Hallo Tommy,

hmm, das sieht echt nicht gut aus.

Ich kämpfe oft mit einem ähnlichen Problem.
Aber wohlwissend dessen habe ich mich für eine 1-Zimmer-Wohnung entschieden. So kann nicht so viel anfallen, und ich muss immer dran bleiben, sonst kann ich mich nicht mehr bewegen .

Was mir oft bei so unüberwindbaren Aufgaben hilft, ist ein Zeitfenster und dass ich mich nachher mit etwas belohne.

Also, zB. du nimmst dir vor, eine Stunde an einem Zimmer zu arbeiten. Am besten beginnst du damit im Eingangsbereich, für den Falle, dass es an der Türe klingelt. Dann bist du gewappnet.

Du planst genau, wann du damit anfängst, und stellst den Wecker, wann du wieder aufhören darfst.
Es macht nichts, wenn du nicht vorwärtskommst. Das Ziel ist einfach mal eine Stunde durchzuhalten und die Stunde dranzubleiben.

Wenn du das schaffst, eine Woche durchzuhalten bist du am Ende der Woche sicher ein Stück vorwärtsgekommen.
Vielleicht ist es auch gut, wenn du dir mal überlegst, was sind Arbeiten, die dir zum Einsteigen leichter fallen als andere.
Und dann musst du auch so planen, dass es Dinge sind, die du im schlimmsten Falle sofort beenden kannst, wenn nichts mehr ginge.
Also für den Anfang nicht mit was tapezieren beginnen, und dann musst du mittendrin abbrechen. Das würde nur mehr frustrieren und die Hürde, es nocheinmal zu versuchen stiege damit jedes mal.

Und dann zum Thema belohnen.
Gibt es etwas, das du sehr gerne machst/ magst und das es bei dir nicht jeden Tag gibt.

Ich weiss nicht, was für Männer so typisch ist. Vielleicht ein Computerspiel spielen oder ein feines Steak brutzeln oder was machst/magst du denn gerne?

Das mit dem Belohnen hat den Hintergrund, dass unser Gehirn den Belohnungeffekt, mit ner Portion Dopaminausschüttung belohnt.
Wir ADHSler sprechen deshalb besonder gut auf Belohnungen an.
Wenn man das weiss, kann man sich damit selber überlisten.
Und das ist etwas, das man unabhängig von Medis machen kann, um sich für etwas zu motivieren.

Hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

LG Nicci