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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 24

    Böse Wie Bevormundung durch Eltern stoppen ?

    Hallo an Alle!

    Vorab: Ich war mir unsicher, ob mein Beitrag in der richtigen Rubrik ist. Falls nicht, bitte schimpfen!


    Ich habe ständig (und im Moment so schlimm wie nie) Stress mit meinen Eltern. Hauptsächlich geht es meist darum, dass ich mich nicht verstanden fühle.
    Der Vater meines Vaters litt unter starken Depressionen und hat sich in jungen Jahren das Leben genommen. Seither blockt mein Vater alles ab, was mit psychischen Erkrankungen zu tun, hält alles für reine Einbildung und Faulheit... Täglich drängt er mich dazu irgendwelche Sachen zu machen und versteht nicht, dass ich manches einfach in meinem eigenen Rythmus machen muss.
    Eigentlich bekomme ich auch immer alles irgendwie auf die Reihe, nur Streiten wir uns sehr oft, wenn es zum Beispiel um das Einhalten von Fristen geht. Für mich gibt es so viel wchtigere Dinge im Leben, auf die es ankommt.
    Wir werden dann beide schnell laut und leider sage ich dieser Situation oft Dinge, die mir nacher leid tun, einfach weil ich ihn in diesem Moment verletzen will ... So sag ich z.B. wenn er wieder etwas kritisiert was ich tue (bzw. nicht tue) oft : ,,Na und, ist das so schlimm? Soll ich mich jetzt vor nen Zug werfen oder von ner Brücke springen?''
    Ich weiß, dass ihn das sehr trifft, eben weil sein Vater sich das Leben genommen hat....und eben deshalb, weiß ich nicht, warum ich so Dinge immer sage... Letztens habe ich ihn zum ersten Mal A*loch genannt. Ich hätte mir nie vorstellen können meinen Vater, oder sonst wen, der mir Nahe steht, zu beleidigen. Aber ich weiß einfach nicht weiter ...

    Mit meiner Mutter ist es noch schwieriger. Auch wenn sie nie deswegen beim Arzt war, bin ich mir sicher, dass sie auch ADHS hat. So weit ich mich zurückerinnern kann, hat sie immer die falschen Entscheidungen für mich getroffen. Das hört sich hart an, aber ich könnte es mit einigen Beispielen darlegen (was ich aber an dieser Stelle nicht möchte). Sehr schnell, habe ich ihre Rolle übernommen und immer das Gefühl gehabt, ich trage Verantwortung für sie und mich und nicht andersrum.
    Ständig werde ich kritisiert und rumkommandiert, weshalb es zu reibereien kommt. Aber hauptsächlich weil sie mir einfach nicht zuhören kann und über meinen Kopf hinweg entscheidet !
    Gestern habe ich erfahren, dass sie mir eine für mich sehr wichtige Information absichtlich vorenthalten hat. Es war etwas meine letzte Beziehung betreffend (also etwas womit sie absolut nichts zu tun hat und was sie nichts angeht), die mir wochenlanges Leiden erspart hätte. Als ich es gestern durch Zufall erfuhr, ist mir ein rießiger Stein vom Herzen gefallen. Als ich es meiner Mutter erzähle, antwortete sie allerdings nur ganz trocken: Ach das wusste ich doch schon seit anfang Dezember ..... Sie hat einfach entschieden, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war und ich es nicht erfahren sollte.

    Ich bin 21 Jahre alt. Ich lebe seit vier Jahren (also seitdem ich 17 bin) nicht mehr zuhause und trotz allem, sind es andere die hinter meinem Rücken die Fäden meines Lebens ziehen. Es kotzt mich an. Ich will das nicht mehr. Aber wenn ich versuche zu reden, bekommen sie alles in den falschen Hals und werden laut.
    Das beste wäre, wenn ich eine zeitlang mehr Abstand hätte, aber ich mag meine Eltern eigentlich und bein sehr oft auch gerne bei ihnen. Außerdem unterstützen sie mich finanziell und auch in anderen Dingen (z.B. auf meinen Hund aufpassen, wenn ich arbeiten bin).

    Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich mich friedlich ''abnabeln'', bzw. die Situation aufklären kann? Ich bin kein streitsüchtiger Mensch, was auch daran liegt, dass ich mich dann nicht unter Kontrolle habe und selbst nicht ekenne...
    Einmal waren meine Eltern mit bei meiner Therapeutin, weil sie wissen wollten wofür sie ihr Geld ausgeben...Danach fragte ich, wie sie es fanden, worauf hin mein Vater nur meckerte, dass er gar keine Diplome und Auszeichnungen gesehen hätte und meine Mutter nur meinte, sie wäre ja ganz nett und sofort das Thema gewechselt hat.

    Danke fürs ''zuhören''. Auch wenn euch meine Problemchen vielleicht unwichtig erscheinen, hat es schon sehr geholfen, sie zu formulieren und aufzuschreiben.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Wie Bevormundung durch Eltern stoppen ?

    Hallo Anni,

    ich bin zwar schon 44 aber die Problemchen mit Eltern kenn ich auch,vorallem mit meiner Mutter.
    Als ich mit der ADHS Diagnose ankam hiess es nur....ich möcht mal wissen woher Du das bloss hast,bist Du ausserdem nicht zu alt dafür?
    Oft genug muss ich mir anhören,wie ich es besser machen könnt und was ich falsch mach.Fakt is aber,wir haben unsere Eltern gern,und abnabeln,auch wenn es sanft sein soll,is sehr schwer,zumindest für mich.
    Ob es da einen goldenen Mittelweg gibt,hm,ich weiss nicht.Ich meld mich einfach eine Zeit lang nicht bei Ihr,und wenn ich dann doch wieder anruf heisste es nur,na,hasst ausgesponnen?
    Ich hoffe auf meine Therapie,damit ich vielleicht doch noch lerne,besser damit umzugehen,und weniger angreifbar zu sein.
    Aber es is echt schwer.Ich denk Du wirst sicher noch einige Antworten auf das Thema bekommen,denn das familiäre läuft leider nicht bei allen so rund.

    Lg

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 165

    AW: Wie Bevormundung durch Eltern stoppen ?

    Hi AnniSoeni!

    Deine Schilderung hat viele Erinnerungen an mein Leben in der Zeit zwischen 18 und Anfang 20 wachgerufen.

    Ich glaube, meinen Vater hab ich nur angefunkelt und angegiftet, meine Mutter fand MICH unausstehlich... In der Erinnerung meine ich, dass sie mir nur Ironie - triefend begegnen konnte.


    Du hast vielleicht schon alles getan, damit Du derzeit einigermaßen mit Deinen Eltern auskommen kannst.

    Du lebst nicht mehr bei ihnen.

    Du kannst weitgehend über die Art, Dauer und Menge der Kontakte bestimmen.


    Wenn ich an mich damals und andere die ich kenne im jungen Erwachsenenalter denke, kann ich prognostizieren, dass sich die Harmonie (nicht zu wörtlich nehmen bitte) zwischen Dir und Deinen Eltern im Laufe der nächsten Jahre von selbst einstellen wird.

    Gestalte die Kontakte weiter so, wie sie für Dich gut sind!

    Liebe Grüße

    Muriel

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