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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Hallo Fliegenpilz,

    vielen Dank für deinen Ausführlichen Beitrag, das hat mir sehr geholfen und mich ermutigt einfach mal offen zu sagen, wenn es einem zu schnell geht oder zu chaotisch ist ohne Angst zu haben, dass man für dumm gehalten wird. Das ist immer meine größte Angst, dass die Leute mich für Dummo der gar für faul halten. Ich konnte mir von meinen Eltern ein Leben lang anhören, dass ich faul wäre und dass ich diese oder jenes sowieso wieder nicht schaffe und abbreche (Stichwort neue Ausbildung)... Das mach mich oft traurig, weil ich eben nicht dumm oder faul bin.

    Oft dachte ich , dass ich wirlich faul und unmotiviert bin. Heute weiß ich, dass ich einfach oft nicht kann, total blockiert bin und dass das nichts mit normaler Faulheit zu tun hat...

    LG Cunababy

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Also ich habe ADHS nie verheimlicht. Zum einen war für jeden, der einige Zeit mit mir zusammen war, ersichtlich, daß ich anders bin als andere und zum anderen hatte ich ja als Kind schon die Diagnose "Hyperaktiv" bekommen, was ich auch ohne Medikamente ungehindert bis März 2011 auslebte.

    Meine Eltern und mein Bruder nehmen mich so, wie ich bin. Sie kennen mich und wissen, was ich mag und was ich nicht mag. Spontane Treffen oder Ausfahrten sind so gar nicht mein Geschmack. Da wird eben rechtzeitig vorher der Plan offen gelegt und ich komme dann gern mit. Ist mir lieber als überrumpelt zu werden.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 36

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Nach Außen hin habe ich kein Problem damit es Leuten mitzuteilen, die ich für fähig halte das zu verstehen. Es gibt viele, die ADHS belächeln und für eine "Modekrankheit" halten. Für mich persönlich bedeutet es abgesehen von dem Botenstoffungleichgewicht im Hirn einfach eine Zusammenfassung von sehr sehr vielen Symptomen, von denen einzelne in unterschiedlich starker Ausprägung fast jeder normale Mensch auch hat.

    Falls jemand, dem ich es mitteile das belächelt, erkläre ich es ihm oder biete es an das zu erklären. Die meisten geben dann schon nach, weil sie selber halt nur ihr Halbwissen aus den Massenmedien haben. Sie rechnen damit überhaupt nicht, daß es mehr sein könnte als die in zwei kurzen Sätzen beschriebene Modekrankheit der Kinder...

    Natürlich gibt es auch leute, die es partout nicht verstehen wollen. Denen kann man dann halt nicht weiterhelfen - dumm bleibt dumm!
    Falls sie einen nicht akzeptieren sollten, kann man sie immernoch geflissentlich ignorieren.

    Die meisten, denen ich es bisher erzählt habe, haben aber nicht negativ reagiert und einige zählen zu meinen besten Freunden.
    In einer neuen Partnerschaft würde ich es ihr früh erzählen, sie damit aber nicht beim ersten Treffen erschlagen, da es doch ein relativ erklärungsaufwendiges Thema ist (einem Freund habe ich das mal über zwei Stunden lang detailliert erklärt).

    Nur der einen Tante, die ihre Heilsteine im Mondlicht auflädt und deren Brille negative Schwingungen blockt - der werde ich's nicht erzählen!

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Hi Abbi,

    das mit deiner Tante fand ich gut =) Vielleicht erzählst du es ihr doch mal ... Sie hat bestimmt was gutes für dich auf Lager =)

    Ich überlege gerade, wie und wann ich meine Eltern damit konfrontieren... Momentan gehe ich davon aus, dass Sie mir sagen werden, dass ich spinne und mich nur mal zusammen reißen muss... Aber ich bin gewohnt, dass meine Eltern mich nicht verstehen wollen und es ist mir mittlerweile fast egal. Ich habe schon lange aufgehört um die positive Aufmerksamkeit meiner Eltern zu kämpfen. Dafür habe ich liebe Schwiegereltern. Die können mich manchmal zwar auch schwer ertragen mit meinen verrückten Ideen. Aber sie nehmen mich so wie ich bin und unterstützen uns bei den meisten Ideen.... =)

    LG Cunababy, die mittlerweile bei drei Tabletten täglich angekommen ist um einigermaßen konstant zu sein und trotzdem das Gefühl hat, dass die Wirkung zwar da ist, aber nur schwach.....
    Eigentlich sollte ich in diesem Moment konzentriert Rechnungen buchen... aber ich kann noch nicht so recht... ich muss die glaube ich erst mal etwas rum sortieren...

    LG Cunababy

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 174

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    hallo ,
    mein Sohn ist gerade eingeschult worden und jeder von den Eltern fragt den nächsten ,was er arbeitet.

    Ich bin seit 1 1/2 Jahren wegen starker Depressionen krankgeschrieben

    ,vermute aber schon eine Weile ADHS,Test ist am 29.09. also bald .

    Ich fühle mich jeden Tag schlechter.

    Tja und ich weiß nie was ich sagen soll wenn die Leute wissen wollen was ich hab .

    1-2 Mal habe ich mit anderen Eltern über meine Depressionen bzw ADHS gesprochen ,erst reagierten sie scheinbar sehr verständnisvoll.

    Aber dann haben sie sich nie wieder gemeldet und ich hatte das Gefühl sie würden niemals Ihre Kinder mit meinem Sohn spielen lassen.

    Auch sonst sagen alle immer ja ja wir wissen das das eine Krankheit sein soll, und in Wirklichkeit

    denken sie sich : Die faule Kuh will bloß nicht arbeiten gehen.

    Meine Mutter ist die einzige die mich ernst nimmt, die kennt mich auch schon seit 43 Jahren und ist schockiert seit sie mehr über ADHS weiß
    ,weil ich nicht schon als Kind diagnostiziert wurde.

    Ich hätte studieren können mit den richtigen Medikamenten heul und mein Traumberuf ergreifen können.

    Also meine Erfahrungen mit fremden sind also nicht so gut.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 628

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    hi, meine wenigkeit geht sehr offen damit rum. auch bei meinen kids. brauche dann nicht immer alles erklären warum das so ist. ich sage das wir das haben und es bei uns etwas anders läuft.

    wer damit nicht zurecht kommt kann gehen. habe schon soviel in den letzten jahren erlebt. wer meint mir erklären zu müssen sie wissen mehr darüber als ich, da gehe ich einfach weg, denn ich verchwende doch nicht meiner energie für etwas was keinen sinn hat. aber viele wollen mit mir darüber reden, habe soviel fragen und sind froh wenn sie antworten bekommen.

    gruß trorti

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    oh man,

    das ist nicht schön zu lesen. Ich denke die ganze Zeit ich hätte mir 20 furchtbare Jahre ersparen können, wenn man es doch nur schon im Kindesalter festgestellt hätte...
    Andererseits kann ich froh sein, ich bin erst 26, mir stehen also noch viele Türen offen und ich kann noch einiges nachholen, was du liebe vollverpeilt ja leider nicht mehr so einfach kannst und das finde ich sehr schade. Dass andere Eltern dann noch so reagieren? Das verstehe ich einfach nicht. Man ist doch kein schlechter Mensch, nur weil man Probleme hat. Allein die Tatsache, dass man in Behandlung ist und offen damit umgeht zeigt doch, dass man es weiß, dass man es ernst nimmt und etwas dagegen tut. Ich kann so etwas nicht nachvollziehen. Ich möchte gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer von psychisch kranken Menschen ist, die sich vielleicht einfach gar nicht trauen zum Arzt zu gehen. Aus Angst, dann für Psychopathen gehalten zu werden...Ich finde das schlimm

    Wenn die Gesellschaft offener mit den Mitmenschen umgehen würde, dann könnten sich vielleicht einige besser professionelle Hilfe holen statt sich das Leben zu nehmen oder irgendwann Amok zu laufen (mal übertrieben ausgedrückt). Das ist so traurig.

    Ich habe einer sehr guten Freundin von meiner Diagnose erzählt und dass ich sehr lange gebraucht habe zum Psychiater zu gehen und dass ich mich schwer getan habe ihm von meinem Problem zu erzählen. Er hat mich gefragt, warum ich denke dass ich ADHS habe und ich habe allen Ernstes geantwortet, "weil ich ein ********* bin und schon immer war". Der Mann hat gedacht er traut seinen Ohren nicht und mir war es im gleich Moment mega peinlich!
    Naja jedenfalls habe ich meiner Freundin erzählt, dass mir das unangenehm ist. Und da hat sie mir erzählt, dass einem das nicht peinlich sein muss und dass sie seit ihrm 8. Lebensjahr bis letztes Jahr (sie ist jezt 25!) in psychologischer Behandlung war, weil sie immer wieder Essstörungen hat. Das hatte sie mir nie erzählt... weil auch sie nur ablehnung bei dem Thema erfahren hat, also hat sie es irgendwann für sich behalten ....

    Mir hat das deutlich gemacht, dass es manchmal vielleicht im engsten Freundeskreis Menschen gibt, die auchh Probleme haben und es nicht erzählen und dass man da manchmal vielleicht einfach den ersten Schritt tun muss. jedem xbeliebigen würde ich es wohl auch nicht auf die Nase binden...

    Sorry, dass es so lang geworden ist, aber ich hatte das bedürfnis die Geschichte zu erzählen und es fällt mir einfach schwer dinge kurz und Pregnant auf den Punkt zu bringen --> da fällt mir ein im Geschichten / Aufsätze schreiben war ich bis auch Flüchtigkeitsfehler immer recht gut früher =) ich konnte also doch was =)

    LG Cunababy

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 174

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    ich würde auch am liebsten gehen,das problem ist nur das wir sowieso niemanden kennen . Das heißt mein 6 jähriger Sohn hat noch nie einen Freund gehabt. und ich hatte schon seit 15 Jahren keinen Besuch mehr oder eine Verabredung oder ähnliches . Ich fühle mich dem nicht gewachsen. Für meinen Sohn ,der übrigens nicht Adhs diagnostiziert ist würde ich aber alles tun ,damit er freunde besuchen oder bei uns empfangen kann. Aber egal was ich tue alle drehen uns den Rücken zu. Oder es kommt mir so vor. Aber nein gestern erst habe ich eine Mutter gefragt ob wir evtl die Telefonnummern austauschen können zwecks Hausaufgaben o.ä. Sie druckste so rum und redete irgentetwas von kein Telefon ,keine Nummer äh, hab ich nicht richtig verstanden und dann auch nicht mehr gefragt.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 174

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Hallo Cunababy
    Ja viel von meiner Zeit ist vergangen aber du hast wirklich noch das schönste vor dir . 26 ist ein tolles Alter.
    Habe ich irgentwo gelesen ,das du in 3 monaten dein Test hast . Na wenigstens kannst du dann das Ruder rumreissen und richtig vollgas geben. Ich hatte schon mal 1 Jahr die richtigen Medikamente im Ausland . Innerhalb von 1 Monat wurde ich Reiseleiter bekam ein tolles Auto
    ein eigenes Büro und verdiente viel viel Geld. Als die Medikamente zu Ende waren war auch die Karriere zu Ende.Es ging gar nichts mehr . Das ist jetzt 7 Jahre her . Und ich habe meinen Test bald (am 29.09.) Da Warten fällt so schwehr. Aber dann......

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: wie offen geht ihr mit ADS um?

    Huhu vollverpeilt,

    ich habe Ende nächster Woche meinen 2. Termin beim Psychiater wegen EEG etc. Der hatte mir aber schon Medikinet verschrieben. Es sit schon besser, aber noch nicht so, dass ich denke, die neue Ausbildung (die ich nächstes Jahr anfangen will, wenn ich einen Platz bekomme) schaffst du vom lernen her.

    Anfang November habe ich dann noch mal einen Termin bei uns in der Uni, weil ich gerne noch eine 2. Meinung haben möchte.

    Wenn man sieht, wie die Kinder darunter leiden ist es glaube ich besonders schwer. hat dein Sohn denn auch Auffälligkeiten, so dass einen tiefer gehenden Diagnostik angebracht wäre. Oder hast nur du Probleme und es "überträgt" sich halt dann auf deinen Sohn, so dass er z.B. sehr in sich gekehrt ist?
    Wenn es Probleme gibt, dann rate ich dir dem unbedingt mit Druck nach zu gehen.
    Sollte bei ihm eigentlich alles ok sein, dann könnte ich mir vorstellen, dass sich für euch einiges ändert und besser wird, wenn du eine sichere Diagnose hast und man dir Helfen kann. Denn klar, wenn du dein Leben wieder im Griff hast, dann hat es dein Sohn natürlich auch einfacher. Vielleicht würde ihm auch ein Kinderpsychologe schon jetzt helfen um einfach mal frei reden zu können. jemand der einfach mal zuhört und ihn unterstützen kann? Wobei das nur eine Idee ist, ich kenne deinen Sohn ja nicht.

    Von wo kommst du denn? Vielleicht gibt es ja gleichgesinnte, mit dennen man sich mal treffen kann. Vielleicht hier aus dem Forum? Vielleicht wohnst du ja gleich bei mir ums Eck? Wer weiss....

    LG Cunababy

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