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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo!
    Da ich neu bin im Forum, bin ich etwas unsicher, ob mein Beitrag hierher gehört, falls nicht, bitte ich darum, ihn zu verschieben.

    Ich bin am Donnerstag per Zufall auf die Fährte des ADS gekommen, fühlte mich sofort angesprochen und konnte mich stark mit den Fragen in Fragebögen und den Beispielen im Internet identifizieren. Da ich das Gefühl habe, das es keine Tests mit eindeutigen Ergebnissen gibt, sondern es eher von vielen verschiedenen Teilen abhängt, ob sich das Puzzle ADS vervollständigt, wollte ich euch kurz meinen Fall schildern und um eure Meinung bitten. Leider ist meine Vorgeschichte etwas heikel.

    Als Kind habe ich schon immer gern im Unterricht aus den Fenster gesehen oder gemalt, aufmerksam war ich wohl nicht lange am Stück. In der Grundschule ging es noch. Wenn Fragen gestellt wurden, war ich furchtbar hibbelig und konnte oft nicht an mich halten und rief die Antwort einfach rein. Ich glaub ich hab schon im Vorschulkindergarten oft mit dem Stuhl gewippt, wodurch ich mir einmal fast die Nase gebrochen hätte.

    In der Hauptschule lief´s nicht viel besser, die letzte Klasse habe ich erfolglos wiederholt und den Abschluß dann auf der Volkshochschule gemacht. Ich hab zwei Lehren erfolgreich abgeschlossen, die erste leichter (vermutlich weil mich der Lernstoff mehr interessierte als beim späteren), die zweite schwerer (es hat mich unglaublich viel Kraft gekostet die Lehre zu schaffen, weil ich mir in den Berufsspezifischen Fächern NICHTS merken konnte. Es war die reinste Folter für mich, zumal ich den Beruf nicht mochte und ungewollt erlernte.). Schon immer hab ich mir wegen Flüchtigkeitsfehlern Noten verbockt und komischerweise hatte ich in Fächern die ich mochte, noch nie große Schwierigkeiten. Das einzige wofür ich immer Geduld und Ruhe aufbrachte, war das malen, lesen und die Beschäftigung mit Tieren. Leider klappts zur Zeit nicht mal mit dem Lesen so wirklich, mehr als 4-5 Seiten schaffe ich nicht, bevor ich das Buch entnervt weglege.

    Inzwischen bin ich schon eine Weile arbeitslos, arbeite mich aber mit meiner Psychologin Stück für Stück zum Ziel "Arbeit" vorwärts.

    Ich war schon immer sehr kreativ und interessiere mich für tausenundein Dinge, gehe manchmal plötzlich in die Luft und hasse Ungerechtigkeit. Die beschriebenen psychischen Auf´s und Ab´s habe ich auch, genauso wie Phasen mit starker Leistungsfähigkeit mit einem langen Nichts danach. Ich bin schnell abgelenkt und kann mich nicht lange auf etwas konzentrieren, langes Warten macht mich wahnsinnig und wippender Fuß, Däumchendrehen oder ähnliches gehören zu meinem "Stillsitz-Repertoire". Ich kann in Windeseile mitten in einem Gespräch, andere Themen aufgreifen und mir fallen im gleichen Moment fünf Sachen in meiner Umgebung auf. Mit dem beenden angefangener Sachen bin ich nicht so gut und muß mich oft dazu zwingen sie zu Ende zu bringen. Ich bin schnell zu begeistern, gebe aber auch bei Enttäuschung schnell auf. Ohne Merkzettel bin ich verloren und ich verliere mich gern in Beschäftigungen ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Perfektionistin bin ich leider auch noch.

    Ich bin vergesslich, verlege dauernd etwas und mein Verletzungsrisiko durch stolpern, umknicken, irgendwo anhauen ist auch nicht gering. Ich hab schon seit meiner Kindheit den Namen als Schussel weg. Außerdem fühl ich mich ständig wie gerädert und bin nur gering belastbar/leistungsfähig.

    Das war die "Lebensgeschichte".

    Meine Krankengeschichte sieht wie folgt aus.

    Mit zehn wurde bei mir Krebs diagnostiziert, ein Gehirntumor, der inzwischen weg ist, aber weiterhin behandelt werden muß. 2009 wurde eine schwere Depression, Eßsucht, eine Posttraumatische Belastungsstörung, sowie eine Zwangsstörung diagnostiziert. 2010 Asthma.

    Das alles zähle ich vor allem auf, da ich nicht weiß, wieviel meiner "Symptome" von diesem Problemen stammen können und wieviele von einem möglichen ADS. Mich würde auch interessiere ob man all diese Merkmale aufweisen und KEIN ADS haben kann. Und ob man im Fall einer Diagnose, lebenslang dieses Medikament nehmen muß.

    Auch würde ich gerne wissen, wie diejenigen bei denen ADS erst im Erwachsenenalter festgestellt wurde, ihre Kindheit auf der Suche nach Indizien entschlüsseln konnten.

    Mit unsicheren Grüßen,
    Seraphim
    Geändert von Seraphim ( 4.11.2011 um 09:24 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Schwierige Suche nach Indizien

    Hi Seraphim, erstmal herzlich willkommen hier im Forum! (Schade, bin grad auf Arbeit, da funktionieren die Smileys nicht...) Deine Symptome können schon von ADHS kommen, da passt wirklich viel. Eine richtige Diagnose kann aber nur ein Arzt/Therapeut stellen, der darauf spezialisiert ist. Da müssen ganz viele verschiedene Tests und Untersuchungen gemacht werden. Ganz wichtig ist auch, dass ein Arzt schaut, welche Deiner bereits diagnostizierten Erkrankungen ähnliche Symptome machen können und vll. anders behandelt werden müssen. Oder was vll. Nebenwirkungen von den Krebs-Medis sein können. Mir gehts gerade wie Dir, bin auch am rätseln, weil ich mir theoretisch alle meine Symptome auch mit anderen Ursachen als ADS erklären könnte (nur dass ich dann über das Erklären halt nicht hinaus komme ;-)). Bin daher gerade auf Arzt-Suche, um mich testen zu lassen. Einnehmen MÜSSEN tust Du Methylphenidat sowieso nicht. Aber falls Du ADHS hast, kann es Dir eine ziemlich gute Hilfe sein. Aber das wäre ja ohnehin erstmal Schritt 2 nach der Diagnose.Ich wünsche Dir auf jeden Fall erstmal alles Gute, bestimmt findest Du hier im Forum auch ganz viele spannende Sachen! LGPSSorry, Absätze funktionieren hier auf Arbeit offensichtlich auch nicht... :-((
    Geändert von katastrophe ( 4.11.2011 um 01:25 Uhr)

  3. #3
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Schwierige Suche nach Indizien

    Hallo,
    und Danke. Ja, das mit den Ärzten geht nächste Woche los. Da die Diagnose aber offensichtlich nicht so einfach bzw eindeutig sein soll, bin ich da zwiegespalten, ob sie dann auch stimmt oder nicht. Wegen dem MPH meinte ich, ob man es nach Einnahmebeginn, dauerhaft nehmen muß.

    Gruß,
    Seraphim

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Schwierige Suche nach Indizien

    Hi!

    Wie ich es bisher verstanden habe, wirkt MPH in der Regel nicht länger als vier Stunden, wenn es retardiert ist ca. 8-10.
    Hier auch ein Thread dazu:

    http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...ikamenten.html


    Über die Langzeitwirkung wird im Moment scheinbar noch geforscht, hier 2 Links:

    http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...ate-jahre.html

    TUD - Medizinische Fakultät - ADHS-Therapie: Forscher sehen positive Langzeitwirkung von Methylphenidat


    Wenn ich's richtig verstanden habe, vermutet man bei Kindern mit ADHS, dass eine MPH-Behandlung die Symptome im Verlauf bessern KANN.

    Ich würde im Moment erst mal davon ausgehen, dass man das MPH dauerhaft einnehmen muss, wenn man die entsprechende Wirkung erzielen möchte.
    Sollte die Forschung in der Zwischenzeit herausfinden, dass nach ein paar Jahren "alles gut" ist, umso besser.

    Wenn ich richtig informiert bin, darf mein die ADHS-Diagnose mittlerweile ohne diese aufwändigen Tests gar nicht mehr stellen. Und es gibt auch keinen Anreiz für den Tester, den Test in eine Richtung zu manipulieren (es sei denn, er hat keine Lust, will Zeit sparen o.ä.). Ich würde die Zweifel einfach ansprechen, das würde die Diagnose im Endeffekt ja ggf. nur sicherer machen, oder?

    LG

  5. #5
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Schwierige Suche nach Indizien

    Hallo!
    Eine Manipulation meinte ich gar nicht, aber kann man wirklich sicher sein das dass Ergebnis stimmt? Ist ja nicht wie bei ner Krankheit, bei der man über einen Bluttest eindeutige Gewissheit erlangen kann.

    Gruß,
    Seraphim

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo Seraphim,

    bin grad über deinen Beitrag gestolpert und wollte noch was dazu sagen. Bzgl. deiner Bedenken über die Richtigkeit der Diagnose: es gibt keine 100%-ige Sicherheit. Eben aus den, von dir, geschilderten Gründen. Man kann aber anhand von vielen Indizien Klarheit bekommen. Deswegen ist es auch so wichtig einen wirklichen "Spezialisten" für ADHS im Erwachsenenalter zu finden, der die Diagnose macht.

    Es gab hier gerade eine neue Umfrage bzgl. dem Thema: was bei einer ADHS-Testung gemacht wurde. Das kann dir schon einmal einen guten Überblick geben.
    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...fahrungen.html

    Was die Medikation angeht. Medikamente und eine begleitende Therapie / Coaching sollten immer Hand in Hand gehen. Die Medis können oft überhaupt erst die Voraussetzung schaffen, dass eine Therapie erfolgreich wird. Viele sind sonst gar nicht in der Lage, sich darauf einzulassen (zu unruhig, zu abgelenkt, evtl. noch eine akute Depression, etc.) Sieh es wie einen Krückstock, der dir dabei helfen soll auf deinem steinigen Weg besser laufen zu können / bzw. das Gleichgewicht besser zu halten und nicht ständig hinzufallen.

    Bei einer Therapie werden im Regelfall Strukturen mit dir aufgebaut, die dir den Alltag erleichtern sollen. Wenn diese Strukturen irgendwann "einfach sitzen", stehen die Chancen sehr gut, dass man dann vielleicht auch ohne Medis auskommt.

    Man muss sie also nicht unbedingt ein Leben lang nehmen. Manche nehmen sie z.B. auch nur bedarfsweise, in Phasen wo der Stress größer ist, da sie ansonsten ganz gut zurecht kommen. Das ist eine sehr individuelle Sache und hängt von der Ausprägung der Symptome ab, sowie den Verhaltensstrategien die man bis dahin schon entwickelt hat.

    All das wird aber ein guter Arzt ohnehin mit dir besprechen.

    In diesem Sinne... alles Gute!

  7. #7
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo loekoe,
    und vielen Dank für deine Antwort. Ist es denn so, das sich mit fortschreitender Therapie, die Symptome wie zB Probleme mit Streß, auch wieder richtig zurückentwickeln, schwächer werden? Oder sind sie immer gleich stark und erfahren nur durch Therapie und Disziplin einen Dämpfer?

    Gruß,
    Seraphim

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo seraphim,

    zunächst mal solltest Du einen Arzt aufsuchen, um Gewissheit zu haben. Denn dann kannst Du auch etwas erfolgreich dagegen tun.

    Dann Respekt dafür, daß Du zwei Lehren erfolgreich beendet hast. Das ist ganz wichtig und gibt enorm Auftrieb. Wenn Dich ein Beruf aber nicht interessiert, dann ist das für jeden Menschen, speziell aber für ADS ler sehr schwer, sich darauf zu konzentrieren.

    Vieles von Dir spiegelt sich auch bei mir wieder. Ich kann mir auch viele Texte nicht merken, bzw. längere Zeit richtig zu hören, ohne abzuschalten.

    Das ist anders, wenn mich Dinge wirklich interessieren.

    Dann bin ich innerlich auch noch sehr unruhig. Dagegen bin ich in heiltherapeutischer Behandlung, namens Vitametik. Das ist ein Naturheilverfahren, um zu Ruhe zu kommen. Hilft auch bei ADHS.

    Zumindest bei mir, ich bin schon einiges ruhiger geworden. Aber dennoch platze ich gerne mal wieder in ein Gespräch, und komme mit komischen Äußerungen, wenn keiner damit rechnet.

    Auch hier muß ich mich noch mehr unter Kontrolle bringen.

    Ich wünsche Dir viel Glück und die Kraft, die Du brauchst.


    Liebe Grüße


    Astrofred

  9. #9
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo Astrofred,
    und vielen Dank. Ja, das mit der erhöhten Konzentration bei Interesse habe ich heute bei zwei Sendungen von Planet Schule, über die Fortpflanzung der Pflanzen bemerkt. Ich hab total gebannt zugesehen und weiß sogar jetzt noch ein paar Fakten der Sendungen.

    Gerade weil mich vor allem mein letzter Beruf nicht interessiert, ist es für mich eine regelrechte Qual in ihm zu arbeiten. Aber ich bin völlig orientierungslos, wie es stattdessen weitergehen soll. Selbstvertrauen, Fehlanzeige.

    Gruß,
    Seraphim

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Schwierige Suche nach ADHS Indizien

    Hallo Seraphim,

    schwierige Frage. Ich kann jetzt nur von meinen Erfahrungen sprechen. Bei mir ist z.B. so, dass ich ganz oft von einer Sache zur anderen hüpfe (speziell Hausarbeiten). Dadurch bin ich den ganzen Tag am Werkeln und Ordnung machen und am Ende sieht es schlimmer aus als vorher, weil ich nichts fertig gemacht habe.

    Da helfen mir zum Einen schon mal meine Medikamente. Sie versetzen mich in die Lage, bei einer Sache bleiben zu können und etwas in einer Abfolge abzuarbeiten und nicht alles gleichzeitig. Ich kann einfach wesentlich besser Prioritäten setzen. An dieser Stelle setzt dann zusätzlich mein Coaching an. Wie kann ich mir einfache Strukturen und Arbeitsabläufe schaffen, die für mich passen und die ich auch durchhalte.

    Wenn man das regelmäßig macht, setzt eine gewisse Gewöhnung ein. Das heißt, dass ich diese Abläufe dann schon so verinnerlicht habe, dass ich sie auch ohne Medis anwenden kann. So sieht das Optimum aus... Der Effekt dabei ist, dass ich dann z.B. gar nicht erst in Stress gerate, weil ich auf diese Art viel mehr in der gleichen Zeit schaffe. Oder auch so regelmäßig meine anfallenden Dinge erledige, dass ich nicht immer alles auf den letzten Drücker machen muss. (was ja auch so eine Spezialität von AD(H)Slern ist)

    Das klappt mal mehr, mal weniger gut und ist ein langer Lernprozess. Aber ja, es hilft den Stress, den man sich selber macht, zu verringern.

    Es hilft mir aber auch bei meiner Arbeit. Ich sitze in einem Großraumbüro, was für mich seeehr schwierig ist. Ich bin generell extrem geräuschempfindlich und zusätzlich durch das ADHS aber auch immer "auf Empfang". Das ist sehr anstrengend und ich bin abends dann völlig geplättet, wenn ich nach Hause komme. Eine ganze Weile konnte ich das gut kompensieren. Inzwischen habe ich aber zwei Kinder, Haus und Hof, um die ich mich auch abends noch kümmern muss. Das Ergebnis kannst Du dir sicherlich vorstellen.

    Auch hier helfen mir die Medis. Ich kann dadurch die Geräusche um mich herum wesentlich besser ausblenden und mich auf meine Arbeit konzentrieren. Auch das senkt dann ungemein meinen Stresspegel. Da ich an dieser Situation leider nicht groß was ändern kann, werde ich auch weiterhin in diesem Bereich auf die Medikamente angewiesen sein. Das ist für mich aber ok, damit kann ich leben.

    Ein weiterer Effekt dadurch ist, dass sich auch meine Stimmungen stabilisieren. Denn wenn man im Stress ist, verstärken sich logischerweise (die ohnehin schon vorhanden) Stimmungsschwankungen noch mehr.
    Das wirkt sich positiv auf das ganze Familienleben aus, was auch schon wieder Druck weg nimmt...

    Du siehst also, dass ist wie bei einem Dominospiel. Der anfängliche Impuls (Therapie) setzt sich fort und hat letztendlich auf alle Bereiche deines Lebens Auswirkungen.

    Die Medis sind sicherlich kein Wundermittel, bringen aber oft in Verbindung mit einer Therapie gute Erfolge. Dennoch werden immer wieder Schwierigkeiten / Einbrüche auftreten. Das ist normal und völlig ok. Aber ich habe gelernt / bzw. Werkzeuge an die Hand bekommen, um gelassener darauf zu reagieren zu können.
    Mein Leitspruch ist (speziell im Hinblick auf die Kinder): es sind alles nur Phasen....

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