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Diskutiere im Thema Anderen ADSlern helfen-unmöglich? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 199

    Frage Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    Hallo

    möchte gerne helfen und schaff es nicht...

    ein arbeitskollege von mir scheint meiner meinung nach ebenfalls ads zu haben- mit schlimmeren auswirkungen
    wie bei mir selber.
    - er selber ist schon einmal in der selben firma vor 15 jahren gekündigt worden weil
    er sich nicht mehr im griff hatte und ausgetickt ist.


    vor kurzem war es wieder so weit und die kündigung war bereits geschrieben.

    ein langes gespräch mit unserem vorgesetzten hat ihn davor bewahrt.


    und es wurde ihm auferlegt zum arzt zu gehen und sich das bestätigen zu lassen.


    okay ..soweit so gut.

    ich habe es kommen sehen und vorher und nachher viel mit ihm drüber geredet und keines dieser gepräche hat
    irgendwas bewegt.

    er gibt mir recht und ist einsichtig- handelt aber nicht danach.


    bei meinem bruder ist es dasselbe.


    ist es so- das man keinen ads-ler davon überzeugen kann ads zu haben ?
    das man null einfluss nehmen kann ?


    hoffentlich hab ich mich in der kürze einiger maßen verständlich ausgedrückt
    Geändert von Dampfkessel (22.02.2012 um 20:17 Uhr)

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    Dampfkessel schreibt:
    er gibt mir recht und ist einsichtig- handelt aber nicht danach.
    Äh, genau das ist ADHS. Ganz genau zu wissen, was man theoretisch tun müsste, es aber dann nicht umsetzen können.
    Es scheitert schon alleine daran, sich einen Termin beim Arzt zur ADHS-Diagnose geben zu lassen. Denn das schiebt man immer und immer wieder auf...


    ist es so- das man keinen ads-ler davon überzeugen kann ads zu haben ?
    das man null einfluss nehmen kann ?
    Äh, ich finde es bisschen seltsam, dass du quasi andere Leute diagnostizierst und dann erwartest, dass sie dir das glauben und dann danach handeln. Vielleicht sieht die Person das einfach anders und hat eventuell schon eine psychiatrische Diagnose, die ähnliche Symptome wie ADHS hat (Borderline, bipolare Störung, etc.)

    Du kannst überhaupt gar keinen Einfluss auf andere Menschen nehmen.
    Das muss jeder Mensch für sich entscheiden, von wem er sich beeinflussen lässt.

    Ich wäre verdammt sauer, wenn mir einer meiner Kollegen eine psychische Erkrankung "andichten" wollte.

    Ein sanfter Hinweis in diese Richtung wäre für mich in Ordnung. Aber mehr nicht.

    Bei einem ADHSler erreicht man mit gutgemeinten Ratschlägen oft das Gegenteil: Sie sperren sich komplett dagegen.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    Anderen ADSlern helfen-unmöglich?
    Doch es ist möglich - ich selber habe auch schon anderen Leuten gegenüber meine Vermutung geäußert, vorsichtig und begründet. Einige habe dies ignoriert, andere haben nachgefragt und zwei haben sich diagnostizieren lassen und bekamen die ADHS bestätigt.

    Es kommt immer auf den Einzelfall an

    ELvira

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    Fliegenpilz schreibt:
    Äh, ich finde es bisschen seltsam, dass du quasi andere Leute diagnostizierst und dann erwartest, dass sie dir das glauben und dann danach handeln. Vielleicht sieht die Person das einfach anders und hat eventuell schon eine psychiatrische Diagnose, die ähnliche Symptome wie ADHS hat (Borderline, bipolare Störung, etc.)

    Du kannst überhaupt gar keinen Einfluss auf andere Menschen nehmen.
    Das muss jeder Mensch für sich entscheiden, von wem er sich beeinflussen lässt.

    Ich wäre verdammt sauer, wenn mir einer meiner Kollegen eine psychische Erkrankung "andichten" wollte.

    Ein sanfter Hinweis in diese Richtung wäre für mich in Ordnung. Aber mehr nicht.

    Bei einem ADHSler erreicht man mit gutgemeinten Ratschlägen oft das Gegenteil: Sie sperren sich komplett dagegen.
    Kommt immer darauf an in welchem Verhältnis man zu dieser Person steht. Man kann den eigenen Verdacht, dass ein Freund vielleicht ADHS hat ja ruhig äußern. Wenn er daraufhin eine Therapie beginnt und ihm die helfen würde, wäre diese eigene "Diagnosestellung" ja von Vorteil.
    Negativ ist das natürlich, wenn der Freund es als Beleidigung sieht. Das hängt aber von seiner Einstellung zu ADHS ab.

    Wenn er es aber ständig abstreitet und sich gar nicht mit dem Thema befassen möchte, bleibt die Frage warum. Es bringt in dem Falle auch nichts, es immer wieder zu versuchen. Das ist in etwa so, wenn man Magersüchtigen täglich sagen würde "Hey iss mal was". = ) Man macht sich einfach unglaublich beliebt.

    Man kann niemanden zur Einsicht zwingen. Ich würde meinem Freund einfach sagen " Wenn du Hilfe oder Rat brauchst, ich bin für dich da". Das ist weniger konfrontierend unf aufdringlich.


    LG = )


    PS: @Fliegenpilz: "Äh, ich finde es bisschen seltsam, dass du quasi andere Leute diagnostizierst und dann erwartest, dass sie dir das glauben und dann danach handeln." Klingt gleich so negativ = ( Er bemüht sich doch drum zu helfen, und ist frustiert, weil er es nicht schafft. Die Erwartung ist sicher falsch, da hast du recht, aber hinter ihr steckt keine falsche Intention. Dein Satz lässt den Leser eher glauben "der is doof, sowas weiß man doch". = /
    >_> keine bös' gemeinte Kritik, kein Angriff,keine andere Meinung, nur eine andere Perspektive~ ich glaub aber, du verstehst mich richtig = )

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    @ Lili: Ich habe so eine Kollegin, die sich ungefragt in Dinge einmischt, die sie nichts angehen und die einem Ratschläge gibt und dann sauer ist, wenn man diese nicht annimmt. Als ich Möbel nicht in dem Möbelhaus gekauft habe, das sie mir empfohlen hatte, war sie tagelang beleidigt.
    Ich denke eben, dass gerade psychische Erkankungen negativ besetzt sind. Und ich würde es durchaus negativ auffassen, wenn mir einer meiner Kollegen so direkt sagen würde, dass er das bei mir vermutet. Wenn das vorsichtig passiert und ich mich nicht bedrängt fühle, wäre das je nach Kollege in Ordnung. Die Kollegen, die mich besser kennen, dürfen das. Ansonsten empfinde ich das als grenzüberschreitend.
    Und ja, sowas sollte man meiner Meinung nach wissen.

    Ich habe Freunde, mit denen ich mal ganz vorsichtig über unterschiedliche psychische Erkankungen gesprochen habe. Bei diesen hatte ich den Verdacht, dass ihre Probleme psychisch sein könnten. Daraufhin habe ich einfach von mir erzählt und habe meine Unterstützung angeboten. Dass meine Freunde diesen Rat oder meine Hilfe annehmen habe ich nicht eingefordert. Zwei haben es gemacht, die anderen nicht.
    Ich denke, es steht mir einfach nicht zu, anderen Leute meine Meinung und meine Sicht der Dinge "aufzudrücken". So kam das bei mir eben an. Vielleicht bin ich da vorbelastet, weil ich eben so eine Kollegin habe.

    Im zwischenmenschlichen Miteinander sollte man die Grenzen der anderen kennen und respektieren.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Anderen ADSlern helfen-unmöglich?

    meine schuld- will mich immer so kurz wie möglich halten will und denke ich schreibe so das es jeder verstehen kann


    @ fliegenpilz.

    logisch- würde mich auch nerven wenn mich jemand vollquatscht und mir seine meinung aufdrängen will .


    es handelt(e) sich hier aber um eine freundschaftliche beziehung unter kollegen.
    und er war sehr interessiert an meiner geschichte und sah ähnlichkeiten bei sich selber-

    wir haben viel drüber gesprochen- und er hat mir viel über sich- seinem leben -seiner familie erzählt.
    er wollte das das buch das mir geholfen hat mich zu verstehen haben ,und er hat es bekommen.

    wenn er gesagt hätte- quatsch mich nicht voll mit dem unsinn- kein problem- da wäre dann schluss für mich gewesen.
    soviel soziales feingefühl hab ich dann doch noch.


    das ist ja das was ich so komisch finde- er will es wissen- holt sich rat bei mir-

    und vergisst es anscheind wieder?- irgendwie setzt er es nicht für sich um?

    deshalb meine frage- kann man anderen betroffenen nicht helfen , nicht aufklären, nicht davon überzeugen was das eigentliche problem bei ihnen sein kann.

    müssen sie selber drauf kommen so wie bei mir?

    wahrscheinlich


    keine ahnung-

    und eigentlich ist es bei meinem sohn und bei meinem bruder
    genauso-




    aber- sie ist ja schon für mich beantwortet
    danke an fliegenpilz und elvira








    ich werde versuchen mich da nicht weiter reinzuhängen-und denn kontakt weiter nur aufs kolligiale beschränken.
    er (es) wird mir einfach zu anstrengend.

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