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Diskutiere im Thema Betreutes Wohnen für ADHS / ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Mistvieh

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 575

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Atze schreibt:

    nun ist aber genug OT hier,bitte zurück zum Thema.
    tschuldige, wollte bloß kein neues Thema zum "rektalen Leuchten" aufmachen

    Aber mal zum Thema:

    Ich persönlich denke nicht daß ADHS selbst ein betreutes Wohnen notwendig machen, sondern eher Komborditäten welche im Laufe der Zeit unerträgliche Zustände angenommen haben.

    Nun gibt es auch Menschen welche keine ADHS haben und ebenfalls in den Bedarf der Betreuung gelangen.

    In so fern sehe ich persönlich jetzt die Frage nach betreutem Wohnen als nicht ADHS spezifisch an.


    Viele Grüße

    Lumpi

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Servus

    Naja,ich konnte mir schon denken das es hier zu mißverständnissen kommt,desswegen habe ich ja gleich gefragt ob Er die Frage etwas ausführlicher beschreiben kann,leider hat Kappe sich nicht mehr gemeldet.

    Betreutes Wohnen heißt eben nicht unbedingt "Wohnheim" und "nichts mehr zu melden haben" oder so...

    Es gibt eben Begleiterscheinungen wie z.B. SozialePobie/Isolierung,Angst wo anzurufen,Behördengänge usw...
    da kann es schnell schwer werden und das Risiko in Probleme zu geraten steigt enorm.

    Ich denke da kann eine Zeitlich begrenzte Hilfe zur Selbsthilfe durchaus Sinnvoll sein,ob diese Hilfe nun durch betreutes Wohnen zustande kommt wo immer mal wer nach dem rechten schaut und bei Problemen hilft oder durch eine andere Art der Betreuung sei mal dahin gestellt.

    Ich finde es Sinnvoll eine Hilfe in Anspruch zu nemen,das is immernoch besser als in schulden unter zu gehen oder zu verwarlosen oder sonstwie abzurutschen.



    Was ich allgemein etwas traurig finde ist das wenn das Wort "betreut/betreutes" fällt denken viele viele gleich an Bevormundung/Entmündigung/nicht Geschäftsfähig usw... aber wenn jemand sagt er hat einen Coach ist das für die meißten ok


    Gruß Matze

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Atze hat das sehr gut ausgedrückt, finde ich.

    Betreutes Wohnen bzw. Betreuung allgemein ist ein sehr weit gefasster Begriff.

    Ich persönlich kann mir schon vorstellen, dass sich "nur" durch ADHS auch ein Betreuungsbedarf ergeben kann. Wenn es z.B. darum geht sich Alltagsstrukturen zu schaffen, die Wohnung wieder in den Griff zu bekommen und anfallenden Papierkram, Behördengänge etc. zu erledigen. Gerade wenn ein ADHSler in seinem näheren Umfeld keine Unterstützung bekommt, kann das notwendig sein.

    Ich finde es bewundernswerte, wenn Jemand sich dazu entschließt, sein Leben dauerhaft zu ändern und sich dabei Hilfe holt, weil er es alleine nicht schafft. Alleine der Schritt jemand Fremden in meine oftmals chaotische Wohnung zu lassen, kostet mich eine große Überwindung.

  4. #24
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Danke Matze,
    du glaubst gar nicht wie blöd und mitleidig ich manchmal angeguckt werde, und oft auch ungläubig ...was du hast eine Betreuerin ???? Aber wieso denn ???

    Lässtigt immer erklären zu müssen. Auch immer dazu sagen zu müssen das es eine freiwillige Sache ist, keine gesetzlichen Betreuung.

    Ich persönlich kenne jetzt viele Menschen die in der gleichen Art betreutes Wohnen betreut werden wie ich es werde ( gibt so auch Feiern, wie Sommerfest oder Weihnachtfeier). Den wenigsten sieht man seine "bedürftigkeit" an. Ganz normale Menschen eigentlich die ganz unterschiedliche Erkrankungen und auch ganz unterschiedliche Probleme haben. Okay, ich glaub ich bin auch eine der fitesten dort, aber auch ich brauch noch etwas Unterstützung.

    Durch den Betreuungsverein bei dem ich bin, habe ich selber schon zwei Menschen im Haushalt geholfen, ich wurde als pädagogische Haushaltshilfe eingestellt, sogar sehr gut bezahlt. Bei den einen Herr bei dem ich ca ein Jahr war, wurde sehr lange nach jemanden gesucht der in seinem Haushalt hilft. Es fand sich niemand, der das machen wollte,(im Rahmen seiner Betreutung durch den Verein ging das mit dem Haushalt nicht, denn die Betreuer haben nur bedingt Zeit für jeden) es war da sehr verwahrlost, wirklich schimmm, ...das kann ich schon sagen,(seine Erscheinung war auch nicht ohne, sehr ungepflegt,tattowiert und schwer übergewichtig) aber ich habe den armen Menschen gesehen, der da echt Hilfe brauchte. Wir waren ein gutes Team ...Ich hab bei anderen nämlich keine Probleme Lösungen und Hilfe im Haushalt anzubieten. (Ich schweife ab, entschuldigt)

    Das schließt aber meine bedürftigkeit in meinen ganz eigenen Problemen nicht aus.
    Ich bin dankbar und sehr froh das es solche Hilfen gibt, ich bin auch dadurch kein Pflegefall oder schlimmer Fall oder was man noch so alles denken mag.

    Laut Sozialgesetzbuch heißt meine Betreuung ja auch Wiedereingliederung für Menschen mit Behinderungen, vielleicht für unwissende besser verstehbar als das Schlagwort Betreutes Wohnen wo Reaktionen ja wie auch hier eher so aussehen

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Lumpi schreibt:
    Ich persönlich denke nicht daß ADHS selbst ein betreutes Wohnen notwendig machen, sondern eher Komborditäten welche im Laufe der Zeit unerträgliche Zustände angenommen haben.
    Es steht Dir natürlich frei, das zu denken.

    Im konkreten Fall sind solche Pauschalierungen weder zielführend noch (zum Glück) relevant.

    Ich persönlich habe weiterhin den Eindruck, dass Du weder bezüglich Zusammenhängen von ADHS und krankheitsbedingter Folgen/Behinderungen noch Eingliederungshilfen nach SGB 9 und 12 eine differenzierte Vorstellung hast.

    Meine Literaturempfehlung: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-bue...beerwerth.html
    Frage mal die hier im Forum anwesenden Coaches, ob die Masse ihre Klienten sich in "betreuten WE's" befindet...
    Ein solches Coaching wird auf Basis der oben genannten gesetzlichen Grundlagen bei Bedarf bewilligt bzw. finanziert. Der Umstand, dass diese Hilfeform im Amtsdeutsch nun mal als "Eingliederungshilfe außerhalb von Einrichtungen" bzw. konkret "ambulant betreutes Wohnen" bezeichnet wird (eine andere gesetzliche Grundlage gibt es nicht), scheint bei Dir Assoziationen von "betreuten WG's" zu wecken, in die "man sich "abschieben lässt". Was immer Du damit verbindest.

    Wäre hier "Eingliederungshilfe außerhalb von Einrichtungen" geschrieben worden oder, "Alltagstraining", Selbstorganisations-Training", "Training des Selbstmanagements", "Strukturunterstützung", "Coaching" o.ä., wären sicher andere Phantasien in Deinem Kopf entstanden.

    So aber redest Du permanent von Deiner Vorstellungswelt, statt sie auf der Basis von Hintergrundinformationen zu korrigieren.

    Was Worte doch für Assoziationen in manchen Köpfen hervorrufen können...

    Spezi

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Atze schreibt:
    Betreutes Wohnen heißt eben nicht unbedingt "Wohnheim" und "nichts mehr zu melden haben" oder so...

    (...)

    Was ich allgemein etwas traurig finde ist das wenn das Wort "betreut/betreutes" fällt denken viele viele gleich an Bevormundung/Entmündigung/nicht Geschäftsfähig usw... aber wenn jemand sagt er hat einen Coach ist das für die meißten ok

    Fliegenpilz schreibt:
    Betreutes Wohnen bzw. Betreuung allgemein ist ein sehr weit gefasster Begriff.
    Ich denke, genau hier liegt das Problem.
    Wobei es den Tatbestand der "Entmündigung" selbst beim Einsetzen einer rechtlichen Vertretung (worum es in diesem Thread gar nicht geht!) in Deutschland seit 1992 nicht mehr gibt. Die betreute Person bleibt selbst dann voll geschäftsfähig.
    Hier geht es lediglich um eine soziale Hilfe.

    Leider ist diese Hilfeform in unserem gesellschaftlichem Umfeld negativ besetzt, wie auch psychische Erkrankungen. Der Grund ist u.a. auch Unkenntnis. Auch in diesem Forum...wie man an verschiedenen Reaktionen hier erkennen kann.

    Im Gegensatz dazu ist es z.B. gesellschftlich akzeptiert, zum Arzt zu gehen, wenn man körperlich erkrankt ist. Und sich z.B. Haushaltshilfen holt, wenn man die Aufgaben deswegen momentan nicht bewältigen kann.


    Fliegenpilz schreibt:
    Ich finde es bewundernswerte, wenn Jemand sich dazu entschließt, sein Leben dauerhaft zu ändern und sich dabei Hilfe holt, weil er es alleine nicht schafft. Alleine der Schritt jemand Fremden in meine oftmals chaotische Wohnung zu lassen, kostet mich eine große Überwindung.
    Du hast es auf den Punkt gebracht.
    Betroffene Menschen, die diesen Erkenntnisprozess durchlaufen und den Mut haben, die notwendigen Schritte zu gehen, um Ihre Situation grundlegend zum Positiven zu verändern, verdienen große Achtung und Respekt. Ich habe in meinem persönlichen und beruflichen Leben genügend Erfahrungen mit Menschen gemacht, die diesen Mut und diese Konsequenz nie aufgebracht haben. Und ich weiß aus persönlicher Erfahrung, wie schwer dies ist und was es kostet...
    Es setzt voraus, zu erkennen, dass ein Problem gibt.
    Es setzt voraus, zu erkennen, dass man es angehen und beheben muss.
    Es setzt schließlich voraus, sich einzugestehen, dass man dazu Hilfe benötigt.
    Es setzt voraus, dann man den Mut hat, die Hilfe zuzulassen und in Anspruch zu nehmen.
    Es setzt voraus, den dann einsetzenden Veränderungsprozess durchzuhalten, welcher schwere Arbeit ist.
    Es setzt voraus, die Veränderungen anzunehmen und sich auf Neues einzulassen, es zu leben.

    Menschen, die diesen Weg gegangen sind und alle Schritte durchgehalten haben, haben anderen, die nie etwas wirklich verändert haben, etwas voraus. Sie haben gezeigt, dass sie sich der Verantwortung für Ihr Leben stellen. Dass sie bereit sind, die notwendigen Entscheidungen zu treffen und diese umsetzen, auch wenn sie schmerzlich sind.

    Liebe Grüße
    Spezi
    Geändert von Spezi ( 9.01.2012 um 20:21 Uhr)

  7. #27
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Betreutes wohnen für ADHS gib es das , oder wie kann mann sich helfen lassen

    Lumpi schreibt:
    Ich bin jetzt doch etwas erstaunt das für ADHS "betreutes wohnen" überhaupt in Betracht gezogen wird

    Betreutes Wohnen kommt doch an sich nur für Pflegefälle in Frage, oder seh ich da jetzt was falsch?
    Wenn die ADHS erst recht spät erkannt und deshalb nie adäquat therapiert wurde, kommt es nicht selten zu weiteren psychischen Problemen, die in ihrer Kombination, auch mit ADHS z.B., ein betreutes Wohnen erfordern.

    Eine körperliche Beeinträchtigung, die eine Pflegebedürftigkeit darstellt, ist nicht zwingend erforderlich, um in's betreute Wohnen zu kommen.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Betreutes wohnen für ADHS gib es das , oder wie kann mann sich helfen lassen

    icke WES schreibt:
    Eine körperliche Beeinträchtigung, die eine Pflegebedürftigkeit darstellt, ist nicht zwingend erforderlich, um in's betreute Wohnen zu kommen.
    Wie sieht denn Deiner Meinung nach ein betreutes Wohnen aus, in das man "reinkommt"? Hast Du eine Vorstellung?

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Ich habe eigentlich auch so etwas wie betreutes Wohnen, meine Freundin bemüht sich . Da sollte man aber noch andere Sachen zurückgeben als nur Geld, das macht die Sache manchmal schwierig.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS

    Ich habe Montag einen Termin für ein Info-Kennenlern Gespräch.

    Diakonie Dortmund: Betreutes Wohnen

    Steht hier ganz gut beschrieben was es ist und für wen.

    Lg Dirt

Seite 3 von 3 Erste 123
Thema: Betreutes Wohnen für ADHS / ADS im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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