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Diskutiere im Thema Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #521
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 305

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    ich seh da einen unterschied, zwischen 1. ich bringe mich aktiv in die gesellschaft ein oder
    2. ich beseitige missstände.
    aktiv einbringen und ehrenamtlich betätigen tu ich mich auch, als lektorin, als vorleserin in der bücherei, als vorstand im guggemusikverein und wenn meine kinder grösser werden, werd ich mich garantiert auch für benachteiligte menschen, zb. behinderte einsetzen, aber damit beseitige ich keine missstände, jedenfalls seh ich das so.
    missstände kann man beheben, soweit die betroffenen das wollen, aber sich für leute engagieren, die ohne unterstützung nicht klar kämen, wird man immer müssen.

  2. #522
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.608

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Hallo, wollte gerade was schreiben, doch mir fällt leider jetzt nicht sein.

    Melde mich ein anderes Mal. Ich finde es gibt auch unter den ADSlern das gesellschaftliche Problem.
    Die einen sind verheiratet oder liiert, haben Kinder, jedoch ein Einkommen gesichert durch den Mann.

    Die anderen sind von alleinerziehend, Vater verschwunden oder ähnliches und wissen nicht, wie sie über die Runden kommen.

    Das alleine ist schon ein Mißstand in meiner eigenen Gesellschaft. Es ist schon ein Unterschied ganz alleine ohne finanzielle Hilfen
    oder mit Familienanschluß und auch wenn es nicht so harmoniert, auf irgendwas zurückgreifen zu können.

    Das ist im Moment mein Thema. Auch ob mit oder ohne Auto, ständig bin ich darauf angewiesen irgendwo zu fragen ob einer mal fährt, z.B.
    zum Flohmarkt, da ich ja wenig Geld habe will ich welches verdienen, tja, irgendwie klappt es immer, doch es ist nervenaufreibend und oft
    frustrierend.

    Ja es gibt die ohne und die mit Autos. Da ist schon ein gesellschaftliches Problem. Ob mit oder ohne ADS, ich finde ADSler sind bei mir im Umfeld nicht viel besser
    als die angeblichen Normalos. Im Gegenteil, da sie so emotional und überempfindlich sind, ist es oft komplizierter. Ständig ist einer beleidigt oder hat was falsch verstanden und diese ewigen Reiberein machen mich auch mürbe. Da komme ich mit Aspergern im Moment besser zurecht, klipp und klar weiß ich wo ich dran bin.

    Das gehört hier wohl nicht rein, darum verschwinde ich jetzt hier mal, Gruß Paula

  3. #523
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Ich war bis vor einiger Zeit noch in einer Partei aktiv (will jetzt hier keine Werbung machen , ich sag nur um das auszuschließen das es auf KEINEN FALL eine rechte Partei war ) und hab mich für Amnesty International eingesetzt und mich wirklich engagiert auch teilweise zusammen mit diesen Anonymousspinnern, allerdings probiere ich das im Moment raus zu halten aus meinem Leben.

    Das soll nicht heißen das ich jetzt unpolitisch wäre oder nichts mehr mache aber ich probiere das nicht mehr zu meiner Hauptsorge zu machen. Man sollte da glaube ich zum einen lernen Prioritäten zu setzen und zum anderen ist jemand der sich selbst nicht auf die Reihe kriegt nicht in der Position anderen das Leben erklären zu wollen.

    Allerdings was mir wichtig ist und was einfach scheinbar niemanden juckt: In Nordkorea gibt es noch/ wieder Konzentrationslager. Wens interessiert der kann sich da zu ja mal belesen.

  4. #524
    Nur eine Phase

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 481

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Motzkugel schreibt:
    Soo... also es gibt ja dieses berühmt-berüchtigte Gerechtigkeitsempfinden, das bei AD(H)Slern besonders ausgeprägt sein kann. Bei mir ist das so und leider wirke ich da schnell selbstgerecht, stimmt auch manchmal, aber ich habe ganz oft das Gefühl, das unsere Gesellschaft einfach so... festgefahren ist in Stereotypen und gedankenloser Diskriminierung... da will ich irgendwas dagegen machen. Klar, geht nicht, kann nicht einfach alles ändern, aber ich wollte mal wissen ob ihr bei irgendwas aktiv seid, außer im Bereich von AD(H)S?

    Bei mir ist es seit einer Weile Body-Acceptance, also der Versuch darauf aufmerksam zu machen, dass es eine massive Diskriminierung von dicken/fetten Menschen gibt, die einfach absurd ist. Bin natürlich selbst betroffen.

    Oder seid ihr selbst schon genug Kriesengebiet für euch, dass ihr nicht noch zusätzlich Stress wollt?

    LG
    Motzkugel
    .... ändern ja, die KLraft dazu Nein, Hoffnungslos, nächste Woche kommt es wieder, achnein, is WM, kommt er in 2 Wochen wieder ....

  5. #525
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    123pepper schreibt:
    Zum Thema...ich ändere dauernd die Gesellschaft

    ...indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe. Ich fühle mich nicht berufen im großen zu ändern.

    ich mag keine Vorurteile. Wenn ich auf welche stosse, versuche ich aufzuklären. Freundschaftlich. Über Wissen und Gefühl.

    ich habe keine Scheu, Menschen anzusprechen, die gerade Hilfe brauchen und auch mit anzupacken.

    ich vermittle Kontakte zwischen Menschen, damit sie sich selber helfen können.
    ich verschalte Menschen miteinander, damit ein gemeinschaftlicher "Fluss"entsteht.
    ich bin ein Bindeglied, das sich zurück zieht, wenn es läuft.

    da gibts viele Gelegenheiten, etwas zu verändern.
    Aufmerksamkeit und Offenheit bewirkt ein gutes Klima.
    erst als ich hier her gezogen bin, haben sich die Nachbarn richtig kennen gelernt. Und es sind viele gute Freundschaften entstanden.

    das ist mein Beitrag und meine Fähigkeit, die ich der Gesellschaft zur Verfügung stelle. Und ich habe als Belohnung, die Freude, die gute Saat aufgehen zu sehen.

    ok. Das war pathetisch. Aber es ist wirklich so, smile
    Find ich klasse, dafür kriegste ne Rose von mir

    Das ist auch mein Ansatz und meine Meinung.

    Augen offen halten, SEHEN wenn jemand Probleme hat und versuchen Hilfestellung zu geben.

    Auch die schönen Seiten bei den Mitmenschen aufzeigen und nicht immer nur auf den negativen rumhacken. Da kann ich nämlich gleich bei mir selbst anfangen.

    Hier wird schon über mich gelacht weil ich mich immer "schützend" vor Andere stelle, weil ich immer das Positive erwähne anstatt das Negative zu pflegen und
    andere eben auch dafür zu sensibilisieren..

    Klar wenn alles schon im Rollen ist und nur noch gehetzt wird, tue ich mich sehr schwer, das gebe ich zu, weil ich eben zwar im Positiven angesteckt werde aber
    leider auch im Negativen. Wie ein Strudel im Nebel fühlt sich das dann bei mir an und ich fühle mich schlecht

    Es wird prinzipiell das Schlechte in die Höhe gehoben und das fängt schon bei den Medien an. Wäre doch mal einen Versuch wert für 1 Woche in allen Medien wie TV, Radio,
    Internet etc nur die schönen und positiven Ereignisse aufzeigen. Es gibt so viele die ehrenamtlich helfen, die wie 123 pepper anderen unter die Arme greifen,
    in Krankenhäusern, Tierheimen, Auslandshilfen.

    Nicht ausschließlich Mord-u. Totschlag, Vergewaltigungen, Entführungen, Einbrüche, Kriege. Das bekommt unsere Jugend zu sehen. Und das macht aggressiv, mich zumindest.

    Ich bin davon überzeugt dass sich das im Miteinander bemerkbar macht wenn nur mal die Meldungen umgestellt werden. Aber daran besteht kein Interesse in den
    höheren Etagen.

  6. #526
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Danke!
    zusammen kommen wir bald auf einen ganzen Strauss Rosen, weil ich dir gerade auch eine überreichen mag!

    Hier wird schon über mich gelacht weil ich mich immer "schützend" vor Andere stelle, weil ich immer das Positive erwähne anstatt das Negative zu pflegen und
    andere eben auch dafür zu sensibilisieren..

    genau! Und dad beste: ich bemerke oft garnicht die "schlimmen" Seiten anderer, oder blende sie bewusst aus. Und was passiert dann oft? Mein Gegenüber entspannt plötzlich und ist total nett. Und die anderen sagen, he, du, was ist den mir dem passiert? Der-die ist plötzlich so nett..!

    medien-Meldungen:
    ich habe Antenne Bayern mal ein paar Emails geschrieben, weil sie anfingen so Angst auslösende Storys morgens zu senden...
    sie haben nicht mal verstanden, was ich meine! War echt hart...

  7. #527


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 5.984

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Auch die schönen Seiten bei den Mitmenschen aufzeigen und nicht immer nur auf den negativen rumhacken. Da kann ich nämlich gleich bei mir selbst anfangen.

    Hier wird schon über mich gelacht weil ich mich immer "schützend" vor Andere stelle, weil ich immer das Positive erwähne anstatt das Negative zu pflegen und andere eben auch dafür zu sensibilisieren..
    Das kann ich bestätigen.
    Das ist auch etwas was ich bei uns Menschen mit ADHS so schätze. Das grosse Engagement und das oftmals obwohl es einem selber nicht so gut geht.
    Das habe ich schon sooo oft erlebt.

    Aber auch, dass viele von uns die Verantwortung für die ganze Welt übernehmen. Nicht 1:1, aber emotional.
    Wir sehen viele Missstände und hätten auch Lösungsansätze die sicher gut wären, aber im Machtpoker der Egoisten nicht umsetzbar sind.
    Das kostet und dann auch noch Energie.

    Aber trotzdem gebe ich nicht auf, glaube grundsätzlich an das Gute in den Menschen und dass alles was wir dafür tun ein Auswirkung hat.
    Kennt ihr den Leitsatz aus Dinotopia?
    "Ein Tropfen erhöht den Ozean."

    Liebe Grüsse
    Pucki

  8. #528
    Duncore

    Gast

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Ich selbst hab schon Schulungen gemacht zum Thema Zivilcourage. .
    Für mich selbstverständlich. ..
    Manchmal komme ich mir vor wie ein X-Men.
    Wir sind quasi Sozialmutanten. .Der bessere überlegene und weiterentwickelte Homo Sapiens Sozialisimus

  9. #529
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    <-dito bei Sozialer Beruf und Ehrenamt.

    Was ich persönlich verändern würde:

    Rating-Agenturen den Krieg erklären. Die Schmarotzer sind massgeblich mit verantwortlich für die Zerstörung von Sozialsythmen.
    Spekulation mit Lebensmitteln verbieten. Selbsterklärend.
    Eine Börsenumsatzsteuer.
    Ein Bedingungsloses Grundeinkommen.
    Subventionen für Atomenergie streichen und die Kosten für die Endsorgung den Betreibern von Atomkraftwerken auflasten und nicht den Steuerzahlern.

  10. #530
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Sensibel für gesellschaftliche Missstände - wollt ihr was ändern?

    Ich hab manchmal das Gefühl, es gäbe so viel zu ändern, dass ich mich überwältigt und wirklich hilflos fühle. Momentan reagiere ich ziemlich empfindlich auf Sexismus. Eigentlich dachte ich immer, ich wäre da eine von denen, die das selbst nicht so ernst nehmen, aber momentan k... mich das einfach nur noch an, weils mir in bestimmten Bereichen so entgegenspringt. Im Alltag, in den Medien, im Generellen. Und es ist so AKZEPTIERT! Es fällt nichtmal auf, es ist Normalität! Manche Leute diskriminieren sich sogar selbst ("oh, sorry, ich bin halt n Mädchen" - AAAAAAAAHHH!)! Das nervt mich so unheimlich, ich hätte es im Alltag lieber, wir wären eine asexuelle Spezies, dann könnten wir uns aufs Wesentliche konzentrieren.

    Was auch schwer auszuhalten ist, ist die krasse Armut, die mich hier (Großstadt) umgibt. Ich würde gerne jedem Obdachlosen helfen, der in der Ubahn seinen Spruch aufsagt, kann aber nicht. Ich habe so oft das Gefühl, deren ganze Lebensgeschichte und -Not "mitzufühlen".

    Ich bin gerade im Allgemeinen mit der Menschheit unzufrieden. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn jeder etwas altruistischer, hilfsbereiter und inklusiver denkend drauf wäre. Einfach nicht die "In-Group" an der Stadt-, Land- oder Kontinentengrenze festmachen, sondern begreifen, dass wir ALLE hier im selben Boot sitzen, auf unserer Erde, und an einem Strang ziehen sollten. Lieber drüber nachdenken, wie unsere Spezies überleben kann, anstelle davon, welches Smartphone man sich jetzt kauft. Aber stattdessen wird gemobbt, im kleinen wie im großen, Ressourcen werden vernichtet, nicht drüber nachgedacht, konsumiert (davon nehme ich mich auch nicht aus)..wenn man öfter in dieser "Meta-ebene" denkt, wird es wirklich schwer, nicht durchzudrehen.

    Ehrenamtlich habe ich auch lange gearbeitet, ich bin quasi mit dem roten Kreuz aufgewachsen, später war ich bei Oxfam aktiv, hab für unsere Fachschaft gearbeitet im Bachelor, jetzt schaff ich nix mehr, hab aber recht lange bei einer Selbsthilfegruppe fachlich ehrenamtlich mitgewirkt und bin da auch noch am Rande involviert. Aber alle erreicht man eh nie und ich hab das Gefühl, das wirklich wichtige (sowas wie die Schaffung von einem globalen "Einheitsgefühl" und dann die Fokussierung darauf, Möglichkeiten zu schaffen, dass es ALLEN gut geht) wird davon nicht berührt. Irgendwie ein Kampf gegen Windmühlen.

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