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Diskutiere im Thema Als Kind hyperaktiv, als Erwachsener zum Arzt? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 13

    Als Kind hyperaktiv, als Erwachsener zum Arzt?

    Hallo Leute,

    ich hoffe ich bin hier mit meinen Fragen richtig..
    Also.. In meiner Kindheit war ich hyperaktiv und seit dem ich weiß, dass es nicht in der Pubertät aufgehört hat, bin ich irgendwie am Ende.
    Ich traue mich nicht zum Arzt, weil ich Angst habe, dass er mir sagt, dass ich diesen Test machen soll.
    Alles, was ich mir bisher durchgelesen habe über ADHS bei Erwachsenen, klingt wie mein Lebenslauf. Und meine Eltern haben nichts dagegen getan.
    Immer nur gesagt, dass es in der Pubertät aufhört und wir so lange warten müssen.
    Mittlerweile bin ich mir total sicher, dass es nicht aufgehört hat.

    Wie geht Ihr damit um?
    Ist es wichtig einen Arzt auf zu suchen? Wenn ja, zu was für einem muss ich gehen?
    Wie geht Euer Umfeld damit um?
    Wie sagt Ihr es Euren Ehepartnern/Familie?

    Im Moment weiß ich einfach nciht mehr weiter.

    Nachdem ich mit meiner 2. selbständigkeit gescheitert bin, bin ich momentan am Boden zerstört und weiß nicht mehr weiter. Und wenn ich jetzt meinem Umfeld sage, woran es eventuell auch liegen kann, habe ich Angst, dass alle sagen, dass ich einen Vorwand suche und auf unverständnis stoße.

    Aber vielleicht könnt Ihr mir ja ein paar nützliche Tipps geben, was ich am Besten machen kann.

    Wäre echt super von Euch.

    Vielen Dank schon mal.

    LG
    Eure Pebbles

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Fragen über Fragen

    Also, für mich war die "offizielle Diagnose" (bin der verträumte ads Typ) eine Befreiung.
    Es hat allerdings gedauert. Ich befand mich mittendrinn in einer Psychoterapie und hatte noch nie von ads bei Erwachsenen gehört.

    Ich litt unter starken Depressionen, die schon im Kindesalter begann und immer schlimmer wurde, ausgelöst durch ads.
    Immer anders sein, es aber nicht zeigen dürfen....

    Eskaliert ist alles nachdem ich Familie hatte, erst spät mit Ende 20. Plötzlich mußte ich auch für andere Denken und verantwortlich sein.
    Bis dahin fühlte ich mich irgentwie vogelfrei.

    Ich würde den Test machen. Was wäre wenn und so.. bringt dich nicht mehr weiter.
    So kommst du nicht voran und die Stelle auf der du stampfst wird immer tiefer....

    Mit anderen über die Diagnose sprechen viel mir auch schwer und fällt mir schwer. Aber es bleibt nicht aus.
    Ich hatte damals ( vor 3 Jahren) gerade nach 10 Jahren Arbeit bekommen......und bin natürlich angeeckt. Ich wollte erst nichts sagen, mußte es aber tun.
    Jetzt wissen die Kollegen bescheid. Wie sie damit umgehen ist ganz verschieden.

    Du weißt aber dann warum du so bist. Und das fand ich sehr wichtig. Es für sich wissen hilt schon in so mancher Situation.

    LG Weltgeist

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Fragen über Fragen

    Hallo pebbles

    pebbles schreibt:
    Also.. In meiner Kindheit war ich hyperaktiv und seit dem ich weiß, dass es nicht in der Pubertät aufgehört hat, bin ich irgendwie am Ende.
    Ich traue mich nicht zum Arzt, weil ich Angst habe, dass er mir sagt, dass ich diesen Test machen soll.
    Wieso bist du denn erst "irgendwie am Ende" seit Du weisst, dass es nicht aufgehört hat? Das erklärt doch, weshalb du die weiter unten beschriebenen Probleme mit Selbständigkeit und so hast, ist das denn nicht iwie erleichternd? Damit weisst du doch, dass es nicht an deinem Willen oder deiner Intelligenz liegt, sondern einfach an einem Ungleichgewicht der Botenstoffe im Hirn! Ich bin mittlerweile der Meinung, dass "es" sich bei eigentlich niemandem auswächst. Unter Umständen ist man nach einer optimalen Behandlung in der Kindheit vllt besser in der Lage zu kompensieren, bzw. man hat sich das optimale Umfeld geschaffen. Du schreibst ja aber, dass deine Eltern nichts dagegen getan haben ... warten ist eben keine Behandlung in dem Sinne!

    Vor den Tests und dem Arzt, der im Übrigen unbedingt ein auf ADHS spezialisierter Facharzt sein sollte, musst Du sicher keine Angst haben! Die Diagnosestellung brauchst du, damit du im Anschluss die notwendige und adäquate Unterstützung in Form von Therapien oder z.B. Medikamenten erhalten kannst.

    pebbles schreibt:
    Im Moment weiß ich einfach nciht mehr weiter.

    Nachdem ich mit meiner 2. selbständigkeit gescheitert bin, bin ich momentan am Boden zerstört und weiß nicht mehr weiter. Und wenn ich jetzt meinem Umfeld sage, woran es eventuell auch liegen kann, habe ich Angst, dass alle sagen, dass ich einen Vorwand suche und auf unverständnis stoße.
    Das was du schreibst klingt wirklich sehr danach, dass du die oben beschriebene Unterstützung nötig hast! Eine Behandlung des ADHS ist vor allem dann angesagt, wenn der Leidensdruck entsprechend gross ist. Wenn du "am Boden zerstört" bist, nicht mehr weiter weisst usw., dann ist das doch ein Leidensdruck!

    Wenn du eine eindeutige Diagnose (die hast du ja eigentlich schon ... s.o.) vom Facharzt hast, dann musst du deinem Umfeld auch nicht sagen, dass es "eventuell" daran liegen könnte. Damit hast du doch die Sicherheit, dass es wirklich an dem liegt! Es kommt natürlich darauf an, welcher Art deine Probleme konkret sind ... mit der Selbständigkeit scheitern natürlich auch so manche Stinos! Wenn du aber z.B. Probleme mit der Organisation, Terminplanung und -einhaltung, finanzielles Chaos etc. hast, dann ist das vermutlich schon mehrheitlich auf das ADHS zurückzuführen.

    Wenn du aber die richtige Hilfe und Unterstützung erhältst, dann bessert sich das mit diesen Problemen ja vielleicht. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob und in welcher Form du das deinem Umfeld kommunizierst. Das ist nämlich wirklich nicht immer einfach, aber mittlerweile gibt es doch viele Leute, die Verständnis aufbringen können, und dich dann allenfalls auch zusätzlich unterstützen können in deinen Schwierigkeiten. Die anderen, d.h. diejenigen die dich einfach partout nicht verstehen wollen, die glauben ADHS sei eine Modekrankheit, gibt es nicht usw., auf die - das habe ich mittlerweile gelernt - kann man eigentlich getrost verzichten! Da ist jedes Diskutieren sinnlos. Das hilft aber auch dabei, dir eben das richtige Umfeld zu schaffen, in dem du erfolgreich und glücklich sein kannst!

    Also meine Empfehlung (nur aufgrund von deinem Beitrag hier): Vergiss die Angst vor dem Arzt und unternimm etwas für Dich! Und zwar bevor die Verzweiflung dich übermannt und dir alles wirklich über den Kopf wächst!

    ganz liebe Grüsse
    Lineli

    P.S.: Dein Avatar ist wunderbar - diese eeeeendlos langen Beine des Hundes .... wie eine Diva

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Fragen über Fragen

    Hallo Weltgeist und pebbles,

    so wie Weltgeist gings mir auch, es war doch eher eine Befreiung den Grund meines andersseins
    zu bekommen.
    Pebbles, gehe zu einem Facharzt für Psychiatrie am besten einen mit Erfahrung bei ADHS im Erwachsenenalter (kannst einfach anrufen
    und nachfragen ob diese Praxis sich damit auskennt, merkt man in der Regel an der Reaktion)
    Ich weiß dass ich ADS habe erst seit dem Frühjahr außer meinem Mann (und ein Paar Ärzten) weiß es sonst niemand.
    Wird warscheinlich auch so bleiben, da zu viele Leute über diese Störung zu wenig bescheid wissen, oder glauben
    sie wissen alles besser.
    Mein Mann steht hinter mir.
    Mittlerweile kann er auch damit umgehen daß ich und unsere 3 Kinder so sind wie wir sind.
    Ich habe auch die Angst, dass alle meinen könnten das wäre eine Ausrede für schlechte Erziehung Disziplinlosigkeit
    usw.

    Laß dir helfen ich nehme Medikamente, sie helfen mir den Alltag besser zu meistern:
    am Ball zu bleiben
    mehr Geduld mit den Kindern und anderen
    mich nicht in Kleinigkeiten hineinzusteigern
    mehr Disziplin und Konsequenz
    weniger selbstmedikation (Alkohol)
    ..............

    Sehe deine Krankheit ich nenne es Störung nicht als Leid (auch wenns manchmal schwerfällt)
    nutze Sie du hast bestimmt auch Seiten an dir die positiv sind wie jeder besonders wie
    jeder ADHS´ler.

    LG Desideri

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Fragen über Fragen

    Hallo Pebbles,

    also ich kann es dir auch nur ans Herz legen, nochmals ne Diagnose machen zu lassen, dir zuliebe.

    Ich weiss, es ist ziemlich viel Aufwand damit verbunden, aber der lohnt sich .

    Heute können mit gezielten Medikamenten, die Defizite eines ADHS recht gut behoben werden.
    Es gibt ja verschiedene Theorien zu ADHS. Eine besagt, dass bei ADHS der Botenstoff Dopamin zu schnell abgebaut wird, und dadurch die ADHS-Symptome entstehen.
    Mit den heutigen Medikamenten kann der Dopaminhaushalt weitgehend wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Das könnte dir auch persönlich sehr viel bringen und dir die Stabilität für die berufliche Selbständigkeit geben.

    Also, ich würd den Schritt wagen, dich nochmals abklären zu lassen.

    Wünsch dir viel Kraft.

    LG Nicci

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Als Kind hyperaktiv, als Erwachsener zum Arzt?

    Hallo Pebbels,

    ich würde Dir raten, einen Test zu machen. Denn dann hast Du Gewißheit, und das ist das wichtigste.
    Dann kannst Du das ADHS gezielt angehen, ggf. eine Therapie machen. Aber das müsstest Du dann mit dem entsprechenden Arzt besprechen.

    Ich habe einen sehr lieben Freund, dem ich das anvertrauen kann. Und der mich auch unterstützt und mir weiterhilft. Das ist das wichtigste, überhaupt. Ich würde Dir raten, nur mit den besten Freunden, denen Du vertraust, darüber zu sprechen. Ich denke, daß die dafür Verständnis haben, ansonsten sind es keine Freunde.

    Ich wünsche Dir bei diesem Weg viel Glück

    Liebe Grüße

    Astrofred

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Als Kind hyperaktiv, als Erwachsener zum Arzt?

    hallo pebbles

    wir brauchen doch keinen grund um uns zu rechtfertigen,
    ich fand eine antwort auf das warum? und wie weiter?
    ich empfand es als befreiung - bildlich gesehen:
    ich habe bis anhin versucht einen nagel mit der rechten hand einzuschlagen (weil das mir angebotene werkzeug für rechtshändler ist)
    doch in wahrheit bin ich linksändlerin! heute versuche ich links zu arbeiten und mein werkzeug auf links umzubauen. ;-)
    für rechtshändler nicht immer nachvollziehbar - doch das resultat ist das was zählt.

    suche dir einen adhs-erfahrenen arzt - und kämpfe für dich, nicht für das umfeld - du bist dir wichtig -
    und wenn man dich auf rechts zu trimmen versucht hat - zeige allen, wie es auf links noch besser klappt!

    viel erfolg!

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