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Diskutiere im Thema Warum kommt der Verdacht so spät? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    Warum kommt der Verdacht so spät?

    Ich war gestern mit meinem ältesten Sohn beim Kinderarzt weil die Lehrerin von ihm den Verdacht auf ADHS hatte und die Ärztin meinte als sie dann den verdacht bei ihm bestätigte, dass es sehr oft vererbt wird und ob mir oder meinem Mann in der Kindheit oder auch heute noch ähnliche Verhaltensweise wie bei meinen Sohn gibt. Erst tat ich das ab und meinte nö, das kann nicht sein.
    Dann fielen mir erst ein dann 2 und am Ende doch recht viele gemeinsamkeiten zwischen mir und meinem Sohn auf. Die Ärztin fragte mich auch ein paar Dinge und sprach mich auf das knibbern und beißen an der Haut rund um meine Fingernägel an. Also ob ich merke wenn ich das mache und in welchen Situationen.

    Danach sagte sie das sie vermutet das ich ADHS habe und mein großer es dann von mir hat. Ich wollgte es immer noch nicht glauben.
    Nun habe ich Gestern Abend noch gegoogelt um einige Informationen zum Thema ADHS bei Erwachsenen zu finden. Viel war es nicht mal abgesehen von diesem Forum hier. Endlich Leute denen es genauso geht wie mir, wo ich mich verstanden fühle.
    Was ich mich aber nur frage ist wieso wurde es eigentlich nicht früher entdeckt, die Verhaltensweisen die darauf hindeuten habe ich ja nicht erst seit gestern.
    Mir ist wenn ich mich zurückerinnere nur eine Person eingefallen die mal meine Eltern angesprochen hat. Allerdings war es damals wegen einen Test bezüglich einer eventuellen Rechenschwäsche und meiner Rechtschreibung. Meine Eltern lehnten damals aber ab, denn meine Eltern und auch ich mochten sie nicht besonders.
    War das vor ca. 24 Jahren noch nicht so erforscht? Haben Ärzte, Lehrer etc. noch nicht die Fähigkeiten gehabt um es zu erkennen?

    Nachdem ich also gestern, ne Heute bis um 1 Uhr das Internet durchforstet habe und heute früh noch mal darüber nachdenken konnte, konnte ich endlich auch offen über einige Dinge reden die bisher keiner mitbekommen hat teilweise noch nicht mal mein Mann, weil ich es gut verstecken konnte und mittlerweile einige Strategien entwickelt habe damit klar zu kommen, wie z.B. meine Winterdepressionen sowie meine diversen Ängste.

    Ja, da muss erst eine Kinderärztin kommen um bei mir den ersten Stein los zu treten, wo der Geröllhaufen vorher noch nicht mal jemanden aufgefallen ist.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Hallo Cat78,

    das, was Du da schilderst ist aber auch wirklich erst mal schwer zu verdauen und zu glauben!

    Wenn Du mal so nach und nach hier im Forum nachliest, wird es Dir wie Schuppen vor die Augen fallen, warum erst jetzt ;-)

    Jaaa, ADHS gab es eigentlich schon immer, aber die Tatsache, es anzuerkennen, ist noch nicht sooo lange im Verständnis der Wissenschaft und schon gar nicht wirklich für Erwachsene.... da muss noch viel, viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, in Zukunft!

    Dennoch kann ich Dir versichern, dass es immerhin jetzt endlich mal Lösungen gibt und auch nicht unbedingt immer zwangsläufig medikamentös behandelt werden muss...

    Von daher, lass es auf Dich zukommen ;-)

    Liebe Grüße

    Witchy

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Witchbird klar ich muss es auf mich zu kommen lassen was anderes bleibt mir nicht übrig. Wenn ich nur nicht so ungeduldig wäre.

    Nun ja ich werde wohl erst mal zu einen Entsprechenden Arzt gehen, wobei ich schon gelesen habe, dass die Warteliste sehr sehr lang sein können. Aber ich will schon gerne Gewissheit haben und mich vor allen beraten lassen was ich machen kann um den Alltag zu erleichtern. ich bin eigentlich kein Fan von Pillen allerdings auch kein extremer gegner, wenn es nicht anders geht gut aber man kann ja erst mal anderes ausprobieren.

    Irgendwie fühle ich mich seit Gestern einfach als hätte mich ein Schwerlasttransporter überrollt und ich muss meine Einzelteile erst mal wieder zusammenpuzzeln.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Vor 24 Jahren gab es soweit ich gelesen habe eine sehr ausgeprägte Kontroverse. Viele Ärzte taten die typischen Symptome als Ernährungsproblematik oder Erziehungsschwächen oder sonstwas ab. Kenne jemanden der mit phosphatfreier Ernährung als Behandlung "gequält" wurde. Symptomatisch hat sich bei ihm wohl nix getan, aber die Eltern glaubten jedenfalls das sie was tun.

    Und gerade bei Mädchen / Frauen ist es wohl oft so das die aufgezwängten geschlechtlichen Rollenbilder dahingehend wirkten das betroffene Mädchen weniger hyperaktiv waren. Bei Jungen läßt man sowas ja noch eher durchgehen in der Kindheit ("Ja, der Buab, der brauch halt die Bewegung..."

    Sicherlich ist es richtig zu behaupten das vor allem die Lehrer damals noch gar nicht auf das Thema sensibilisiert waren. Ich denke heutzutage gehen 80% der Arzttermine vorn Kindern davon aus das die Lehrer einen Verdacht äußern.

    Dazu gibts die Krankheit noch in allen möglichen Schweregraden der Ausprägung und natürlich die Subtypen "hyperaktiv" (fällt eher störend auf) und "hypoaktiv" (ruhig, verträumt, "der ist halt noch ein bisschen schüchtern).

    Das Thema ADS bei Erwachsenen war damals auf jeden Fall noch absolut kein Thema. Das Bewußtsein dafür kam erst so langsam vor ich würde mal sagen 10-15 Jahren auf. Ich wurde vor 10 Jahren (mit Anfang 20 diagnostiziert). Allerdings habe ich keine Kinder die mir evtl einen Hinweis geliefert hätten oder so. Ich hab eine Unmenge von Ärzten verschlissen wegen verschiedenster Probleme, von Depressionen bis zur Schlaflosigkeit usw. bis mal einer auf den Verdacht kam. Dann hats ne Weile gedauert bis ich endlich jemanden gefunden habe das sich mit dem Thema auskennt und auch Erwachsene diagnostiziert, das gab damals in Deutschland für ADS bei Erwachsenen vielleicht 2-3 Dutzend Fachleute.Vo

    Von daher ist das also nichts ungewöhnliches. Bei meiner Halbschwester lief das genauso. Bei ihr ist das Ganze allerdings auch so gering ausgeprägt das sie es gebacken bekommt ein fast vorbildliches Leben zu führen - 2 Kinder, Mann, Haus im Grünen, seit 20 Jahren derselbe Job, usw. Sie hats kurz mit Medis probiert aber es dann wieder sein gelassen weil für die die Nebenwirkungen nicht im Verhältnis zu den Vorteilen standen und sie auch so gut mit sich klarkam.

    Relevant für die Frage ob Behandlung / Medikation oder nicht ist IMMER der Leidensdruck. Und vor allem ist so eine Diagnose nicht das Ende der Welt, Du befindest Dich damit in bester Gesellschaft. Lass alles weitere auf Dich zukommen, mach Dich halt nicht verrückt. Du bist schon so weit gekommen, da machen ein paar Wochen oder Monate bis zu einer Diagnose für Dich doch keinen Unterschied mehr. Auch wenn ich die Ungeduld kenne und verstehen kann, so würde ch versuchen das zu sehen.

    Viel Glück.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Witchbird klar ich muss es auf mich zu kommen lassen was anderes bleibt mir nicht übrig. Wenn ich nur nicht so ungeduldig wäre.
    Warum wundert mich das gerade nicht ;-) Ungeduld ist wirklich ätzend, wenn man eigentlich ganz schnell Klarheit haben will.... *tröst*

    Nun ja ich werde wohl erst mal zu einen Entsprechenden Arzt gehen, wobei ich schon gelesen habe, dass die Warteliste sehr sehr lang sein können. Aber ich will schon gerne Gewissheit haben und mich vor allen beraten lassen was ich machen kann um den Alltag zu erleichtern. ich bin eigentlich kein Fan von Pillen allerdings auch kein extremer gegner, wenn es nicht anders geht gut aber man kann ja erst mal anderes ausprobieren.
    Je nachdem, woher Du kommst, kannst Du da an gute Fachleute, aber auch schlecht Beratende geraten.... Pass bitte hierbei gut auf! Leider ist es auch bei den ADHS-Ärzten/Ambulanzen nicht immer goldig, nur weil es nach außen glänzt!

    Irgendwie fühle ich mich seit Gestern einfach als hätte mich ein Schwerlasttransporter überrollt und ich muss meine Einzelteile erst mal wieder zusammenpuzzeln.
    Ohaaa, so ging es mir 2009 auch!!! Allerdings wurde mir dann, nachdem ich über ADHS mehr Infos hatte, auch schnell klar, was in der Vergangenheit das Problem war und dass ich eine Chance habe, die Zukunft etwas angenehmer zu gestalten ;-)

    Viele hier im Forum und auch draußen, welche um ihr ADHS wissen, haben von einer ERLEICHTERUNG gesprochen, dass sie nun endlich wissen, dass es sich "NUR" um ADHS handelt, wenn Du verstehst, was ich damit meine ;-)

    Ich denke, so wird es Dir auch bald gehen!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Ach was mir gerade noch einfällt.. Früher wurden die Symptome bei (hyperaktiven) Kinder als "Hyperkinetischen Syndrom" gehandelt. Was man wohl am besten mit "übermäßiger Bewegungsdrang" eindeutschen kann. Ich vermute die Forscher gingen damals von einer ganz anderen Art der Störung aus, einer Art Störung der Gehirnteile die Bewegungen kontrollieren. Erst als man den Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsproblmatiken erkannte klickten die Puzzleteile sich zu einem Gesamtbild zusammen.

    Ohne Gewähr, hab ich mal irgendwo so gelesen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 321

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Habe übrigens auch gerade dies hier entdeckt ;-)

    Passt auch wieder auf das Posting von Hypoaktivist .... Denke ich zumindest.....

    Artikel: Neues Ultraschallverfahren

  8. #8
    Wohnt hier

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    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Wow danke für eure Worte und die Infos.

    Ich war und bin eher ein sehr in mich gekehrter Mensch. Ich will mit meinen Problemen und Sorgen niemanden belasten. So alla "Ich komme ja selber nur schwer damit klar wie sollen aussenstehnde den damit klar kommen." Daher bin ich auch nicht der typiche Hyperaktive würde ich jetzt mal so behaupten.

    Allerdings bin ich sehr impulsiv und kann ganz prima von 0 auf 100 kommen. Da bin ecke ich dann oft an, weil kaum einer durch meine ruhige Art denkt das ich auch gans anders kann. Dadurch hab ich den ein oder anderen schon echt überrascht.

    Auf jeden Fall hat mir die Suche nach informationen schon sehr viel gehofen, bzw. alleine schon die tatsache, dass jemand erkannt hat was mit mir los ist. HHab mich teilweise ja selber nicht verstanden.

    Testen lassen werde ich mich. Ich muss nur in Berlin jemanden finden. Charite mag ich nicht da habe ich schlechte Erfahrungen mit dem krankenhaus gemacht. Zwar in einer ganz anderen Abteilung aber ich bin da zu misstrauisch.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Hallo Zusammen,

    ich habe in den letzten Jahren ebenfalls verschiedene Puzzleteile in sich zusammen gestellt und komme ebenfalls auf den Verdacht AD(H)S zu haben.

    Das schwierige ist, das in den 70er Jahren bereits durch Kindergarten und Schule bereits darauf hingewiesen wurde, jedoch haben die Ärzte nichts außer Sprachschwierigkeiten gefunden. Jedoch habe ich immer und überall angeeckt, andere Menschen verärgert und große Probleme gehabt.

    Da ich in der Familie keine Regeln kennen gelernt habe und in der Familie selber lediglich nebenher groß wurde, gehen die Ärzte Heute nicht davon aus, das ich AD(HS) habe.

    Ich weiß ehrlich nicht, was ich machen soll!

    Ob mir ein Krankenhausaufenthalt für mehrere Wochen weiterhilft.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    @ adhs???

    Wer oder wie wurden denn bei Dir Untersuchungen gemacht?

    Natürlich kann es sein, dass Du KEIN ADS/ADHSler bist, aber! das weißt Du und die Ärzte erst dann genau, wenn entsprechende Untersuchungen gemacht worden sind (klare Diagnosestellung unter Abklärung von evtl. anderen Faktoren!)

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