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Diskutiere im Thema Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Also ich weiss nicht, ob das ein Unterscheidungskriterium sein könnte.

    Also mir ist schon aufgefallen, dass ich, wenn ich im Hyperfokus bin und unterbrochen werde, extrem Mühe habe, wieder dort einzusteigen, wo ich war oder es gelingt mir gar nicht mehr.

    Wenn ich mich aber im Flow befinde, kann ich unterbrochen werden, und finde nachher wieder ohne Mühe zur Tätigkeit zurück.

    Beim Hyperfocus darf ich also quasi nicht unterbrochen werden, weil sonst mein Konzentrationfähigkeit gestört werden könnte, deshalb blende ich auch alles andere aus.

    LG Nicci

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.101

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Ich weis nicht ob es Hyperfocus ist oder Flow. Beispiel bei mir beim schreiben. Ich vergesse Raum und Zeit um mich herum.
    Ich gebe Antworten auf fragen die mir z.B. mein Mann stellt weis aber hinterher nicht mehr was er gefragt hat noch was ich geantwortet habe. Als wenn ich was die Aussenwelt betrifft auf Autopilot geschaltet hätte

    Ich habe mal sage und schreibe 5 St. am stück geschrieben und das ruhig sitzend am Laptop ohne irgendwas anderes nebenbei zu machen also essen, trinken rauchen etc.
    Danach wunderte ich mich nur das es schon so spät bzw. früh war.

  3. #13
    howie

    Gast

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Also mir ist schon aufgefallen, dass ich, wenn ich im Hyperfokus bin und unterbrochen werde, extrem Mühe habe, wieder dort einzusteigen, wo ich war oder es gelingt mir gar nicht mehr.

    Wenn ich mich aber im Flow befinde, kann ich unterbrochen werden, und finde nachher wieder ohne Mühe zur Tätigkeit zurück
    hä? beschreib mal den unterschied genauer bitte. was genau hast du gemacht.

    Ich habe mal sage und schreibe 5 St. am stück geschrieben und das ruhig sitzend am Laptop ohne irgendwas anderes nebenbei zu machen also essen, trinken rauchen etc.
    Danach wunderte ich mich nur das es schon so spät bzw. früh war.
    genau das müsste flow gewesen sein!

  4. #14
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Habe den Eindruck, dass der Flow sich eher auf einen wie geschmiert ablaufenden Arbeitsprozess bezieht bzw. dann bei mir auftritt. Flow kenne ich also nur in Zusammenhang mit irgendeiner praktischen Tätigkeit, das kann auch beim Lernen sein.

    Der Hyperfokus hat für mich eher etwas von einer zeitlich begrenzten Obsession. Aus irgendeinem Grund entwickel ich für ein Thema oder ein Projekt eine nicht zu bändigende fanatische Besessenheit und verfolge dann diese Themen bis zum Exzess. Kann das nicht steuern.
    hyperfokus bei Dingen, die ich tun muss, gibts bei mir nicht. Das ist ja das blöde!

    Als ich meine Wohnung eingerichtet habe, fiel mir plötzlich ein, dass ich doch einen Schreibtisch will. Ich ruhte nicht eher, bis das Ding aufgebaut in meinem Zimmer stand, noch am selben Tag. Genauso wie mein Kleiderschrank.fragte niemandem, ob er mir beim Aufbauen helfen könnte, das hätte ja alles viel zu lange gedauert. Als ich es dann alleine nicht hingekriegt habe, rief ich eine Freundin an und schnauzte sie an, dass sie sich verdammt noch mal beeilen soll, mir zu helfen. Der Schrank muss heute noch stehen!!! (zum Glück hat sie sich das nicht gefallen lassen!)
    Mit Flow hat das nix zu tun... Glücklich fühl ich mich beim Hyperfokussieren auch nicht immer.

  5. #15
    Ida


    ♥ ♥ ♥

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 401

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Ja, das erscheint mir logisch.

    Folgende Gedanken mache ich mir um dieses Thema:


    Wenn Montessori recht hat mit ihrer Theorie, nämlich das

    1. Kinder, die in ihrem Flow Erlebniss gestört werden, bzw, gehindert werden ihrem innerem Bauplan zu folgen (dazu gehört auch, dass sie Flow Erlebnisse haben mit Tätigkeiten die ihnen gerade entsprechen), in ihrem Verhalten auffällig werden (Z.B. durch Aggressivität, Überangepasstheit, usw.)

    und

    2. Kinder wieder zur "Normalisation" zurückgeführt werden können indem man ihnen die Möglichkeit gibt Flow Erlebnisse zu haben

    dann frage ich mich ganz ernsthaft was das für AD(H)sler bedeutet.


    Heute habe ich den ganzen Tag die schwierigsten Sudoku gemacht. Ich war vollkommen weg. Es hat mir riesen Spaß gemacht.

    Als ich endlich damit aufhörte wollte sich sofort ein schlechtes Gewissen einstellen. Als mir das klar wurde, habe ich es ganz bewusst beiseite geschoben und dann in mich rein gehört wie ich mich fühlte. Es war ganz ausergewöhnlich. Fast hätte ich angefangen zu weinen, so gut ging es mir.

    Ich frage mich, ob man daraus keine Therapie machen könnte.


    Wenn ich daran denke wie bei uns Schule funktioniert, ach was wie es schon im Kindergarten anfängt, dann werde ich richtig zornig.


    Haben unsere Kinder, hatten wir, jemals die Möglichkeit das ausgiebig zu tun was wir wollten?

    Und wenn wir es doch taten, welche unglaublich bescheurten Konsequenzen hatte das?



    Ich würde gerne herausfinden wollen, welche Erfolge man bei AD(H)A Kinder erzielt wenn man sie so therapieren würde.

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Unterschied zwischen "Hyperfokus" und "Flow" ?

    Ich glaube jetzt beim Lesen verstehe ich langsam den Unterschied:

    Demnach wäre Hyperfokus z. B., wenn ich auf irgendeine Information stoße - manchmal nur ein Schlagwort - und dann stundenlang über das Thema recherchieren muss. Der Hyperfokus zeichnet sich also bei mir durch einen spontan auftretenden, unstillbaren Wissensdurst aus, der immer auf ein bestimmtes Thema bezogen ist. Das gute Gefühl beim H. entsteht dann durch die Faszination für das Thema und die Freude über die ungewohnt gute Konzentrationsfähigkeit.

    Als Flow sehe ich nun bei mir z. B., wenn ich am Programmieren bin und mir ewig lang an irgendwas die Zähne ausbeiße. Plötzlich macht es "Klick" im Kopf und alles läuft auf einmal wie von selbst. Wenn eine Arbeit die man eigentlich als anspruchsvoll empfindet auf einmal so leicht von der Hand geht, löst das eine ganze Serie von Erfolgserlebnissen (und somit auch Dopamin-Kicks ) aus.

    Auf Unterbrechungen reagiere ich in beiden Fällen genervt. Ist ja auch kein Wunder, da beide Zustände für mich sehr angenehm sind und ich nicht mehr rein komme, wenn mich etwas raus gerissen hat.

    Ida schreibt:
    Haben unsere Kinder, hatten wir, jemals die Möglichkeit das ausgiebig zu tun was wir wollten?
    Und wenn wir es doch taten, welche unglaublich bescheurten Konsequenzen hatte das?
    Ich würde gerne herausfinden wollen, welche Erfolge man bei AD(H)A Kinder erzielt wenn man sie so therapieren würde.
    In der Kindheit alles lernen können was einen Interessiert? Weiß nicht wie es euch geht, aber für mich klingt das wie ein schöner Traum.
    Ich hatte schon vor meiner Einschulung ein extremes Fable für Biologie. Für mich ist das sogar aus heutiger Sicht nichts ungewöhnliches - ich wollte als Kind eben meine Umwelt verstehen. Meinem Vater hat es aus irgendeinem Grund garnicht gepasst. Auch der Rest der Familie hielt mich deswegen für "seltsam". Kann ich doch nichts dafür, wenn die nicht wissen was Mitochondrien sind... ^^ Naja gut, was das "freie Lernen" später in der Schule angeht muss ich ja keinem erzählen...

    Meine Meinung zu deiner letzten Frage:
    Wird man ADHS so "heilen" können? Nein.
    Wird es helfen alle Möglichen Komorbiditäten wie Depressionen & Co zu vermeiden? Aber ganz bestimmt!!!

    Ida schreibt:
    Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle lautet: Ist der Computer für ADHS Kinder wirklich so schlimm oder ist das ein Weg für sie zur Polarisation der Aufmerksamkeit zu gelangen?
    Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, das der Computer für ADSler einen ganz besonderen Reiz hat. Ich vermute das kommt von dem Zwang, ununterbrochen beschäftigt zu sein. Denn erstens spricht der Computer Konzentration und Motorik gleichzeitig an - man ist aktiv, interagiert. Ich zumindest empfinde das als sehr angenehm. Damit ich mich auf ganz passive Tätigkeiten wie fernsehen konzentrieren kann, muss es schon ein sehr interessanter Film sein.

    Der zweite Faktor ist, das wenn man seinen Computer zu nutzen weiß, die Beschäftigungsmöglichkeiten fast unbegrenzt sind. Insbesondere mit Internetanschluss kann es also (zumindest rein theoretisch) nie langweilig werden.

    Der Computer macht es einem ADSler also besonders einfach sich zu beschäftigen und eine Beschäftigung ist das beste Mittel gegen die Unruhe. Nun ist es bei mir und bei vielen ADSlern die ich kenne so, dass sie als "Selbstmedikation" für ihre Unruhe den PC recht exzessiv nutzen. Von Außenstehenden (und darunter zählen auch Therapeuten -.-) kann das schnell als PC-Sucht fehlinterpretiert werden. Um auf deine Frage zurück zu kommen: ich halte beides für möglich. Gefährlich wird es mMn erst an dem Punkt, wenn durch den PC (wie bei einer echten Sucht) andere wichtige Dinge vernachlässigt werden.

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