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Diskutiere im Thema dauerhafte Integration in eine Gruppe im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    dauerhafte Integration in eine Gruppe

    Hallo Leute,

    Wie integriere ich mich als Neuer dauerhaft in eine Gruppe?

    Ich hab das Problem dass ich beim ersten Auftritt in einer Gruppe alle für mich gewinne. Jedoch versaue ich es mir beim 3-4 mal komplett wieder. Ich kann mich einfach nicht motivieren, mich normal zu verhalten. Es ist wie verhext. Ich bin verhaltensgestört oder es liegt an der ADHS Symptomatik, dass nur interessant ist was neu ist. Ich finde fremde Menschen interessant, aber sobald ich sie öfters sehe, habe ich genug von Ihnen.

    Wie kann ich das "Neuheitssyndrom" umgehen? Was macht ihr dagegen?
    Das nur Neues interessant ist, ist übrigens bei allen Dingen so...
    Ich kann vieles gut, aber ich werde nicht besser. Das macht mich traurig.
    Mit besten Grüßen,

    zlatan_klaus.

  2. #2
    Procrastiqueen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.336

    AW: Integration

    Ich würde sagen, das ist ADS ich mag neue Leute auch lieber, die werden schnell langweilig... huch klingt das abwertend...

    Die wenigen guten Freunde, die ich habe, sind deshalb alles Leute, die ganz unterschiedlich sind und vor allem irgendwie kein geregeltes Leben führen.
    Also ich glaube das ist so, dass die langweilig werden, sobald ich sie enträtselt habe und weiß wie sie 'ticken'...

    was meinst du denn damit, dass du es versaust?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Integration

    Kann euch beiden nur zustimmen,
    Es gibt leider nur wenige Persönlichkeiten die mich über einen längeren Zeitraum interessieren.
    Wo viel Licht ist, da ist viel Schatten. (Das weniger bekannte Zitat von Götz von Berlichingen).
    Sobald ich anfange den Schatten zu sehen fühle ich mich überlegen und fange an zu provozieren.
    Das ist meine Art es zu versauen.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Integration

    Verdammt ja ich sehe auch viel zu viel. Ich mein es bringt mir nichts andere zu durchschauen, weil man sich eben immer möglichst raus halten sollte. Und wenn ich dann irgendwann genug "weiß" bzw. "sehe" provoziere ich auch unglaublich oder raste aus und schmetter demjenigen alles direkt entgegen. So habe ich mich schon unglaublich unsympathisch gemacht. Ich weiß aber nicht was ich dagegen machen soll. Den Frust regelmäßig und schwach rauslassen? Oder eben alles wegstecken und "objektivieren"... zweiteres funktioniert jedoch nicht. Ich hab schon gut Freunde aber ich rassle regelmäßig mit ihnen zusammen, sonst würd ich aufeinmal explodieren. Das wär scheiße und unnötig. Ich denke "normale" Menschen sehen auch viel aber können es auch besser wegstecken! Leider sehen wir halt noch 100% mehr und stellen gleich Zusammenhänge und Interpretationen her die nicht unbedingt wahr sein müssen.

    PS: Können wir unserem Gehirn nicht irgendwie vorgaukeln das etwas "neu" ist? Unser Arbeitsgedächtnis müsste doch eigentlich viel mehr löschen. Vielleicht können wir es durch Abwechslung austricksen?!

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Integration

    Hm ich habe immer große Probleme mich zu integrieren aber bei mir ist das eher die völlige Verplantheit.
    Ich weis einfach nicht was ich mit den Leuten anfangen soll.
    Mir fallen weder Witze noch irgendwelche Sprüche ein.
    Wenn mich wer anspricht weis ich selten was darauf zu antworten. Kommt auch ziemlich unerwartet meistens ^^.

    Ist wohl die genaue gegenrichtung.

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: dauerhafte Integration in eine Gruppe

    Ich bin der Ansicht es macht einen großen Unterschied, ob du als Neuling in eine bestehende feste Gruppe kommst oder ob eine Gruppe frisch aus mehreren Einzelpersonen zusammenwächst. Ich finde es weitaus schwieriger, sich in eine schon längst bestehende Gruppe zu integrieren. Schließlich kennen sich diese Leute in der Regel schon eine gewisse Zeit und haben viel zusammen erlebt. Es gibt Ereignisse und Interessen, welche diese Menschen zusammengeschweißt haben. Und dann kommst du als Neuling dazu und bist anfangs erstmal außen vor, auch wenn sie sich sympathisch finden. Vielleicht mangelt es dir an Geduld. Aber in so einem Fall ist Geduld extrem wichtig. Schließlich kann man nicht vom ersten Tag an erwarten, dass einem alle anderen total vertrauen und dich behandeln, als seist du schon immer Teil der Gruppe gewesen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: dauerhafte Integration in eine Gruppe

    Hallo zusammen,

    ich habe hierzu folgende Sichtweise:
    Solange etwas neu ist - sei es eine Sache, oder eine Freundschaft - , ist dies für einen ADS-ler interessant. Dann ist auch seine Aufmerksamkeit darauf gerichtet. Wenn dieses zur Routine wird, wird es schnell langweilig. Und dann beginnt der Schlendrian. Und so bin ich immer wieder angeeckt.(das war bei mir so)

    Ich habe auch jahrzehnte später noch nicht begriffen, warum das so ist. Bis ich mir mal ein Buch über ADHS geholt habe und drin gelesen habe.

    Unter anderem stand da auch der o.g. Sachverhalt beschrieben. Man muß sich also zwingen, dauerhaft bei einer Sache zu bleiben. Dies fällt aber sehr schwer.

    Dennoch kann das Erfolg haben.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: dauerhafte Integration in eine Gruppe

    Woher kommt das, dass wir nur neues als interessant finden? Hört sich an wie eine Nomadengenetik, die sind ja damals vor 40.000 Jahren auch rastlos durch das Land gezogen, vielleicht sind wir Überbleibsel der Nomaden^^ Erklärt auch meine restliche Unangepasstheit und mein wilder Gesichtsausdruck der manchmal echt aggressiv ist ( vorallem wenn ich gestresst bin )... Da reagieren einige mit Angst drauf!!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: dauerhafte Integration in eine Gruppe

    zlatan_klaus schreibt:
    Woher kommt das, dass wir nur neues als interessant finden? Hört sich an wie eine Nomadengenetik, die sind ja damals vor 40.000 Jahren auch rastlos durch das Land gezogen, vielleicht sind wir Überbleibsel der Nomaden^^ Erklärt auch meine restliche Unangepasstheit und mein wilder Gesichtsausdruck der manchmal echt aggressiv ist ( vorallem wenn ich gestresst bin )... Da reagieren einige mit Angst drauf!!
    Ich weiss nicht ob es bei mir am Gesichtausdruck liegt aber, das das mit der Angst reagieren, das habe ich auch schon häufig erlebt.
    Komme mir manchmal vor wie ein zahmer Tiger, alle schauen in gerne an, streicheln ihn gerne, aber wenn er sich plötzlich bewegt nehmen alle einen sicherheits Abstand ein.

  10. #10
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Integration

    zlatan_klaus schreibt:
    PS: Können wir unserem Gehirn nicht irgendwie vorgaukeln das etwas "neu" ist?
    Doch, natürlich können wir's

    Ist ja auch keine sooo große Kunst. Der simpelste Trick besteht darin, die Alltagsroutine aufzubrechen. Also: nach dem Feierabend auf einem ganz anderen Weg nach Hause gehen/fahren. Auf der Autobahn diesen kleinen Rastplatz ansteuern, an dem wir sonst jeden Tag vorbei fahren, und dort kurz bleiben. Irgendwo hingehen, wo wir noch nie waren. Den Text mal nicht am Kombjüdä tippen, sondern mit Füller auf Papier schreiben. Gut, das ist ja an sich alles "neu", aber das bringt, jedenfalls bei mir, die Birne auf neue Touren, was gleich auf andere Lebensbereiche abstrahlt. Für eine Zeit lang jedenfalls.

    Das mit der Gruppe, wie anfangs beschrieben, kenne ich allerdings auch… am Anfang funktioniert alles perfekt, aber nach kurzer Zeit verliere ich den Anschluss vollständig, und das ohne bösen Willen meinerseits. Das geht seit -zig Jahren so. Echt doof

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