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Diskutiere im Thema Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ??? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Wie sieht sie aus, die "AD(H)S-gerechte Welt" ???

    Jeder erschafft sich seine eigene Welt.
    Das ist nun mal Fakt.
    Wenn wir es auch nicht sehen / erkennen, oder wahr haben wollen.
    Wer sonst, außer der Person die das Erleben erlebt,
    soll denn die Welt die er erlebt gestalten?
    Das ist eine Erkenntnis an der man ansetzen kann
    seine Welt zu ändern.
    Sicherlich kommen ständig "von Außen" Reize, die versuchen diese
    Eindrücke zu verfärben.
    Da gilt es, dieses Dilemma in der Waage zu halten.
    Nichts von den negativen Empfindungen zu stark an sich heranlassen,
    aber auch aus diesen Erfahrungen lernen.
    Die positiven Aspekte stärken und dies auch im Ausgleich bewahren.

    Laber, laber Leberkäse...

    ..ihr wißt schon, was ich meine..

    LG --hirnbeiß--

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: Wie sieht sie aus, die "AD(H)S-gerechte Welt" ???

    hirnbeiß schreibt:
    Jeder erschafft sich seine eigene Welt.
    Genau das ist auch meine Meinung. Man kann glauben, dass es eine Realität gibt, die als Realität fest und unveränderlich ist. Wenn man diesen Glauben vertritt, dann wird man auch ohne es zu merken eine solche Realität erschaffen. Und daran nichts ändern.

    Im Gegenzug kann man auch akzeptieren, dass es für uns in Wirklichkeit keine Realität gibt, sondern nur, das was wir davon wahrnehmen. Gegebenheiten kann man vielleicht nicht verändern, jedoch die Wahrnehmung von Gegebenheiten. Die Wahrnehmungen "Ich kann das einfach nicht" und "Ich habe das in diesem Moment (noch) nicht geschafft" erzeugen in ein und demselben Fall unterschiedliche Realitäten. Eine davon jedoch schließt jegliche Option für Fortschritt aus. Aus Gedankenmustern werden Glaubensmuster und aus Glaubensmuster Realitäten erschaffen. Der eine mag einmal versuchen und scheitern. Sein Gedanke verstärkt sein Glaubensmuster und verhindert komplett, dass er es nochmal versucht. Der Gedanke "Ich kann es nicht" wird zur Realität - auch wenn es am Anfang nur eine Art der Wahrnehmung war. Die Wahrnehmung und die Realität verschmelzen - er wird es wirklich nie können.
    Jemand anders denkt "Ich kann das schaffen." Er scheitert an genau demselben Punkt auf genau dieselbe Weise. Er hat jedoch eine andere Wahrnehmung. Für ihn gibt es nicht nur "ja" oder "nein" es gibt auch "schwierig" oder "möglich". Er versucht es. Vielleicht scheitert er dabei tatsächlich noch viel öfter schmerzhaft als derjenige, der bereits früher aufgegeben hat. Aber letztendlich - die Tatsache dass er es versucht erhöht seine Chance, es auch zu schaffen. Vielleicht schafft er es irgendwann, dann wird er die Wahrnehmung haben "Ich wusste dass ich das konnte".

    Und so wiederholt sich das ein ganzes Leben lang. Eine Person nimmt wahr, was sie nicht kann und häuft so Erfahrungen an, die das auch bestätigen. Eine andere Person nimmt wahr, was sie geschafft hat. Und so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Erfahrungen den Glauben an sich selbst bestätigen. Was angefangen hat als ein simpler Unterschied in der Wahrnehmung formt sich zu einer komplexen, immer starrer und unveränderlicher werdenden Realität.

    Bevor sich jemand davon angegriffen fühlt - ich weiß, dass all das leichter geschrieben als umgesetzt ist. Verschiedene Menschen haben verschiedene Vorraussetzungen. Und bestimmte Krankheiten machen es nahezu unmöglich daraus auszubrechen. Aber manchmal kann es helfen, sich zu distanzieren von der "Realität". Was ich geschrieben habe ist wahr - es existiert keine Realität. Es existiert nur die Interpretation eures Gehirns davon. Mir hilft es persönlich, dieses Bewusstsein zu haben. Es hilft mir, wenn ich merke dass die unangenehmen Gedanken zunehmen mir einfach zu sagen "Stopp. Du erschaffst dir gerade wieder in Gedanken eine Realität die dir nicht weiterhilft. Änderst du durch das Nachdenken konkret etwas an deiner Situation? Bringt es jetzt wirklich etwas, sich Gedanken zu machen? Oder dienen diese Gedanken nur gerade dem einzigen Zweck, deine Emotionen in Realität umzuwandeln? Vielleicht in eine Realität die du gar nicht willst. Also halte die Gedanken zurück, bis sie eine Realität erschaffen, die dir Nutzen bringen kann."

    Ich bin Naturwissenschaftler. Ich habe vor einiger Zeit auch nichts von dem Gerede übers Positivdenken gehalten. Für mich gab es Gesetzmäßigkeiten an denen du nichts machst. Wenn eine Sache so ist, dann ist sie so, und du siehst ja mit den bloßen Augen, dass sie genau so ist, wie du sie wahrnimmst.

    Naja, wenn ich ehrlich bin hat eine ganz bestimmte Erfahrung mir die Augen geöffnet. Ich habe Erfahrungen mit halluzinogenen Pilzen gesammelt. Und durfte mich ganz plötzlich in einer anderen Realität wiederfinden. Eine alternative Reaität, die mit derjenigen, die ich bis dahin kannte sowenig gemein hatte, dass mein Verstand laut aufschrie und mir klarmachen wollte dass das so alles garnicht sein kann. Mein Verstand wusste das. Was aber WIRKLICH eine schockierende und lehrreiche Erfahrung war - mein Gefühl wusste das nicht. Diese absurde Karikatur der Realität fühlte sich EXAKT gleich an. Man kann das kaum beschreiben ohne es zu erleben. Die gefühlte Qualität der Drogenrealität war gleichwertig mit der normalen Realität. Es ist nicht wie ein Alkoholrausch, in dem man sich "benommen" fühlt, in dem man den Eindruck hat, die Sinne seien geschwächt. Nein, man beginnt sich zu fragen, ob die Wahrnehmung nicht sogar höherwertiger ist. Ob man nun die "wahre" Realität erkennen kann. Und dann muss man sich fragen was man von der bisherigen Wahrnehmung zu halten hat, wo sich all das doch so gleich anfühlt. Alles woran man sich festgehalten hat - die Wirklichkeit, die Realität wie man sie nennt - beginnt zu wanken, es wird alles in Frage gestellt was man immer für fest und gegeben angenommen hatte. Und das hat mich so verunsichert dass ich wirklich reale Ängste ausstehen musste, dass diese Erkenntnis mich nun endgültig meines Verstandes berauben würde - da er mit dieser Erkenntnis nicht fertigwurde.

    Nun, ich habe ihn einigermaßen behalten. Im Endeffekt habe ich daraus jedoch genau das gelernt, was ich zu Beginn beschrieben habe. Unsere Realität gibt es nicht. Unsere Realität ist ein Produkt biochemischer Vorgänge in unserem Gehirn. Diese Vorgänge bestimmen unsere Gedanken - und umgekehrt bestimmen unsere Gedanken diese Vorgänge. Und letztendlich erzeugt all das Realität wie wir sie nennen. Man kann glaube ich ohne eine solche Erfahrung nie wirklich dahinter blicken was das ist. Alles was ich bei mir mit diesen Pilzen gemacht habe ist: Ich habe die Grenzen der "Realität" also sprich die biochemischen Vorgänge in meinem Gehirn soweit verschoben, dass mein Verstand erkennen MUSSTE, dass das ein Produkt des Drogeneinflusses ist. Es bleibt einem ansonsten keine andere Möglichkeit als die Realität als gegeben zu interpretieren. Weil man nie soweit an die Grenzen kommt, dass man wirklich merkt, dass die Psyche nicht nur gelegentlich sondern unablässig etwas zurechtbiegt, das wir als Realität bezeichnen. Wenn du nach draußen gehst, jemandem ins Gesicht schaust - dann ist das was du siehst ein Produkt von dir unbewussten Bewertungsvorgängen in deinem Kopf. Ob er freundlich schaut oder nicht ist relativ unerheblich - dein Kopf wird daraus machen, was gerade passt. Und das ist ein Produkt von Dingen, auf die du mit dem Verstand keinen bewussten Zugriff hast.

    Worauf du jedoch mit deinem Verstand Zugriff hast sind Gedanken und Handlungen. Gedanken und Handlungen erzeugen Erfahrungen. Erfahrungen erzeugen all das, was unterbewusst deine ganz persönliche Realität erzeugt - fernab von jedwedem Bewusstsein. Je länger und tiefer man in seine eigene Realität versunken ist - abhängig von den Erfahrungen die man gemacht hat - desto schwerer bis unmöglich wird es da wieder herauszufinden. Es ist in beiden Richtungen eine Spirale denn nach dem oben erklärten Prinzip verstärkt entsprechende Wahrnehmung die entsprechenden Erfahrungen - self fulfilling prophecy nennt der Psychologe das.

    Auch wenn es wirklich nicht einfach ist - ich denke man kann das Wissen nutzen. Man kann negativen Erfahrungen ihre Macht bewusst nehmen und die von positiven Erfahrungen bewusst verstärken. Ich versuche mich, soweit möglich von jeglichen Emotionen zu lösen. Aus mir herauszutreten, mich von außen neutral zu beobachten und zu mir selbst zu sagen: Ist dein Denken und Verhalten gerade nützlich oder schädlich? Das ist nicht immer einfach. Denn wir wollen allzuhäufig in unseren Emotionen aufgehen, unsere Realität verstärken, unsere Wut kanalisieren. So komisch das klingen mag: Negative Emotionen können angenehm sein. Sie sind bequem, denn sie dienen dazu unsere Realität im Selbstgang zu gestalten. Wir müssen dann nicht mehr selbst über Realität entscheiden, diese anstrengende Arbeit nehmen uns die Emotionen im Alleingang ab. Das ist ja auch eine sehr sinnvolle Sache. Zumindest wenn man ein gesundes Emotionsleben hat...

    Und so kann in ganz banalen Dingen, die wir bereits bis zum Erbrechen gehört haben, letztendlich doch mehr Tiefgang stecken als man denkt:

    Positiv denken.


    *edit* Und auch wenn ich wirklich kein Esoteriker bin - so ist es doch bemerkenswert, dass viele "Gurus", viele religiöse Führer die sich "erleuchtet" nennen doch sehr ähnliche Denkweisen miteinander teilen.
    Relativ aus dem Zusammenhang gerissen mal ein Link zu sojemandem: ‪Eckhart Tolle - Lebensituation‬‏ - YouTube
    Geändert von hypocampus ( 5.08.2011 um 17:01 Uhr)

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    hallo

    was mir auch so durch den kopf geht.... bis anhin war die "weltordnung" gegeben. doch mir düngt, dass je länger je mehr sich vieles
    verändertert, und was gegeben war nicht mehr stimmt.

    und hier, so glaube ich - können wir (die nicht so festgefahren sind) besser damit umgehen.

    @fliegerlein
    und wenn adhsler in der mehrheit wären, gäbe es schlicht kein mobbing (gerechtigkeitssinn) -
    ich bin sowieso der meinung, dass nur die unternehmen bestehen werden, die sich wieder rückbesinnen, dass menschen
    hinter der position personalauwand stehen und nicht ein zu optimierender aufwand.

    gruss

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    es geht nicht um die adhs-gerechte welt. durch das geschwurbel hier entsteht schnell der eindruck, man hätte es hier mit einer massiven lobbybewegung zu tun, die unter allen umständen eine adhs-gerechte welt (was immer das auch ist) und damit den umsturz plant. es ist aber immer eine wechselseitige angelegenheit. personen, die wegen einer störung der aufmerksamkeit und der emotionen in behandlung kommen, haben in der regel im erwachsenenalter des öfteren die erfahrung machen dürfen, dass sie gegen wände rennen. das betrifft nicht so sehr klare anweisungen das verhalten betreffend, sondern auch soziale codes, internalisierte verhaltens- und denkmuster und das eigene innere erleben. ihr wollt mir doch nicht allen ernstes erzählen, dass ihr den ganzen tag völlig bewusst herumgeistert. es geht nicht um die adhs-gerechte welt. es geht darum, anzuerkennen, dass es vielleicht in vielen bereichen defizite gibt, an denen man arbeiten kann, aber es geht auch darum, sensibilität dafür zu wecken, dass es nicht nur der erwachsene mit seiner adhs ist, der den schön geordneten alltag des umfeldes zu fall bringt...

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    Evermind schreibt:
    So, jetzt will ich es mal wissen...
    Dauernd lese ich "Ach, die Schwierigkeit am AD(H)S ist ja nur die Umwelt", "Die Probleme entstehen dadurch, dass wir uns anpassen müssen", etc...

    Ehrlich gesagt bin ich da etwas skeptisch!

    Aber bitte überzeugt mich...
    Wie müsste denn die Welt aussehen, dass AD(H)S kein Problem wäre?
    Wie sieht sie aus, die "AD(H)S-gerechte Welt"?
    Hm, schwierige Frage.
    Ich denke, man müsste schon sehr früh ansetzen, also bei den Kindern. Erzieher und Lehrer müssten für die Problematik sensibilisiert und entsprechend geschult werden. Ebenso sollten Eltern Unterstützung erfahren (und auch dafür offen sein). Die betroffenen Kinder selber sollten frühestmöglich eine Diagnose erhalten und dann eine medikamentöse und eine psychotherapeutische/ergotherapeutische Behandlung(en) bekommen, wenn das erforderlich ist. Bei den Ärzten sollte natürlich AD(H)S als Erkankung anerkannt werden. Nicht nur bei den Kinderärzten, sondern auch bei den Hausärzten und den Psychiatern.

    Weiter halte ich es für sinnvoll, dass Betroffene bei anstehenden Veränderungen in ihrem Leben Unterstützung bekommen. Z.B. Jugendliche bei der Ausbildungs- und Berufswahl. Wo liegen die Stärken? Was sind die Schwächen? Welche Berufe könnten passen? Die ersten Wochen der Ausbildung/des Studiums sollten begleitet werden, so dass die nötige Struktur geschaffen werden kann. Ebenso beim Eintritt in den Beruf. Wie geht man mit Kollegen um? Wie schaffe ich es, pünktlich in der Arbeit zu erscheinen. Wie gehe ich mit meinen Vorgesetzten um? Wie strukturiere ich meinen Arbeitstag bzw. welche Strukturen sind vorhanden und wie kann ich die einhalten? Das sollte natrülich stärkenorientiert erfolgen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Keiner soll sich zwanghaft anpassen müssen. Das Erkennen und Akzeptieren der eigenen Stärken und der eigenen (Belastungs-) Grenzen halte ich für sehr wichtig.

    Auch bei Beziehungen könnte es sinnvoll sein, wenn man da einen professionellen Ansprechpartner hat, der einem helfen kann, eingefahrene Kommunikationsmuster und Verhaltensweisen aufzudecken und zu verändern. Nicht nur beim Betroffenen, sondern auch beim Partner.
    Auch bei der Familiengründung bzw. der Erziehung der Kinder wäre ein professioneller Ansprechpartner sinnvoll.

    Schön wäre es natürlich, wenn man nicht nur von professioneller Seite Unterstützung bekäme, sondern auch von der Umgebung: Eltern, Familie, Freunde, Lehrer, Kollegen, Partner, Vorgesetzte...

    Für mich lässt sich das mit "Hilfe zur Selbsthilfe" zusammenfassen.

  6. #26
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.320

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    alphabet schreibt:
    es geht nicht um die adhs-gerechte welt.
    In diesem Thread geht es darum: Wie würde die ADHS-gerechte Welt für uns aussehen?

    durch das geschwurbel hier entsteht schnell der eindruck, man hätte es hier mit einer massiven lobbybewegung zu tun, die unter allen umständen eine adhs-gerechte welt (was immer das auch ist) und damit den umsturz plant
    Was bedeutet das Wort: "geschwurbel"?

    Woraus schließt du, daß ich zu einer "massiven lobbybewegung" gehöre?

    Wodurch entsteht bei dir der Eindruck, daß ich einen Umsturz planen könnte?
    Ich plane keinen Umsturz. Ich träume einfach gerne mit denen gemeinsam, die Träume und Wünsche haben.

    hr wollt mir doch nicht allen ernstes erzählen, dass ihr den ganzen tag völlig bewusst herumgeistert.
    Wo habe ich das behauptet?

    es geht nicht um die adhs-gerechte welt
    Ich habe den Thread so verstanden, daß wir hier unsere Gedanken dazu äußern dürfen.

    es geht darum, anzuerkennen, dass es vielleicht in vielen bereichen defizite gibt, an denen man arbeiten kann
    Ja, so sehe ich es auch. Ich habe sehr viele Diagnosen. Doch nehme ich mir jeden morgen vor: Nur für heute nehme ich mir vor, nicht zu versuchen, mein ganzes Lebensproblem auf einmal lösen zu wollen.

    aber es geht auch darum, sensibilität dafür zu wecken, dass es nicht nur der erwachsene mit seiner adhs ist, der den schön geordneten alltag des umfeldes zu fall bringt...
    Ich denke, in diesem Thread wäre das off topic.

    Ich habe Wünsche und ich habe Träume und ich bin dankbar für diesen Thread, in dem wir uns gemeinsam ganz ungezwungen darüber austauschen dürfen.

    Patty

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    Hallo,
    alphabet schreibt:
    durch das geschwurbel hier entsteht schnell der eindruck, man hätte es hier mit einer massiven lobbybewegung zu tun, die unter allen umständen eine adhs-gerechte welt (was immer das auch ist) und damit den umsturz plant.
    Ich bin ja jetzt doch etwas fazsiniert und gleichzeitg verwundert, wie man DAS aus diesem Thread herausfiltern kann ...
    Aber darum geht's doch hier auch gar nicht.
    Patty hat es schon recht gut erklärt, viel mehr kann ich da gar nicht ergänzen.

    Vor allem damit:

    Patty schreibt:
    Ich habe Wünsche und ich habe Träume und ich bin dankbar für diesen Thread, in dem wir uns gemeinsam ganz ungezwungen darüber austauschen dürfen.
    spricht sie mir aus der Seele.

    Letztlich geht es mir auch besonders darum, das, was wir fühlen und vielleicht bisher gar nicht ausdrücken konnten (und so geht es mir sehr oft, dass ich das, was ich meine und fühle, gar nicht in die richtigen Worte bringen kann, so dass es andere verstehen), einfach mal runterschreiben, uns austauschen und auf dem Weg finden, was uns zutiefst bewegt und uns helfen könnte.

    Vor allem denke ich, kann es mir dabei helfen, mit diesem Wissen etwas gezielter zu suchen und auch in Bereiche zu schauen, an die ich bislang noch nicht gedacht habe.
    Es geht nicht um Umsturz .... das ist mir wirklich nicht verständlich, wie man das interpretieren kann, ....

    Es geht darum zu schauen, dass wir uns über uns selber klar werden und dabei sind mir solche Themen eine große Hilfe.

    Ich denke schon, dass ich angesichts dieser Erkenntnisse auf manche Dinge bewusst achten kann, die ich vorher nicht so auf der Pfanne hatte.

    Hier will doch keiner die Welt umformen, ... lediglich den Platz finden, an dem er am besten zurechtkommt.
    Aber dafür muss ich den erstmal definieren und kennen.

    Wenn ich will, dass mich mein Navi ans Ziel lenkt, dann muss es genau zwei Dinge unbedingt wissen:

    Wo bin ich und wo will ich hin.

    Fehlt nur eine Information, dann kann das Teil noch so gut sein, es wird nicht funktionieren.

    Dieser Thread ist mir eine Hilfe letzteres zu erkennen und zu schauen, wo ich hin will.

    Umsturzabsichten dagegen erkenne ich hier so gar keine .

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  8. #28
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    Ich erkenne hier sehr wohl "Umsturzabsichten"
    Zu was sonst sollte solch ein Fred denn gut sein?
    Wenn nicht dazu, um Veränderungen herbei zu führen?
    Staatsfeind Nr.:1 ADHS..
    oder war es,...
    ach egal.
    Hauptsache ist doch, dass sich hier Betroffene wiederfinden und
    mit viel Glück auch einen Krümel Weisheit aufpicken können.
    Und da ist schon Potential vorhanden.
    Also, liebe Mit-ADHS´ler / (ich liebe diesen Ausdruck) und / innen.
    Laßt euren Träumen freien Lauf und gebt
    einer gerechteren Welt eine Chance.
    Ich bin für PFFFRFFFT, Krck, und Spinnereien...oder?
    --mal sehen. Wo ist denn mein..nicht schon wieder..

    LG --hirnbeiß--

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    hirnbeiß schreibt:
    Ich erkenne hier sehr wohl "Umsturzabsichten"
    Zu was sonst sollte solch ein Fred denn gut sein?
    Wenn nicht dazu, um Veränderungen herbei zu führen?
    Najaa, .... gute Frage.
    Ich will ja nicht meine Umgebung ändern und andere dazu zwingen, sich mir anzupassen.
    Viel lieber wäre es mir, das Plätzchen zu finden, in dem ich die Variablen finde, in denen ich gut sein kann.

    Vielleicht gibt es das ja, nur habe ich es nie gesehen, weil ich immer in einem falschen Schema gedacht und mit den falschen Wahrnehmungsfiltern geschaut habe.

    Obwohl ..... nunja, ... das sind ja dann auch Veränderungen, ... sehr sogar, ... bei mir


    LG
    Fliegerlein

  10. #30
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Wie sieht sie aus, die "ADS / ADHS-gerechte Welt" ???

    Die Tatsache, dass es früher auch schon ADHS gab, aber deutlich weniger als heute, zeigt ja, dass die heutige Umwelt mit ihren Selbstoptimalisierungs-Ansprüchen und ihrer Komplexität und Schnelllebigkeit einfach sehr ungünstig für uns ist. Ob es DIE perfekte Umwelt gäbe, bezweifle ich, aber eine viel passendere bestimmt.

    Als erstes müssten verantwortliche Erwachsene 1:1 im Leben von verhaltensauffälligen Kindern mitlaufen, um zu lernen, wie das Kind tickt. Nicht Gruppenanpassung, sondern Verständnis stünde an erster Stelle. Dann, falls es ADHS ist, kann ein Kind nicht wie Normale in allem unter Druck bis an seine Grenzen gehen, das ist genau falsch. Tempo, Frustrationstoleranz, Langeweile, Eintönigkeit, das ist alles Gift für uns. Und wir leiden höllisch drunter. Das müsste als Lebensbedingung berücksichtigt werden.

    Ruhe, Rückzugsmöglichkeiten, dem Kind beibringen, selber die Anzeichen dafür zu erkennen, aber auch Action und Kick suchen müssten ermöglicht werden.

    Die Kreativität und Empfindsamkeit von ADHSlern müssten anerkannt und als wertvoll eingesetzt werden.

    Das müsste ganz früh im Leben beginnen, damit nicht so viele Wunden entstehen, die dann unabhängig vom ADHS schon zu Lebensproblemen führen-

    LG Maggy

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