Seite 81 von 81 Erste ... 767778798081
Zeige Ergebnis 801 bis 807 von 807

Diskutiere im Thema Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #801
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 11.406

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Wegen andere helfen: Ich finde, man macht schon sehr viel wenn man sich selber hilft und sein Leben im Ordnung bringt. Manchmal, kann man auch etwas bewegen wenn man sich für seine Rechten kämpft (als ADSler gibt es immer zu tun). Dann, was man sonst macht, muss jeden entscheiden was in seine Kräften liegt und was nicht.

    Sonst, wenn man bei sich angefangen hat, kann man ehe schon mehr geben, sei es nur durch seine gute Stimmung.
    Es gibt sonst vieles kleines dass man machen kann, aber wieder jeden wie er kann...

    Ich möchte nicht gewertet werden darüber was ich mache und was nicht. Ich mache einiges, was mich gut liegt und wenig Kostet.

    Selber bin ich gegenüber Diskriminierung alle Arten sehr empfindlich, weil es mich auch oft betrifft. In der CH steigt die Fremdfeindlichkeit, der Land ist bunt und ich lebe in eine sehr bunt Stadtviertel die ich auch deswegen (unten anderen) mag. Es ist für mich dann normal auch Menschen von anderswo anzulächeln und mit ihnen nett zu sein. Nur als kleine Beispiel...

  2. #802
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    es ist wirklich furchtbar. manchmal kommt es mir vor dass diese Menschen mit sich selbst so unzufrieden sind, dass Sie bei anderen unbedingt nach Fehlern suchen müssen. das kotzt so an hrrrr

  3. #803
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.528

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Hier habe ich eine Bericht, den hatte ich gerade woanders gefunden, doch es paßt auch hierzu, z.B. da wo das Geld wieder abgezogen wird vom Staat.

    Ohne Arme, ohne Beine: „Ich bin nicht behindert, ich werde behindert“

    Bezüglich Ausländerfeindlichkeit ist das für mich solange kein Problem, bis ich selber betroffen bin und mich nicht mehr frei bewegen kann oder mich nicht mehr wohl fühle wenn ich unterwegs bin. Ich spreche mit jedem und lächle auch jeden an, doch ich habe oft das Problem, das das falsch verstanden wird, darum fühle ich mich schon sehr eingeschränkt, immer aufpassen, nicht zu freundlich sein, könnte missverstanden werden. Ich bin schon froh, das ich nicht mehr jung bin....so hab ich wenigstens den Schutz des Alters (und den auch nicht immer, ist sogar passiert, das ich blöd angesprochen wurde und sogar angefasst). Was macht man da als Frau?

    Das macht mich schon mein Leben lang sauer, ist man wie oben beschrieben immer unzufrieden oder mürrisch, dann hat man auch ständig Ärger, das habe ich auch schon erlebt.

    Hier habe ich noch ein schönes Zitat was zum Thema passt:

    Der Motor meines ganzen Handelns ist die Gerechtigkeit. Alles andere wäre für mich ein verpasstes Leben.


    Würde mich mal interessieren ob einer weiß von wem dieses Zitat ist (aber nicht googeln)..... Gruß Paula

  4. #804
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.528

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Jetzt hab ich ein neues Smartphone (ein neues altes natürlich) und das ist verführerisch. Habe gestern abend dann einiges ausprobiert und gegoogelt und dieses gefunden.
    Da gibt es sovieles was ich dann noch entdeckt habe und was wirklich beängstigend ist......dann habe ich noch bei Campact gegoogelt und bin überrascht wieviele Petitionen es gibt. Mir kommt gerade eine Idee ob man hier eine Seite machen könnte mit Petitionen, ob das erlaubt ist. Den eine Petition ist z.B. für viele wichtig bestimmt auch für viele ADSler, da geht es um die Bezuschussung von Sehhilfen, Brillen etc. die Petition müsste natürlich bekannt sein, ich habe sie entdeckt und gleich verbreitet. Ob diese Petitionen etwas bewirken hab ich keine Ahnung. Doch bei einigen Sachen hat es wohl schon etwas genutzt.

    Nun hier mein gegoogeltes Thema womit ich mich immer schwerer tue um das alles zu bearbeiten und am schwersten ist es, das ich kaum Ansprechpartner finde für dieses Thema und das viele das überhaupt nicht wissen oder sich davon nicht betroffen fühlen. Ich schon, ich kann es nicht aushalten, wenn ich daran denke wieviele auf der Straße leben und ich weiß auch nicht wie das geht, doch hier und da hab ich ja schon Menschen gesehen die nachts irgendwo liegen und schlafen.

    Wäre es nicht an der Zeit für diese Menschen auch Zelte aufzustellen oder Räume wo sie übertags sitzen und eine Suppe bekommen und sich waschen können. Wo bleibt den da unser Grundgesetz? Ja es gibt extra Stellen wo obdachlose Menschen schlafen können, doch da gehen viele nicht hin z.B. die, die eigentlich nur durch besondere Umstände ihre Wohnung verloren haben und nicht die wie früher bekannten Obdachlosen sind oder Jugendliche die den Termin beim Jobcenter verpaßt haben und die 100% Kürzung in Kraft getreten ist und die keine Familie haben..... es gibt viele leerstehende Gebäude und ich finde es muss Pflicht sein, das da unter Beaufsichtigung Leute übernachten dürfen und duschen und auf Toilette gehn. Ich würde da sogar mitarbeiten. Vielleicht auch extra nur für junge Menschen und oder nur für Frauen und Mädchen.

    Es gibt keinen einzigen Flüchting der wenn er hier gemeldet ist auf der Straße leben muß. Wenn ich mich umsehe und auch umhöre oder schon gehört habe, gibt es bei ausländischen Menschen auch keine Obdachlosen, den weil diese dann zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Das fällt mir auf, das bei den Deutschen immer mehr Neid und Angst entsteht und Unverständnis gegenüber allen und auch keine Hilfsbereitschaft. Ich bin mir nicht sicher, ob wenn ich nun wirklich meine Wohnung verlieren würde, könnte ja sein wer weiß, würde mich einer aus meiner Familie oder meiner Freunde aufnehmen? Nein wenn ich in mich hereinhorche nicht. Würde mir einer anbieten, eine Miete zu zahlen (500 Euro) oder zu leihen? Nein, auch da fühle ich in mir nichts. Würden sich mehrer Bekannte, Verwandte und Freunde bereiterklären, jeder spendet was bei 20 oder 30 Leuten (ich kenn ja viele Menschen) wären 500 Euro kein Thema. Nein auch da glaub ich es nicht.

    Und das ist was mir immer wieder auffällt, der Deutsche tut so als wenn er immer und überall hilft, der eine mehr der andere weniger. Doch im Laufe meines Lebens habe ich erfahren, das da irgendwas tief in dem Herzen der Deutschen nicht stimmt. Es gibt sehr selten Menschen mit denen ich übereinstimmte, wo ich merkte, die helfen einfach aus einem Impuls heraus aus dem Herzen. Intuitiv, situationsbedingt. Alles andere ist viel zu viel Gerede und Bevormundungen usw.

    Außerhalb Deutschlands stehen wir gut da. Wir schaffen das, wir sind ein reiches Land. Das ist einfach gelogen und das ist eine Heuchelei und ich versuche es auch den ausländischen Menschen begreiflich zu machen was immer schwer fällt. Immer öfter höre ich hier und da, das die Leute ja nicht wollen doch aus Verzweiflung eine bestimmte Partei wählen. Allerdings versuche ich zu erklären dann besser die andere Partei die aus dem Osten (darf man hier über Parteien schreiben). Na ich hoffe schon das jeder weiß was ich meine. Nun bekomme ich auch nur bei einer Partei mit die sich mit dem Thema Armut beschäftigt und das müsste natürlich bekannter werden und auch ernsthafter dagegen etwas getan werden.

    Ach ja, ich wollte doch einfach nur etwas hier einstellen. Typisch ADS, immer zuviel reden, immer zuviel schreiben, immer zuviel Gedanken machen ......... wünsche allen ein schönes Wochenende und wünsche allen was sie sich selber wünschen........ Gruß Paula

    Mehr Menschen von Armut bedroht - besonders in Duisburg und Dortmund - FOCUS Online

  5. #805
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Ich versuche etwas zu verändern, und bin aktiv.
    Zwar "nur" im Tierschutz, aber überall ist leider nicht möglich und ich habe meine Nische halt dort gefunden.

    LG lillith

  6. #806
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Finde ich gut,
    Menschen mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden. Auch, dass Du das kund tust und damit nicht hinterm Berg hältst.

    Ich selbst denke schon, dass ich das auch von mir sagen kann. Dieses "Gerechtigkeitsempfinden" ist bei mir schon auch extrem ausgeprägt.

    Daher geht mir oft genug die ganze ach so feine Gesellschaft gegen den Strich...

    ...denn wir befinden uns mitten in einer "Ich-Gesellschaft": Jeder nimmt sich alleine wichtig -gemäß dem Motto: "Hauptsache ich; nach mir die Sinnflut!"

    Sowas wie Wertschätzung und Anstand muss man all zu oft suchen. Da fällt vielen schon ein simples "Dankeschön"- oder ...nicht alles für selbstverständlich zu erachten, mehr als schwer - solche Menschen reagieren aber auf der anderen Seite, sowas von angepisst, wehe, sie werden nicht immer so beachtet, wie sie es sich wünschen. Hauptsache, sich als "Nabel der Welt" selbst zu betrachten und anderen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich entgegenbringen. Dazu ist eh keine Zeit-...sind ja mit sich genug beschäftigt-warum sich dann noch Gedanken um andere machen?
    Furchbar, so eine Haltungsweise.

    Ich hatte beispielsweise eine langjährige "Freundin. Bis mir irgendwann bewusst geworden ist, dass es immer nur um sie ging. Bei jeder Party, bei jedem Zusammentreffen, jedem einzelnen Telefonat, kam niemals die Frage nach meinem Befinden. Es ging pausenlos nur um sie. Sobald mir auch mal in ihrer Gegenwart Aufmerksamkeit von anderen geschenkt wurde, hatte sie entweder so starke Kopfschmerzen oder irgend ein anderes Wehwehchen, dass ich sofort wieder außen vor war und alle sich auf sie konzentrierten- auf ihr Wohlbefinden. Und was glaubt ihr, wie schnell es ihr dann urplötzlich wieder besser ging.

    All die Jahre (ich kenne sie schon über 20 Jahre) hatten wir uns nie gestritten. Im Grunde ja bis heute noch nie-genau genommen.
    Denn ich hab ihr immer meine volle Aufmerksamkeit geschenkt- ihr immer zugehört- bin auf sie eingegangen, hab mit ihr über ihre Themen gesprochen-über das, was sie beschäftigt hat. Für sie war das in Ordnung und für mich? Naja-ich hab lange Zeit nie was dazu gesagt. Irgendwie mochte ich sie so gern, dass mir das entweder nicht bewusst war oder ich es verdrängt habe. Wenn ich mit ihr alleine war, hat sie sich auch immer mit mit unterhalten-natürlich über das, was ihr wichtig war. Aber sobald andere da waren, war ich einfach nur "Luft"-und selbst das habe ich ertragen bzw. viel zu spät realisiert.

    Bis zum besagten Zeitpunkt. Vor 2 Jahren habe ich ihr mal ihr Verhalten vor Augen gehalten-...noch nicht mal direkt vorwurfsvoll-sondern eher verletzt. Wollte einfach, dass sie weiss, wie ich mich all die Jahre oft gefühlt hab. Statt einem konstruktiven Gespräch-(was ich mir gewünscht hätte) folgte ihrerseits "Schweigen im Walde"-ja, so nenne ich das mal. Seither haben wir kein einziges Wort mehr miteinander geredet und auch keinen Kontakt mehr. Wohlgemerkt, es gab nicht ein einziges böses Wort. Ich wollte einfach nur ehrlich sein, wissen, wie wichtig ich ihr bin und all die Jahre als Freundin war. Das Schweigen hat mir dies aber zwischenzeitlich vor Augen gehalten. Ich war noch nicht mal eine Auseinandersetzung wert, denn ich war und bin ihr egal. Diese Erkenntnis ist noch viel verletzlicher, als alles andere. Mit meinen anderen Freunden kann ich mich auch mal streiten...da steckt richtig "Herzblut" in einem Streit drin - und wenn dann über alles diskutiert wurde, dann ist die Versöhnung auch mal nahe.Aber in dem Fall, gab es nichts dergleichen. Zwischenzeitlich hab ich s abgehakt und für mich erkannt, dass ich Menschen nicht mehr als Freunde ansehe, die nicht kritikfähig sind. Daher hab ich -könnt ihr Euch sicherlich vorstellen, nicht sehr viele Freunde-...aber dafür ehrliche. Das ist mir aber zwischenzeitlich auch viel mehr wert! Ja:
    Aber,

    das meine ich,

    diese "Ich-Bezogenheit"...sich nicht in andere hineinversetzen zu können (wollen)-
    für mich ist das gelinde gesagt einfach zum "kotzen".

    Auch die Egalheit regt mich auf, innerhalb unserer Gesellschaft. Da lese ich neulich-mitten in einer Großstadt (glaube war Köln, weiss nimmer so genau) ist ein Obdachloser mitten auf einer Hauptgeschäftsstraße tot aufgefunden worden. Er war erfroren. All die Leute sind einfach an ihm vorbeigelaufen. Er war ihnen egal. Da frage ich mich: Wie kann ein Menschenleben egal sein? Wie ? Unfassbar!

    Ebenfalls hatte ich mal ein Erlebnis in einer Bahn. Eine Frau in meiner Nähe wurde von einem Typen regelrecht angemacht - hat diese mit Sprüchen unter der Gürtellinie belästigt. Alle haben das mitbekommen, niemand hat was gesagt. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt und ich hab laut gebrüllt, er soll die Frau in Ruhe lassen. Erschrocken haben sich alle umgedreht-so nach dem Motto: "Warum schreit die nur!"-die Frau war ja auch scheiss egal...so wie alles und jeder egal ist...-jeder nimmt nur noch sich und seine Belange wichtig.
    Die belästigte Frau selbst hat auch nichts gesagt. Mein Verhalten war für mich "normal"-ich wollte auf einen Missstand aufmerksam machen. Niemand muss sich belästigen lassen. Aber erst als ich laut geworden bin, haben sich die Leute drum geschert...-aber nur, weil sie sich in ihrer Ruhe gestört fühlten...-...doch das war auch schon alles. Ich bin dann entsetzt aufgestanden- ...auch über das Verhalten der Leute drum herum und hab dem Zugpersonal Bescheid gegeben.

    Ja, diese Egalheit, das ist es, was sich immer mehr in unserer Gesellschaft breit macht.

    Was mich ebenfalls stört ist, dass Heranwachsende keinen Respekt mehr lernen, vor Erwachsenen. Sie benehmen sich wie die Axt im Walde-auch unter den eigenen Schulkameraden. Da frage ich mich oft, ob Eltern ihren Kindern nur noch Rechte vorzeigen - ohne voranzugehen, in dem sie ihnen zeigen, dass es nicht nur um "haben wollen" geht-sondern auch darum, anderen was zurück zu geben. Es geht nicht immer nur darum, das zu bekommen, was man will-sondern auch mal darum, sich für andere aufopfern zu können - einfach deshalb, weil man Freude dran hat, wenn es auch einem anderen gut geht. Das sich für andere freuen können, scheint auch immer weniger zu werden. Wir leben den Heranwachsenden viel vor- aber das Richtige? Ich weiss es nicht. Von unserer Gesellschaft kann man bestenfalls noch lernen, das Gesetz des "Stärkeren". "Schwächere" haben längst keinen Stellenwert mehr, innerhalb der Gesellschaft. Das ist alles so traurig, die ganze Entwicklung. Egal, ob es dabei um Alte- Kranke- Behinderte...oder sonst was geht.

    Ich z.B. bin in einer Zeit aufgewachsen, da hat man mir noch beigebracht, im Zug aufzugstehen, wenn ein Älterer sich hinsetzen wollte. Erst hat man es getan, weil es erwartet wurde- wir so erzogen wurden und unsere Eltern das so wollten- und dann hat man gesehen, dass sich viele auch drüber freuen, über soviel Höflichkeit. Hinterher hat es sogar Spass gemacht, Rücksicht auf Ältere zu nehmen. Diese Freude war auch ein schönes Erlebnis für mich. Da bin ich auch mal gerne gestanden, weil ich mich einfach mitgefreut habe, dass dieser nicht stehen muss. Ich hatte ja noch "junge Beine" -mich störte es nicht.

    Das wird doch der Jugend oftmals gar nicht mehr beigebracht. Sie kennen nur noch ihre Rechte, aber dass ein Mensch gegenüber anderen auch moralische Pflichten hat, das kennen sie gar nicht. Wo das alles hinführen soll, das frage ich mich oft. Da bekommen Kinder, Kinder und wissen nichts von Erziehung und ´sind selbst noch so orientierungslos.

    Ebenfalls das "Schubladendenken" von Menschen-in jederlei Hinicht. Sieht jemand schon anderst aus, dann denken die Leute schon "oh, der ist schlecht-da ist vorsicht geboten!" und lauter so n Quatsch. Angepasst sein, heisst noch lange nicht, dass man einen Heiligenschein trägt. Die sogenannten "Angepassten"-denen ist sprichwörtlich eh alles wurscht-Hauptsache in deren kleiner Welt ist alles ach so friedlich...was die Realität wiederspiegelt, ist egal...davor kann man ja immer noch die Augen verschließen. So läuft das-einfach traurig!

    @Paula: ich muss Dir Recht geben, für unsere Obdachlosen wird viel zu wenig getan. Das ist auch so ein Aufreger. Einfach Zelte aufstellen, ja, das wäre schon eine sehr große Hilfe. Warum ist dafür nicht das Geld da, jedem eine ordentliche Bleibe zu garantieren? Wenn es um wirtschaftlichen Interessen geht, dann geht es mit der Durchsetzung von Gesetzen immer ganz schnell. Aber wenn es um die pure Existenz von Menschen geht, malen die Mühlen sehr langsam...dabei würde das ein Stück weit "Menschlichkeit und Wärme" in unsere Gesellschaft zurück bringen.

    So gibt es sehr vieles, was einfach nur traurig ist. Wir können im Großen natürlich nichts ausrichten-
    doch in seinem kleinen Bereich kann jeder versuchen, mit gutem Beispiel voran zu gehen.

    Manchmal gelingt es mir- manchmal nicht...
    ....aber es ist in meinem Bewusstsein und wann immer ich kann, versuche ich es.

    Wie gesagt, vieles ist ein gesellschaftliches Problem...und doch,
    gibt es auch Menschen, die ich bewundere...

    ..die soviel zu geben haben und einfach nur helfen, wo sie können.

    Das Bestreben sollte jeder in sich tragen. Im Fokus sollte nicht nur die eigene Person stehen-
    sondern auch immer, dass es auch einem anderen gut gehen darf.

    Viel kann ein Einzelner nicht ausrichten-aber liebe wernig, als gar nichts...
    ....und irgendwo hat alles Gute seinen Anfang,
    auch das, sollte uns bewusst sein.
    Geändert von Swatchy (10.01.2017 um 22:03 Uhr)

  7. #807
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    mj71 schreibt:
    Wegen andere helfen: Ich finde, man macht schon sehr viel wenn man sich selber hilft und sein Leben im Ordnung bringt. Manchmal, kann man auch etwas bewegen wenn man sich für seine Rechten kämpft (als ADSler gibt es immer zu tun). Dann, was man sonst macht, muss jeden entscheiden was in seine Kräften liegt und was nicht.
    Das ist ja nachgerade ein freimaurerischer Ansatz!

    Was Du schreibst, halte ich für richtig und wichtig. Schon die alten Griechen hatten sich den Tipp "Erkenne Dich selbst!" ausgedacht. Gar nicht so doof! Erst mit sich selbst im Reinen sein, natürlich im Rahmen der Möglichkeiten und mit der Gewissheit, dass man damit nie wirklich fertig wird. Daraus ergibt sich häufig fast von alleine, dass die eigene positive Entwicklung auch auf die Umwelt wirkt. Wenn das viele Machen, ist die Welt schon mal ein Stück besser geworden. Das ist nun die andere, menschenfreundliche Auslegung des Spruches "Wer jeder für sich selbst sorgt, ist für alle gesorgt". Ab irgendeinem Punkt wird das Ganze zum Selbstrenner. Sozial wichtige Aktivitäten finden sich (Dich) dann wie von selbst. Ganz ohne Selbstaufopferung, ohne Heldentum, ohne ein Messias 2.0 werden zu wollen. Eigentlich ein schönes Ding, oder?

    Es gibt andererseits viele Menschen mit dem berüchtigten "Helfersyndrom", die gleichzeitig ihr eigenes Leben mehr oder weniger aus dem Ruder laufen lassen. Warum auch immer. Nannte man früher "Gutmenschen", bis das harmlose Wort medial exekutiert wurde. Bei solchen Menschen habe ich meist das Gefühl, dass sie mit ihren breit gefächerten Aktivitäten ihre eigene Orientierungs- und Hilflosigkeit kaschieren. Das kann gut gehen, kann aber auch ganz schnell an der Substanz zehren. Das sind dann die Märtyrer, die Heiligen, die "bis zur Selbstverleugnung" und darüber hinaus ihre Kräfte einsetzen, bis sie nicht mehr können.

    Und jetzt rate mal, welche Herangehensweise mir lieber ist.

    viele Grüße

Seite 81 von 81 Erste ... 767778798081

Ähnliche Themen

  1. Wisst Ihr wo Ihr hin wollt?.. private Lebensgestaltung
    Von sychotante im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 1.02.2011, 14:33

Stichworte

Thema: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2015 ADHS bei Erwachsenen Forum