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Diskutiere im Thema Kann es sein dass ich AD(H)S habe? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    Kann es sein dass ich AD(H)S habe?

    Hallo zusammen! Ich bin neu hier im Forum und möchte euch mal meine Geschichte erzählen:

    Ich bin weiblich, bin 24 Jahre alt und bin zur Zeit in einer psychiatrischen Tagesklinik.
    Warum kam es soweit?
    Ich bin nicht wirklich eine einfache Person, was ich auch spüre, weil ich eine typische Einzelgängerin bin. Schon in der Kindheit konnte ich Freundschaften nicht aufrecht erhalten, bin auch viel umgezogen. Bin in meinem Leben etwa schon 18 mal umgezogen, dies mit 24 Jahren! Dies macht mich nicht besonders sesshaft! Wie ich auch schon in einem anderen Thema gelesen habe, kann auch bei mir der Erfolg, sei es bei der Arbeit oder beim Sport, nicht schnell genug kommen. Geduld? Was ist das? Ich bin eine sehr ungeduldige Person wenn ich etwas will.
    Ich kam in die Tagesklinik mit dem Befund "Depressionen". Anfangs dachte ich, dass dies meine letzte Chance wäre etwas im Leben zu ändern, denn so kann es nicht weitergehen.
    Ich habe zwei Ausbildungen abgeschlossen doch bei keinem dieser Berufe bin ich auf längere Zeit befriedigt. Anfangs gehe ich mit sehr viel Motivation und Einsatzfreudigkeit dahinter, doch schon nach kurzer zeit bekomme ich ein Motivationstief aus welchem ich nicht rauskomme... Ich kann plötzlich mit den "so komischen" Ansichten meiner Vorgesetzten nicht mehr umgehen welche mich in ein völliges Gedankenwirrwarr bringen. Diese Gedanken enden erst nach verlassen des Betriebes. Vorallem bin ich auch sehr begabt eine Schld von mir zuweisen obwohl ich insgeheim zugestehen muss, dass ich vielleicht doch nicht gerade so unschuldig war. Man sagt mir auch nach ich könne keine Kritik vertragen.
    Auch meine Interessen wechseln immer wieder. Ich habe kein bestimmtes Hobby welchem ich nachgehe. Es gab zeiten da spielte ich Handball, dann fuhr ich mal Motocross, dann mal boardercross... Immer wieder was anderes.
    Ich würde sagen, dass ich von den 100% Leben welches ich bisher gelebt habe nur knapp 20% wirklich geniessen konnte...
    Auch bei neuen bekanntschaften bin ich nicht die person welches es aushält lange über belangloses zeug zu reden. Schon sehr bald merkt mein umfeld dass ich mich bei solchen diskussionen eher zurückziehe und mein eigenes, einsames ding drehe...
    Bewusst wurde mir das alles erst, dass mit mir etwas nicht normal läuft, als ich mit meinem jetztigen freund zusammen kam welcher andere lebensgewohnheiten hat, welche ich zum teil nicht verstehe, welche aber bei der mehrheit der menschen als normal gelten... Diese konfrontationen mit solch lebensgewohnheiten waren für mich nicht logisch und deshalb gab es immer wieder genug streitpotenzial! Z.b. Das ständige zusammenhocken mit seinen kollegen und nur dumm herumreden... Das war mir sooo langweilig das ich ihm dies danach immer übel nahm...
    Ich möchte irgendwann wieder arbeiten aber habe angst vor den immer wieder geschehenden situationen in den betrieben welche bis jetzt immer zum kampf wurden.
    Ich komme mir immer wieder vor als ob ich normal wäre und die anderen seien nicht ganz so wie ich das für normal halte...
    Verständnis habe ich bisher kein richtiges gefunden bis auf das, meines freundes welcher bei mir auf ad(h)s tippt.
    Auch mein neuer hausarzt hält dies für möglich bei mir und hat mich nun zu einem psychiater welcher sich damit spezialisiert weitergeleitet. Nun warte ich diesen termin am 19.aug. Ab. Nun frisst mich die ungeduld auf... Darum frag ich mal hier nach...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Kann es sein dass ich AD(H)S habe?

    Hm ... ich bin kein Arzt, wage daher keine Diagnose. Ich finde, Du solltest in der Tagesklinik mal mit dem Arzt über Deinen Verdacht sprechen. Eventuell steht eine Persönlichkeitsstörung im Vordergrund, die ähnliche Sympthome wie ADHS hervorbringt. Depressionen sind auch ernstzunehmende Begleiterscheinungen von beispielsweise Borderline oder einer Bipolaren Störung. Der Termin bei dem Psychiater wird sicherlich Gewissheit bringen, wenn nicht schon in der TK eine Diagnose gestellt wird.

    Mein ehrlicher Rat aus persönlicher Erfahrung: Genieße die Zeit in der Tagesklinik, nimm alle Hilfsangebote an, egal wie merkwüdig sie in Deinen Augen auch sind und nutze Gesprächstherapien und Visiten um die Ärzte mit Fragen zu löchern. Teste in der Arbeitstherapie (Ergotherapie) verschiedene Bereiche aus, finde heraus, was Dich dauerhaft begeistert, Dir Spaß macht oder was Du schon immer mal tun wolltest.

    Wie auch immer, ich wünsche Dir eine gute Zeit in der Klinik und hoffe auf ein paar Erfahrungsberichte über Deinen weiteren Werdegang.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Kann es sein dass ich AD(H)S habe?

    Hier in der Klinik fühle ich mich nicht richtig wohl und verstanden. Bei jedem Thema welches ich hier anstreife heisst es schlussendlich, dass ich durchhalten und Geduld haben muss. Immer dasselbe... Irgendwelche Medikamente welche mich ausgeglichener und geduldiger machen würde habe ich bisher keine verordnet bekommen...
    Gestern Abend hatte ich wieder mal einen Nervenzusammenbruch doch ich höre schon wieder die selben Worte in der Klinik: durchhalten und Geduld haben!
    Soll das der Sinn und Zweck einer Therapie sein???

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Kann es sein dass ich AD(H)S habe?

    Komische Klinik, aber solche Erfahrungen mußte ich leider auch machen. Ich habe beispielsweise in den letzen 2 Jahren so oft in irgendwelchen abgewandelten Formen Genußtraining gehabt, daß ich mir zutraue in der nächsten Therapie selbst die Einheit zu leiten. Da frag ich mich auch nach Sinn und Unsinn, denn ich habe jedes Mal brav erzählt, welche Therapien, welche Themen etc. ich in den vorherigen Einrichtungen hatte.

    Ich finde, wenn Du Dich dort nicht wohl fühlst, solltest Du zu allererst versuchen herauszufinden, was Dich stört. Sind es spezielle Leute vom Personal oder sind es die Mitpatienten oder gar die Therapieinhalte?
    Fakt ist, daß Du an den Inhalten jedenfalls nichts ändern kannst. Bei Konflikten zwischen den Patienten hilft eigentlich nur der direkte Dialog, ähnlich auch wenn es mit den Schwestern, Ärzten und Therapeuten nicht klappt. Du solltest in jedem Fall über Deine Gefühle und Ängste, gerade im Hinblick auf das fehlende Vertrauen in die Therapie und die Befürchtung missverstanden zu werden, sprechen.

    Ich drücke Dir die Daumen, daß Du noch die Kurve bekommst und doch noch das ein oder andere aus der Tagesklinikzeit für Dich mitnehmen kannst,

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Kann es sein dass ich AD(H)S habe?

    So ich hatte freitags nun den termin mit dem psychiater welcher auf ad(h)s spezialisiert ist. Er schätzt zu 80% dass ich von ads oder adhs betroffen bin. Nun hat er mir das medi ritalin verschrieben und weitere abklärungen folgen noch (tests). Die klinik bei der ich zur zeit bin versteht dies anscheinend, fordert jedoch ziele welche ich in der klinik erreichen will. Diese kann ich ihnen beim besten willen nicht schildern da ich ja noch nicht mal weiss wie es jetzt weitergeht... Diese klinik ist mir zur zeit eher eine belastung... Ich hoffe nun dass die zeit schnell vergeht damit ich nach den tests eine richtige therapie beginnen kann. Denn mir scheint die jetztige klinik nicht das richtige zu sein...

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