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Diskutiere im Thema Integration in Gruppen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Integration in Gruppen

    Egal was ich mache, egal bei welchen Leuten ich es versuche... es ändert sich nichts . Ich bin ratlos. Ich muss wirklich niemanden jede Woche sehen, geschweige denn täglich... so krass bin ich nicht drauf. Aber es gibt ein paar bestimmte Tage im Jahr, die mir sehr wichtig sind und die ich mit Freunden und guten Bekannten verbringen möchte. Dazu gehören: 1.) mein Geburtstag, 2.) Silvester (Weihnachten gehört meiner Familie) und 3.) ein großer Teil meines Urlaubs. Was meinen Geburtstag angeht, bin ich noch einigermaßen entspannt. Der ist nämlich mitten im Sommer, und da sind viele Leute im Urlaub, machen ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt fürs Studium. Verständlich, dass man das nicht für eine Feier unterbrechen kann.

    Aber bald ist Silvester angesagt. Meine wenigen Kontakte hier haben seit vielen Jahren ihre festen Gruppen, mit denen sie feiern. Da war ich noch nie erwünscht. Deshalb habe ich kein Problem damit, meine Kontakte in den anderen Bundesländern zu besuchen. Letztes Jahr saß ich trotzdem bei meiner Mutter, weil die Leute es nicht gebacken bekommen haben sich um mich zu bemühen. Viele entscheiden erst spontan am Silvestertag oder einen Tag davor, was sie in besagter Nacht machen. Ich muss wegen der Zugfahrkarte planen und möchte gerne früher Bescheid wissen, ob es geht. Letztes Jahr wurde kurzfristig entschieden, dass die Leute an einem Ort feierten, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar war. Ich habe sie rechtzeitig gefragt ob für mich im Auto ein Platz frei wäre. Da kam die Antwort: "Das wissen wir nicht, das entscheidet sich erst kurz vor der Abfahrt." Sprich: Es hätte sein können, dass ich durch halb Deutschland gefahren wäre um vor Ort zu erfahren, dass die Autos alle voll waren. Deshalb habe ich es bleiben lassen.

    Ebenso ist es mit den Urlaubsreisen. Dummerweise fällt eine meiner Prüfungen nächstes Jahr mitten in den März. Da wollte ich mit meinem besten Freund verreisen und muss das jetzt leider knicken. Er hat im Sommer drei Monate Semesterferien, aber die ganze Zeit schon anderweitig verplant und wird unseren Städtetrip ohne mich im März durchziehen. Ich habe ihm vorgeschlagen, einen seiner anderen Urlaube auf den März vorzuziehen und dafür mit mir im Sommer was zu machen, aber er hat sich schon festgelegt und lässt sich nicht umstimmen. Die anderen Reiseliebhaber in meinem Umfeld sind alles Paare und verreisen immer nur mit ihren Partnern. Dieses Jahr war ich mal ein paar Tage mit meiner Mutter weg, das will ich nicht mehr. Das war dermaßen langweilig, sie hatte überhaupt keine Lust auf Kulturprogramm, und ich habe keine Lust auf Shopping - macht also keinen Sinn.

    Es macht mich traurig wenn ich so erfahre, was andere Leute alles zusammen mit ihren Freundeskreisen unternehmen. Ich komme mir so blöd vor, wenn ich die Mitglieder einer bestehenden Gruppe frage ob man sich mal treffen kann. Außerdem habe ich finanzielle Sorgen und kann es mir nicht leisten, ständig weite Strecken für Kontakte in Kauf zu nehmen. Andererseits will aber niemand zu mir fahren, wenn es keinen konkreten Anlass (sprich: ein Konzert) gibt. Für mich ist die Anwesenheit eines interessanten Menschen Anlass genug um ihn zu besuchen, während die Leute nur zu mir kommen, wenn hier in der Gegend ein interessantes Konzert geplant ist. Ich habe schon mit vielen unterschiedlichen Personen darüber geredet, aber es bringt mich nicht weiter... alle haben Freunde in der näheren Umgebung und können es sich schön bequem machen. Wobei vielen Leuten aber auch nicht bewusst nicht, dass ich hier kaum Kontakte habe. Ich habe mir überlegt ob ich das einigen mal ganz direkt sagen sollte, aber ich trau´ mich nicht... ich habe Angst dass ich dann zu bedürftig wirke und die Leute dann erst Recht keinen Kontakt zu mir suchen.

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Integration in Gruppen

    Ich habe nur noch Familie, 2-3 Online-Freunde die ich extrem selten sehe. Das war's.

    ADS ist noch mein kleinstes Problem, meine "kleinste Diagnose".

    Mir geht es gesundheitlich dynamisch schlecht bis okay, bei meistens schlechtem und unerträglichem Zustand.

    In meinem Autismus muss ich froh sein, dass mein besonderes Interesse den Menschen gilt.

    So ist alles nicht ganz so schlimm. So mit habe ich Kommunikation und nur starre Objekte vor mir.

    Außerdem habe ich einen Psychiater der will, dass es mir besser geht.

    Ich habe einen Platz zum wohnen und zum schreien, jammern, trauern, fluchen und für Freude.

    Ich habe noch eine Chance, dass es besser wird.

    Ich muss nicht im Elend leben.

    Es könnte besser werden, vielleicht.

    Das gibt noch genug Hoffnung.

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