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Diskutiere im Thema Zweifel, soll ich zum Arzt gehen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    Zweifel, soll ich zum Arzt gehen?

    Hallo Zusammen,

    folgendes:
    Morgen habe ich einen Termin bei meinem Arzt. Ich hab den Termin ausgemacht, weil ich es nochmal mit den Medis (MPH) probieren möchte und zwar eben konsequent langsam steigern und regelmäßig nehmen, damit sich der Stoffwechsel drauf einstellen kann.

    Nun ist es aber so, dass ich neulich eine ADHS-kritische Doku gesehen habe die sehr überzeugend war und ich jetzt wieder totale Zweifel habe ob ich überhaupt auf dem richtigen Weg bin.

    Ob ich morgen trotzdem zu dem Arzt gehen soll??
    Oder soll ich den Termin absagen?

    Soll ich ihm einfach von meinen Zweifeln erzählen?

    Aber selbst wenn er mich wieder anders überzeugt.... dann les ich wieder was kritisches und brech die Behandlung wieder ab.... bis mich wieder jemand so überzeugt...usw. ..

    Es ist echt so ätzend, dass ich einfach nicht selber von irgendwas überzeugt sein kann.
    Ich schwanke dauernd und kann mich nicht entscheiden an was ich nun glauben soll.....

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 360

    AW: Zweifel

    Huhu Ephedra!


    Also wie ich ja schon gesagt hatte würde ich das du zum Arzt gehst!!!

    Beschreibe ihm deine Zweifel, erzähle ihm einfach über die Doku.


    Lass einfach das was er dir erzählt auf dich wirken, nimm es mit Heim und denke noch mal drüber nach!


    Lass dich niihct zu sehr beeinflussen von deiner Entscheidung!


    LG Shadowrose

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Zweifel

    Das Problem ist, dass ich ja erstmal selber zu einer Meinung kommen muss..... ehe ich hinter ihr stehen kann...

    Und das schaff ich schon nicht.

    Was mich momentan so wurmt ist, dass man ADHS nicht mit bildgebenden Methoden erkennen kann.
    Also anhand von messbaren Hirnströhmen etc.
    Es ist alles so wischiwaschi.... wenn ich nach den Symptomen schaue könnt ich einen Haufen von Menschen nennen, die ich kenne auf die das alles auch zutrifft...

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Zweifel

    hallo ephedra


    ich kann deine zweifel verstehen
    und ich denke so wie es bereits shadow geschrieben hat, nehm den artz-termin war und
    red mit ihm

    wenn er wirklich gut ist wird er auf dich eingehen

    als ich mich entschlossen hatte ADs zu nehmen hat der artz das auch mit mir besprochen und
    meine zweifel verstanden


    geb dir und dem artz ne chance

    vorallem versuch auf dein gefühl zu hören.....


    alles gute für dich

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    ... höhr auf dein Gefühl was die grobe Linie angeht, vertrau dem Arzt bei allen Detailfragen und vergiss die Medien. Die meisten haben 0,0 Ahnung.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 470

    AW: Zweifel

    Hm. Bei schwierigen Entscheidungen halte ich es für sinnvoll, erst einmal alle einflussnehmenwollenden Elemente zu Wort kommen lassen.

    Aber!
    Ich mache mir stetig bewust, dass die Meinung die ich gerade höre momentan für mich am sinnvollsten scheint und ich unter dem direkten Einfluss dieser Meinung nicht voll zurechnungsfähig bin.
    Durch dieses Bewusstmachen bin ich dann in der Lage SPÄTER die Meinungen zu überprüfen und zu hinterfragen. Meist ist das nach ein mal schlafen.

    Sammle bewusst Argumente, erstelle eine Liste mit Pro und Contra, notfalls sogar schriftlich. *brrrrrr*

    Und mich auf Wildfang beziehend: Die Argumente, die in den Medien gebracht werden sind oft nicht genügend fundiert. Aber die kann man mit gewissem Abstand entlarven.

    Und ausserdem wäre das toll, wenn es immer funktionieren würde.
    Oft habe ich einen Totalfail und mindestens zwei unterschiedliche öffentlich bekundete Meinungen, wenn ich mich unter (zeitlichen) Stress setzen lasse.

    Sag dem Arzt, dass Du zweifelst, sag ihm, wenn es möglich ist, dass Du ihn einen Tag später mit einer Entscheidung anrufst.
    Mach einen Uhrzeitgebundenen Termin für das Telefonat.
    Und schreib Dir einen Zettel mit dem, was Du dem Arzt sagen willst ;-)

    Kann natürlich sein, dass der letzte Abschnitt unglaublicher Unfug ist, da ich selber ein totaler Arztmuffel bin.
    Aber das ist das, was ich mir raten würde.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Zweifel

    Danke für die Antworten.

    Ich habe jetzt mit dem Arzt gesprochen und wir sind überein gekommen, dass er nochmal einen Termin mit mir macht um die Frage nach Asperger bei mir abzuklären.
    Ich für mich habe das zwar inzwischen wieder verworfen aber es schadet ja nichts wenn da ein Fachmann nochmal genauer drauf schaut.

    Medis hat er mir jetzt erstmal nicht mehr verschrieben.

    Dann habe ich gerade nochmal überlegt.....
    Also ich hoffe ihr steinigt mich jetzt nicht.... aber meine Momentane Meinung/Einstellung zu ADHS ist folgende:

    Man muss das historisch betrachten. Es fing ja an mit den Hyperaktiven Kindern und der Beobachtung, dass statt Beruhigungsmitteln interessaner Weise ein Aufputschmittel(MPH) diesen half.

    Und das denke ich ist die Kurx an der Psychomedikation.
    Die Wissenschaft steckt was das angeht einfach noch in den Kinderschuhen.
    Niemand kann genau sagen warum Psychophamaka eigentlich wirken. Klar man forscht und stuidert ausgiebig, findet bestimmte Biologische Abläufe, Rezeptoren im Gehirn etc.
    Findet durch empirische Studien raus was ein Medikament bei den meisten Menschen bewirkt.

    Aber eine wirklich genaue Vorstellung von den exakten Abläufen hat man noch nicht.
    Es verhält sich denke ich so wie zu den Anfängen der Medizien als man erst begann die einzelnen Organe und ihre Funktion zu erforschen.
    Auch da gab es durchaus schon wirkrsame Mittel, aber es war eben noch nicht klar warum etwas so oder so wirkte.

    Soweit so gut.
    Die Beobachtung war also, dass MPH bei hyperaktiven Kindern half und inzwischen hat man noch mehr Probleme/Indikationen gefunden wo das Medikament hilft.

    Ich gehe auch davon aus, dass das Medikament bei jedem irgend eine Wirkung hat, also auch bei nicht ADHSlern.

    Es gibt sicher schwere Fälle, insbesondere bei Kindern wo das Medikament ein wahrer Segen ist.

    Aber die Grenzen sind unscharf. Nicht umsonst spricht man von einer Spektrumsstörung.
    Der Übergang ist also fließend aber die Frage ob Medikamente Ja oder Nein ist eine binäre Entscheidung.
    Im Grunde eine, die jeder für sich selber klären muss.

    Womit ich dann wieder bei mir bin und klarer sehe wo das eigentliche Problem liegt.

    Momentan gehe ich davon aus, dass ADHS nicht mein Kernproblem ist.

    Mein Kernproblem ist, dass ich nicht weiß was ich will.
    Dass ich momentan unfähig bin Entscheidungen zu treffen.
    Unfähig eine Einstellung zu haben und dahinter zu stehen.

    hm... aber das Aufschreiben hat geholfen... ich sehe nun klarer.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Zweifel

    Ephedra schreibt:
    Die Wissenschaft steckt was das angeht einfach noch in den Kinderschuhen.
    Niemand kann genau sagen warum Psychophamaka eigentlich wirken. Klar man forscht und stuidert ausgiebig, findet bestimmte Biologische Abläufe, Rezeptoren im Gehirn etc.
    Findet durch empirische Studien raus was ein Medikament bei den meisten Menschen bewirkt.

    Aber eine wirklich genaue Vorstellung von den exakten Abläufen hat man noch nicht.
    Es verhält sich denke ich so wie zu den Anfängen der Medizien als man erst begann die einzelnen Organe und ihre Funktion zu erforschen.
    Auch da gab es durchaus schon wirkrsame Mittel, aber es war eben noch nicht klar warum etwas so oder so wirkte.
    Das klingt alles, bei allem Respekt, so ein bisschen nach dem handelsüblichen Heilpraktiker-Geschwurbel

    Erstens ist die Wissenschaft, was die Wirkungsweise gerade von Psychopharmaka angeht, sehr wohl sehr weit gekommen in den letzten zwei Jahrzehnten. Wer was anderes behauptet, dessen Wissen ist halt auf dem Stand von vor 20 Jahren. Also was genau wo wiederaufgenommen wird oder nicht, was wo an welche Rezeptoren andockt und was das dann weiter bewirkt… spannende Sachen. Es werden immer mehr Wirkungsweisen auf diese Weise erklärt. So wussten wir vor gut 20 Jahren nicht nicht, wie die Benzodiazepine wirken. Heute ist das Wirkungsprinzip weitestgehend erforscht. Gleiches gilt für Antidepressiva. Die Trizyklika wurden noch mehr oder weniger nach Zufallsprinzip eingesetzt, erst seit SSRI gibt es gezielte(re) Hilfsmittel mit deutlich weniger Nebenwirkungen, und da ist es weitestgehend bekannt, wie das funktioniert.

    Natürlich weiß die Wissenschaft nicht alles und hat lange nicht auf alle Fragen Antworten parat. So weit wird die Wissenschaft auch nie sein, schon aus Prinzip nicht, denn sie entwickelt sich immer weiter.

    Aber, wie Du es richtig schreibst, gibt es in der Medizin auch evidenzbasierte Erkenntnisse, die sich unter Berücksichtigung aller Pro- und Kontra-Argumente in der Praxis einsetzen lassen.

    Dass die evidenzbasierte Wirkung der Medikamente nicht immer detailliert zu erklären ist, hängt in erster Linie damit zusammen, dass unser Körper, insbesondere das Nervensystem, ein verdammt kompliziertes Dingens ist.

    Mit "früher" können wir nicht ernsthaft Vergleiche ziehen, denn was waren das für Mittel? Aderlass und Blutegel?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Zweifel

    Das was du an Wissen beschreibst meine ich ja.

    Der Knackpunkt liegt in der Diagnose, bei der wird nicht ins Gehirn geschaut und selbst wenn man das würde, würde man daran nichts festmachen können.
    Man kann die meisten psychischen Krankheiten nicht organisch verifizieren.

    Daher basiert alles hauptsächlich auf Fragebögen.

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