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Diskutiere im Thema ADS / ADHS Vererbung - Kumulierung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    ADS / ADHS Vererbung - Kumulierung

    Es dürfte als gesichert gelten das die Krankheit vererbt wird.

    Was mich mal interessieren würde: kennt ener Studien wo die Intensiät der Krankheit beim Kind mit den Symptomen der Eltern verglichen wird?

    Was ich meine ist folgendes:

    Ein gesunder Elterteil und ein stark betroffener Elternteil: ist das Ergebnis ein Kind dessen AD(H)S etwa so stark ausgeprägt wie beim betroffenen Elterntel? Oder "halbiert" sich das Ganze?

    Oder was ist mit zwei leicht betroffene Elternteilen - addiert sich da das Problem zu Störung die etwa doppelt so stark ist wie die eines einzelnen Elternteils?

    Mir ist klar das man das nicht einfach mit einem Index wie 1+1=2 oder 0+1=1/2 ausdrücken kann, weil da so viele Komponenten mit reinspielen.

    Sind die Faktoren erblich betrachtet dominant oder rezessiv?

    Und was entscheidet zwischen Hyper- und Hypoaktivität? Liegt dieselbe physiologische Stoffwechse / Metabolitenstörung zu Grunde oder gibt es da minimale, feine Unterschiede? Gibt es dazu seriöse Studien aus denen man eine Tendenz ableiten könnte? Habe eine Weile bei Google und Google Scholar rumgesucht aber nichts wirklich brauchbares gefunden.

    Hat da jemand irgendwelche Links, Infos, gerne auch englischsprachig. Mir gehts übrigens nicht um eine pro/kontr Debatte oder Trolling oder sowas, bei mir ist es einfach so das ich mich am besten mit dem Zustand arrangieren kann wenn ich die GENAUEN Hintergründe verstehe... mein Vater war ein Bilderbuchadsler, bei meiner Mutter bin ich mir nicht sicher, da es einem schwer fällt nahestehende Personen unter einer solchen Lupe zu betrachten, selbst nach deren Tod.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Hallo Hypoaktivist,

    die genaue Vererbung von ADHS kann ich Dir so auch nicht sagen.
    Ich denke mal, daß ADHS durchaus vererbar ist. Wie das dann aber ausfällt und mit welchen Auswirkungen kann ich Dir leider nicht sagen.

    Es gibt aber eine Seite im Internet die sich Netdoktor (oder so ähnlich) nennt. Vielleicht findest Du dort mehr.

    Viel Glück

    Astrofred

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Hallo,

    was ich weiss ist, dass "...die Erblichkeitsschätzung bei ca. 70% liegt und wenn der Vater oder die Mutter ein ADHS-Betroffener
    ist, liegt eine bis zu 50%ige Wahrscheinlichkeit vor, dass der Kind auch an ADHS erkranken kann ... (Weiteren wird angenommen, dass ein chronisches Überangebot an
    Katecholaminen zu einer Down-Regulation der Rezeptoren führt. Die damit verbundene geringere Dichte der Rezeptoren führt zu einer verminderten Sensitivität gegenüber hormonellen Reizen. Dieses Überangebot an Katecholaminen kann pränatal durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, wie z.B. mütterlicher oder fetaler Stress und konstante Nikotinzufuhr der Mutter...) "

    http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokser...=976763230.pdf

    Biedermann J, Faraone SV, befasst sich offenbar mit dieser Thematik ....

    Gruss

    PADS

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Danke für die Info PADS. Das heißt also, daß ADHS nicht automatisch angeboren wird, sondern durchaus auch auf anderem Wege "erlangt" werden?

  5. #5
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Nein, ADS ist angeboren. Bei dem was PADS schreibt geht es ja um PRÄnatalen, also vorgeburtlichen Stress. Wobei ich nicht wissen möchte, wie oft der Stress durch eine nicht behandelte ADS der Mutter ausgelöst wird, aber gut.

    Soweit ich weiß ist ADS extrem erblich. Mein Arzt meinte, es ist nach der Körpergröße das deutlichste Erbmerkmal. Also würde ich definitiv sagen es ist dominant, obwohl dominant und rezessiv ja nicht ganz so eindeutig sind wie einem das in der Schule bei Mendel mit den roten und weißen Blumen (oder was auch immer) erklärt wird. Zb stell folgende Familie vor (die gibt es wirklich, ist also nicht erfunden): Vater hat es, Mutter hat es nicht. Von den 4 Söhnen sind drei betroffen, einer nicht. Bisher hat nur einer dieser Söhne Kinder, also einer der betroffenen. Seine Frau definitiv nicht. Von den beiden Töchtern hat es eine, die andere nicht.

    Zur Stärke: Die Frage ist, welcher Theorie zur Entstehung von ADS du glaubst. Für mich das schlüssigste ist die Geschichte mit dem D4-Rezeptor. Nun gibt es ein ziemlich deutliches Gen dazu - eine Mutation, die je nach Gegend bis zu 15 % der Personen in sich tragen. Und die hast du entweder oder nicht, da gibt es keine (großen) Schwankungen. Allerdings gibt es wohl noch ein paar duzend andere Gene, die möglicherweise auch einen Einfluss haben. Und es gibt sicher eine Menge Faktoren, die man noch gar nicht kennt.

    Ich kenn einige Fälle, wo beide Eltern es haben (wenn auch nicht diagnostiziert zT) und die Kinder sind nicht deutlicher betroffen als die Eltern.

    Meine persönliche Meinung: ADS hat man entweder oder nicht, das ist angeboren oder nicht. Jetzt gibt es Fälle, wo es noch zusätzliche Probleme gibt, zB Dyskalkulie. Außerdem gibt intelligentere Kinder und weniger intelligente. Und natürlich ganz wichtig: stabilere Umfelde (und da pack ich jetzt mal alle Einflüsse drunter) und unstabilere. Hast du jetzt ein Kind ohne zusätzliche Probleme, mit hoher Intelligenz, was in einer intakten Familie ohne Schicksalsschläge, vielleicht in einem Dorf, wo die Kinder viel draußen spielen können, mit einer tollen, verständnisvollen Grundschullehrerin etc aufwächst, dann sind die Symptome vielleicht nicht so zu sehen. Vielleicht bleibt das Kind hinter seinen Möglichkeiten zurück, vielleicht verzweifeln die Eltern oft bei der Erziehung, aber weil die Möglichkeiten des Kindes eigentlich weit über dem normalen Maß und die Eltern eigentlich hervorragende Erzieher sind und wegen noch ein paar Glücksfällen kommt das Kind im Leben immer halbwegs klar. (das bin so etwa ich...)
    Dann gibt es vielleicht ein anderes Kind, wo noch eine Lese-Rechtschreibschwäche dazukommt, die Mutter früh stirb, die Stiefmutter das Kind hasst, sich sonst keiner kümmert, ne schlechte Grundschullehrerin dazu und eine kinderunfreundliche Großstadt ohne Tobmöglichkeiten und schon hast du ein extrem problematisches Kind - aber ist jetzt die ursprüngliche Problematik bei diesem Kind wirklich stärker als bei dem ersten?
    Also meiner Meinung nach ist es eben nicht nature or nurture sondern nature and nurture.

    In sofern habe ich überhaupt keine Sorgen, als ADSlerin mit einem ADS-Partner Kinder zu zeugen. Rechne aber damit, dass es bei uns nie langweilig werden wird!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    astrofred schreibt:
    Danke für die Info PADS. Das heißt also, dass ADHS nicht automatisch angeboren wird, sondern durchaus auch auf anderem Wege "erlangt" werden?
    Hallo,

    physiologisch angesehen ist er durchaus möglich, dass es nicht zwingend Vererbt sein muss. Wie auch bei anderen Krankheiten (Depression usw.) nimmt man an, dass es sich um eine Stoffwechselstörung des Gehirns handelt, also nicht genetisch Veranlagt sondern eine biologische Ursache im Gehirn.

    Vor der Geburt (pränatal) gibt es ausserdem Risikofaktoren welche ADHS-fördern können:
    -Alkohol/Nikotin während der Schwangerschaft,
    -Infektionen; Geburtskomplikationen und niedriges Geburtsgewicht usw.

    Man geht davon aus, dass neuronale Regelkreise im Frontalhirn und im sogenannten Striatum (Basalganglien, die zum Großhirn gehören) betroffen sind.
    Bereiche welche für die Planung, Problemlösung und die Impulskontrolle verantwortlich sind. Wie du sicher schon weiss sind es vor allem Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin welche betroffen sind (sie leiten Reize von einer zu anderen Zelle).

    Weiter ist es nicht zwingend, dass Erziehungsfehler und schwierige familiäre Verhältnisse, soziale und pädagogische Probleme Auslöser der Erkrankung sind, sonder sie begünstigen den Ausbruch der Erkrankung.

    (Quellen: Janssen-Cilag: Sprunghaftes Genie und Kreative Chaotin.)

    Gruss

    PADS

  7. #7
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Kann sein, ich hab dich jetzt falsch verstanden, aber in wieweit schließen sich eine biologische Ursache im Gehirn und eine genetische Veranlagung aus?

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: AD(H)S Vererbung - Kumulierung

    Es braucht nicht eine genetische Veranlagung um eine biologische Störung auszulösen...

    Gruss

    PADS

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.252

    AW: ADS / ADHS Vererbung - Kumulierung

    D.h. die Ströung "ADHS" kann ihre Ursache (ausschließlich) in mangelnder Frontalhirnausbildung haben?

    Eine mangelnde Frontalhirnausbildung kann durch Erfahrungsmangel in spezifischen Kindheitsalter begründet sein.

    Das klingt für mich so, als ob man ADHS-kranke in zwei Kategorien teilen kann:

    * die eine Gruppe, deren Krankheit ist genetisch deteminiert, die kann nur lernen damit umzugehen, doch die Krankheit ist unheilbar

    * die andere Gruppe, deren Frontalhirn ist einfach noch nicht genug ausgebildet (weil ihnen Erfahrungen vorenthalten wurden), die brauch man als Kinder nur auf die Alm zu schicken, vielleicht nicht nur 8 Wochen, vielleicht mehrere Jahre, damit das Hirn entsprechend reift und sie werden gesund. Evtl haben sie, wenn sie diese Chance verpassen, als Erwachsene keine Möglichkeit mehr ihr Hirn entsprechend reifen zu lassen.

    Oder gibt es die erste Gruppe garnicht, sondern sind wir, die Erwachsenen mit ADHS einfach diejenigen die zuwenig Alm abbekommen haben?

  10. #10
    howie

    Gast

    AW: ADS / ADHS Vererbung - Kumulierung

    das ist mal ein interessantes thema - bräuchte jemanden, der genau studien liefert.
    erstens: die wissenschaft ändert ständig ihre meinung!
    war bei einem studentenradio, hab da mit wissenschaftlern gesprochen, so weit ich weiß spielt auch serotonin eine rolle und nicht nur der D4 rezeptor.
    die persönlichkeit wird auf jeden fall auch im mutterleib geprägt - sonst gäbe es keine eineiigen zwillinge von denen der ein schwul ist der andere nicht!
    außerdem geht man heute wieder davon aus dass das gehirn plastisch ist und lernt! (sonst könnte kein raucher, dessen eltern rauchen mehr mit dem rauchen aufhören!)
    kann studien liefern, die untermauern, was ich sage.

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