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Diskutiere im Thema Leide durch meinen Vater im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    Leide durch meinen Vater

    Guten morgen meine lieben.
    Wie man in anderen Post`s von mir sieht, ist mein Leidensweg nicht gerade unüblich was ADS angeht.
    desswegen erspaar ich es mir, nochmal alle meine Probleme hier aufzuweisen und komme direkt zum Problem:

    Meinem Vater;
    Bei mir wurde ADS ja im Kindesalter Diagnostiziert, meine Mutter bemühte sich die Erziehung und meinen Alltag darraufhin anzupassen,
    Seitens meines Vaters kam da leider recht wenig, besser gesagt gar nichts.
    Er war immer der festen überzeugung ( und ist es auch immer noch) das ich zu dumm und zu faul sei, an dingen dranzubleiben.
    Nach meiner Mittleren Reife (gegen die er sowieso schon war) drängte er mich eine arbeit zu finden und geld zu verdienen (dabei wollte ich mich erstmal orientieren).
    Davon habe ich mich leider unbewusst beeinflussen lassen und habe ne ausbildung angefangen die ich dann nach fast 2 jahren abgebrochen habe.
    Seit dem folgen eine Weitere Ausbildung und (demnächst) der Abbruch der Bundeswehr dank ADS ( JUHUU^^ ).
    Leider reden wir ab und zu und jedes unserer Gespräche endet zwangsläufig mit dem thema geld und Beruf.
    beispiel letztes Wochenende.
    Seine Aussage: "Sven, du begreifst wohl nicht was für ein leichtes Leben du dadurch hast dass du beim Bund bist. Du verdienst mehr als ein Normaler Arbeiter und bekommst ne Ausbildung dazu. Du bist 23 und hast noch nichts in deinem Leben erreicht ( )......." und so gings weiter.
    Das ich derzeit beim Neurologen und so bin, weis er nicht und somit weis er auch nicht das ich plane, nach der erneuten Diagnose einen Antrag auf Behinderung zu stellen um an ein Reha-Assesment und eine Umschulung zu kommen (ich brauche ienfach unterstützung).

    Wie stark bin ich von ihm abhängig: Ich profitiere von sienen Prozenten bei den Versicherungen, ich wohne noch zu hause (das hätte sich dann erledigt sobald der Bund abgebrochen ist, da ich daheim sonst mental sterben würde).
    Meine Mutter ist seit dem ich 12 bin an sklerodermie erkrangt und somit nicht gerade die Munterste, ich bin das letzte von 3 kindern das noch zu hause wohnt und sobald ich komplett weg bin, ist sie den launen meines Vaters gänzlich alleine ausgesetzt.

    uff weiteres folgt....

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Leide durch meinen Vater

    Hi,

    habe zwar nichts was hilft, aber zumindest kann ich ungefähr ahnen, wie es dir geht. Bei mir ist die Situation ganz ähnlich. Vater dominant und trotz anderslautender eigener Aussage wenig verständnisvoll, der Mutter gehts nicht besonders. Kriege auch oft gesagt "dann fang doch mal früher an".. ...

    Wichtig ist: Du bist nicht schuld an den Problemen mit deinem Vater. Das Kind kann sich nicht dem Erwachsenen anpassen, nur umgekehrt. Und du bist auch nicht schuld, wenn er keine Ahnung hat, was ADS eigentlich wirklich bedeutet. Und an dem, was Du als Abhängigkeit bezeichnest ,dürfte er auch nicht ganz unschuldig sein. Bei meinem ist das eine (wahrscheinlich unterbewusste) Art, mich an sich zu binden. Lösen kannst du die Probleme nicht von Heute auf Morgen, aber du musst dich nicht auch noch selbst deswegen fertig machen, DU BIST NICHT SCHULD. Ändere nicht zuerst das Problem, sondern zu erst die Bewertung des Problems.

    Viele Grüße und ganz viel Solidarität
    adskind

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Leide durch meinen Vater

    Hallo Leptop,

    vielleicht kann ich Dir helfen. Ich hatte auch unter einer Dominanz zu leiden. Zwar nicht durch meinen Vater, aber so ähnlich.

    Ich habe 5 Jahre lang in einer heiltherapeutischen Einrichtung gelebt. Der Leiter dieser Einrichtung war auch sehr dominant. In vielen Punkten bei mir hat er sicher recht gehabt, aber nicht in allen.

    Ich mußte sehr oft den Spruch Aus Dir wird doch nichts hinnehmen. Solche Leute sind so von sich überzeugt, die lassen andere Meinungen nicht gelten.

    Du mußt versuchen, Dich von deinem Vater unabhängig zu machen. Das geht meiner Meinung nach am besten, wenn Du zu Hause ausziehst.

  4. #4
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Leide durch meinen Vater

    Hi Lept0pp
    Ja, die lieben Eltern. Manchmal hat man Glück mt seinen Erzeugern.
    Aber nicht jeder kann das Glück haben, verständnisvolle Eltern zu haben, leider.
    Du gehst schon den richtigen Weg in dem du dir Hilfe suchst und weißt, was du willst.
    Lass dich nicht so gängeln. Mein Vater hat überhaupt nix mit mir gesprochen, was ich als Positiv verbuchen könnte.
    Meine Mutter war neutral.
    Da beide tot sind möchte ich nicht schlecht darüber sprechen.
    Zu meinen Geschwistern habe ich auch (als schwarzes Schaf) keine Beziehung.
    So bin ich als Pinoccio von den Bergen ins Land gezogen und mein Meister hat mich nie mehr gefunden.
    Geh deinen Weg Läppi. Geh, und mache das Beste daraus.
    Du schaffst das.

    LG --hirnbeiß--

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Leide durch meinen Vater

    danke euch für eure lieben beiträge.
    jao das ich nicht schuld bin weis ich im grunde, aber wenn man in der situation ist das man richtig sehen kann wie sehr die mutter und die familie darunter leidet das man versucht seinen weg zu finden, reagiert man immer anders.
    Theoretisch weis man es aber in der Praxis naja ihr wist evtl was ich mein ........

    joa was nun, ich bin ja atark am hoffen das meine pläne aufgehen sonst weis ich nicht mehr weiter
    aber trotzdem kann ich noch lachen. ES LEBE DER GELGENHUMOR

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Leide durch meinen Vater

    Bei mir ist es auch fast gleich. Mein Vater ist auch eines meiner großen Probleme in dér Familie. Er ist auch in Sachen ADHS sehr verständnislos und ist schon seit Jahren negativ zu mir eingestellt in den meisten Sachen jedenfalls.
    Ich bin mir sicher das er selber auch betroffen ist. Er hat sowieso für Soziales nichts über und für mich und meine Schwester auch nicht wirklich.Er fragt nicht mal wie es mir geht oder ob ich Hilfe brauche oder Probleme habe. All dieses was man sich normalerweise von einem Vater wünscht oder hofft gibt es bei uns nicht. Zum Glück wohne ich nicht mehr zu Hause.

    Jedenfalls kommt es schon seit langer Zeit bei Kontakt oder Besuch bei meinen Eltern jedesmal zu heftigen Wutausbrüchen.Ich kriege schon Anspannung und Wut wenn ich ihn sehe.
    Wenn er was fragt und ich erzähle ihm wie es ist dann tut er das wieder negativ ab und sagt das glaub ich nicht und dann geh ich wieder in die Luft.Das sind dann richtige Wutausbrüche mit Schreierei.

    Bin eben sehr enttäuscht was die Bezeihung mit meinem Vater angeht da schon im Kleinkindalter nicht so tolle Sachen passiert sind.Alkohohl hat er auch immer getrunken über den Tag und das war dann nicht so toll.Vorallem wenn er gegen Abend den Pegel voll hatte und dann gemein wurde. Das war immer schlimm Und auch so gegenüber mir diese Gefühlslosigkeit. Kein Fingerspitzengefühl. Und dann wundert er sich wenn ich heute ihm gegenüber austicke.Ich kriege heute noch zu hören das ich meine Fehler nicht auf andere übertragen soll. Und so ist das immer in die Richtung gegangen.Weiß auch nicht wie man damit umgehen soll.

  7. #7
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Leide durch meinen Vater

    Nordlicht. So schlimm wie das Ganze auch ist, du mußt dich distanzieren.
    Oder gerade deshalb.
    Das , oder dieses Vaterbild kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung.
    Es scheint sehr schwer zu sein aus diesem Dilemma zu entkommen.
    Aber es ist machbar. Mein Vater hat jeden Tag gut eine halbe Flasche Whisky getrunken
    und gut 4-5 Schachteln Zigaretten geraucht, während für die Kinder nix zu Essen da war.
    Von den Schlägen einmal abgesehen..
    Ich bin dann mit 15 ausgezogen und habe einen Schlußstrich hinterlassen.
    Das ist jetzt 43 Jahre her. Es nagt immer noch an mir.
    Aber es war besser so.
    (..hab ich das geschrieben?..ist das mein Leben..oder das vieler anderer hier?)
    ..ich glaub, ich geh mal kurz nachdenken...

    LG --hirnbeiß--

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Leide durch meinen Vater

    Naja so extrem das kein Essen da war ist es nicht.es sieht oder sah auch nie chaotisch aus bei uns aber hinter dem Theatervorhang siehts ganz anders aus. Ja werde da wohl noch dran arbeiten müssen um das mit dem distanzieren auch bald besser hinzukriegen.

  9. #9
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Leide durch meinen Vater

    Leptop (und auch die anderen)
    ich habe im Schnitt ja Glück gehabt, aber in Ansätzen kenne ich das auch... besonders die Abhängigkeit und das Unverständnis. Mein Vater (interessant, dass es so oft die Väter sind) sieht mich auch oft an und ich weiß er denkt: warum wird aus der nix? Warum bemüht sie sich nicht mal mehr. Wie oft muss ich noch sagen...

    Na gut, er versucht es wenigstens manchmal.
    Aber der Punkt ist doch: Man muss raus aus der Abhängigkeit und als ich das klar so gesagt habe, dass ich meine Versicherung selbst bezahlen will (auch wenn ich weiterhin noch Geld von den Eltern fürs Leben bekomme) da ging es irgendwie besser, das war so ein moment, da war klar: Es ist noch nicht verloren, wenigstens etwas. Außerdem ist es für mich gut, weil ich nicht mehr diese wahnsinnige Verpflichtung spüre.


    Also klar, in den Augen meiner Eltern mache ich viel falsch und müsste doch nur, bei ihnen ging das ja auch irgendwie, wo ist denn da mein problem?
    Aber, das war eine andere Zeit und andere verhältnisse. Meine Eltern sind in der Nachkriegszeit groß geworden. da waren die psychischen Schäden von Kindern noch das kleinste problem, weil die Eltern ja selbst traumatisiert waren irgendwie.

    Wenn die zukunft-und-geld Geschichte wieder aufkommt sag ich inzwischen oft einfach, dass es mein leben ist und dass ich das schon packen werde. Weil ich meine Entscheidungen allein treffen muss, so wie ich es für richtig halte und dann muss ich eben auch mit den konsequenzen leben.

    So. das hat fast 27 jahre gedauert so weit zu kommen das auch standhaft vertreten zu können.

    Die sache mit den müttern ist natürlich nicht schön, aber hilft es denn, wenn dann 2 Leute kaputt gehen in dem Umfeld? Vielleicht ist es auch wirklich gut auszuziehen, dann ist ein Reibungspunkt weg, bei mir hat es alles extrem entspannt, als ich meine eltern nicht mehr jeden tag gesehen habe.

    LG
    Motzkugel

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Leide durch meinen Vater

    Hallo zusammen,

    Verständnislosigkeit seitens der Eltern (und wenn auch nur von einem Elternteil ) ist das schlimmste, was einem Menschen besonders einem ADHS-ler passieren kann. Das ist leider oft so.

    Zumal wenn man nicht über ADHS aufgeklärt wird(das sollte spätestens beim Eintritt in das Erwachsenenalter geschehen, dies ist bei mir aber definitiv nicht passiert). Die betroffene Person muß über den Verlauf von ADS Bescheid wissen, damit sie weiß, warum sie sich gerade so verhält und wie sie ggf. gegensteuern kann.

    Bei mir ist das damals unterblieben, und vieles ist chaotisch verlaufen (ich möchte es allerdings auch nicht missen)

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