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Diskutiere im Thema Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang) im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 98

    Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Ich habe das Gefühl, dass mein ADHS einen alters- und belastungsspezifischen Verlauf nimmt.

    Als Kleinkind war ich, glaube ich, sehr bewegungsfreudig, bin ganz viel rumgerannt und auf jeden Baum geklettert, habe nie auf meine Eltern gehört.

    Als Kind wurde ich dann immer mehr ein Träumer, ablenkbar, Einzelgänger, ruhiger und sehr angepasst, Streits innerhalb der Familie, aber die meisten Konflikte wurden innerlich ausgetragen und haben leider nicht zu einem gesunden Selbstwertgefühl beigetragen (aber das ist ein anderes Thema).


    Das setzte sich fort bis Anfang 30 - da ging es los mit Wutausbrüchen, extremer Sturheit, Selbsthass, Unverständnis, Widerstand statt Unterwerfung, Hass auf Mitmenschen und Systeme, Unverständnis und Anpassungsunwillen - böse Zungen nennen das Egoismus:-)

    Mittlerweile ist wieder ne ganze Menge Anpassung und Dulden von Langeweile dabei, aber auf sehr gesunde Art, dank Diagnose, Medikation, Therapie, Selbsterkenntnis und guter sozialer Netzwerke.

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht - wenn ich mir meine Mutter anschaue (die auch ADHS hat), stelle ich fest, dass sie ruhiger geworden ist und seit Jahren eigentlich eher dem ADS-Typ entspricht - abgesehen von einer extremen Impulsivität und Emotionalität.

    Ich bin gespannt!:-)

    Wie ist es bei euch?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    N´abend
    kann mich dem anschliessen.
    Wobei ich bis zum heutigen Tage (und ich bin jetzt 31) hyperaktiv bin. Worunter mein Umfeld meist mehr leidet als ich selbst.
    Ich bin derzeit allerdings erst auf dem Weg aus dem, wie nennen es die bösen Zungen, ach ja Egoismus, Der Selbsthass kommt und geht wie er gerade lustig ist.
    Aber ich hoffe mit etwas weniger Stress wieder ruhiger und weniger trotzig zu werden.
    Wenn ich meinen Papa (der betroffene Elternteil) allerdings sehe, dürfte das vielleicht auch klappen.
    Liebe Grüße

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Bei mir wars auch sehr wechselnd im lauf der Jahre, das ADS, ist aber kontinuierlich schlimmer geworden, je älter ich wurde. Arbeite jetzt in WfB aufgrund des schweren ADS.
    Bin jetzt53, gefühlte 17.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Also ich persönlich würde nicht von phasenweisem Verlauf sprechen.

    Als Kind war meine eigene Wahrnehmung natürlich anders als heute. Ich weiß, daß ich viel in Bewegung war und das auch brauchte. Ich habe schon mit jungen Jahren meinen Vater beim Holzsägen, später auch beim Holzhacken unterstützt. Tat mir gut, hat auch Spaß gemacht und fehlt mir heute in Zeiten der Zentralheizung doch sehr.

    Unruhig, verängstig, nervös, schnellsprechend, schnelldenkend, unkonzentriert, unordentlich, chaotisch, besserwisserisch, etc. war ich schon immer und ist auch heute noch so.

    Als Erwachsener habe ich die Mobbingattacken und Diskriminierungen, denen ich durchaus schon als Kind ausgesetzt war, viel intensiver wahrgenommen und auch näher an mich und meine Psyche herangelassen. Jedes Mißgeschick, jeder noch so kleine Fehler oder jedes noch so ehrlich gemeinte Wort der Kritik war und ist in meinen Augen ein Angriff auf meine Person und dementsprechend schnell verliere ich das Interesse oder mache dicht.

    Was mir noch auffällt: Ich bin zwar inzwischen schon 33 Jährchen alt, kann mich aber noch immer für Dinge begeistern, die ein Teenager oder ein Kind toll findet. Beispielsweise diverse Cartoons im Fernsehen oder Computerspiele.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 42

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    geht schon in eine ähnliche richtung wie bei mir. zuerst habe ich mir zuviel gefallen lassen und dann war ich plötzlich nur mehr agressiv und bin von vornherein auf konfrontation gegangen, wollte mich schon vorne weg vor angriffen, ausgrenzungen abschotten, wurde aber somit auch nicht verstanden, sondern eher belächelt und als nicht ernst zu nehmen abgetan.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Ich weiss ja nun auch erst seit ein paar Monaten das ich ADHS habe. Aber rückwirkend betrachtet muss ich sagen das es bei mir auch Phasenweise verläuft. Ich denke aber auch zu wissen warum das so ist. Es gibt bei mir einfach zwei faktoren die sich auf mein Leben direkt auswirken und damit auch ganz stark auf mein ADHS.

    1. Stress
    Wenn ich unter grossem beruflichen oder privaten Stress stehe, dann begünstigt das meine "Symptome" und mein ADHS wird stärker. Und da mit zunehmendem Alter (vor allem beruflich oder auch durch kinder usw.) der stress zu nimmt, nehmen vermutlich bei vielen auch die ADHS Probleme zu.

    2. Beziehungen
    Bei mir ist der zweite grosse (wenn nicht sogar größte Faktor) das Thema Liebe und Beziehungen. Wenn ich eine glücklichen Partnerschaft lebe, gibt mir das soviel halt und stabilität, vor allem Emotional, das ich mit allem anderen auch gut zurecht komme. aber wenn dieser halt wegfällt, ist es als ob man mir den boden unter den füßen wegzieht und ich befinde mich im freien fall (wie nun seit ca. 1 Jahr).

    Mit dem Thema Stress kann ich inzwischen ein bisschen besser umgehen, ich habe gelernt nicht zu allem ja zu sagen, mir ruhepausen zu gönnen usw. aber das Thema Emotionen/Beziehungen/Liebe ist noch immer mein allergrößtes Problem. Denn das bekomme ich gar nicht in den Griff. und so habe ich nun schon seit langem das Gefühl zu kämpfen aber nicht weiter zu kommen. Und irgendwie finde ich bei diesem Thema auch keinen Ansatzpunkt der mich mal etwas weiterbringen könnte...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Hallo Markus,
    ich kann jetzt nur für meine Person Dir Antworten, da die Beschaffenheit und die Einflüsse des Charakters eines jeden anders sind.
    Das die Symtome bei Stress, Trennung oder Verlust von geliebten Menschen sich verstärken ist normal. Man wird aus der Bahn gerissen und versucht erst mal mit der neuen Situation klar zu kommen und gerade dieses "klar kommen" wirft wiederum neue Probleme auf.
    So wie ich es interpretiere hast Du Dich in einer Partnerschaft sehr an der geliebten Person orientiert.......was einem auch sehr viel Halt gibt. Diesen zu verlieren sieht man als ausweglose Kastastrophe an, was man aber nicht so sehen darf. Was mir sehr viel Ausgleich bringt ist Sport, dort kann ich mich austoben, auch in einem Wettkampf beweisen, dass ich aber meine sieben Sinne beisammen halten kann. Über die Jahre habe ich gelernt die sozialen Kontakte nicht einfach abzubrechen, sondern aufrecht zu erhalten. Auch Freunde und Bekannte können einen stützen.
    Wie ich auf dem Foto sehe, hast Du einen Hund, einen treuen Begleiter......ich hatte auch jahrelang einen tierischen Freund, mit dem ich meine einsamen Spaziergänge trotzdem genossen habe........
    Kinder ist so ein Thema,.... ich selber habe Zwillinge im Alter von 22 Jahren. Nun ja, sie haben eine Chaotenmutter und trotzdem sind groß geworden . Man lernt Verantwortung zu tragen und sich nicht in den Depris zu verlieren, weil jemand da ist wo man drauf achten muss. Ja, ich weiß dieses "muss und jetzt" ist Etwas unliebes für uns, doch über die Jahre kann es wirklich lernen damit umzugehen. Sich Tagesabläufe wie einen Terminplan schreiben, die man abhaken kann, auch Platz lassen für Unvorhersehbares.

    Ich denke, dass schlimmste sind die Emutionen, mit denen wir lernen müssen umzugehen. Die Berg- und Talfahrten, die man fast jeden Tag mit macht, reißen einen ganz schön aus dem Gleichgewicht. Hierbei muss ich sagen, hat mir der Sport sehr geholfen, so richtig ausgepowert und müde ins Bett, haben mir ein wenig Ruhe gebracht und mir auch die Grübelei genommen.

    Einen passenden Partner wieder zu finden, ist natürlich nicht für jeden einfach und man geht auch nicht gerne hausieren " ich habe ADS"........ man darf sich auch nicht drauf versteifen sofort jemanden zu finden.


    Vielleicht solltest Du mit Deinem Arzt reden wegen einer Therapie, vielleicht auch in einer Gruppe, es hilft einem wirklich weiter, als nur Medis in sich rein zu stopfen........

    lg
    Zappelliese

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Hallo Zappelliese,

    Erstmal danke für deine Antwort! Es ist nicht so das ich nur Medis einwerfe, ich mache seit einem Jahr Therapie, rede viel mit Freunden, habe einen ADHS Coach und versuche wirklich weiter zu kommen, was mir auch ein stückweit gelungen ist. Aber dieses Thema mit Bezeihungen bzw, der Einsamkeit ist immer noch mein Zentralesproblem was mich auch ständig wieder komplett aus der bahn wirft und da komme ich einfach nicht weiter

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Mein ADS hat sich bei mir auch in verschiedenen Phasen gezeigt.

    Im Kindesalter war ich häufig unruhig und nervös. Ich konnte nicht stillsitzen und war dadruch immer der Außenseiter. 5 Jahre lang befand ich mich in heiltherapeutischer Behandlung.

    Still sitzen fiel mir dannach immer noch schwer, so daß ich deswegen von meinem Lehrbetrieb nicht übernommen wurde. Leider.

    Die Aggressionen/der Selbsthass meiner frühen Kindheit haben sich ausgewaschen, dafür ist eine innerliche Unruhe geblieben.

    Diese versuche ich mit Sport bzw. Vitametik zu bekämpfen. Ein bißchen was hat es schon gebracht, aber es ist noch längst nicht gut.

  10. #10
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Verläuft euer ADHS/ ADS in Phasen? (lebenslang)

    Also, ich habe ja jetzt erst in diesem Jahr, mit fast XX Jahren, erfahren, dass ich ADHS habe.
    So kann ich mein Desaster nur rückwirkend betrachten.
    Aber das ist ja auch nicht uninteressant. Jetzt merke ich, daß es sich scheinbar verstärkt.
    Oder es fällt mir halt nur eher auf, wenn wieder diese Unruhe und dieser Drang überhand nehmen.
    Aber begleitet hat mich das ADHS fast im gleichen Maße die ganzen Jahre über.

    LG --hirnbeiß--

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