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Diskutiere im Thema Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 14

    Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    Haha HalliHallo

    Ich dachte mir, ich fertige für meinen neuen Neurologen einfach mal nen Blatt mit Informationen meinerseits an.
    Habe ich auch .... nur für euch umgeschrieben und natürlich ohne privates Zeugs
    Aber inhaltlich quasi dasselbe.

    Symptome fallen jedem Menschen an sich selbst auf, wir haben sie, sie fallen teils weniger oder teils sehr gehäuft auf, egal mit oder ohne AD(H)S. und in verschieden lebenssituationen schaut man eben auf sich selbst und interagiert, dementsprechend bezieht man das Äußere auf sich. Verpeilt sein, verträumt, Ticstörungen, wie Augenzwinkern/Geräusche, Aufmerksamkeitsstörungen..etc ,
    das habe ich, so sensationell es auch scheinen mag X-) ...
    Nene es ist so und ich halte es mal für interressant zu lesen, was der eine oder andere AD(H)S'ler, vielleicht sogar auch Teilautist an Symptomen mitbringt und diese mit anderen mal vergleicht.
    So könnte man sich zum beispiel tips geben oder einfach mal sehen, ha, ich bin doch nicht der einzigste mensch auf der welt, der anders ist!

    Hier mein forumsgeänderter "Aufsatz":

    Meine Kankheitsbilder:


    HWS-BWS-Syndrom
    Chronische Bronchitis
    Teils sehr trockene Haut, vor allem Gesicht, Hände mit teils Hautrötungen
    Unnormales Knochenknacken

    Ernährung und Medikation: seit Klinikentlassung:



    - Normal bis durchschnittliche gesunde Kost und Fast-Food 80:20 verhältnismäßig.
    - 1mal täglich morgens 300mg Elontril, Bupropionhydrochlorid + 30mg Cymbalta Duloxetin,
    dies ca 3 Wochen lang bis nochmaliger Umstellung bzw Verbesserung der Ernährung
    dann:

    -Körperbau unverändert, Gedächtnisleistungen wieder fast wie vor der Klinikeinweisung, nur ohne jegliche Depressive Verstimmung, Angstgefühlen, jedoch wieder spürbare, teils starke Stimmungs- und Gefühlsschwankungen, verträumtes Denken. Einzig Antrieb und Aktivität blieben gleich.





    Anderes + normale Medis:



    -Desweiteren Elontril, Cymbalta gleiche Dosis morgens 1mal
    - 1mal Magnesium Brausetablette 250mg + Vitamin E 12mg täglich
    - 1mal Calcium Brausetablette 500mg + Vitamin C 80mg + 5pg D3
    - 1mal Lachsöl 1300, Omega-3-Konz., 160mg DHA, 230mg EPA + Vitamin E 15mg täglich 1xKapsel
    - viel Knoblauch (span.), gemischter Verzehr oder pur zerkaut u. geschluckt
    - jeden zwoten Tag ne fedde Blutorange (Grapefruit) ^^
    - 1-2 Tassen Kaffee / Tag



    - dazu kommt: überdurchschnittlicher Verzehr von EnergyDrinks, wegen Überaktivität/Impulsivität (beruhigt) oder
    Verträumtheit, Unkonzentriertheit, „Verpeilt sein“ ( macht dann spürbar sofort aktiv u. „alles besser“, am liebsten, energydrinks ohne taurin, das ist zB. PowerUp von REAL, ist mein lieblingsenergy, neben Redbull, Rhino, Redbull-Cola und der Original Coca-Cola !! J
    Diese Drinks sind am wirksamsten…doch die CocaCola und RedbullCola wirken komischerweise bei mir immer beruhigend und ich fühl mich einfach pudelwohl J, kann man nicht anders sagen. J




    -Ab dem 06.12.2011 Elontril, Bupropion KOMPLETT abgesetzt und Cymbalta, Duloxetin von 30mg auf 60mg wieder erhöht – wegen immer stärkerer Reize von außen, teils plötzliche Aggression wegen kleineren Dingen, negativen Gedanken, Verwirrtheit und Gefühlsausbrüchen und immer wiederkehrenden, starken Stimmungsschwankungen und daraus resultierende Deprimiertheit (keine Depression in dem Sinne! ), setzte ich das Bupropion dann komplett ab und seitdem nur noch Duloxetin 60mg morgens einmal täglich ( 2x 30mg ).

    Fazit:

    wurde wieder ruhiger, aber dennoch wieder verträumter und der Antrieb wurde wieder schwach. Sonst keine Nebenwirkungen, außer ein wenig mehr Müdigkeit. Meinem empfinden nach sind das emotionale Empfinden und die Empathie wieder viel höher, als mit Elontril.
    Die Konzentration wurde generell im Laufe der Zeit immer schlechter und ich hatte das Gefühl, dass sich zwar mein Körper nach ungefähr 2einhalb Monaten Einnahme der Kombi-Medikation komplett daran gewöhnte, nur dass im Laufe dieser Zeit sich erst die Symptome besserten, doch dann genau in die andere Richtung wechselten, bzw. wurden meine Defizite und Schwächen stärker, als vor der psychiatrischen Einweisung. Im Klartext: Die erstmaligen Dosen in der Klinik des Bupropion gaben mir nach etwa einer halben Stunde nach Einnahme der Tabletten (morgens)einen ruckartigen Energieschub (ganz ähnlich wie bei Methylphenidat, aber nicht gleich, und auch eher 3-4x so schwach wenn mans so nimmt und fühlt ! ). Und machten mich kontaktfreudig und antriebsstark, meine Konzentration litt nicht mehr so stark unter vielen Leuten und ich wurde aufmerksamer und es war nicht mehr so schwer sich generell auf alles zu konzentrieren. Sich quasi auf die eigene konzentration zu konzentrieren. Der Effekt ließ zum Nachmittag dann immer wieder nach. Logischerweise nach ungefähr einer Woche hatte ich diesen plötzlichen „Klickeffekt“ morgens nicht mehr. Sodass die Wirkung schon auf Tag und Nacht ausbalanciert war, durch die tägliche Einnahme Elontrils.
    Bis heute war die Erfahrung des Medikaments dennoch sehr hilfreich, da es zeigte, dass es meiner Einschätzung nach auf Dauer keine richtige Medikation war, bzw. ist, hinsichtlich meiner Aufmerksamkeitsdefizite. Warscheinlich nicht hindeutend einflussarm auf die –Schwere Depressive Episode- , dies kann ich resultierend natürlich nicht beurteilen. Zumal das Cymbalta mir nach kurzer Zeit in der Klinik half, wieder zu alten Strukturen zu finden und lebensfreudiger zu machen.




    Aktuell:

    Körperliche Fitness gut, kein Knochenknacken mehr (evtl. Magnesium, Calcium-Mangel?)
    -Muskelanstieg an Armen und Beinen, spürbar mehr körperliche Kraft u. Fitness, unabhängig im Verhältnis zum wechselnden Antrieb, vorhanden;
    - bis zu einer vollständigen Diagnose, die zeitlich noch ungewiss ist, krankgemeldet und arbeitsunfähig, nach Absprache mit meiner Fachberatung beim Amt, deren Meinung.
    Meiner Einschätzung nach, sind geistliche Leistungsschwäche und Konzentrationsnachlass nach weniger Zeit, etc. weiterhin so schwach wie früher, unabhängig von der körperlichen Fitness.
    -Dennoch keine Depressionen mehr und nun vollends zielorientiert bis zur endgültigen gesundheitlichen Diagnose.

    Sonstiges Informatives:

    Ich mache mir nichts vor und weiß, wo meine Probleme stecken. Ich brauch mir nichts vorzumachen spezifisch meiner kämpferischen Seele. Ich hab, obwohl mein Lebenslauf sehr kurios ist und sich für die meisten Leute faul vorkommt, mich bis zum letzten angestrengt. Und was nicht drin war, war halt eben nicht drin. Wenn man vom kopf her auf einmal beispielsweise auf der arbeit oder in der schule völlig alle ist und die aufmerksamkeit weg ist, aber dennoch körperlich sich fit fühlt, ist das einfach nicht normal und das verstehen die normalen leute ohne ads typus nicht.
    Spezifisch der ADHS-Erkrankung konnte mir die vollstationäre Psychotherapie nicht weiter helfen, obwohl eig. ja die Möglichkeit dagewesen wäre, neben den EKG u. EEG-Behandlung und ganz besonders wegen des - Medikinet-Tests - mit 10mg Methylphenidat, was sowas von positiv ausfiel und zum ersten Mal nach Jahren wieder merkte, in welchem Tief ich mich befinde.

    -Die Aufmerksamkeit unter Leuten, zb Gruppengespräche, was immer schwierig war, fiel mir nun einfach, und konnte mich richtig hineinversetzen und fühlte mich endlich so, als wäre ich ein Teil dieser Gruppe, was ja logisch ist, aber ich mich normalerweise dennoch immer als Außenseiter sehe, obwohl ich unter Leuten bin und ich mit ihnen rede. Konnte mich auf alles konzentrieren.

    -Unter Einfluss dieses Medikaments fühlte ich mich ausgeglichen und war ganz und gar nicht mehr angespannt und völlig ruhig und aufmerksam bei der Sache.

    -Ich fühlte mich generell immer anders, als die anderen, hatte auch immer das Gefühl u. ganz besonders in schwierigen Zeiten unter viel Stress, dass ich nicht der bin, der ich eigentlich sein sollte oder „vielleicht auch bin“. Doch unter der Medikation war alles geordnet und abrufbar, keine wirbelnde Gedanken, wie ichs nur beschreiben kann. Und hatte gedanken, konnte diese Informationen verarbeiten und dann auch vollkommen klar aussprechen und wusste, was ich sage.

    -Mein geknicktes Selbstwertgefühl war wieder da, was ich so sehr vermisste und meist nur unter Impulsivität eine kurze Zeit da ist und es nahm Form an.

    -Stetig hatte ich seit der Pubertät an das Problem mit der Aufmerksamkeit und Sensibilität. Es war schon vorher da, nur ab dem Zeitpunkt der Pubertät, mit ca 11-12 Jahren kam die innere Unruhe hinzu und es entwickelte sich meine Mischform der Krankheit. Neben dieser Schwäche habe ich bis dato immer das Gefühl, dass ich vom Gedächtnis „nicht konstant auf 100 Prozent bin“ und es je nach Situation immer variiert. Dies schlendert von der Gefühlslage, dass man kein Wort mehr rauskriegt und sich dumm fühlt, bis hin zu „ja wie kann man denn so sein, es geht doch so leicht, lass mich..“-Gefühl hin und her. Ich glaube. Dies hängt von meiner Motivation ab, aber auch nicht allein deswegen. Und plötzlich war mein Gehirn konstant fähig durchzuhalten, egal bei welchem Stress.

    -Das, was mir so sehr Freude gemacht hatte, war, dass ich meine längst vergessenen Fähigkeiten, wie schnelles Lernen von Gedichten und Texten, die schnelle Auffassung von Information (aus zb Texten, ich lese zb. Einen Absatz, und komme zwischendurch unbemerkt davon ab und bin in Gedanken, und muss noch einmal lesen, weil ich nicht mehr weiß, was darin vorkam, obwohl man den Textabschnitt komplett durchgelesen hatte ), wiederfand, die ich glaubte vergessen oder verlernt zu haben, weil ich es einfach im Laufe der Jahre immer weniger konnte, obwohl ich wollte.

    - Zum -Medikinet- :Ich kann es letzten Endes nur so beschreiben und habe es genauso empfunden!! : Es war alles so wie es sein sollte und wie „das Erwachen aus einem langen Alptraum“.



    Weitere Symptome aufgelistet:


    -Hochsensibel.

    -meist geschwächtes Kurzzeitgedächtnis, mir fällt ein wort ein, will es sagen, und hab es in diesem
    Augenblick wieder vergessen.

    -sehr geringes Durchhaltevermögen bei anspruchsvollen Dingen, wie zB. Bei längeren Gesprächen,
    und komme dann auch leicht vom Thema hinterher ab und rede von was Anderem oder schaue
    durch die Gegend.

    -eig. mag ich mein Träumerleben, habe quasi ein „Doppelleben“, wie ich es beschreiben will, wo ich mich im Alltag verstellen muss. Das habe ich nach und nach begriffen und innerlich darum gekämpft, wie ich es trainieren kann, dass meine negativen Symptome anderen „gesunden“ Menschen nicht so leicht auffallen. Doch das kostet mir meist eine Menge Kraft, neben meinem generell schwachen Durchhaltevermögen, bzw Konzentration u. Aufmerksamkeit. Dann bin ich kaputt, bin nachher nur noch gerne allein, um mich auszuruhen und meine Gedanken zu ordnen, was andere wiederum lediglich im Schlaf alles verarbeiten.

    - Die meisten Leute werfen mir vor, wegen meinen Augenrändern und stärkeren Blässe, dass ich jeden Tag kiffen würde, was nicht der Fall ist und das hat mich immer wieder fertig gemacht, zu wissen wie man im moment ist und man komischerweise nichts dagegen machen kann im augenblick. Zu merken, dass fremde Leute oder auch Bekannte sich darüber lustig machen und mit einem dann reden, als wäre man ein dummer Mensch und andere negative Einflüsse haben mich letzten Endes nur noch geplättet im warsten Sinne des Wortes und viel in Depression.
    Heute lache ich komischerweise darüber und habe zumindest die Kraft und die Persönlichkeitsstärke aus eigener Kraft erlangt, mich dagegen zu wehren, sei es in erster Linie in Worten oder auch aggressiver, wenn es nicht anders geht.

    -Es war schon immer so, dass wenn ich total wütend werde, wofür ich aber auch meine Gründe habe und diese sind gerechtfertigt,( ich lege sehr viel Wert auf Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Fairness), ich so einen Energieschub habe, der die Symptome für kurze Zeit erlischen lässt.

    - Im Kindesalter hatte ich eine Tic-Störung mit erwiderten Worten, Augenzwinkern und anderen Auffälligkeiten, jedoch waren diese nach ca 2 Jahren wieder weg. Doch sind sie, so habe ich das Gefühl, bis heute nicht ganz verschwunden. Ich zwinker meist auch im Stress oder wenn ich unruhig bin, im Takt mit den Augen oder habe plötzliche Schübe, dass es mich nervt, wenn Gegenstände nicht genau dort liegen, wo sie liegen sollten, weil ich zB. Einen aufgeräumten Platz dann nicht als „aufgeräumt“ anerkenne oder sehe.

    -Andere Tic-Störungen fallen mir auf, aber ich kann meist nichts daran ändern, sind zum Beispiel meine große Vorsicht in Form von Beispielen, wie die verschlossene Haustür, die man nochmal 2mal überprüfen will, ob sie richtig zu ist, obwohl man weiß, dass sie richtig verschlossen ist…eigentlich..^^
    Oder den Wasserhahn der zugedreht ist, aber man nochmal hingeht um 4mal drauf drückt, um sich zu vergewissern, dass kein Wasser raus läuft. Letztlich unterwegs ständig die eigenen Wertsachen zu prüfen, ob alles an Ort und Stelle ist und man nichts verliert, meist immer im Takt, so weiß ich dann, dass alles da ist, worüber ich mir dann gleichzeitig vorher Gedanken mache. Das nenne ich bei mir meist meine „ungeordnete Ordnung“, die ich einfach haben muss. Unter dem Einfluss des Test-Medikinets, war diese Störung nicht da, kein Zwang, aber auch gleichzeitig keine Vergesslichkeit mehr. Das fand ich an mir erstaunlich. Habe ich bemerkt, durch zufall.^^

    -Fühle mich manchmal „blöd, arrogant, nervend“, jedenfalls denke ich, dass der andere denkt, ich wäre es, obwohl ich eigentlich innerlich weiß, dass ich es nicht bin.

    -Gefühl zur Mutter sehr groß, spürbar Verbundenheit, obwohl ich auch sehr wütend auf sie sein kann, genau wie sie auf mich, doch die Empathie meist mehr für die Stimmung untereinander spricht, als Worte.

    -Berufliche und soziale Unbeständigkeit. Habe schon viele Freunde allein durch meine wechselnde Art und Weise verloren und beruflich sehr viel abgebrochen, wie meine 2 Ausbildungsversuche, einmal als Fachlagerist 2007 ( knapp über 2 Monate) und einmal als Einzelhandelskaufmann (nach einem halben Jahr). Immer wegen Leistungsabbau und Depression.

    -immer unter Druck, egal wo, wenn es um etwas Wichtiges geht

    -Unruhe: gefolgt von Schwitzen, Finger tippen, umherschauen, kann schlecht warten, meist werde ich komisch, habe jedenfalls den Drang mich wie ein Kind zu benehmen und mache irgendwelche Grimmassen.

    -Ich bin Rechtshänder und Linksfüßer

    -THC Missbrauch wegen Verfall in richtige Depression hauptsächlich nach der zweiten erfolgslosen und abgebrochenen Ausbildung, obwohl man sich bis auf Gründlichste angestrengt und eingesetzt hatte. Wollte danach nur noch, wenn ich wollte, in „meiner eigenen Welt leben“, weil ich auch nicht mehr schlafen konnte oder sonst zu Ruhe kam.

    -Ich kann schwer auf etwas warten, was mir gefällt. Möchte es immer gleich so schnell wie möglich haben. Habe deshalb auch sehr schlecht die finanzen im griff. Auch ein grund, warum ich Schulden habe, die aber mittlerweile im griff sind, bzw. abgezahlt werden und ich bei der schuldnerberatung bin.

    -Habt ihr auch das gefühl? Bei mir habe ich es eigentlich fast immer, und zwar kann ich mir selber keine ruhe schaffen und fühle mich, wie andere auch sagen, wie „getrieben“. Man weiß, man kann sich ruhe und zeit bis zum „ziel“ schaffen, aber man ist nur noch in gedanken, und die quasi einen menschen wie mich nur noch leiten und so sich total beschissenfühlt und innere Unruhe hat.
    -manchmal verträumt, nur noch abgelenkt, und albern – weil mir einfach die innere Kraft vom Kopf her fehlt, mich an das wichtigere zu halten und zu konzentrieren, auch meist, weil mich das eigentliche thema gar nicht mehr im augenblick interessiert, obwohl es das sollte. Dann spüre ich es hinterher erst wieder wenn ich zur eigentlichen Besinnung wiederfinde.

    -Würde am liebsten viele Dinge gleichzeitig erledigen, was natürlich gar nicht gehen kann und dann bin ich verwirrt und verliere den Faden, bleibe dann an irgendwas sinnlosem, aber interessanterem hängen und vergesse die zeit und finde überhaupt keine struktur. Doch wenn ich etwas in die reihe kriege, dann muss es so laufen wie ich will und auch perfekt sein, sonst werde ich sauer. Bin dann auch das genaue gegenteil dessen, als wenn ich in meiner verträumten phase bin, nämlich impulsiv und überaktiv, gehe meist totales risiko, auch gegenüber Personen, wo ich denke, das sie genauso sein müssen, wie ich es mir vorstelle. Bin dann meist auch überheblich und unvorsichtig.
    Ich habe am Wochenende als Besispiel nicht sehr viel zu tun an einem Sonntag und liege verträumt und ohne Antrieb auf der Couch. Dann fällt mir plötzlich ein Lied ein, was ich lange nicht mehr hörte, was aber so gut ist und ich es so mag, dass ich es gleich sofort hören muss. Auf einmal hab‘ ich einen gewissen Antriebsschub, der mich positiv beeinflusst und mich aktiv macht. Ich gehe dann meist fröhlich einkaufen, währenddessen ich dabei meine kopfhörer aufhabe und immer wiederholt dieses eine lied höre, oder das Musikgenre, was mich anspricht und mir Freude bereitet. So werde ich wieder impulsiv, und bin hinterher wieder außer power, sodass ich mich irgendwie ausruhen muss, weil ich das level nicht einhalten kann.

    -mache meist dinge, ohne vorher darüber nachzudenken, quasi erst handeln, dann denken.

    -laufe meist / manchmal sinnlos in der wohnung hin und her.

    -Ich mache mir manchmal Gedanken, warum es keine Menschen gibt, wie ich. Am ähnlichsten und auch vom Charakter her, ist mein bester Kollege, der auch zufälligerweise ADHS hat. Hatten uns früher immer gut verstanden und uns bis heute nur ein einziges mal wegen etwas unsinnigem gestritten. Die empathie ist sehr groß bei uns.

    -unterwegs zähl ich manchmal einfach so autoschilder oder autos so schnell wie möglich.^^ Man sollte mich fragen wieso, warscheinlich weil das grad am sinnvollsten für meinen geschmack ist..

    -Musik ist sehr wichtig in meinem Leben, und mache auch selber Musik und spiele Gitarre.

    -Halte mich am liebsten immer gerne aus Stress heraus, generell Einzelgänger, aber auch sehr gerne unter bekannten Leuten und/oder auch fremden netten Leuten, die mich schätzen, aber wenn mir alles zu viel wird, ziehe ich mich gerne allein zurück und suche quasi das Weite, um mich zu beruhigen.

    -schwankendes Selbstwertgefühl

    -Entweder reden ohne Ende mit baldigem Ende, wegen wenig Ausdauer oder ich bekomme überhaupt kein Wort mehr raus, bzw. bin von Gedanken redeblockiert.

    -Ausprägung der ADS in der Pubertät. Bekam eine Zeit lang Ritalin, meine Mutter setzte es dennoch ab, weil sie meinte ich wäre nur noch jähzornig gewesen und hätte mich verändert.

    -Trinke sehr viele Energydrinks und Kaffee, weil es beruhigen UND aufputschen kann, bzw. für kurze zeit einen kreislaufausgleich bei mir schafft.

    -Süßigkeiten esse ich meist sehr viel, habe aber keine Probleme mit dem Gewicht.

    -ich mag es einfach manchmal, andere zu sehen, wie sie reagieren, wenn ich irgendetwas sage, was sie verwirrt. Ich meine das dann aber in keinster Weise böse oder arrogant, einfach meine komik in dem Sinne.
    Gedankengänge meist kurios. zB sitze im Bus und eine Straßenlaterne steht schief, ich muss grinsen, weil ich mir denke, welcher starke Mann sie angerempelt haben kann, sodass sie dort so schief steht. Dies ist nur ein Beispiel von vielen.^^


    haha fertig^^

    Netten Gruuuuß vom Interpreed
    Cya

  2. #2
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    Lieber Interpreed,

    vielen Dank für die Kurzinfo!

    Kaum zu glauben, aber - ich hab` tatsächlich alles gelesen....Interessant.

    Manches erkenne ich wieder, anderes wieder nicht...

    so bleibt es halt dabei (ob mit oder ohne AD(H)S) : "Jet jeck simmer all."

    LG

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    Ha okay thx für den Beitrag .. hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das einer komplett durchlesen wüüürde

    Ich musste irgendwie mal meine "Langeweile" zurzeit mit irgendwem im Forum teilen
    Haha LG Interpreed

  4. #4
    howie

    Gast

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    hallo!
    hab s nur überflogen. aber ich erkenne mich in den meisten dingen wieder (hab grad keine zeit und lust beispiel anzubringen.)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    huhu
    überflogen und die wichtigsten dinge rausgepickt

    erkenne mich in sehr vielen wieder. auch was das körperliche bertrifft habe sehr oft bronchitis (bin allerdings asthmatiker), sämtliche-und damit mein ich wirklich alle- Gelenke knacksen bei mir. Vom Fußzeh bis zum Kiefer. Kein arzt wei0 genau warum manche sageb zu schwaches Bindegewebe andere meinen das ist durch innere Anspannung. WIe auch immer bis jetzt hat keine gegenmaßnahme geholfen. Weißt du mittlerweile genaueres, du meintest j es ist zur zeit weg.

    Naja ansonsten hypersensibel-aber total XD
    meistens extrem blass, laufe sehr viel in der wohnung hin und her, wenn ich unterwegs bin und zum beisßiel auf die bahn warte tiger ich die station rauf und runter.
    fühle mich oft sehr arrogant, liegt wohl daran das ich in der schule meist unterfordert bin und das offen sage. Komme mir aber genauso oft blöd vor weil ich einfach nicht funktioenere wie die anderen und oft tollpatschig bin, besonders vor menschen die ich noch nicht so gut kenne.

    ach und viel von dem rest trifft auch zu

    liebe Grüße McTwisp

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    überflogen, das hätte ich auch schreiben können...

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Mein ADS-Selbstbild - Was seht ihr für Symptome in Euch wieder ?

    - dazu kommt: überdurchschnittlicher Verzehr von EnergyDrinks, wegen Überaktivität/Impulsivität (beruhigt) oder
    Verträumtheit, Unkonzentriertheit, „Verpeilt sein“ ( macht dann spürbar sofort aktiv u. „alles besser“, am liebsten, energydrinks ohne taurin, das ist zB. PowerUp von REAL, ist mein lieblingsenergy, neben Redbull, Rhino, Redbull-Cola und der Original Coca-Cola !! J
    Diese Drinks sind am wirksamsten…doch die CocaCola und RedbullCola wirken komischerweise bei mir immer beruhigend und ich fühl mich einfach pudelwohl J, kann man nicht anders sagen. J


    ich trinke seit einem Monat fast keine mehr, habe aber ca 8 Jahre lang jeden Tag sooo 3-7 Dosen getrunken. Paletten weise habe ich es aus dem aldi in nl gekauft. Seit dem ich es (fast) nicht mehr trinke drehe ich hier fast ab :-(

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