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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4

    Ausrufezeichen Meine Symptome und ich

    Ich kenne krankheitsbezogene Foren. Eigentlich finde ich die Kombination von Symptomen und Internet recht problematisch, anders sehe ich das allerdings, wenn mir mein Arzt eine Krankheit betitelt, die einige der Symptome, die mich charakterlich stark prägen und teilweise leiden lassen, bestätigt werden.
    Es kann durchaus interessant sein, sich mit anderen Menschen auseinanderzusetzen. Wer bis hierhin liest, und Lust hat, sich ein paar Zeilen durch mein Leben tragen zu lassen und mir meine abschließende Frage zu beantworten, kann das gerne tun. Dankbar bin ich dafür allemal.

    Aufgewachsen in einem kreativen Haushalt umgeben von Kulturgut und Bildungsquellen, aufgezogen mit viel Liebe mütterlicherseits, wurde ich aufgrund meiner verfrühten Einschulung noch ein Jahr in die Vorklasse gesteckt. Ich war unruhig, aber nicht mehr unruhiger, als die anderen, die eine extrarunde drehten. Ab der ersten Klasse änderte sich das Bild allerdings, denn ich schrie rum, störte den Unterricht, und fühlte mich bei Mahnungen und Beschwerden der Lehrer, die meine Eltern oftmals kontaktieren, sogut wie immer zu Unrecht kritisiert. Dieses Gefühl konnte ich damals natürlich nicht artikulieren. Aufmerksamkeitsprobleme hatte ich schon damals, einfach mal zuzuhören. Mich plagte dabei schon in der Grundschule immer das Gefühl, dass ich scheitern würde, wenn ich weiter auf das Gymnasmium ginge. Als ich letztlich auf dem Gymnasmium war und die 5. Klasse besuchte, waren die Ordnung durchschnittlich gut. Allerdings hatte ich immer wieder Probleme mit Autoritäten, sodass es dort immer wieder zu großen Auseinandersetzungen kam, die meine Eltern jedoch schlichten konnten. Ab der 6. Klasse begann ich exzessiv zu schwänzen, zu rauchen, gelegentlich auch zu kiffen, hing mit jung-kriminellen Schlägern, Dieben und Drogentickern rum. Mein Vater karrierestark unterwegs, depressiv und Pegeltrinker. Meine Mutter beruflich erfolgreich daheim, soweit es ging mit ihrer Aufmerksamkeit bei mir, hingegen ihre Liebe sowie ihr Wille unendlich waren. Ich suchte den Konflikt, flog halb vom Gymnasium runter, zwei Schulwechsel. Während dieser Zeit diagnostizierte eine Kinderärztin bei mir ADS, was meine Mutter allerdings nicht anerkannte, da sie mir nicht Ritalin verabreichen wollte. Zudem plagten mich (insgesamt 4 Jahre lang) chronische Kopfschmerzen, die trotz unzähliger Arztbesuch nie erklärt werden konnten. Zu dieser Zeit besuchte ich auch eine Psychotherapeutin, bei der ich 5 Jahre lang in Behandlung war. Mit ihrer Unterstützung, sowie der, meiner Familie und meiner damaligen Freundin und ihrer Familie, schaffe ich es, mich bis zur 10. Klasse berappeln und macht somit ein gutes Abitur. Der Stolz meiner Eltern war übernatürlich. Seit 1,5 Jahren habe ich durch 6 Monate Stress und Lärm einen chronischen Tinnitus, der mich hin und wieder komplett entmutigt.

    Heute studiere ich und habe meinen Bachelor in ein paar Monaten in der Tasche. Allerdings begleiten mich folgende Symptome, die mein ganzes Leben durchziehen und mich überfordern:
    – Meine Gedanken, die ich ausspreche oder verfasse, drohen mir zu entgleiten. Ich kenne nur den Schussmoment, kann allerdings nicht aufeinander aufbauend etwas herleiten
    – Hausarbeiten oder Essays werden im Hauruck-Verfahren runtergeschrieben, anders verliere ich mich in tausenden Details oder bekomme eine Kopfstarre
    – An manchen Tagen bin ich wie paralysiert, kann kaum sprechen, denke, ich hätte die Sprache komplett abgelegt. Bin meinem Mund unmündig.
    – Meine Ansprüche an Inhalte und alles um mich herum sind so hoch, dass ich oftmals aus Nicht-Zuversicht (Pessimismus, wenn man meinen mag) die Sachen erst garnicht anfange. Dinge, die die besten Kommilitonen produzieren, die ich allerdings selbst nicht hinbekommen würde, weil sie so gut sind, sind doch noch schlecht und damit nicht erstrebenswert
    – Wenn ich eine Aufgabe anfange, halte ich sie nach kürzester Zeit oftmals für überflüßig und fange automatisch an in Erwägung zu ziehen, ob eine andere Aufgabe mich nicht weiterbringen könnte
    – Trotz gelegentlicher Überblicksgefühle, schaffe ich es in Gruppenarbeiten nicht, Aufgabenstellungen so zu durchdringen, dass mir klar ist, was ich zutun habe. Nicht selten schaffe ich es nicht, mir selbst eine Aufgabe zuzuweisen, von deren Relevanz ich so überzeugt bin, dass ich sie auch tatsächlich angehe.
    – Probesituationen wie das lernen für eine Klausur, kann ich nicht Ernst nehmen, weil ich es nur einmal durchstehen kann und will
    – Zwischenmenschlich identifiziere ich aufgrund kleinster Regungen emotionale Reaktionen, die andere in meiner Umgebung nicht wahrnehmen. Oftmals bin ich mit meinen Ansichten dahingehend allein.
    – Meine radikalen Ansichten und Meinungen über Menschen und Inhalte stoßen oft auf Wiederstand, sodass ich meine Meinung nahezu immer wie ein Pamphlet oder Plädoyer auftürme, damit keiner etwas dagegen sagen kann.
    – Mich plagen oft in Schüben starke Existenzängste, dass ich zugrunde gehen werde, obwohl bis jetzt kein ernster Anlass dazu besteht.
    – Es fällt mir schwer, mich von außen objektiv zu beurteilen, da ich oftmals gefühlsgetrieben und extrem launenschwankend bin. An manchen Tagen, die öfters vorkommen, bin ich einfach "down" und komme kaum hoch. Damit verbunden ist dann auch häufig, dass ich nicht klar denken kann, fast garnicht denken kann.
    – Das Artikulieren meiner selbst fällt mir teilweise so schwer, weil ich nur durch Gespräche mit ADHS betroffenen Freunden Einblicke in die subjektive Symptomatik bekommen habe. Da allerdings die Symptome stark individuell variieren, fühle ich mich auch denen gegenüber sehr sonderbar.
    – Trotz meiner Leistung und meiner Ziele, die ich erreicht habe, bin ich selten sicher und zufrieden. Meine Leistung, die ich bringe, kann nur dann hoch sein, wenn es mir aufgrund von Unzufriedenheit schlecht geht. Wenn es mir seelisch gut geht, bin ich wie ein zufriedener Buddha, der nur noch trödelt und locker annimmt.
    – Oft plagt mich, also wirklich sogut wie immer, ein Gefühl von Leere, dass ich auf mein Kapazität nicht zugreifen kann. Dann auch, dass ich nicht wirklich sprechen kann. Dann fehlen mir sämtliche Kompetenzen.
    – Zu guter letzt ein absolutes Unvermögen an Strukturiertheit. Ganz besonders im akademischen Kontext.

    Ich weiß, dass ein Forum keinen Arzt ersetzen kann. Inwiefern korrelieren die Symptome eurer Meinung nach mit ADS? Was fällt euch dazu ein?

    Viele Grüße,
    bluevelvet
    Geändert von bluevelvet (16.02.2012 um 00:06 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Meine Symptome und ich

    -----Hallihallo-------

    zuerst mal wooooow viel Text, aber ich les ja gerne. Also einiges von dir könnte auch von mir geschrieben sein, aber wie du ja so schön geschrieben hast ist ja Ad(h)s individuell.

    Bist du den im mom wieder bei einem Arzt? Als Kind hattest du ja Ads diagnostiziert laut deiner Beschreibung hat sich daran wohl nichts geändert, also such doch mal einen Arzt in deiner Nähe der kann dir bestimmmt helfen.


    Lg Muttikeks

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Meine Symptome und ich

    Basierend auf deinem Waschzettel, sticht die übermäßige Selbstkritik und eine krasse Erwartungshaltung heraus, die wohl inzwischen
    in die übermenschliche Skala reicht. Perfektionismus ist häufig ein weiteres Symptom. Wer nichts anfängt, kann nicht scheitern.

    Ein ausgebildeter Spezialist würde hier eher im See der "Selbstbewusstseinsstörun gen" fischen gehen, sie sich hier seit der
    Kindheit gebildet haben könnten. Wer sich nur über seine (möglichst heroischen) Taten definiert als über dass pure Mensch-sein,
    kann kaum eine gesunde Balance haben und wird viele deiner geschilderten - eher Stress-induzierten - Symptome erleben.

    ADS ist meiner Meinung nach nur eine besondere Konfiguration des Hirns. Ich kann in einigen Beschreibungen ADS-Verhalten
    erkennen, aber die könnten genauso gut von dem Dauerstress der überzogenen Erwartungshaltung herrühren. Solange Du
    die Ursachen für diesen Stress nicht beseitigst, ist der Teil der "vom ADS" kommt pure Spekulation. Das wäre mir als "Begründung"
    für so teilweise echt schrecklich beschriebenen Situationen und die doch durch-gelebten Amplituden doch zu wenig.

    Deswegen meine Frage: Kannst Du nach dem Bachelor ein Quartal aussetzen? Oder ein halbes Jahr? Es wäre auch in deinem
    Interesse einmal diese Fragen unabhängig einer Leistungspflicht anzugehen. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle, dass kann
    man eigentlich nur ohne tägliches Hamsterrad angehen. Viele Leute mit Erfolgsdruck haben ja immens Angst vor so einer Auszeit,
    diese Angst ist ein weiteres Symptom. Weil man dann angeblich nicht mehr "reinkommt" oder sonst was. Ist natürlich Unsinn.

    Sprich mal mit (d)einem Arzt deines Vertrauens, was sich da für Optionen anbieten. Mit einer Verhaltenstherapie kannst Du vieles
    was Du oben aufgeführt hast die starke Amplitude nehmen.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Meine Symptome und ich

    Vieles von dem, was du von dir schreibst kenne ich 1:1 von mir oder meinem Sohn - wir sind beide seriös diagnostizierte ADHSler

    Natürlich können die Symptome auch auf etwas anderes hin deuten - und auch an AD(H)Slser können überzogenen Erwartungshaltung gerichtet werden. Auffällig finde ich, den Problemeinstieg mit Beginn der Schulzeit - wie gesagt, es kommt mir alles so sehr bekannt vor.

    Auch können sich mit den Jahren Comorbiditäten entwickelt haben, die die "reine" AD(H)S Symptomatik überlagern.

    Auf alle Fälle sieht es so aus, dass eine gute Diagnostik sicher sinnvoll wäre und ebenfalls eine Thepapie, die vielleicht auch medikamentös gestützt ist. Bei mir und meinem Sohn hat das sehr viel gebracht.

    Mein Sohn, war ein sehr unglücklicher junger Mann, jetzt ist er zufrieden und erreicht die Ziele, die er erreichen will.


    Alles Liebe ELvira

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Meine Symptome und ich

    @ Muttikeks
    Ein Facharzt hat bei mir ein leichtes ADS diagnostiziert. Die Diagnose allein hilft mir allerdings kaum, denn Medikinet hat sehr starke Nebenwirkungen.

    @ Basalt
    Über eine Auszeit habe ich selbst schon verstärkt nachgedacht, allerdings bin ich wenig optimistisch, da ich mir bereits während des Studiums in meiner Freizeit viel Raum nehme, um runter zu kommen und mich auszuruhen. Das Problem ist auch, dass ich den Glauben an Therapien verloren habe. Es gibt so viele inkompetente Therapeuten, die es lediglich als ihren Job ansehen, zuzuhören und gelegentlich voreilige Erkenntnisse rauszuhauen. Als ich zuletzt versucht habe, in Berlin einen Therapeuten zu finden, hat mich die Krankenkasse auf den ca. € 400 der probatorischen Sitzungen sitzen lassen. Meine Ansprüche sind sehr hoch, das stimmt. Nur Leider weiß ich mir nicht anders zu helfen. Die Dinge, die ich sehe, auf der Arbeit, nach denen Andere streben, scheinen mir nicht erstrebenswert. Ich stehe so sehr neben mir, und Ärzte und Therapeuten lassen mich von meinem oberflächlichen Eindruck der Durchschnitts-Selbstkritik und des Grübelns blenden. Mein Arzt, der mich diese Woche bzgl. ADS untersucht hat, hat zu Beginn der Schulzeugnis Begutachtung lautstark gesagt, dass alles ganz offensichtlich für ein ADS spreche. Das hat er dann nach dem Aufmerksamkeitstest weitesgehend zurückgenommen.

    Was macht man denn, wenn man nicht weiß, wer man ist, was man will und wieso man sich mal so träge und verloren fühlt, auf der anderen Seite teilweise euphorisch ausschlägt, um dann wieder abzusacken?! Die Betrachtung von gewöhnlichen Arbeitstagen wirft in mir die Frage auf, was diese ganzen selbstauferlegten Leidenswege denn sollen!?! Es ist noch nicht mal die Branche, eher die Tatsache, dass man sich irgendein Ziel setzt und seine ganze Zeit und Energie darauf verwendet. …

    @ Elwirrwarr
    Wahrscheinlich wäre ich ohne meinen Tinnitus trotz der häufigen Unsicherheitsgefühle und Niederschläge ein glücklicherer Mensch. Leider hat sich durch die chronische Erkrankung eine Wand aufgebaut, die das Leben im allgemeinen stumpf und etwas sinnlos anfühlen lässt. Egal wo ich war, ob in den USA um einen 4 Wöchigen Roadtrip durch die Landschaften Kaliforniens zu machen, oder der Alltag im Büro mit Gruppenmitgliedern. Ich fühle mich anders und durch meine Sicht auf die Dinge ausgegliedert, ausgeschlossen. Ich schließe mich selbst aus und kämpfe massiv gegen diese Gefühlswallungen an, die mich paralysieren und nichts mehr aktiv tun lassen. Physisch anwesend sein ist dann das Maximum. …

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Meine Symptome und ich

    Das Thema Therapie ist ein wirklich schwieriges. Nach langen Jahren der Unwissenheit hat auch erst ein Vertretungsarzt mit das mit der potentiellen ADS-Konfiguration
    erklärt. Der war kein Therapeut, sondern Allgemein Arzt, was ja schon ein Treppenwitz ist. Der aktuelle Therapeut (Verhaltenstherapie) hält mich "praktisch" für
    Zuende-Therapiert, weil es "nur" noch um die Umsetzung der Erkenntnisse geht. Und dafür will sich dann irgendwie auch niemand zuständig fühlen ;^)

    Mich haben viele belanglose Ziele (die sich meist um eingebildeten Reichtum oder Status drehen) der anderen Menschen auch nie wirklich interessiert - ich habe aber
    schnell gelernt wie einfach man sich diese (wenn man auf 'fiese' Manipulationen stehen würde häufig) zu Nutze machen kann. Aber die Integration, das Gefühl dabei
    zu sein, hat man dann selbstverständlich nie. Ich empfinde das auch nicht mehr so schlimm wie früher.

    Ich bezog die Auszeit nicht in einem therapeutischen Kontext. Die Auszeit selbst ist die Therapie. Lange ausschlafen, in Cafes und Büchereien Museen abhängen,
    ein Internetspiel beginnen, sich selbst zu ertragen ohne eine Anforderung zu stellen - darum geht es. Du schreibst Du bist mal durch Californien geradelt - ich bin mir
    sicher da gibt es Leute in deiner Stadt die auch regelmäßig auf dem Metall mit Rädern sitzen. Um solche Sachen kann man sich dann richtig kümmern.

    Es ist in diesem Kontext auch wichtig, warum man dieses "Anderssein" so auf den Sockel wirft. Der Typ bei mir ums Eck, der den ganzen Tag in seinem Atelier zeichnet
    und malt; hat ein ganz anderes Leben als ich. Mitte Vierzig, gut Aussehend. Ein weitaus kreativeres Leben, eines das ich mir wünsche. Immer mit Farbe an den Fingern
    und häufig gehe ich an seiner kleinen Werkstatt vorbei und sehe 20-30 Leute Youngsters rum stehend und Party machen. Und doch ist er praktisch jeden Abend
    im Discounter, zwei drei Flaschen harten Fusel holen. Was ist hier die Wahrheit? Ich weiß es nicht, aber sie wird immer Subjektiv sein.

    Wir haben häufig sehr komische Ansichten (und vielleicht auch ganz falsche!) über das Leben anderer und erhöhen Dinge. Gerade Leute mit stark aktivierten frontalen
    Kortex, die große Themen schnell erfassen können, haben Schwierigkeiten mit dem lockeren, dem emotionaleren Teil des Gehirns, der Persönlichkeit.
    Wenn man das Besondere, das Anders, einfach eine Art "Talent" erkennt (denn es gleich zu einem anderen Menschentypus zu deuten), kommt man mittelfristig auf eine
    andere Basis. Er kann besser vor anderen Menschen reden und will ein Häuschen im Grünen. Ich kann 100x besser denken und finde eine Wohnung in der Stadt
    ausreichend. Und ihn und seinen komischen Pulli absolut albern. Fertig :^)

    Die Auszeit soll genau das bewirken. Wenn man ständig unter Handlungsdruck steht, ist eine Änderung der Sichtweise nicht möglich. Verhalten wie übermäßiger
    Perfektionismus, freiwillige Filterung von "angeblich zu krassen" Gedanken aber auch das ewige "Ich gehöre doch nicht dazu" sind alles negative antrainierte Verhaltensweisen,
    kein "Normalzustand".

    Radle doch mal ein paar Wochen ohne Plan durch deine Stadt und suche doch mal eine Selbsthilfegruppe für präfrontale Egozentriker. Das würde wahrscheinlich weitaus mehr
    helfen, als einfach nur beim nächsten desinteressierten Therapeuten auf der Couch zu liegen. Vieles stresst einen, weil man vielleicht auch die total falsche Vorstellung hat was
    man eigentlich ist: Und vielleicht auch einfach nur bisher die falschen Leute kennengelernt hat.

    Erlaube dir doch mal Leute kennenzulernen die Du so richtig gut findest und wo dein Filter im Kopf sagt "Hey!!!"

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