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Diskutiere im Thema Warum kommt der Verdacht so spät? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Witchbird schreibt:
    Habe übrigens auch gerade dies hier entdeckt ;-)

    Passt auch wieder auf das Posting von Hypoaktivist .... Denke ich zumindest.....

    Artikel: Neues Ultraschallverfahren
    Danke für den Link. Das ist meines Wissens das allererste bildgebende Verfahren um ADS zu erkennen zu können... Oder jedenfalls das allererste das den Weg in reguläre Diagnostikpraxen finden könnte.

    Quote Wiki:

    Die Substantia nigra ist in diverse Schaltkreise des extrapyramidalmotorischen Systems eingegliedert und steht auf diese Weise mit Großhirnrinde, Striatum, Nucleus subthalamicus, Thalamus und anderen Hirnstrukturen in Verbindung. Über ihre dopaminergen Neurone werden Signale vermittelt, die besonders auf die Planung und den Beginn einer Bewegung wirken („Starterfunktion“).
    Das passt schon ganz gut irgendwie. Der letzte Stand auf dem ich war (hirnphysiologisch betrachtet) war die Hypothese das lediglich in der Großhirnrinde, speziell im Stirnlappen die Synapsen dahingehend gestört waren das sie eine bestimmte Variante des Dopamins nicht in ausreichender Menge aufnehmen konnten. Aber vielleicht schließt das eine das andere ja nicht aus. Diese von Dir verlinkte Untersuchung ist jedenfalls praktikabler als der Versuch die Synapsendichte zu messen.

    Interessante Sache, werde mich da mal weiter einlesen. Danke für diese willkommene Gelegenheit Kram zu prokrastinieren....

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Hey,

    ich bin auch erst über den Umweg "Kind ist auffällig", in meine eigene Diagnose gerutscht. Aber nicht weil mich die Ärztin drauf ansprach, sondern weil ich beim Stöbern und Informieren über ADS bei Kindern, auf Berichte Erwachsener gestoßen bin. Ich habe wie gebannt davor gesessen und dachte nur: "Wow, dass bist original Du! Verdammt....."

    Ich habe mich dann auch selber um einen Termin bei einem Spezialisten bemüht. Erst bei einer großen ADHS-Ambulanz. Für die musste ich vorher ein paar Fragebögen ausfüllen und Zeugniskopien hinschicken... Am Ende kam eine Mail, dass sie mir keinen Termin anbieten können, da ich wohl nicht unter ADHS leide.

    Ich habe mich da so drüber geärgert, dass ich tatsächlich den Mut aufgebracht habe mir nochmal einen Termin bei einem anderen Arzt zu holen. Mittlerweile wurde meine Diagnose zweimal bestätigt!!!

    Also wie vorher schon gesagt wurde: auch hier gibt es "schwarze Schafe".

    Ich habe mich in meinem Leben immer so durchgemogelt. AD(H)S war damals (in meiner Schulzeit) einfach kein Thema, obwohl es durchaus Auffälligkeiten gegeben hat. Es kannten einfach nur wenige Leute. Außerdem war ich nie wirklich schlecht im Unterricht. Das kommt auch noch dazu. Heute sind auch die Lehrer viel sensibilisierter für dieses Thema und schlagen eher mal Alarm.

    Als ich endlich die Diagnose hatte, ist mir ein riesen Stein vom Herzen gefallen. Ich hatte endlich eine Erklärung für meine Schwierigkeiten. Ich war nicht dumm oder faul. (so habe ich mich auch nie selbst empfunden). Ich wusste, dass ich nicht dumm bin. Aber auch, dass ich viel mehr hätte erreichen können. Ich wusste das ich nicht faul bin. Schließlich habe ich jeden Tag gegen mich selbst angekämpft, für Dinge, die für andere selbstverständlich waren.

    Seitdem geht es mir (meistens) besser. Ich habe immer noch Einbrüche oder auch mal depressive Phasen, aber ich habe gelernt das es ok ist und ich dann auch mehr Ruhe einfordern darf und muss... (noch ein Burn Out kann ich wahrlich nicht gebrauchen). Aber es ist trotzdem nicht immer einfach.

    Insgesamt hat sich aber dennoch viel zum Positiven gewendet.

    Alles Gute!

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Hallo Cat78,

    sowohl der Kranheitsverlauf als auch der Zeitpunkt der Diagnose einer ADHS ist bei jedem Menschen verschieden. Es gibt halt Menschen, bei denen eine ADHS nicht auffällt, da sich die Krankheit nicht bemerkbar macht . Bei anderen - wie bei mir - macht sich die Krankheit durchaus durch Aggressivitäten und Unkonzentriertheit bemerkbar.

    Bei mir (und das ist mittlerweile 26 Jahre her) wurde es im Kindesalter mit 12 Jahren diagnostoziert. Damals war die Forschung noch nicht so weit, und so wurde die Krankheit - zumindest bei mir - Hyperaktivität mit motorischen Störungen genannt.

    Dazu muß ich sagen, daß ich den Namen AD(H)S auch erst seit ca. 4 Jahren kenne.

    Du solltest jetzt geeingete Therapien für Dich als auch Deinen Sohn in Agriff nehmen. Je eher, desto besser.Das wichtigste ist es, die Krankheit anzunehmen und mit ihr versuchen zu leben.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    Liebe Cat78,

    zu Deiner Suche nach Ärzten:

    Cat78 schreibt:

    Testen lassen werde ich mich. Ich muss nur in Berlin jemanden finden. Charite mag ich nicht da habe ich schlechte Erfahrungen mit dem krankenhaus gemacht. Zwar in einer ganz anderen Abteilung aber ich bin da zu misstrauisch.
    als ich noch in Berlin war, war ich selbst u.a. bei Dr. Teschke (Neurologe) in Reinickendorf, der jedenfalls sehr nett ist und sich spezialisiert hat. Er ersetzt keine Psychotherapie etc., aber für die Diagnose etc. ist er ganz gut ausgestattet. Er hat mit nem "neumodischen" technischen Gerät problemlos meine Lebensgefährtin analysiert; bei mir ging´s nur über´n Fragebogen, weil das Gerät - generell bei Hypos oder nur bei einem Teil? - bestimmte ruhigere Typen offensichtlich nicht erfasst. Kostenlos ist das ganze nicht, wenn Du nicht privat versichert bist...

    Lieben Gruß,
    Rafael

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Warum kommt der Verdacht so spät?

    astrofred
    Na ja in der Schule war ich im großen und ganzen mittelmaß. In der Oberschule fiel mir dan Mathe dank Taschenrechner wieder sehr leicht, genauso wie Bio, Physik und Chemie. Allerdings war es mit meiner stetigen 2 in Physik aus als ich einen anderen Lehrer bekam.
    In der Grundschule hatte ich einen immer in etwa einen 3er Durchschnitt in der Oberschule ist er auf 2,2 angestiegen und das ohne das ich je für eine Arbeit gelernt hätte.
    Daher war ich demnach sicherlich auch nicht auffällig.

    Ich habe mich am Wochenende mit meinem Vater unterhalten er meinte das ich erst so ungeduldig und leicht reizbar geworden bin nachdem ich mit 12/13 eine Masernenzephalitis hatte also eine Gehirn- und Gehirnhautentzündung aufgrund einer Masernerkrankung. Wobei wenn ich mal so zurück blicke der Frust bei mir schon früher da war, ich denke da war der Knackpunkt und ich habe mich was das betrifft mehr zu erkennen gegeben.


    Rafael nein ich bin nicht privat versichert und kostenpflichtige Tests kommen für mich eher nicht in frage.

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