelle ich dann vielfach fest, dass ohne bestimmte negative Ereignisse einige Positive nie möglich gewesen wären.

    Ich fühlte mich immer, wie von einem anderen Stern, wenn andere um mich herum versuchten, sich gegenseitig zu beeindrucken, zu übertrumpfen, untereinander Macht auszuüben oder wenn sie sich selbst aufwerten wollten, indem sie über andere herziehen.


    Scheinbar gelten unter uns Menschen immer noch die Regeln wie in der Steinzeit, nur ein wenig dezenter und versteckter.
    Ein abfälliges Lächeln oder den anderen bewusst niedermachen zu wollen, gehört ebenfalls dazu, was unter anderem auch einige unserer Politiker oftmals gerne anwenden, anstatt sich intensiv um die Sache zu kümmern.
    Glücklicherweise gibt es auch noch Idealisten oder Menschen mit Format, die über den Dingen stehen.


    Ich gehörte jedenfalls niemals zu dieser Art von „Steinzeitmenschen“, und das wollte ich auch nie.
    In einer Gruppe empfinde ich, dass die Meisten unsympathischer scheinen, als wenn man mit ihnen alleine spricht – warum? Sind sie dann ehrlicher und näher bei sich selbst?

    Nur wenn diese Menschen traurig waren und dadurch endlich einmal ganz natürlich wirkten, dann hatte ich oft ein Gefühl von Nähe.

    Wenn ich jemandem erfolgreich helfen kann, dann verspüre ich Glücksgefühle. Aber leider nur, wenn ich auch sehen kann, dass derjenige sich freut (auch eine Form von Egoismus).

    Es macht mir mehr Spaß etwas zu verschenken, als etwas anzunehmen. Zum Ärger meiner Mutter hatte ich als Kind immer schon mein Spielzeug verschenkt. So freigiebig bin ich inzwischen nicht mehr. Das wäre ganz klar ein Fehler und könnte schnell ausgenutzt werden.

    Am Schönsten war und ist es für mich, wenn ich in einer schönen Umgebung und bei einem leckeren Essen mit guten Freunden zusammensitze, und wir extrem viel, vielleicht auch über unsere eigenen Missgeschicke lachen können, oder gemeinsam neue Bereiche von Berlin oder des Umlandes kennenlernen. Viele Berliner kommen aus ihren Wohnbezirken kaum hinaus, dabei kann man fast eine „Weltreise“ durch die Stadt machen, mit all ihren verschiedenen Eindrücken. Es gibt immer wieder etwas Spannendes und Neues zu entdecken – auch in den kleinen Dingen.


    Ich freue mich jeden Tag, dass es meiner Familie und mir gut geht, wir in Frieden leben können, keine Naturkatastrophen in unserer Wohngegend passieren, wir nicht frieren müssen, uns gelegentlich etwas Luxus leisten, und alles Essbare kaufen können, worauf wir Appetit haben.

    Es ist mir immer bewusst, dass nichts selbstverständlich ist. Meine Angst, dass es nicht so bleiben könnte, führt offenbar dazu, dass ich alles noch bewusster genießen kann.

    Je älter ich werde, umso ausgeprägter wird dieses Gefühl.

    In meiner Jugend feierte ich gerne, tanzte mit geschlossenen Augen und vergaß die Welt um mich herum.
    Heute genieße ich immer stärker Dinge im alltäglichen Leben und nehme immer deutlicher alles Nichtselbstverständliche als etwas Besonderes wahr. Ich habe das Gefühl, dass meine Zufriedenheit noch wächst.

    Eigentlich fühle ich mich oft wie der reichste Mensch der Welt. Ich bin so glücklich, dass ich zu dieser Wahrnehmung und Sichtweise in der Lage bin.

    Hat dabei nicht gerade meine Variante des AD(H)S mitgeholfen? Oder sind es all die anderen Eigenschaften, die mir zu meinem Glück in die Wiege gelegt wurden – oder möglicherweise alles zusammen?
    Kennt sich hier jemand wieder?

    Es sind doch eigentlich immer eher die kleinen Dinge, die wirklich glücklich bzw. zufrieden machen – oder nicht?
    Scheinbar habe ich dieses Gefühl bereits seit meiner Kindheit, denn meine Mutter meinte, dass ich mich als Kind am meisten über Kleinigkeiten gefreut haben soll und nicht unbedingt über die großen Sachen – über die dann später auch, aber eben nicht sofort.
    Ganz so ist es jetzt nicht mehr. Meine Wünsche sind schon ein bisschen gewachsen, aber nicht ins Unermessliche.

    Prominente werden oft beneidet, aber sind sie nicht Sklaven der Öffentlichkeit? Genau wie die Reichen Sklaven ihres Eigentums werden? Können sie überhaupt noch frei sein. Wie geht es ihnen, wenn man sie plötzlich vergisst oder sie alles verlieren?
    Wissen diejenigen dann überhaupt noch, was ein gutes Leben ausmachen kann?

    Falls ich alles verlieren sollte, könnte ich mir vermutlich Ähnliches wieder aufbauen.
    Das hoffe ich natürlich nicht – es wäre trotzdem sehr schlimm, aber nicht ausweglos.


    Wenn ich unterwegs mit einem MP3-Player meine Musik hören kann oder mit einem Bus fahre und dabei Musik höre, dann geht es mir extrem gut. Ich träume mich dann in die schönsten Welten hinein und bin in solchen Momenten absolut berauscht.

    Hoffentlich habe ich noch die Möglichkeit, ganz lange vorwiegend so zufrieden leben zu können und bleibe von schlimmen Schicksalsschlägen verschont.

    Ich lebe so extrem gerne, dass ich allerdings noch immer sehr große Angst vor dem Tod habe.
    Da mich aber leider immer wieder einige Krankheiten einschränken, beschäftige ich mich manchmal notgedrungen auch mit ihm. Das war gerade bei meiner letzten Krankheit mal wieder passiert.
    Falls ich doch plötzlich sterben sollte, dann hat sich mein Leben trotzdem gelohnt und ich vermute, dass eine Seite meines AD(H)S nicht ganz unbeteiligt daran war.


    Auch ich habe durch das AD(H)S viele Einschränkungen, die ärgerlich sind, aber sie haben es nicht geschafft, mir meine Lebensfreude zu nehmen.

    Über meine Missgeschicke kann ich mich meist totlachen – vermutlich, weil meine Freundin genauso viel „Blödsinn“ macht und den gleichen Humor hat. Ich kann sie dann anrufen und wir brechen sofort in schallendes Gelächter aus. Gibt es eine bessere Therapie?


    Naja, meine Schulzeit war nicht besonders schön, aber bald nach der Pubertät (in der ich extrem viel Mist gemacht habe) ging das schöne Leben richtig los (mit gelegentlichen Ausbremsungen).


    Außerdem - ganz ohne Kummer - kann man Glück nicht empfinden. Vielleicht sind es noch dazu die anderen Erkrankungen, an denen ich leide, wodurch mir das wirklich Wichtige im Leben deutlich wird.
    Würde man sich über ständigen Sonnenschein freuen? Ich jedenfalls nicht.

    Was meint ihr, bewerten wir Dinge vielleicht anders und können wir gerade aufgrund des AD(H)S eher im Hier und Jetzt leben und versuchen, immer etwas für uns Schönes zu unternehmen– oder hatte ich nur extrem viel Glück gehabt und das alles ist nur in meiner individuellen Natur begründet?


    Dann kann man aber immer noch sagen, dass AD(H)S und Glück oder Zufriedenheit sich nicht unbedingt ausschließen müssen, denn ich habe kein leichtes AD(H)S (Mischform).

    Ach, dann habe ich noch vergessen, dass viele von uns ein kindliches Naturell haben können und jünger aussehen. Das ist bei mir ebenfalls der Fall. So etwas kann doch ebenso glücklich machen – oder?

    Natürlich weiß ich auch, dass die individuellen Eigenschaften und Lebensbedingungen sowie ein sich ungünstig auswirkendes AD(H)S ein sehr großes Problem darstellen können. Über das wollte ich hier aber nicht oder kaum schreiben.

    Auch ich muss noch sehr viel an mir arbeiten und auch ich hatte schon längere depressive Phasen , weil oft sehr vieles schief ging oder ich unter extremen Stress zu leiden hatte.

    Manchmal hätte ich mich selbst ohrfeigen können. Sehr oft bin ich total verschusselt. Andere Male erschrecke ich mich über sehr bösartige Empfindungen von mir und gelegentlich hätte ich lieber meinen Mund gehalten.
    Meine schnelle Verletzlichkeit würde ich auch gerne besser beherrschen können. Dazu quälen mich Ängste und Verlustängste und sie nehmen leider noch zu. Dagegen muss ich unbedingt noch etwas tun.


    Ich bin aus den Tiefs bisher aber immer wieder herausgekommen und die meiste Zeit in meinem Leben ging es mir, dank meiner Wahrnehmung, trotz allem sehr oft sehr gut.

    Meine Motivationssprüche:
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
    Und:
    Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten.

    Ich wollte das einmal aufschreiben, weil meine Sichtweise vielleicht bei einigen hier im Forum ein kleines bisschen abfärben könnte und ich möchte dabei mithelfen, dass sich manche Probleme von uns ein wenig relativieren.

    Mir ist allerdings bewusst, dass so etwas einem Menschen, der gerade sehr unglücklich ist, nur sehr wenig oder überhaupt nicht helfen kann.
    In dunklen Zeiten kann ich mir damit nicht einmal selber helfen. Vielleicht verkürzt diese Art zu denken zumindest die schlechten Phasen etwas.
    Doch wenn es mir gut geht, dann steigern diese Gedanken noch meine Freude und ich würde euch so gerne etwas damit anstecken.

    Es wäre schön, wenn ihr ebenfalls aufschreibt, was euch glücklich macht und wozu man nicht sehr viel Geld benötigt. Außerdem hoffe ich, dass ihr dann ganz viel davon versucht, in die Tat umzusetzen. Was einen glücklich oder zufrieden stimmt, ist ja bei jedem verschieden.

    Übrigens als Mittel gegen Depressionen soll es nicht unbedingt helfen, wenn man nur an die schönen Dinge im Leben denkt, sondern wenn man sie tut.

    Es ist also richtig, wenn wir uns immer wieder belohnen, ja sogar lebensnotwendig, besonders bei einem AD(H)S.
    Die „Belohnung“ darf sich nur nicht als Nachteil auswirken, und wir dürfen uns oder anderen damit keinen Schaden zufügen oder sehr wichtige Dinge darüber hinaus vergessen. Sonst klappt es doch nicht mit dem Glücklichsein.

    Vielleicht müssen wir manchmal unser Leben sogar vollständig verändern, damit wir überhaupt die Möglichkeit haben, Dinge zu tun, die uns guttun.

    Könnte es möglich sein, dass viele von uns, unter den richtigen Bedingungen, sogar Lebenskünstler wären oder vielleicht schon sind?

    Ich wünsche euch jedenfalls allen ganz viel Glück (oder soll ich lieber - innere Zufriedenheit - sagen?)
    Geändert von Celine (27.02.2012 um 01:31 Uhr) Grund: Absatz eingefügt

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Zum großen teil sprichst du mir aus der Seele.
    Ich bin der reichste Mensch der Welt weil:
    Ich habe einen Ehemann auf den ich bauen kann er gleicht meine defizite aus. ich habe 2 wunderbare Kinder, Ich habe eine schöne Wohnung.
    Ich bin nicht davon abhängig was andere von mir sagen oder denken.
    Ich bin ein lösungsorientierter mensch. Das Wort Problem bedeutet immerhin bei Wikipedia. Etwas was einer Lösung bedarf. (oder so ähnlich)
    Ich würde mein leben auch noch mal genauso leben wie ich es gelebt habe wenn ich die chance hätte den nur durch negative Ereignisse bzw. die Verkettung die danach stat gefunden hat lebe ich so wie ich jetzt lebe und bin ich die Person die ich jetzt bin und beides gefällt mir trotz Schulden. (Was ist schon geld? mitnehmen kann man es doch später sowieso nicht. Es ist einzig und alleine ein Tauschmittel. Dienstleistung gegen Wahre, Wahre gegen Dienstleistung, Dienstlesitung gegen Dienstleistung oder Wahre gegen Wahre.
    Natürlich schon aus Berufswegen ist für mich Vorsorge wichtig für die zeit in der ich keine Dienstleistung oder Wahre mehr anbieten kann aber darüber hinaus sparen??? Warum?

    Den Film habe ich auch gesehen und er gehört zu meinen lieblingsfilmen den sofern es mir möglich ist erfülle ich mir meine Wünsche und Träume sobald sie aufkommen oder ich die Möglichkeiten dazu habe.

    ich kann mich an kleinen Dingen freuen. Im frühling an dem zarten grün an den Büschen und Bäumen und den ersten Blumen, Im Sommer bei warmen Temperaturen im Schatten sitzen und mit meinen kindern ein Eis geniessen oder dem Schattenspiel unter einem baum zu beobachten, Im herbst das Farbenspiel der Blätter oder die kleinen Blätterwirbel, im Winter dem lautlosen fallen der Schneeflocken lauschen oder meinen Kindern bei der Schneeballschlacht zusehen und mit machen.

    Allerdings bin ich nicht ganz immun gegen gewisse Statussymbole. Ein schönes schnelles Auto nicht um des Preises willen sondern weil es einfach Spaß macht mit offenem Verdeck eines Cabrioles im Sommer durch Berlin zu fahren oder aber auf der Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung nach Möglichkeit eingfach mal Gas geben.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Jetzt meine Frage noch einmal in Kurzform:
    Leben wir mit einem AD(H)S eher im Jetzt und Hier und wenn ja, können dadurch einige von uns vielleicht sogar manchmal glücklicher als viele andere sein?

    Da ich aufgrund einer Krankheit eine Weile im Bett bleiben musste und mir daher extrem viel durch den Kopf gegangen ist, bin ich anschließend in ein „Schreibfieber“ geraten.


    Der Text war für meine Frage an euch ganz klar viel zu lang.
    Darum habe ich meine wichtigste Frage noch einmal aufgeschrieben und würde mich über noch einige Antworten freuen – mein Text muss dazu nicht gelesen werden – nur die Frage.



    @Cat 78: Ich habe mich gefreut, dass es dir ähnlich geht und wenn das Autofahren dir einfach Spaß macht, dann ist es auch kein Statussymbol.

  4. #4
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Hallo Celine,

    das Problem ist vllt. das "wir ADHSler"... ...
    So viele Gemeinsamkeiten es gibt, so viele Unterschiede gibt es zwischen "uns". ADHS spezifisch könnte man das nur beantworten, wenn es keine oder nur geringfügige Begleiterscheinungen gäbe.

    Aber ich kann sagen wie es bei MIR ist:

    Das Gegenteil ist der Fall...ich lebe so gut wie nie im Hier und Jetzt. Ich bin immer schon gedanklich bei Pflichten die auf mich warten oder bei Sachen die bereits vergangen sind. Das führt dazu, dass ich viele zwar vermutlich wahrnehme, aber nicht verinnerliche.
    Mir geht es zB JEDES Jahr so, dass ich denke: Huch, die Bäume sind ja schon voll belaubt...die waren doch gestern noch kahl??!!"
    (Allerdings ist genau diese Wahrnehmung erst seit dem ich nicht mehr arbeite so "verschleiert")

    Das gilt aber im Grunde für viele Dinge, aber auch wieder nicht für alle...


    Und das andere, was du beschreibst würde ich mal unter Wertschätzung und Genuss zusammenfassen. Ich KÖNNTE mich glücklich schätzen, wegen meiner Beziehung mit meinem Mann ...den Kindern... dass es im Grunde an nichts fehlt...
    Das kann ich aber auch nur kognitiv. Fühlen kann ich das nur schlecht... oder sagen wir nur sehr selten und sehr schwach.
    Das war die Wertschätzung...

    Auch Genuss ist mir nur mäßig möglich. Ich kann mich kurz an einem leckeren Essen freuen, aber dann ist es auch schon normal... nix dolles mehr. Nur wenn ich es mir in Gedanken gebetsmühlenartig vorsage, bleibt es bewusst... hat dann aber mit dem Gefühl des Genusses nichts mehr zu tun.



    Wobei ich denke dass die Vermeidung im Jetzt zu leben und die mangelnde Wahrnehmung von solchen Gefühlen, mit ADHS wenig zu tun hat. Es scheint mir eher eine andere Art der Vermeidung zu sein, so wie man bei Angstsymptomen dazu neigt, dass Gefürchtete zu meiden...


    Was ich aber denke ist, dass es genau diese Dinge sind die zB dich glücklich sein lassen... Wertschätzung dessen, was du hast (nicht nur materiell natürlich), die deutlich Wahrnehmung des Moments, und die Fähigkeit zu Geniessen... sich zu freuen an dem was gerade passiert, gesehen wird, gefühlt wird usw.

    Hmmm... eigentlich würde ich meinen, dass eine gestörte Aufmerksamkeit eher dazu führt, dass man in Gedanken durch die Zeit reist, statt im Jetzt zu sein und dass der Genuss erst bei äußerst starken Reizen einsetzt (also nicht unbedingt wenn zwei Schmetterling in der Frühlingssonne über einer Wiese "tanzen"... und der Gleichen).




    Ist aber in jedem Fall ein Thema, über das es sich nach zu denken lohnt


    Liebe Grüße
    happy

  5. #5
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Wenn man nicht einmal die Frage beantworten kann, wie es einem geht,
    dann ist es schwer die Frage nach dem Glücklichsein zu beantworten.
    Ich stelle allgemein zu viel in Frage.
    Das macht es auch nicht leichter noch zusätzlich eine Antwort auf noch eine Frage zu geben.
    Meist muß ich meine Antworten für mich schon in Metaphern verpacken, um mich überhaupt schon einigermaßen zu verstehen.
    Da gehe ich oft Umwege. Über diese Umwege glaube ich oft mehr Zeit herauszuschinden mir eine passende Antwort zurecht zu legen.
    Aber da ich dann meine Metaphern mir selbst gegenüber dermaßen kompliziert ausgearbeitet habe, finde ich keine Möglichkeit mehr
    -aus Mangel an Verständnis diese Metaphern mir selbst gegenüber wieder in ein Bild zu setzen - sie letztendlich selbst zu verstehen.

    Dann habe ich wieder dieses Wort und die Frage: Glücklichsein?

    Also noch einmal von vorne...
    Es ist ein Jammer, ehrlich...

    LG --hirnbeiß--

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Gibt es denn hier im Forum so wenige, denen es trotz oder aufgrund des AD(H)S überwiegend gut geht, die vorwiegend zufrieden oder glücklich sind – oder habe ich euch mit meinem Text erschlagen?


    @happypill und hirnbeiß: Was ihr beschreibt, das kenne ich in unterschiedlicher Form phasenweise auch und in solchen Momenten helfen meine positiven Gedanken leider überhaupt nicht weiter.
    Sie verstärken allerdings meine überwiegend zufriedenen Stimmungen. Hoffentlich habe ich bei euch die nicht erwünschten Gefühle mit diesem Thema und meiner Frage nicht noch verstärkt.


    Dieser Satz ist absolut richtig:

    So viele Gemeinsamkeiten es gibt, so viele Unterschiede gibt es zwischen "uns". ADHS spezifisch könnte man das nur beantworten, wenn es keine oder nur geringfügige Begleiterscheinungen gäbe.

    Die Begleiterscheinungen, die zum Beispiel durch individuelle Erlebnisse, Gene, unsere Sozialisation sowie durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen werden, erschweren tatsächlich Antworten auf meine Frage und sicherlich auch auf viele andere Fragen bzgl. unseres AD(H)S.


    Wenn zum Beispiel mich etwas besonders quält, dann ist es meine Ängstlichkeit in bestimmten Bereichen, und die scheint wohl nicht unbedingt ein typisches AD(H)S-Symptom zu sein, auch wenn einige hier Ähnliches kennen und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich diese leider stark ausgeprägte Eigenschaft jemals ganz verlieren werde.

    Allerdings kann ich vielleicht Bedingungen schaffen, die dieses Problem mindern.
    Obwohl meine Angst schon in Richtung Krankheit gehen könnte, hat sie mir bereits einmal das Leben gerettet und seitdem betrachte ich sie mit anderen Gefühlen und bekämpfe sie weniger.
    Trotzdem möchte ich Wege finden, um sie zu mindern.

    Damit kein schiefes Bild entsteht, werde ich jetzt noch kurz etwas mehr zu der anderen Seite (der manchmal traurigen oder depressiven Seite) von mir schreiben:

    Wie bereits beschrieben, kenne auch ich sehr unglückliche Phasen und leide aufgrund meiner Sensibilität dazu noch unverhältnismäßig oft unter Ungerechtigkeiten.
    Es klingt vielleicht merkwürdig, aber in solchen Momenten möchte ich sogar ganz tief in ein Selbstmitleid eintauchen. Das darf dann allerdings nie zu lange anhalten, sonst wird es immer schwerer, da wieder herauszukommen.
    Wenn ich in so einem Fall dann nicht ganz schnell versucht hatte, etwas dagegen zu unternehmen oder die äußeren Bedingungen so ungünstig waren, dass ich es nicht mehr allein schaffen konnte, dann hatte das auch bei mir manchmal längere quälende depressive Phasen zur Folge.
    In denen konnte ich überhaupt nichts mehr genießen und darum kann ich eure Schilderungen teilweise sehr gut nachvollziehen.



    Manchmal waren es bei mir Krankheiten, die diese Stimmungen hervorgerufen hatten (zum Beispiel einmal meine falsch eingestellten Schilddrüsenwerte und ein anderes Mal ein simpler Vitamin D Mangel).
    Öfter waren es eine Anreihung von Problemen, die von außen auf mich einströmten und scheinbar kein Ende nehmen wollten. Merkwürdigerweise oder sogar typischerweise setzten die Depressionen dann erst ein, wenn die Probleme eigentlich schon nicht mehr vorhanden waren.

    Irgendetwas in meinem Inneren strebt aber immer mit aller Kraft nach Zufriedenheit und so gelang es mir immer wieder (je nach Ursache) meist relativ schnell diese Phasen zu überwinden.

    Anschließend fühlte ich mich oft stärker und konnte noch besser genießen, als zuvor.


    Mit zunehmendem Alter scheint die Unbeschwertheit zwar abzunehmen, aber dafür nimmt das Bewusstsein für schöne Momente im alltäglichen Leben zeitgleich zu.


    Trotz aller Beeinträchtigungen und der trüben Zeiten in meinem Leben war ich bisher doch vorwiegend zufrieden und glücklich.




    Ich glaube, dass man mit einem AD(H)S eher (nicht immer und nicht alle) im Hier und Jetzt leben kann.
    Dies wird in der Fachliteratur sogar als Nachteil beschrieben und das ist sicher auch manchmal der Fall, je nachdem, wie sich diese Eigenschaft äußert.

    Aber unter bestimmten Bedingungen sehe ich einen Vorteil darin. Außerdem wird das Leben im Hier und Jetzt als Grundvoraussetzung für ein glückliches Leben angesehen.

    Gegen drohende Langeweile suchen die meisten von uns doch nach interessanten Tätigkeiten und außerdem belohnen wir uns gerne schnell mit irgendetwas. Dadurch können wir, je nach Interessen und Möglichkeiten, fast den ganzen Tag (für uns) unterhaltsame Aktionen starten. Hauptsache die Pflichten werden nicht vergessen oder sie werden besser sogar gleich in diese Aktionen integriert.


    Mir machen glücklicherweise die Alltagspflichten Spaß, weil ich sie immer mit irgendetwas Angenehmen verbinden kann und mich sehr auf das Resultat freuen. Ich bin inzwischen sogar frei und kann meinen Tag so gestalten, wie ich möchte (dabei darf ich allerdings die wichtigen Ziele nicht aus den Augen verlieren, das kann manchmal passieren).

    Über die vielen kleinen Malheure, die sich täglich einstellen, kann ich meist nur noch lachen (manchmal komme ich mir wie ein Darsteller in einer Komödie vor).


    Ich jubel natürlich nicht den ganzen Tag, aber ich merke stundenlang überhaupt keine störenden Gefühle und habe keine besonderen Wünsche. Ich bin einfach nur zufrieden.

    Ich befürchte inzwischen, dass man vom eigenen Glück leider doch nicht viel abgeben kann, da wir ja tatsächlich alle sehr verschieden sind und bei jedem offenbar ein anderer Weg zur Zufriedenheit führt.


    Auf jeden Fall möchte ich noch einmal ganz klar sagen, dass ein AD(H)S und vorwiegende Zufriedenheit sich nicht unbedingt ausschließen müssen und deshalb sollten wir immer wieder nach Wegen suchen, die uns helfen (in schweren Fällen müssen wir dann wohl doch manchmal die Hilfe von guten Fachleuten annehmen), und wir sollten nie aufgeben. Es gibt unzählige Möglichkeiten etwas zu verändern.
    Jetzt habe ich wieder so viel geschrieben. Das wollte ich eigentlich nicht, aber es ist ein so komplexes Thema und gerade Gefühle sind extrem schwer zu beschreiben.


    Es ist vielleicht sogar gut, dass hier auch die anderen, nämlich unglücklichen und depressiven Gefühle angesprochen wurden, obwohl dafür vielleicht ein neues Thema gestartet werden sollte.

    Jetzt würde ich mich bei diesem Thema aber über eine Aufzählung, mit allem was euch glücklich oder zufrieden macht, freuen.

  7. #7
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Celine schreibt:
    Gibt es denn hier im Forum so wenige, denen es trotz oder aufgrund des AD(H)S überwiegend gut geht, die vorwiegend zufrieden oder glücklich sind – oder habe ich euch mit meinem Text erschlagen?
    Tschuldigung


    nee... war ein Späßchen...

    Also glücklich sein kann ich nicht...tut mir leid... scheinbar sind hier aber tatsächlich viele nicht glücklich oder die Glücklichen antworten nicht... wer weiß...


    Aber ich kann, denke ich, sagen, dass ich zufrieden bin... mit so Einigem...


    ZB hat meine Tochter heute gefragt, ob sie und ihre Freundin heute nicht super brav waren..."Wir haben nix unter Wasser gesetzt, nix angezündet und auch sonst keinen Blödsinn gemacht!!"
    Tja... so gesehen sollte ich doch vllt. glücklich sein...aber mindestens zufrieden...

    Ob ADHS einen Menschen mehr genießen lässt weil er mehr wahrnimmt... sorry... das kann ich auch echt nicht glauben... wohl aber, dass ein ADHSler evt. mit seinem Humor und einer gewissen Fähigkeit zur Selbstironie manches besser wegsteckt... ..... es sei denn, es wird ihm immer wieder auf's Brot geschmiert...

    Mehr Zusammenhang zwischen ADHS und Glück bzw Zufriedenheit kann ich aber nicht sehen...


    Und zum guten Schluß
    Nein... hat mich nicht runtergezogen... es ist immer wieder gut, mal über das eigene Zutun am eigenen Glück/Unglück nach zu denken...


    Hab mal einen Spruch gelesen der ungefähr so lautete

    Die Menschen rennen dem Glück hinterher und merken dabei gar nicht, dass sie immer vom Glück verfolgt werden.


    Vllt. finden sich ja noch einige Glückliche...
    Zoppoooooooo... du hast doch bestimmt was dazu zu sagen


    LG
    happypill (ich müsste als Glückspille ja eigentlich Expertin sein )

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Hi ,

    habe jetzt wegen der Textlänge nicht alles gelesen aber schon mitbekommen worum es geht (hoffentlich)

    Also, so richtig glücklich? Über einen längeren Zeitraum? Oder überwiegend? Sehr schwer. Kenne eigentlich auch nur kurzzeitige Hochs aber ich arbeite ganz hart an einer Lösung. Aber ob es die wirklich geben kann?

    Also bei mir ist immer dieses innere Gefühl von getrieben sein und daher selten Platz für glücklich und zufrieden .

    Aber wer weiß was die Zukunft noch bringt und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Allerdings finde ich im hier und jetzt zu leben sehr wichtig obwohl auch das sehr schwer fällt. Aber ich möchte mir nachträglich niemals sagen" ach hättest Du doch damals, dieses oder jenes getan". Das klappt gut aber am wirklich glücklich sein arbeite ich noch

    Liebe Grüße

    Laura

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Was macht ein glückliches Leben aus?

    Hallo Celine,

    ich kann mich in vielem in Deinem Text wiederfinden. Ich bin zufrieden und glücklich mit meinem Leben, auch wenn es noch unerfüllte Wünsche gibt und Dinge, an denen ich arbeite. Ich hatte über eine lange Zeit eine schwere Krankheit. Die Erfahrung, diese zu überwinden, hat mich reicher gemacht. Seitdem erscheint mir vieles vermeintlich Selbstverständliche (oder Dinge, die ich nicht mehr wahrnehmen konnte) in einem neuen Licht und ich bin dankbar, wieder Freude und Glück empfinden zu können. Oft sind es kleine Dinge, über die ich mich freue, die ich wieder wahrnehmen kann, und die Liebe zu meiner Familie und zu meinen Freunden, liebevolle Beziehungen...

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